Berlin – Sie träumen von Verstaatlichung und einem Wohnungswunder: 16 Milliarden Euro wollen Berliner SPD, Grüne und Linke ausgeben, um rund 160.000 Wohnungen zu verstaatlichen. Aber: Woher soll das Geld kommen? Schließlich ist der Hauptstadt-Haushalt ohnehin marode: Allein dieses Jahr fehlen 4,6 Milliarden Euro. Die Linken-Lösung: Die Entschädigungen für die Wohnkonzerne sollen mit Schulden bezahlt werden. Und diese Enteignungskredite sollen dann über Mieteinnahmen beglichen werden.
Problem: Bei aktuell vier Prozent Zinsen würden allein 640 Millionen Euro im Jahr an Kreditraten fällig, bei fünf Prozent schon 800 Millionen Euro. Verwaltung, Instandhaltung und Sanierungen kommen noch dazu. Und eine neue Verwaltungsfirma soll auch noch gegründet werden. Das Magazin „Cicero“ berichtet: Um diese Kosten über die Mieten zu decken, müsste die durchschnittliche Nettokaltmiete für Wohnungen von derzeit rund acht Euro auf 10,40 Euro pro Quadratmeter steigen, bei fünf Prozent sogar auf 11,60 Euro.