Ich bin ja der Meinung dass auch ein Rechtsextremist ein Anrecht darauf besitzt, dass ihm keine Aussagen in den Mund gelegt werden, die er so nicht getätigt hat.
Ben Gvir hat keine Tötungsquote für Palästinenser (schon gar nicht für Unschuldige) gefordert, sondern gezielte Tötungen von Terroristen. Also das was Israel seit dem 07.Oktober tut. Kontext der Aussage war, dass Netanjahu auf Druck der USA im Rahmen der aktuellen Verhandlungen zur Entwaffnung der Hamas von dieser Strategie insoweit abgerückt ist, dass Terroristen nur noch dann ausgeschaltet werden sollen wenn sie eine unmittelbare Bedrohung für die israelischen Streitkräfte in Gaza darstellen.
Ben Gvir fordert also die Rückkehr zur alten Strategie und verpackt das in eine extrem abstoßend wirkende dehumanisierende Sprache. Was er mit der Zivilbevölkerung vorhat, sagt er gleich dazu: Die soll nicht getötet, sondern zum Verlassen des Gazastreifens ermutigt werden, was der inhaltlich wesentlich problematischere Teil seiner Aussage ist.
Hier der Originalmitschnitt von Middle East Eye:
Und hier die Bestätigung durch den ORF Korrespondenten: