Stephen Totilo hat dies auch nochmal aufgearbeitet.
Die PS4 lag im FY2018 noch bei 54,1 Millionen verkaufte First Party Spiele, während man 2025 mit PS4 und PS5 First Party Spiele gerade nur noch auf 32,1 Millionen kam. Das ist ein Rückgang von 22 Millionen Spiele.
Meines Erachtens fehlen da aber noch ein paar Punkte. Bspw. waren zu PS4-Zeiten First-Party-Titel günstiger (All-Time-Low-Werte, digital, Dekudeals, Deutschland, Auswahl):
- Uncharted 4: 10 €
- Bloodborne: 10 €
- God of War (2018): 10 €
- Infamous: 10 €
- Spider-Man: 16 €
- The Last of Us Part II: 10 €
- Ratchet & Clank: 10 €
Auf der PS5:
- God of War: Ragnarök: 20 € (PS4) oder 30 € (PS5)
- The Last of Us Part II Remastered: 30 €
- Spider-Man 2: 40 €
- Astro-Bot: 50 €
- Horizon: Forbidden West: 30 € (PS4), 40 € (PS5)
- Ratchet & Clank: Rift Apart: 40 €
- Demon's Souls: 40 €
Auf der PS5 waren die Spiele im Direktvergleich dann physisch zwar teilweise deutlich günstiger (Astro Bot 30 €, Horizon: Forbidden West 10 €, Spider-Man 2 25 €, Ratchet & Clank: Rift Apart 20 €), aber ältere Spiele verkaufen sich physisch deutlich schlechter als digital (allein aufgrund der Verfügbarkeit).
Das wird also zu den Hauptgründen gehören. Richtig ist natürlich auch, dass generell wenig(er) kommt. Aber sie wollen halt auch PS5-Spiele preislich höher halten digital, was aber anders als bei Nintendo nicht ganz so funktioniert. Diese 10-€-Deals machen sie aber offensichtlich nicht mehr, was wahrscheinlich einen großen Teil der Verkäufe in Einheiten ausmacht.
Etwas schade ist, dass Sony erst seit Corona damit begonnen hat (also der Vergleich mit 2020-2022 ist also ohnehin nicht ganz fair), nachdem es vermutlich positiv gezeigt werden konnte. Wenn es so weitergeht, werden sie es aus ihren Berichten vermutlich auch bald streichen und nicht mehr so transparent sein, wie es bei Sony ja nicht unüblich ist. 2020 haben sie damit begonnen und haben dann sogar rückwirkend Zahlen bis 2018 veröffentlicht (weil sie halt offenbar für Sony gut genug waren und auch den positiven Trend zeigen konnten). Dementsprechend ist das Streichen dieser Zahlen auch nicht ganz so abwegig, denn Sony ist in ihren Berichten nicht konsistent und passen diese gerne an, um nur positive Sachen darzustellen. Spannender wäre es ja umso mehr, wenn wir noch weiter zurückgehen könnten.
Aber dieses Geschäftsjahr sollten die Zahlen ja dank Wolverine steigen.
Und dann kommen ja noch Sachen wie PS-VR-Spiele, die in Bundles verkauft wurden oder auch generell Konsolenbundles. Es gab Zeiten, da hat Sony drei Spiele in ein Bundle geschürt, wenn ich mich nicht irre. Auch das fehlt ja gänzlich. Mit der PS5 hatten sie es auch mit "Zwangsbundles" am Anfang gestartet mit God of War: Ragnarök, Horizon oder Ratchet & Clank, was wohl den Trend nach unten etwas abfedern konnte.