Sonys Digitalisierung und das Ausnutzen des "Lizenzmodells"

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller Rolyet
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Welchen Unterschied macht die Digitalisierung Sonys und deren Umgang mit Lizenzen für euch?

  • Ich werde keine weiteren Sony- bzw. Playstation-Produkte kaufen

  • Ich werde weiterhin Sony- bzw. Playstation-Produkte kaufen, aber deutlich reduziert

  • Ich kaufe weiterhin uneingeschränkt Sony- bzw. Playstation-Produkte

  • Ich bin mir noch unsicher, was es für mich bedeutet und wie ich damit umgehen soll

  • Ich kaufe ohnehin keine Sony- bzw. Playstation-Produkte


Ergebnisse sind erst nach dem Abstimmen sichtbar.
Spiele konnte man noch nie wirklich kaufen. Du hast maximal Eigentums- und Nutzungsrechte an einem Datenträger erworben, nicht das Spiel selbst. Das gehört weiterhin demjenigen der die Urheberrechte besitzt. Ansonsten: Wer glaubt, dass er mit einem digitalen Kauf das Spiel erwirbt, glaubt wahrscheinlich auch, dass er mit dem Kauf einer Kinokarte einen Film gekauft hat. :sorry:
Was für ein schlechter Vergleich... Ich kaufe ja keinen Film, ich kaufe ein Kinoticket. Das Kinoticket dient lediglich als Eintrittsticket, sodass ich den Raum betreten darf, wo zu einer bestimmten Zeit ein Film läuft. Wirklich niemand würde etwas anderes glauben. Und andersherum gefragt: kaufst du etwa ein digitales Spiel und glaubst, du darfst es nur 1x installieren und maximal einen Monat spielen? Nein, du kaufst den Zugang zu den Daten, sodass du diese nutzen darfst und zu keinem Zeitpunkt wird dir ein zeitliches Limit vermittelt. Und da liegt eben das Problem: Wenn ich ein Spiel physisch gekauft habe, dann kann der Entwickler mir zu keinem Zeitpunkt die physische Kopie und die Daten darauf wegnehmen. Ich kann sie jederzeit installieren und nutzen. Lediglich Onlinefeatures kann der Entwickler mir entziehen, beispielsweise durch abschalten von Servern. Aber wenn das Spiel eine Singleplayer Kampagne oder ähnliches hat, dann kann ich die mein Leben lang spielen, solange der physische Datenträger heil bleibt. Bei digital-only Games? Da hab ich diese Garantie nicht. Und das macht die Existenz von physischen Games so wertvoll: Solange diese existieren, kann man davon ausgehen, dass Verkäufer für die digitale Lizenz ähnliche Rechte einräumen (z.B. unbegrenzter Zugriff).
 
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Was für ein schlechter Vergleich... Ich kaufe ja keinen Film, ich kaufe ein Kinoticket. Das Kinoticket dient lediglich als Eintrittsticket, sodass ich den Raum betreten darf, wo zu einer bestimmten Zeit ein Film läuft. Wirklich niemand würde etwas anderes glauben. Und andersherum gefragt: kaufst du etwa ein digitales Spiel und glaubst, du darfst es nur 1x installieren und maximal einen Monat spielen? Nein, du kaufst den Zugang zu den Daten, sodass du diese nutzen darfst und zu keinem Zeitpunkt wird dir ein zeitliches Limit vermittelt. Und da liegt eben das Problem: Wenn ich ein Spiel physisch gekauft habe, dann kann der Entwickler mir zu keinem Zeitpunkt die physische Kopie und die Daten darauf wegnehmen. Ich kann sie jederzeit installieren und nutzen. Lediglich Onlinefeatures kann der Entwickler mir entziehen, beispielsweise durch abschalten von Servern. Aber wenn das Spiel eine Singleplayer Kampagne oder ähnliches hat, dann kann ich die mein Leben lang spielen, solange der physische Datenträger heil bleibt. Bei digital-only Games? Da hab ich diese Garantie nicht.
Strenggenommen kaufst Du nicht das Kinoticket sondern ein zeitlich und räumlich limitiertes Recht Dir einen Film anzusehen. Das Ticket weist Dich lediglich als Rechteinhaber aus. Wir kaufen also bestimmte, i d.R limitierte Rechte an einer Sache und so ist das mit digitalem Content auch. Das Kinobeispiel verdeutlicht, dass "Kaufen" je nach Kontext unterschiedliches bedeuten kann und man nicht einfach davon ausgehen darf, dass ein Kauf die Rechte einschliesst, die man gerne hätte, insbesondere Eigentumsrechte.
 
Strenggenommen kaufst Du nicht das Kinoticket sondern ein zeitlich und räumlich limitiertes Recht Dir einen Film anzusehen. Das Ticket weist Dich lediglich als Rechteinhaber aus. Wir kaufen also bestimmte, i d.R limitierte Rechte an einer Sache und so ist das mit digitalem Content auch. Das Kinobeispiel verdeutlicht, dass "Kaufen" je nach Kontext unterschiedliches bedeuten kann und man nicht einfach davon ausgehen darf, dass ein Kauf die Rechte einschliesst, die man gerne hätte, insbesondere Eigentumsrechte.
Trotzdem ein blöder Vergleich.
Aber das man nur die Lizenz kauft beim digitalen Spiel, weiß jeder und ist ein alter Hut.
Interessiert nur keinen digital käufer.Warum auch
 
Strenggenommen kaufst Du nicht das Kinoticket sondern ein zeitlich und räumlich limitiertes Recht Dir einen Film anzusehen. Das Ticket weist Dich lediglich als Rechteinhaber aus. Wir kaufen also bestimmte, i d.R limitierte Rechte an einer Sache und so ist das mit digitalem Content auch. Das Kinobeispiel verdeutlicht, dass "Kaufen" je nach Kontext unterschiedliches bedeuten kann und man nicht einfach davon ausgehen darf, dass ein Kauf die Rechte einschliesst, die man gerne hätte, insbesondere Eigentumsrechte.
Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Vorhandensein von physischen Discs dafür sorgt, dass digitalen Nutzern mehr Rechte eingeräumt werden, da es sonst eine Ungleichbehandlung von Physisch vs. Digital wäre. Und da sich Anbieter dessen bewusst sein, würden sie niemals darüber nachdenken, Nutzern die digitalen Nutzungsrechte zu entziehen. Denn sonst würde ja jeder wieder zur physischen Variante greifen, die man leicht weiterverkaufen oder ausleihen kann. Mit der Abschaffung des physischen Datenträgern freuen sich ausschließlich Anbieter:

- Kein Weiterverkauf
- Kein Ausleihen
- Eine schützende Variable weniger bzgl. Preisregulation
- Jederzeit die Möglichkeit, dir die Nutzungsrechte zu entziehen, ohne etwas dagegen unternehmen zu können
- Ist dein Account gebannt/gehacked, sind auch all deine Keys weg
- 100% Onlinezwang für Download (Datenkralle)

Und der eine Vorteil, dass eine Konsole evtl. günstiger wird aufgrund fehlendem Laufwerk, wird mit Sicherheit keiner sein. Die nächste PS6 wird dennoch 1000€ kosten.
 
Ist aber halt immer noch ein Unterschied, wenn man jahrzehntelang wirklich etwas für sein Geld gekauft hat, jetzt aber auf einmal man dazu gezwungen werden soll, nur noch Lizenzen zu erwerben. Im Kino hast du halt schon immer genau das bekommen, wofür du gezahlt hast.
 
Ist aber halt immer noch ein Unterschied, wenn man jahrzehntelang wirklich etwas für sein Geld gekauft hat, jetzt aber auf einmal man dazu gezwungen werden soll, nur noch Lizenzen zu erwerben. Im Kino hast du halt schon immer genau das bekommen, wofür du gezahlt hast.
Beim Spiel auch 🙄 und sogar über Jahre hinweg. Beim Kino besuch nur einmal angucken.
 
ob der Tag kommt an dem mal wer pro physische Datenträger argumentiert ohne bei der einen Seite missmutig mit konstruierten Fällen zu argumentieren und die andere Seite dafür schön zu reden? Wobei das sicher der Tag wäre an dem mal jemand erklärt, weshalb physische Datenträger für die Firmen positiv sein sollten. Technisch limitiert, finanziell nachteilig, keine langfristige Sichtbarkeit usw. Als Firma irgendwie unsinnig.
 
ob der Tag kommt an dem mal wer pro physische Datenträger argumentiert ohne bei der einen Seite missmutig mit konstruierten Fällen zu argumentieren und die andere Seite dafür schön zu reden? Wobei das sicher der Tag wäre an dem mal jemand erklärt, weshalb physische Datenträger für die Firmen positiv sein sollten. Technisch limitiert, finanziell nachteilig, keine langfristige Sichtbarkeit usw. Als Firma irgendwie unsinnig.
Physische Datenträger sind für die Firmen ja nur NEGATIV. Das ist ja eben der Grund, wieso sie sie abschaffen wollen. Klar gibt es objektiv gute Gründe für Digital-Only. Beispielsweise, dass Spiele ohnehin mittlerweile Day1 Patches haben (teils brauchen) um kritische Bugs zu beheben. Und es ist tatsächlich auch Emissionsfreundlicher, da keine Discs hergestellt und über die ganze Welt hinweg verschifft werden müssen. Und das ist für Entwickler/Anbieter sogar günstiger, weil die Materialkosten und Zwischenhändlergebühren gespart werden können (wird nur leider nicht an den Kunden weitergegeben).

Ich bin ja prinzipiell nicht gegen digital-only. Aber ich kann ich mir nur wiederholen: Die Existenz von physischen Discs hat den digitalen Nutzern diverse unausgesprochene Rechte verliehen um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten. Wenn man schon digital-only geht, dann müssen wir Gamer auch dafür kämpfen, dass wir diese unausgesprochenen Rechte dann eben auch offiziell bekommen.

Das ist ja der Grund wieso ich meinte, dass die beste Lösung wäre, dass man seine digitalen Spiele selbst auf physische Discs brennen kann/darf und diese vollfunktionsfähig sind, ähnlich wie Retailgames. Vorteil: Ich kann das Spiel dann sogar mit Day1 Patch auf eine Disc brennen, ich kann das Cover für meine CD selbst designen (oder Vorgaben von den Entwicklern nutzen) und dann "besitze" ich das Spiel auf Lebenszeit, ohne das man es mir wegnehmen könnte. Klar müsste man noch überlegen wie man verhindert, dass Leute dann das Game 1000x auf Disc pressen und verkaufen, aber dafür würde sich mit Sicherheit eine saubere Lösung einfallen lassen. Das wäre der sauberste Kompromiss.
 
ob der Tag kommt an dem mal wer pro physische Datenträger argumentiert ohne bei der einen Seite missmutig mit konstruierten Fällen zu argumentieren und die andere Seite dafür schön zu reden? Wobei das sicher der Tag wäre an dem mal jemand erklärt, weshalb physische Datenträger für die Firmen positiv sein sollten. Technisch limitiert, finanziell nachteilig, keine langfristige Sichtbarkeit usw. Als Firma irgendwie unsinnig.
Wenn man es pro Firma betrachten will ist die beste Lösung ein virtueller Spielautomat wo jede neue Spielrunde 1€ kostet und automatisch von der zu hinterlegenden Kreditkarte abgebucht wird.
Die Spiele selbst kann man dafür ja dann kostenfrei runterladen lassen.
 
Wenn man es pro Firma betrachten will ist die beste Lösung ein virtueller Spielautomat wo jede neue Spielrunde 1€ kostet und automatisch von der zu hinterlegenden Kreditkarte abgebucht wird.
Die Spiele selbst kann man dafür ja dann kostenfrei runterladen lassen.
Ist nicht der Punkt. Wenn es aus Firmensicht nicht einen Vorteil gibt physische Datenträger anzubieten, warum sollten sie sie dann anbieten?
 
Ist nicht der Punkt. Wenn es aus Firmensicht nicht einen Vorteil gibt physische Datenträger anzubieten, warum sollten sie sie dann anbieten?
Warum ist es kein Vorteil Märkte/Kunden zu erreichen welche man mit seinem virtuellen Verkaufsnetzwerk nicht erreicht?
Der finanzielle Nachteil ist btw auch Fallabhängig und im Falle von Sharing bei zeitgleicher Nutzung ist ein physischer Datenträger für die Firma im Vorteil.
Wobei bei die Firma auch wieder die Frage ist ob die Firma Plattformbetreiber, die Firma Publisher, oder die Firma Händler gemeint ist.
Für die Firma Plattformbetreiber was es bisher schon im Interesse der Firma der Firma Händler auch Software im Laden präsentieren zu lassen, Zeigt Präsenz, steigert die Mitnahmechance von Software bei Hardwarekauf und hat mehr Sichtbarkeit als eine einsame Konsole in der kleinen Ecke.

Das sich das Kundenverhalten in so weit geändert hat das sich die Ladenpräsenz immer weniger rechnet, die Folge daraus erleben wir gerade....bisher war es aber valide.
 
Für die Firma Plattformbetreiber was es bisher schon im Interesse der Firma der Firma Händler auch Software im Laden präsentieren zu lassen, Zeigt Präsenz, steigert die Mitnahmechance von Software bei Hardwarekauf und hat mehr Sichtbarkeit als eine einsame Konsole in der kleinen Ecke.
Die Präsenz wird es weiterhin geben. Lediglich keine physischen Datenträger, die in der Hülle sind.
 
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Die Präsenz wird es weiterhin geben. Lediglich keine physischen Datenträger, die in der Hülle sind.
Mit der Alibipräsenz von ein paar 1P-Titeln von denen Sony eine homöopathische Menge drucken lässt um Strafen zu entgehen wird imo weder die anderen Publisher dazu bringen sich ebenfalls auf die Sache einzulassen, noch die Händler überzeugen weiterhin größere Fläche zu reservieren.
Also ja eine gewisse Präsenz wird bleiben, hat dann aber nichts mehr mit dem zu tun was man sich heute darunter vorstellen würde.
Eher sowas wie Dreamcast zum Ende hin. PC/XBox heute und schlimmer.
 
Mit der Alibipräsenz von ein paar 1P-Titeln von denen Sony eine homöopathische Menge drucken lässt um Strafen zu entgehen wird imo weder die anderen Publisher dazu bringen sich ebenfalls auf die Sache einzulassen, noch die Händler überzeugen weiterhin größere Fläche zu reservieren.
Also ja eine gewisse Präsenz wird bleiben, hat dann aber nichts mehr mit dem zu tun was man sich heute darunter vorstellen würde.
Eher sowas wie Dreamcast zum Ende hin. PC/XBox heute und schlimmer.
Warum sollte es sich auf 1P Titel beschränken, wenn Publisher heute schon gern den CotB nutzen?

Das ist echt wenig ... kein Wunder, dass sich das nicht weiter rentiert:

‘You Have Made a Choice, and Your Choice is For Digital’: Former Valve Writer Slams Disc Boycott​

Dazu passt ja auch diese Statistik aus den USA:


Der Anteil stagniert im besten Fall.
 
Das ist echt wenig ... kein Wunder, dass sich das nicht weiter rentiert:

‘You Have Made a Choice, and Your Choice is For Digital’: Former Valve Writer Slams Disc Boycott​

Sehr cool für die Länder, in denen es kein PSN gibt und die bisher auf Retail angewiesen sind
 
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