No offense, aber hast du irgendetwas von dem was ich geschrieben habe verstanden?
Dein Text lässt nämlich erhebliche Zweifel daran aufkommen.
Du wirfst ein paar Begriffe wild durcheinander. "Calls verkauft", "nackte Short Calls"
Ich habe eher den Eindruck, dass du nicht weißt, wovon du schreibst.
Man kann die Thematik sauber und kurz zusammenfassen:
Call und Put gibt es nicht nur im Zusammenhang mit Leerverkäufen und -käufen. Auch Knockout Optionsscheine und weitere Derivate können so heißen.
Von Optionsscheinen war nicht die Rede, sondern von Optionen.
Das geht eindeutig daraus hervor, dass ich davon gesprochen habe, dass Calls verkauft wurden.
Wir schauen aber mal nur Leerkäufe und Leerverkäufe an.
Call heißt immer man setzt auf steigende Kurse (long).
Falsch. Wenn man Calls
verkauft, dann setzt man auf fallende Kurse.
Was ist ein Leerkauf?
Ich kenne nur Leer
verkäufe - z.B. ein nackter short call, wie oben erwähnt.
kaufst du die Pflicht die Aktie zu kaufen, zu einem festgelegten Preis und erhälst dafür zusätzlich eine Provision ausbezahlt.
Wieso sollte ich die Pflicht kaufen, die Aktie zu kaufen?
Ich
verkaufe die
Pflicht, die Aktie zu kaufen, und
bekomme dafür eine Provision.
Oder: Ich kaufe das
Recht, die Aktie zu kaufen, und
bezahle dafür eine Provision.
Bsp. Du bist Leerkäufer (long) auf Curi. Preis ist festgelegt auf 2,50 €, zum 31.12. Musst du 100 Stück zu 2,50 nehmen.
Wenn ich x Stücke zum Preis y nehmen
muss, dann habe ich einen Put verkauft.
Waren wir nicht gerade bei Calls?
Ist die Aktie bei 3€, Jackpot, du bekommst sie für 2,50. Im schlimmsten Fall ist Curi bis dahin gar nichts mehr wert, Risiko also 2500€.
Hier klingt es wieder so als
könnte ich sie nehmen, wenn ich will.
Das gilt, wenn man einen Call kauft. Davon war aber nicht die Rede - Thema verfehlt also.
Da du Curi eh haben willst und gerne bis 31.12. Wartest, nimmst du die Provision mit, und hofft dass die Aktie steigt (call).
Eine Provision bekomme ich aber nur, wenn ich eine Option (Call oder Put)
verkaufe.
Put: Umgedreht, du verkaufst leer (short). Vorneweg Risiko ist unbegrenzt hoch. Du kaufst die Pflicht,
Man kauft garantiert keine Pflicht, irgendetwas zu tun - wer wäre so dumm, Geld dafür auszugeben, später etwas tun zu
müssen?
Man verkauft eine Pflicht, oder
man kauft ein Recht.
100 Curi am 31.12. Für 2,50 zu liefern. Du besitzt sie aber erst einmal nicht (leerverkauf). Natürlich kannst du dich aber jederzeit bis zum 31.12. Mit 100 Stück eindecken. Du denkst ja Curi fällt bis dahin, die Gebühr wie beim Call bekommst du auch. Probleme bekommst du, wenn die Aktie stark steigt, dann musst du dein Risiko begrenzen und dich eindecken. Steht Curi am 31.12 bei 100€ und du hast dich nicht eingedeckt, bist du 10000€ los.
Von Puts war ebenfalls nicht die Rede - erneut das Thema verfehlt.
EDIT:
Halt, das ist genau das, was passiert ist.
Er hat aber wie gesagt Calls verkauft und keine Puts.
Warum also im Abschnitt "Put"?
Wenn ich mich verpflichte, Aktien zu einem bestimmten Preis zu kaufen, dann habe ich einen Put verkauft - hier nicht das Thema.
Wenn ich mich verpflichte, Aktien zu einem bestimmten Preis zu liefern, dann habe ich einen Call verkauft (das ist hier passiert), auch genannt "short call". Und wenn ich die Aktien nicht habe, die zu liefern ich mich verpflichtet habe, dann ist es ein "nackter short call", wie oben bereits erwähnt.
Das war jetzt ein kleines Beispiel, richtig unbegrenzt ins Risiko gehen aber nur die Shorties.
Ein ziemlich wirres Beispiel, teilweise themenfremd und noch dazu fehlerhaft.