Der schwärzeste Tag in der Gaming-Geschichte – Sony stellt Produktion physischer Disc-Games ab 2028 ein!

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller Revil
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Wie seht ihr das?

  • Absolute Schweinerei.

  • War abzusehen, dennoch schade.

  • Mir komplett egal.

  • Ein Revil-Thread :)


Ergebnisse sind erst nach dem Abstimmen sichtbar.
Letztendlich kann man sagen, dass Sony es wohl richtig gemacht hat (aus ihrer Sicht).

Es zeichnet sich seit Jahren ein schleichender Tod von physischen Spielen ab. Das konnte jeder sehen und es war jedem hoffentlich klar, dass sich digitale Spiele durchsetzen. Womit aber wohl die wenigsten (auch ich nicht) gerechnet haben, ist, dass ein Hersteller so einen beinharten Schnitt umsetzen möchte. Ich ging eher davon aus, dass man weiterhin ein physisches Medium anbieten wird, bis eben dieser Markt fast gänzlich zusammengebrochen ist. Vermutlich ging es Sony aber nicht schnell genug und sie wollen daher nachhelfen. Hier sind sie auch in einer außergewöhnlich guten Position. Ohne direkte Konkurrenz und als einer der letzten Anbieter physischer Games bleibt dem Kunden ja sowieso keine Alternative. Die meisten PlayStation Kunden haben die Konsole doch sowieso nur, weil sie das beste Gesamtpaket bietet, und nicht, weil es physische Medien gibt oder weil hier besondere exklusive Spiele erscheinen.

Das Thema physisches Medium hat sich erledigt, da kann keine Petition der Welt noch etwas daran ändern. Niemand kann Sony dazu zwingen, weiterhin Discs (oder ein anderes Medium) zu produzieren. Das hat der Markt schon längst entschieden. Auf der PlayStation alleine machen physische Spiele vielleicht noch bis zu 50 Prozent der verkauften Einheiten aus (der Gewinn ist aber deutlich schlechter), aber auf den Gesamtmarkt bezogen (inklusive PC und Mobile) sind diese Zahlen halt völlig irrelevant (Konsolen machen etwa ein Drittel des Marktes aus, davon hat die PlayStation dann etwa die Hälfte; selbst bei 50 Prozent physischer Spiele auf der PlayStation wären das also nur 7,5 Prozent vom Gesamtmarkt). Zudem ergibt sich einfach die Alternativlosigkeit des Kunden. Man kann auf das Spielen verzichten oder auf eine andere, rein digitale Plattform wechseln. Wobei ich hier ehrlicherweise nur den Kopf schütteln kann bei Usern, die nun meinen, auf Steam zu wechseln. Steam ist schließlich genau das, was das PSN werden soll, also rein digitaler Lizenzverkauf. DRM freie Steam Versionen sind immer noch die Ausnahme von der Regel.

Wenn dann die PS6 in zwei Jahren erscheint, wird das Thema aufgrund der Alternativlosigkeit einfach nicht mehr relevant sein. Zudem hat Sony nirgendwo gesagt, dass sie nicht auch GKCs oder Ähnliches anbieten werden. Also entweder die Kunden gehen weiter mit Sony in die digitale Zukunft oder sie wechseln auf eine andere Plattform. Dass es rein digital wird, ist unausweichlich (auch Nintendo wird noch nachziehen, die hinken sowieso immer ein bis drei Generationen hinterher).

Letztendlich ist die gesamte Diskussion hier etwas fragwürdig. Jeder verteidigt sein bevorzugtes Medium (physisch oder digital) auf seiner bevorzugten Plattform (PC, Konsole, Mobile etc.) und niemand wird von seinem Standpunkt abrücken, weil es hier auch kein echtes Richtig oder Falsch gibt. Alles hat Vor und Nachteile. Das Internet kann ausfallen, der Account kann gestohlen werden, genauso wie physische Games verloren gehen können oder nicht ewig haltbar sind etc. Das ist meiner Meinung nach alles egal, jeder wie er möchte.

Das wirkliche Kernproblem wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet: die Verbraucherrechte! Denn das ist das, was uns alle auf allen Plattformen trifft, und das nicht nur bei Videospielen, sondern auch bei Filmen, Musik und sonstiger Software. Alles geht in die Richtung der völligen Enteignung des Konsumenten. Und es sieht leider nicht so aus, als würden sich die Konsumenten hier zusammenschließen und mehr Druck machen. Stop Killing Games ist nur ein Beispiel, welches an der EU gescheitert ist, und das trotz etwa 1,3 Millionen verifizierter Unterschriften.

Daher gilt es als Konsument bewusster mit seiner Geldbörse zu entscheiden, was man wirklich möchte. Ich habe es schon einmal erwähnt und kann mich daher nur wiederholen: Eine digitale Plattform ohne DRM ist die kundenfreundlichste Option, die man in einer rein digitalen Zukunft haben kann. Die Konsumenten müssen dies aber auch unterstützen. Leider scheint es den meisten egal zu sein, wenn man aus Bequemlichkeit lieber Steam als GOG nutzt. Falls nun jemand meint „aber GOG hat so eine geringe Auswahl“: Bitte mal in sich gehen und darüber nachdenken, warum das so ist und wie wir alle das ändern könnten.
 
Letztendlich kann man sagen, dass Sony es wohl richtig gemacht hat (aus ihrer Sicht).

Es zeichnet sich seit Jahren ein schleichender Tod von physischen Spielen ab. Das konnte jeder sehen und es war jedem hoffentlich klar, dass sich digitale Spiele durchsetzen. Womit aber wohl die wenigsten (auch ich nicht) gerechnet haben, ist, dass ein Hersteller so einen beinharten Schnitt umsetzen möchte. Ich ging eher davon aus, dass man weiterhin ein physisches Medium anbieten wird, bis eben dieser Markt fast gänzlich zusammengebrochen ist. Vermutlich ging es Sony aber nicht schnell genug und sie wollen daher nachhelfen. Hier sind sie auch in einer außergewöhnlich guten Position. Ohne direkte Konkurrenz und als einer der letzten Anbieter physischer Games bleibt dem Kunden ja sowieso keine Alternative. Die meisten PlayStation Kunden haben die Konsole doch sowieso nur, weil sie das beste Gesamtpaket bietet, und nicht, weil es physische Medien gibt oder weil hier besondere exklusive Spiele erscheinen.

Das Thema physisches Medium hat sich erledigt, da kann keine Petition der Welt noch etwas daran ändern. Niemand kann Sony dazu zwingen, weiterhin Discs (oder ein anderes Medium) zu produzieren. Das hat der Markt schon längst entschieden. Auf der PlayStation alleine machen physische Spiele vielleicht noch bis zu 50 Prozent der verkauften Einheiten aus (der Gewinn ist aber deutlich schlechter), aber auf den Gesamtmarkt bezogen (inklusive PC und Mobile) sind diese Zahlen halt völlig irrelevant (Konsolen machen etwa ein Drittel des Marktes aus, davon hat die PlayStation dann etwa die Hälfte; selbst bei 50 Prozent physischer Spiele auf der PlayStation wären das also nur 7,5 Prozent vom Gesamtmarkt). Zudem ergibt sich einfach die Alternativlosigkeit des Kunden. Man kann auf das Spielen verzichten oder auf eine andere, rein digitale Plattform wechseln. Wobei ich hier ehrlicherweise nur den Kopf schütteln kann bei Usern, die nun meinen, auf Steam zu wechseln. Steam ist schließlich genau das, was das PSN werden soll, also rein digitaler Lizenzverkauf. DRM freie Steam Versionen sind immer noch die Ausnahme von der Regel.

Wenn dann die PS6 in zwei Jahren erscheint, wird das Thema aufgrund der Alternativlosigkeit einfach nicht mehr relevant sein. Zudem hat Sony nirgendwo gesagt, dass sie nicht auch GKCs oder Ähnliches anbieten werden. Also entweder die Kunden gehen weiter mit Sony in die digitale Zukunft oder sie wechseln auf eine andere Plattform. Dass es rein digital wird, ist unausweichlich (auch Nintendo wird noch nachziehen, die hinken sowieso immer ein bis drei Generationen hinterher).

Letztendlich ist die gesamte Diskussion hier etwas fragwürdig. Jeder verteidigt sein bevorzugtes Medium (physisch oder digital) auf seiner bevorzugten Plattform (PC, Konsole, Mobile etc.) und niemand wird von seinem Standpunkt abrücken, weil es hier auch kein echtes Richtig oder Falsch gibt. Alles hat Vor und Nachteile. Das Internet kann ausfallen, der Account kann gestohlen werden, genauso wie physische Games verloren gehen können oder nicht ewig haltbar sind etc. Das ist meiner Meinung nach alles egal, jeder wie er möchte.

Das wirkliche Kernproblem wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet: die Verbraucherrechte! Denn das ist das, was uns alle auf allen Plattformen trifft, und das nicht nur bei Videospielen, sondern auch bei Filmen, Musik und sonstiger Software. Alles geht in die Richtung der völligen Enteignung des Konsumenten. Und es sieht leider nicht so aus, als würden sich die Konsumenten hier zusammenschließen und mehr Druck machen. Stop Killing Games ist nur ein Beispiel, welches an der EU gescheitert ist, und das trotz etwa 1,3 Millionen verifizierter Unterschriften.

Daher gilt es als Konsument bewusster mit seiner Geldbörse zu entscheiden, was man wirklich möchte. Ich habe es schon einmal erwähnt und kann mich daher nur wiederholen: Eine digitale Plattform ohne DRM ist die kundenfreundlichste Option, die man in einer rein digitalen Zukunft haben kann. Die Konsumenten müssen dies aber auch unterstützen. Leider scheint es den meisten egal zu sein, wenn man aus Bequemlichkeit lieber Steam als GOG nutzt. Falls nun jemand meint „aber GOG hat so eine geringe Auswahl“: Bitte mal in sich gehen und darüber nachdenken, warum das so ist und wie wir alle das ändern könnten.
Gut geschrieben :tinglewine:
 
Dass es rein digital wird, ist unausweichlich (auch Nintendo wird noch nachziehen, die hinken sowieso immer ein bis drei Generationen hinterher).
Nintendo ist aber eine Prestige-Firma, im Gegensatz zu Sony. Seit über einen Jahrhundert sind sie ausschließlich auf Spiele konzentriert.

Ich denke mir, dass Nintendo es sich nicht leisten kann digital-only zu gehen. Das würde einen 10-fach höheren Backlash verursachen, als es ohnehin bei Sony bereits ist. Und eine digital-only Konsole ist quasi nur ein Gerät, was du kaufst und wartest, bis es komplett zu 100% durchhackbar ist und danach einfach Spiele darauf ladest. Das ist ja auch nicht wirklich toll.

Der PC und Steam sind in dem Bezug besser, weil du immerhin günstige Spiele bekommst. Ohne Physical Games verlierst du einfach das, was eine Spielekonsole ausgemacht hat seit Jahrzehnten: Kaufen, Reinstecken, Spielen.
 
Nintendo hat auch noch u.a. Kinder als Kunden und diese tauschen gerne mal physische Games oder freuen sich wenn mal was Greifbares unter dem Weihnachtsbaum liegt.

Deswegen wird Nintendo nicht so schnell digital only gehen.
 
Letztendlich kann man sagen, dass Sony es wohl richtig gemacht hat (aus ihrer Sicht).

Es zeichnet sich seit Jahren ein schleichender Tod von physischen Spielen ab. Das konnte jeder sehen und es war jedem hoffentlich klar, dass sich digitale Spiele durchsetzen. Womit aber wohl die wenigsten (auch ich nicht) gerechnet haben, ist, dass ein Hersteller so einen beinharten Schnitt umsetzen möchte. Ich ging eher davon aus, dass man weiterhin ein physisches Medium anbieten wird, bis eben dieser Markt fast gänzlich zusammengebrochen ist. Vermutlich ging es Sony aber nicht schnell genug und sie wollen daher nachhelfen. Hier sind sie auch in einer außergewöhnlich guten Position. Ohne direkte Konkurrenz und als einer der letzten Anbieter physischer Games bleibt dem Kunden ja sowieso keine Alternative. Die meisten PlayStation Kunden haben die Konsole doch sowieso nur, weil sie das beste Gesamtpaket bietet, und nicht, weil es physische Medien gibt oder weil hier besondere exklusive Spiele erscheinen.

Das Thema physisches Medium hat sich erledigt, da kann keine Petition der Welt noch etwas daran ändern. Niemand kann Sony dazu zwingen, weiterhin Discs (oder ein anderes Medium) zu produzieren. Das hat der Markt schon längst entschieden. Auf der PlayStation alleine machen physische Spiele vielleicht noch bis zu 50 Prozent der verkauften Einheiten aus (der Gewinn ist aber deutlich schlechter), aber auf den Gesamtmarkt bezogen (inklusive PC und Mobile) sind diese Zahlen halt völlig irrelevant (Konsolen machen etwa ein Drittel des Marktes aus, davon hat die PlayStation dann etwa die Hälfte; selbst bei 50 Prozent physischer Spiele auf der PlayStation wären das also nur 7,5 Prozent vom Gesamtmarkt).
Vorab vielen Dank für Deinen Beitrag.

Den allermeisten ist diese Realität bewusst. Dass der Tag kommen würde ebenso. Womit viele (auch ich) nicht mit gerechnet haben, ist, dass Sony diesen Schritt als erster so schnell, und ohne Rücksicht auf Verluste, gehen und den harten Cut durchziehen würde. Ich bin eher davon ausgegangen, dass man physische Games “veredelt” und einen weichen Übergang in der nächsten Generation vollzieht.

Zudem ergibt sich einfach die Alternativlosigkeit des Kunden. Man kann auf das Spielen verzichten oder auf eine andere, rein digitale Plattform wechseln. Wobei ich hier ehrlicherweise nur den Kopf schütteln kann bei Usern, die nun meinen, auf Steam zu wechseln. Steam ist schließlich genau das, was das PSN werden soll, also rein digitaler Lizenzverkauf. DRM freie Steam Versionen sind immer noch die Ausnahme von der Regel.
Der Unterschied ist, dass man über legale Keyseller bei den meisten Spielen zumindest noch die Alternative hat, sich anderweitig und vergünstigt die Lizenzen zu kaufen. Das wird man im PSN keinesfalls können, und die Sorge zukünftig dort noch weiteren Nachteilen zu unterliegen, ist bei Sony dann nochmal ein Stück weit größer. Steam ist jedoch bei weitem nicht perfekt, das gehört zur Wahrheit dazu.

Wenn dann die PS6 in zwei Jahren erscheint, wird das Thema aufgrund der Alternativlosigkeit einfach nicht mehr relevant sein. Zudem hat Sony nirgendwo gesagt, dass sie nicht auch GKCs oder Ähnliches anbieten werden. Also entweder die Kunden gehen weiter mit Sony in die digitale Zukunft oder sie wechseln auf eine andere Plattform. Dass es rein digital wird, ist unausweichlich (auch Nintendo wird noch nachziehen, die hinken sowieso immer ein bis drei Generationen hinterher).
Sony hat (meines Erachtens) nicht umsonst betont, dass man digitale Spiele via Reseller anbieten wird. Das macht man jedoch nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern um sich gegenüber der Politik abzusichern und sich dem Vorwurf einer Monopolstellung zu erwehren.

Letztendlich ist die gesamte Diskussion hier etwas fragwürdig. Jeder verteidigt sein bevorzugtes Medium (physisch oder digital) auf seiner bevorzugten Plattform (PC, Konsole, Mobile etc.) und niemand wird von seinem Standpunkt abrücken, weil es hier auch kein echtes Richtig oder Falsch gibt. Alles hat Vor und Nachteile. Das Internet kann ausfallen, der Account kann gestohlen werden, genauso wie physische Games verloren gehen können oder nicht ewig haltbar sind etc. Das ist meiner Meinung nach alles egal, jeder wie er möchte.
Es besteht jedoch überhaupt kein Grund die digitale Vertriebsform zu verteidigen, da es mir und anderen nicht darum geht, diese anzugreifen, sondern zu unser aller Vorteil anzupassen. Dass man darüber hinaus dennoch seiner Enttäuschung als Retail-Gamer freien Lauf lässt, darf zumindest auf Verständnis und nicht auf Ablehnung stoßen.

Das wirkliche Kernproblem wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet: die Verbraucherrechte! Denn das ist das, was uns alle auf allen Plattformen trifft, und das nicht nur bei Videospielen, sondern auch bei Filmen, Musik und sonstiger Software. Alles geht in die Richtung der völligen Enteignung des Konsumenten. Und es sieht leider nicht so aus, als würden sich die Konsumenten hier zusammenschließen und mehr Druck machen. Stop Killing Games ist nur ein Beispiel, welches an der EU gescheitert ist, und das trotz etwa 1,3 Millionen verifizierter Unterschriften.
Stop Killing Games hatte ein richtiges Motiv, nur war der Fokus ein anderer, als er sich im aktuellen Fall darstellt. Wie ich hier schon des Öfteren predige, muss sich etwas bei digitalen Eigentumsrechten auf Konsolen (und allgemein) etwas tun. Der Fokus liegt im ersten schritt aber auf Konsolen, da es auf dem PC nun mal faktisch Alternativen gibt, was nicht bedeutet, dass man es bei Stores von Konsolen belassen sollte.

Daher gilt es als Konsument bewusster mit seiner Geldbörse zu entscheiden, was man wirklich möchte. Ich habe es schon einmal erwähnt und kann mich daher nur wiederholen: Eine digitale Plattform ohne DRM ist die kundenfreundlichste Option, die man in einer rein digitalen Zukunft haben kann. Die Konsumenten müssen dies aber auch unterstützen. Leider scheint es den meisten egal zu sein, wenn man aus Bequemlichkeit lieber Steam als GOG nutzt. Falls nun jemand meint „aber GOG hat so eine geringe Auswahl“: Bitte mal in sich gehen und darüber nachdenken, warum das so ist und wie wir alle das ändern könnten.
Um ehrlich zu sein, ist mein aktuelles Bewusstsein erst seit der Ankündigung von Sony in dem jetzigen Maße entstanden. Konsequenz daraus war, dass ich sowohl dem GOG Preservation Program beigetreten bin, als auch mein Kaufverhalten rund um Steam anpassen werde, respektive vermehrt via GOG meine Spiele beziehen möchte. Aber auch ich werde Lust darauf haben, das ein oder andere neue Spiel zu spielen, es wird bis auf Ausnahmen jedoch keine neuen Titel mehr am ersten Tag gekauft, und wenn doch, dann via legale Keyseller und mittels Angebote. Spiele, auf die ich gut und gerne warten kann, werden im Sale gekauft, und diese auch erst ab einer gewissen preislichen Grenze. Einzig und allein Indie-Titel, von denen ich überzeugt bin, gestehe ich zukünftig den vollen Kaufpreis zu.

Dass das nicht reichen wird, ist mir aber bewusst, und daher habe ich die Thematik schriftlich ausführlich dargelegt und einem Europa-Abgeordneten, welche sich für digitales Recht übermittelt. Da der Text jedoch nicht allzu kurz ist, möchte ich den nicht eins zu eins teilen. Zumal laut automatischer Antwort die Person im Urlaub ( :coolface: ) ist und eine Rückmeldung, sofern ich sie erhalten sollte, noch aussteht.

Daher habe ich den Text mal in Stichpunkten zusammenfassen lassen, das macht es etwas einfacher. Da die 1k Zeichen aber damit überschritten wären, siehe nächsten Post. ^^
 
  • Lob
Reaktionen: Avi
  • Die Gaming-Branche entwickelt sich zunehmend vom Kauf eines Produkts hin zum Erwerb digitaler Nutzungslizenzen.
  • Bei digitalen Käufen besitzen Verbraucher meist keine klassische Kopie des Spiels, sondern nur eine konto- und plattformgebundene Lizenz.
  • Physische Versionen unterscheiden sich:
    • Code-in-the-Box: Nur ein Download-Code, keine echte physische Kopie.
    • Game-Key-Cards/unvollständige Discs: Datenträger dienen hauptsächlich als Lizenznachweis, Spieldaten bleiben abhängig von Servern.
    • Vollständige physische Versionen: Bieten die größte Unabhängigkeit, da das Spiel direkt auf dem Datenträger vorhanden ist.

  • Digitale Spiele hängen von:
    • Accounts,
    • Servern,
    • Downloadmöglichkeiten,
    • Geschäftsentscheidungen der Plattformbetreiber ab.
  • Verlust, Sperrung oder Abschaltung von Diensten kann den Zugriff auf gekaufte Inhalte erschweren oder verhindern.
  • Der Wegfall physischer Alternativen könnte langfristig zu einer stärkeren Abhängigkeit von wenigen digitalen Plattformen führen.

  • Wenn Spiele ausschließlich digital angeboten werden, kontrollieren Plattformbetreiber zunehmend:
    • Preise,
    • Verfügbarkeit,
    • Nutzungsbedingungen.
  • Digitale Vertriebsformen werden nicht grundsätzlich abgelehnt, jedoch sollte der Käufer weiterhin eine dauerhafte Nutzungssicherheit erhalten.

  • Käufer erhalten die Möglichkeit, gekaufte Spiele auf einem physischen Datenträger zu speichern.
  • Kauf und Lizenzverwaltung bleiben weiterhin mit dem Online-Account verbunden.
  • Die gespeicherte Kopie wird:
    • an einen lokalen Account,
    • sowie an das jeweilige Abspielgerät gebunden.
  • Diese Geräte- und Account-Bindung soll eine unkontrollierte Vervielfältigung und damit Piraterie erschweren.
  • Vor folgenden Vorgängen müsste die Bindung aufgehoben werden:
    • Gerätewechsel.
    • Verkauf des Datenträgers.
    • Weitergabe des Datenträgers.
  • Danach kann die Kopie:
    • auf einem neuen Gerät aktiviert werden,
    • mit einem neuen lokalen Account verknüpft werden.
  • Falls:
    • ein Gerät defekt ist,
    • ein lokaler Account entfernt wurde,
    • kann die Lizenz über den Online-Account wiederhergestellt werden.
  • Die Wiederherstellung erfolgt nach erfolgreicher Authentifizierung, beispielsweise durch:
    • Passwort.
    • Zwei-Faktor-Authentifizierung.
    • vergleichbare Sicherheitsverfahren.
  • Vorteile dieses Ansatzes:
    • Rechtemäßige Käufer behalten langfristigen Zugriff.
    • Schutzmechanismen gegen Missbrauch bleiben bestehen.
    • Ein rechtssicherer digitaler Gebrauchtmarkt wäre theoretisch möglich.
  • Der Vorschlag ist als Ausgangspunkt gedacht und müsste technisch sowie rechtlich weiterentwickelt werden.
  • Dennoch könnte er einen realistischen Mittelweg zwischen Herstellerinteressen und Verbraucherrechten darstellen

  • Digitalisierung sollte den Komfort erhöhen, nicht die Rechte der Käufer einschränken.
  • Verbraucher sollten langfristig Kontrolle über gekaufte Inhalte behalten.
  • Ein ausgewogenes Lizenzmodell sollte sowohl Interessen der Hersteller als auch Eigentums- und Nutzungsrechte der Käufer berücksichtigen.
 
  • Lob
Reaktionen: Avi
Ohne Physical Games verlierst du einfach das, was eine Spielekonsole ausgemacht hat seit Jahrzehnten: Kaufen, Reinstecken, Spielen.
Mitternachtsverkäufe oder day1 um 9 mit anderen nerds vorm laden, der erst um 10 öffnet😎 und nicht zuletzt videospielläden und abteilungen, wo man einfach mal gerne im regal stöbern geht✌🏻
 
Das wirkliche Kernproblem wird meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet: die Verbraucherrechte! Denn das ist das, was uns alle auf allen Plattformen trifft, und das nicht nur bei Videospielen, sondern auch bei Filmen, Musik und sonstiger Software. Alles geht in die Richtung der völligen Enteignung des Konsumenten. Und es sieht leider nicht so aus, als würden sich die Konsumenten hier zusammenschließen und mehr Druck machen. Stop Killing Games ist nur ein Beispiel, welches an der EU gescheitert ist, und das trotz etwa 1,3 Millionen verifizierter Unterschriften.

Daher gilt es als Konsument bewusster mit seiner Geldbörse zu entscheiden, was man wirklich möchte. Ich habe es schon einmal erwähnt und kann mich daher nur wiederholen: Eine digitale Plattform ohne DRM ist die kundenfreundlichste Option, die man in einer rein digitalen Zukunft haben kann. Die Konsumenten müssen dies aber auch unterstützen. Leider scheint es den meisten egal zu sein, wenn man aus Bequemlichkeit lieber Steam als GOG nutzt. Falls nun jemand meint „aber GOG hat so eine geringe Auswahl“: Bitte mal in sich gehen und darüber nachdenken, warum das so ist und wie wir alle das ändern könnten.
Das ist ja das, was einige hier auch ich von Anfang an geschrieben haben, aber durch das plumpe konservative denken mit 0815 Argumenten ständig überschattet wird, weshalb eine Diskussion über das Thema eh sinnlos ist, weil komplett emotional überladen. Die Rechte des Kunden sind das wichtigste was UNS am Ende in Zukunft interessieren sollte. Technisch ist auch alles möglich, dass man selbst digitale Spiele schon auf Festplatten und Co. erhalten kann, aber nicht gleichzeitig die Piraterie supported. Der Impuls muss aber von der Politik kommen, denn die Konzerne wird das nicht interessieren, die bewegen sich einfach so lang weiter in ihrem rechtlichen Rahmen wie möglich.

Jeder trägt seinen Teil zu Digitalisierung bei, und Videospiele sind leider nun der nächste Schritt. Seit 10 Jahren genießt jeder den Luxus Musik zu hören aber sie nicht zu besitzen, Stichwort Spotify. Selbes gilt für Netflix und Co. Letzteres finde ich sogar ähnlich schlecht wie die Entwicklung am Videospiele Markt. Viele der Filme/Serien kann man gar nicht mehr physisch kaufen und man braucht zwingend ein Abo um diese schauen zu können. Nen Aufschrei gibts und gabs da kaum, weil die Kunden die Bequemlichkeit von Netflix einer Videothek schon lange vorgezogen hat. Videotheken sind gestorben genauso wie es die GameStops oder Videospiele MediaMarkt Abteilung tun wird.

Ich finde es aber schön, dass Unternehmen wie SEGA sagen, sie halten am physischen Medium fest, aber kommen dennoch nicht an der Digitalisierung vorbei. Um das zu erklären braucht man kein Wirtschaftsprofessor sein. Die nächste Cross-Gen Phase wird brutal. Die wird ne ganz andere Hausnummer als wir sie jetzt erlebt haben, und so lang diese bestand hat, wird es auch weiter Discs für PS5 von SEGA geben. Und ganz ehrlich, wenn ich mir SEGAs Games so anschaue, mach ich mir auch keine Sorge, dass diese weiter gut auf PS5 laufen werden. Das selbe gilt weiter für alle andere Publisher, welche ihre Discs in der Crossgenphase produzieren lassen KÖNNEN, ob sie das letztendlich dann machen werden ist eine andere Sache, schließlich verdienen die Publisher auch mehr, wenn sie rein digital "produzieren"

Finde ich nicht. Er redet eine Alternativlosigkeit herbei, die schlicht nicht besteht.
Die Alternative ist dem Kunden selbst die Möglichkeit zu bieten ihre Spiele in welcher Form auch immer archivieren zu können, ohne auf einen Microsoft, Sony, Nintendo, Valve Server angewiesen zu sein... gleichzeitig aber nicht die Piraterie zu stärken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nintendo ist aber eine Prestige-Firma, im Gegensatz zu Sony. Seit über einen Jahrhundert sind sie ausschließlich auf Spiele konzentriert.

Ich denke mir, dass Nintendo es sich nicht leisten kann digital-only zu gehen. Das würde einen 10-fach höheren Backlash verursachen, als es ohnehin bei Sony bereits ist. Und eine digital-only Konsole ist quasi nur ein Gerät, was du kaufst und wartest, bis es komplett zu 100% durchhackbar ist und danach einfach Spiele darauf ladest. Das ist ja auch nicht wirklich toll.
Würde dir ja recht geben, aber Nintendo verkauft ihr komplettes altes Konsolen Lineup von NES-N64 in einem Abo ohne die Möglichkeit die Spiele rauszukaufen. Also noch mal ne Nummer schlechter als rein digital im Store anzubieten. Die Goodguy Nintendo Nummer zieht doch mal gar nicht, vor allem da die GKC bereits existiert.

Der PC und Steam sind in dem Bezug besser, weil du immerhin günstige Spiele bekommst.
Diesen Narrativ kann man sich langsam echt mal sparen.

Ohne Physical Games verlierst du einfach das, was eine Spielekonsole ausgemacht hat seit Jahrzehnten: Kaufen, Reinstecken, Spielen.
Und jetzt erklärst du mir mal, wie: Kaufen, Reinstecken, Spielen mit einer Game Key Card geht. Am besten ohne direkten Internetzugang, weil du vielleicht unterwegs bist.
 
Mitternachtsverkäufe oder day1 um 9 mit anderen nerds vorm laden, der erst um 10 öffnet😎 und nicht zuletzt videospielläden und abteilungen, wo man einfach mal gerne im regal stöbern geht✌🏻


Sowas war schon klasse. :D

Ich war damals zum Dragon Quest 8 Release ne Stunde vor Ladenöffnung da. Gewartet habe ich mit zwei anderen Nerds, die ziemlich cool waren. ^^
 
Bashen im Herstellerbereich
Womit viele (auch ich) nicht mit gerechnet haben, ist, dass Sony diesen Schritt als erster so schnell, und ohne Rücksicht auf Verluste, gehen und den harten Cut durchziehen würde. Ich bin eher davon ausgegangen, dass man physische Games “veredelt” und einen weichen Übergang in der nächsten Generation vollzieht.
im Zug nach Stockholm ist wohl 24/7 happy hour xD
 
Würde dir ja recht geben, aber Nintendo verkauft ihr komplettes altes Konsolen Lineup von NES-N64 in einem Abo ohne die Möglichkeit die Spiele rauszukaufen.
Besorg dir eine Mini-Konsole und hack sie. So teuer sind sie zum Glück nicht mehr. Ich persönlich habe keine Bindung zu N64-Games, aber dafür gibt es ja auch Alternativen inzwischen in der Grauzone.

Diesen Narrativ kann man sich langsam echt mal sparen.
Was ist so schwer daran einen Key zu besorgen? Google es doch einmal selbst. Alles nach gut 1-4 Monaten fällt doch recht häufig im Preis.

Und jetzt erklärst du mir mal, wie: Kaufen, Reinstecken, Spielen mit einer Game Key Card geht. Am besten ohne direkten Internetzugang, weil du vielleicht unterwegs bist.
Dein Fehler war, dass du jemals ne GKC als Cartridge gesehen hast. So etwas kauft man nicht. Dass du es überhaupt in Erwägung siehst dies als Argumentationspunkt anzubringen zeigt mir, dass du ein leichter Beutefang bist.
 
Was ist so schwer daran einen Key zu besorgen? Google es doch einmal selbst. Alles nach gut 1-4 Monaten fällt doch recht häufig im Preis.

Besorg mir mal einen günstigen Key von Palworld. Dürfte gemessen an der Größe des Spiels und des Alters ja eigentlich kein Problem sein. Du wirst keinen wirklich günstigen Key finden.
 
Besorg mir mal einen günstigen Key von Palworld. Dürfte gemessen an der Größe des Spiels und des Alters ja eigentlich kein Problem sein. Du wirst keinen wirklich günstigen Key finden.
Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Habe mir den Verlauf kurz angesehen von dem Spiel. Tiefstpreis war als Key, nicht als Account, 11-16€.
 
Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Habe mir den Verlauf kurz angesehen von dem Spiel. Tiefstpreis war als Key, nicht als Account, 11-16€.

das ist keine Ausnahmen. Dispatch, Fate/Stay night Remastered, Spider-Man 2, God of War Ragnarök

habe jetzt extra mal erfolgreiche Titel, Indie Games und Nischentitel geholt. Kein einziger Key Seller mit wirklich gutem Preis. Zieht sich über sämtliche Releases hinweg.
 
habe jetzt extra mal erfolgreiche Titel, Indie Games und Nischentitel geholt. Kein einziger Key Seller mit wirklich gutem Preis. Zieht sich über sämtliche Releases hinweg.
Too bad, schätze ich einmal. Gibt ja genug zum Zocken.
Wird mit der PS6 aber schlimmer werden, weil es dann nur eine Quelle gibt.
 
Ist zwar richtig, aber ändert nicht das der Schnitt trotzdem weiter unten ist als bei Konsolenstores und man nicht erst auf Deals bei vielen Titeln warten muss.
Z.B. Stalker 2, auf PSN gerade 60€, als Key für den PC jederzeit für etwa 30€ zu haben.
 
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