Offiziell: Formel 1 verkündet Ruanda-Deal - aber ohne konkreten Zeitpunkt.
Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt.
Federführend in das Projekt involviert ist WurzDesign, die Firma des ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz. Abseits der Rennwochenenden soll die Anlage ganzjährig als Veranstaltungszentrum genutzt werden.
Ruandas Präsident Paul Kagame erklärt stolz: "Der heutige Tag gehört Afrika. Seit mehr als drei Jahrzehnten findet die weltweit führende Motorsportmeisterschaft ohne diesen Kontinent statt. Doch mit dieser Vereinbarung ändert sich das."
FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem bezeichnet den Deal als einen "historischen Moment für unseren Sport" und kündigt an: "Die FIA wird eng mit der FOM und unseren Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese neue Rennstrecke nach den höchsten internationalen Standards gebaut wird."
Formel-1-Boss Stefano Domenicali ergänzt: "Heute ist ein Meilenstein für die Formel 1. Mit dem Einstieg Ruandas in den Rennkalender ab dem nächsten Jahrzehnt wird unser Sport auf allen bewohnten Kontinenten vertreten sein und die Weltmeisterschaft den Fans rund um den Globus näherbringen als je zuvor."
"Afrika war schon immer Teil der Zukunft der Formel 1, und von Anfang an waren wir entschlossen, auf die richtige Art und Weise zurückzukehren, mit dem richtigen Partner, einem langfristigen Engagement und einer klaren Vision, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen", so der Italiener.
PS:
Ruanda gilt selbst in Afrika als eines der ärmsten und korruptesten Ländern.
Ruanda ist de facto ein Einparteienstaatder seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1994 ununterbrochen von der Ruandischen Patriotischen Front (RPF) und ihrem Vorsitzenden Paul Kagame regiert wird.
Beim BIP pro Kopf landet Ruanda auf Platz 176 von 200 Staaten.