Die Geschichte geht weiter...
Morvana hatte sich nach der Verwandlung in ein wildes Biest ein wenig selbst verloren. Die Wildheit, die starke Verbundenheit zu ihrem Alphawolf Aela... All das haben sie beinahe Kind und Frau vergessen lassen. Tragisch an all dem war auch, dass sie den Ring von Niniah hatte zurücklassen müssen. Er war aus Silber.
Ihren eigenen Ehering hatte sie während der Verwandlung verloren. Wahrscheinlich hatte sie ihn aus Schmerzen abgestreift, so wie ihre Silberrüstung.
Morvanas Nächte waren gefüllt mit Alpträumen in welche sie es war, die ihre Familie riss und nicht die Schneetrolle. Sie wollte seit dem Tod ihrer Familie stärker werden. Immer stärker und stärker. Ein Werwolf zu sein erschien ihr als die idialste Lösung und die Erfüllung all ihrer Wünsche, doch was sie bekam war Leid und noch mehr Schmerz. Kodlak hatte recht, nur war ihr persönlich Sovngarde egal. Bei Azura, alles was sie wollte war ihre Familie eines Tages wiederzusehen, und nun war sie eine Sklavin Hircines!
Sie brach auf, um für Aela die Silberne Hand zu schwächen. Auf ihren Reisen gab ihr ein Kurier die Nachricht vom Jarl von Falkenring. Er wollte etwas von der Kriegerin, dessen Taten sich bereits herumgesprochen hatten. Sie brach auf in diese Region bestehend aus dichtem Nadelwald und Kälte, und was sie in Falkenring zu sehen bekam war ein Friedhof, um welchen man eine Stadt errichtet hatte.
Morvana gefiehl dieser Ort. Er war ruhig, friedlich und fast so still wie der Tod selbst. Einige Bewohner waren auch recht attraktiv und anziehend.
Sie spielte mit dem Gedanken hier sesshaft zu werden. Auch deswegen um der starken Anziehung von Aela zu entkommen.
Während ihrer Statderkundung von Falkenring stieß sie auf einen sprechenden Hund, welcher höchstwahrscheinlich ein Daedra war, weshalb sie ihn wegschickte, und auf den Mörder eines kleinen Mädchens der im Kerker saß. Er war jedoch nicht einfach nur ein kaltblütiger Mörder, sondern ein Opfer von Hircine selbst. Er war ein Werwolf mit einem verfluchten Ring, welcher ihn unkontrolliert in einen Werwolf verwandelte. Sinding, so war sein Name, suchte Hircine, um ihn den Ring zurückzugeben und den Fluch zu brechen, doch auf seinem Weg nach Falkenring verwandelte er sich urplötzlich, wurde zum Werwolf und riss das Mädchen. Dies war der Stoff aus dem Morvanas Alpträume sind, weshalb sie beschloss ihn zu helfen.
Sie jagte einen weißen Hirsch, von dem man sagte er wäre Hircine selbst. Und so war es auch. Sie stand ihm gegenüber und blickte in sein animalisches Abbild. Er befahl ihr Sinding zu jagen und zu töten, doch sie weigerte sich. Er sagte es würden noch andere Jäger kommen und sie müsse sich entscheiden. Und das tat sie auch...
Zusammen mit Sinding rebellierte sie gegen Hircines Treiben und sie rieben die Jäger alle gemeinsam auf.
Sinding war dabei größer und stärker als sie. Ausgestattet mit einer Macht die sie noch immer anstrebte, obwohl sie auch Momente des Zweifelns und des Vergessens hatte. Aber bei dieser Jagd stand für sie fest das sie diese Gabe niemals wieder verlieren möchte, denn diese Wildheit war schon immer ein Teil von ihr gewesen. Sie wusste es bisher nur noch nicht.
Hircine war zufrieden mit der Jagd von Sinding und Morvana gegen seine Jäger, auch oder gerade weil sie das Blatt gewendet hatten und der Gejagte selbst zum Jäger wurde. Er hob den Fluch auf, gab ihr jedoch die Macht sich zu jeder Zeit in einen Werwolf verwandeln zu können.
Sie schloss ihren Frieden. Mit ihrem neuen Freund Sinding, den Tod ihrer Familie, ihrer starken Verbundenheit zu einer Nord und ihrem Schicksal. Sie war keine einfache mittelmäßige Schmiedin aus Morrowind mehr. Sie war nun eine Kriegerin, die Dank des Ringes und Hircine ihre Macht nun kontrollieren und zur stärksten Bestie von ganz Tamriel werden konnte.
Kein Gegner war ihr fortan zu stark und keine Herausforderung zu hoch.
Falkenring und die dichten Nadelwälder gefielen ihr. Sie beschloss wirklich hier sesshaft zu werden, und erwarb deswegen Grundbesitz nahe eines malerischen Sees. Dort inmitten der Bäume errichtete sie ihre neue Heimat.
Nun war sie endgültig in Himmelsrand angekommen und sie wurde sesshaft. So wie es der Traum ihrer verstorbenen Frau gewesen war.
To be continued...