Ben Gvir ist Faschismus in Reinform, und wenn ein Rechtsextremer aufgrund diverser menschenverachtender Aussagen auffällt und wegen der Unterstützung einer Terrororganisation verurteilt wurde, dann wirken etwaige Interpretationen von angeblich mehrdeutigen “Mausgerutscht“-Aussagen auffällig oft bemüht. Die Frage nach dem Hamas-Äquivalent stellt sich ebenso gar nicht. Aufgrunddessen, dass die israelische Regierung staatlich geförderten Terrorismus gegen die palästinensische Bevölkerung zu verantworten hat, ist der Fokus auf eine „kontroverse“ Einzelperson des Kabinetts aber sowieso irreführend. Staatspolitik auf einzelne Sündenböcke zu reduzieren, die in jeder vernünftigen Demokratie des Amtes enthoben werden würden, ist Smoke and Mirrors. Wenn man aber schon dabei ist, selbst die Sündenböcke zu relativieren, dann ist die Demaskierung ja dann bald vollständig.