Kommt drauf an, nicht jeder Zwang erfolgt über das Gesetz und nicht jede Entscheidung trifft man alleine auf Basis von Geld.
Die Frage ist halt was in einer Kultur/Gesellschaft schambehaftet ist und was einem z.B. sozialen Status verschafft.
In anderen Ländern sind Kinder ein Statussymbol das einem Anerkennung und Status verschafft und dauerhaft unverheiratet und kinderlos sein gilt als Zeichen von unsozialen Verlierern.
Und dort kriegen sie mehr Kinder.
Bei uns gingen sämtliche kulturellen Bemühungen der letzten zwei bis drei Generationen genau in die andere Richtung.
Ja eben, kulturpessimismus, Schuldkult... Kuhfürze töten das Klima, Existenz ist Schmerz, besser gar nicht geboren werden als überhaupt leben und irgendwann auch mal leiden... Antinatalismus.....KOTZ
Das ehrenamtliche Engagement geht insgesamt zurück.
Ich denke eher die Leute spielen mit 35 Jahren noch 300 Stunden Baldurs gate 3, glotzen pornos und doom scrollen auf social Media.
Die demografische Katastrophe steht bereits vor der Tür. Das was die heutige Jugend am aller meisten gebraucht hätte,wären mehr gleichaltrige (Brüder, Schwestern,Freunde) mit denen sie sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft hätten stellen können.
Dass man ihnen das vorenthalten hat, ist das asozialste was ihnen die älteren angetan haben.
Zumindest hier in westlichen Ländern.
Ich würde eher sagen dass die sozialen Kontakte insgesamt verkümmert sind. Einen großen Teil trägt auch der technische Fortschritt bei.
Auch war die Abschaffung der Wehrpflicht/ des Zivildienstes imo keine gute Idee.
Ich denke solche Erfahrungen sind sehr wichtig und für alle ein Gewinn.
Damit kann man auch eine Brücke zum eigentlichen Thema schlagen.
Ich glaube selbst mit einem BGE würden weiterhin viele arbeiten wollen und nebenbei lebt man mit einem BGE selbstbestimmter.
Die meisten Menschen brauchen die soziale Interaktion und haben auch ein Verlangen danach.
Eine Arbeit kann z. B., wenn man für sich das richtige ausübt, auch einen Sinn geben.
Deswegen bin ich auch für ein begrenztes BGE, weil man hiermit sich im Zweifel umorientieren oder neue Motivation schöpfen kann.
Es kostet dem Staat nicht nur etwas, auch käme ein Ertag hierbei raus.
Ich richte mich gerade selber beruflich neu aus.
Mit einem BGE würde es aber schneller gehen, da ich neben einem zweiten Studium noch Vollzeit arbeite.
Mein derzeitiger Beruf wird vom Markt gefragt und wird auch in Ordnung bezahlt, dennoch erfüllt er mich nicht.
Manchmal hat man auch erst später die Erkenntnis, was man beruflich für geeigneter für einen selbst, bzw. was man für sinnvoller hält.
Das BGE könnte für viele Probleme bzw. Hürden Abhilfe schaffen.
Einige Menschen benötigen das evtl. auch nur zur Genesung.
Dabei kann man auch betrachten, wenn am Ende eine Reha bezahlt wird, kostet es den Kostenträger auch einiges.
Man sollte sich finde ich von dem Dogma entfernen, dass der Mensch dazu neigt faul zu sein.
Wenn man bei einigen den Eindruck hat, steckt oft etwas anderes dahinter, sei es die Psyche die mit einer Perspektivlosigkeit einher geht.
Die Informationensflut befeuert dies sicherlich auch.
Ich bin in den 90ern aufgewachsen und beneide die Generation, die gerade heranwächst nicht um Ihre Lebensumstände.
Mir käme aber auch nicht in den Sinn zu sagen, damit müssen die Leben. Für uns wurde von vorherigen Generationen auch vieles erkämpft.