Ich kann nicht für
@CaptainSwitch sprechen und würde auch nicht sagen, dass Religion XYZ zu Glückseligkeit führt. Ich finde die Bibel und neuerdings den Koran als interessante Lektüre um über andere Sachen mir Gedanken zu machen, die vielleicht gar nicht so schlecht sind aus humanistischer Sicht und der eigenen Entwicklung als sterblicher Mensch. Es sind Inspirationsquellen um seinen eigenen Moral- und Wertekompass zu hinterfragen und neuzujustieren. Ich bin kein Fan von den ganzen plumpen Kritiken und Glorifizierungen, auch die schlimmen Sachen die in der Vergangenheit passiert sind weil Menschen Religion missbrauchten für unmenschliche Zwecke. Menschen sollen glauben an was sie möchten, wenn es dem guten Zweck dient und man selbst als Mensch wächst und eine bessere Person wird. Nur weil ich die Bibel und den Koran lese heißt es nicht, dass ich homophob bin oder gegen andere Glaubensrichtungen.
Gott existiert für mich nicht in Form einen romantisierten Schönlings mit vollen Harren und gepflegten Bart, der in einer weißen Robe abgebildet wird oder dergleichen. Ich würde auch nicht sagen, dass der Islam Jesus degradiert hat zu einem Propheten. Für mich ist Jesus der Übermittler einer Message, genau wie die Zehn Gebote ein Instrument zur Übermittlung von Werten sind. Die Religion - speziell die heiligen Schriften - sind für mich Inspirationsquelle für mögliche Lösungen von Problemen und Fragen, die ich durch Wissenschaft und bekanntes Wissen nicht beschreiben und lösen kann. Es ist für mich ein Weg mit Sachen fertig zu werden und innere Ruhe zu finden. Ich toleriere wenn andere es anders sehen oder andere Instrumente gefunden haben um besser durch das Leben zu kommen.
Das heißt, dass das Menschheitswissen nicht ernst zu nehmen ist?