Nö, bin ja schließlich kein Selbstdarsteller mit YT-Kanal, der seine wahnsinnig wichtige Meinung ins Internet blökt und dabei Werbung macht für Sirup und Söckchen.
Ich wollte diesen Film wirklich lieben, aber man merkt ihm stark an, daß das ein zerhackstückeltes Werk ist, welches es aufgrund der Auswertungen mehrerer Testscreenings jedem irgendwie Recht machen möchte, dabei aber krachend scheitert. Ich finde Millie Alcock als Supergirl, naja, super. Ich mag als Hundebesitzer ihre Beziehung zu Krypto und kann da richtig mitfühlen. Jason Mamoa, der auf dem Papier eigentlich die perfekte Besetzung für Lobo sein sollte, wirkt hier irgendwie dezent fehl am Platze und hat ein bisschen was von missglücktem Cosplay.
Der Film geht nur 1h50m, und ich habe mich teils dann leider doch gelangweilt, die Actionszenen sind dann leider auch dunkelbraune Suppe, die durch den 3D-Effekt noch zusätzlich leiden (wenn es möglich ist, geht in eine 2D-Vorstellung).
Ich kann mir gut vorstellen, dass das als Serie gut funktioniert hätte. Der Comic ist ja auch sehr episodenhaft, und während wir dort Supergirl durch die Augen von Ruthye kennenlernen, ist diese hier ein letztlich völlig austauschbares Anhängsel mit völlig austauschbarem Rachemotiv.
Und noch einmal, ich möchte, dass jede DC-Verfilmung ein absoluter Knaller ist, weil ich diesen Kram einfach liebe. Ich hoffe auch, dass Man Of Tomorrow richtig fetzt. Ich möchte da sehr gerne auch Millie nochmal als Supergirl sehen. Aber diesen Film schaut man einmal und nie wieder.