Die Eurokrise

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller finley
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Bei einem Referendum in Deutschland würde ich so abstimmen:


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Das entscheidene ist, dass es vorhanden ist, nicht wo es herkommt. Schlussendlich ist es ein Betrag der in das Rechnungswesen mit einfließt, somit als verwertbar zur Verfügung steht, irrelevant ob es als Hartgeld überhaupt existiert.
Bond hat auch Recht, die Schuld eines einen ist das Vermögen eines anderen und somit Teil des Eigenkapiatals, mit dem ein Unternehmen wirtschaften kann, bsw um neue Schulden zu machen :-)
 
Ich meinte. Ich nehme von der Bank nen Kredit sagen wir mal 1000 Euro. Jetzt muss ich 1200 Euro zurückzahlen. Alles Geld kommt aus der Bank. Woher kommen die 200 Euro her ?

Nehmen wir mal an wir sind 10 Personen auf der Welt, wobei einer ein Bänker ist. Er gibt uns allen neun 1000 Euro und will am Ende des Monats von jeden 1010 Euro zurückhaben. Am Ende kann doch aber nicht jeder das Geld zurückzahlen, weil nur 9000 Euro im Umlauf sind und nicht 9090 :ugly:
 
Deswegen geht es auch nicht um die Existenz von Hartgeld. Wenn du die Frage schon so stellst, gehe ich einfach mal davon aus, dass du Dukos über die Entstehung des Bankwesens gesehen hast, und weißt, dass das Geld welches im Umlauf ist, nicht real existiert. Anders herum ist es ja nicht anders, keine Bank kann real das Geld auszahlen , welches ihre Kunden auf dem Konto haben :-P
Eine Bank muss ja nicht mal das Geld besitzen welches sie verleiht xD
 
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Deswegen geht es auch nicht um die Existenz von Hartgeld. Wenn du die Frage schon so stellst, gehe ich einfach mal davon aus, dass du Dukos über die Entstehung des Bankwesens gesehen hast, und weißt, dass keine Bank real das Geld auszahlen könnte, welches ihre Kunden auf dem Konto haben :-P
Eine Bank muss ja nicht mal das Geld besitzen welches sie verleiht xD

Das Problem ist ja, dass diese Dokus mit "Verschwörungstheorien" geschmückt werden (Außer du kennst endlich eine die ich mit gewissen glauben kann) und ich diese Meinung einfach von einem haben wollte der BWL oder so studiert hatte.
Du hast es herausgefunden xD
 
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Ich meinte. Ich nehme von der Bank nen Kredit sagen wir mal 1000 Euro. Jetzt muss ich 1200 Euro zurückzahlen. Alles Geld kommt aus der Bank. Woher kommen die 200 Euro her ?

Nehmen wir mal an wir sind 10 Personen auf der Welt, wobei einer ein Bänker ist. Er gibt uns allen neun 1000 Euro und will am Ende des Monats von jeden 1010 Euro zurückhaben. Am Ende kann doch aber nicht jeder das Geld zurückzahlen, weil nur 9000 Euro im Umlauf sind und nicht 9090 :ugly:

Geld wird immer mehr gedruckt, ist ja nicht so, dass es immer nur 10000 bleiben (Der Banker will auch was ausgeben). Wenn jemand Wert erschafft, dann kriegt er Geld dafür, wenn ein Land viel erschafft, dann steigt der Wert und die bank wird nach Bedarf liefern. Unser Gold ist Wissen und Erziehung. Mit Arbeit erschaffst du Geld, kein Mensch zwingt dich Schulden aufzunehmen und Zinsen zu bezahlen. Ist halt praktisch wenn du ein Haus bauen willst etc.

Imo ist das System nur etwas aus der bahn geraten und da wären die Politiker noch mehr gefragt, auch wenn sich schon einiges verändert hat.
 
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Soll ja jetzt schon mehr Geld geben als man eigentlich kaufen könnte :ugly:
(Aber da hab ich leider nur schlechte Quellen)
 
Ich hab nen Bachelor in VWL und bin damit vllt ja qualifiziert genug, um dir antworten zu dürfen ;)

Dein Beispiel geht hinten und vorne nicht auf und ist deutlich zu simpel. Es zeigt außerdem, als wie selbstverständlich es heute angesehen wird, dass es soetwas wie ein genormtes Geld ohne intrinsischen Wert oder andere Funktion gibt. Und dass nach gerade einmal 99 (durchgehenden) Jahren Zentralbankgeschichte...
Dazu ein Denkanreiz: Der Dollar hat sein Leben als Taler begonnen. Als privat geprägte Silbermünze!

Woher hat dein Banker das Geld? Dass eine Institution über alle als Geld denkbaren Waren verfügt ist ziemlich undenkbar. Das Misessche Regressionstheorem erklärte erstmals die Entstehung von Geld: Geld ist heute etwas wert, weil es gestern etwas wert war. Unendlich (bis zur erstmaligen Verwendung einer Ware als Geld) fortgeschrieben bedeutet das: Geld muss in seiner Entstehung auch vor dessen Einsatz als Geld von Menschen ein Wert zugesprochen worden sein (Salz, Muscheln, Seile...). Dass jemand plötzlich mit Papierschnipseln ankommt und verlangt dafür Waren zu erhalten ist... nunja, utopisch.

Du missverstehst, wie Kreditschöpfung heute im Fiat Regime (nahezu beliebig vermehrbares Papiergeld) mit Teilreservesystem funktioniert, ich erkläre es anhand eines (stark vereinfachten) Rechenbeispiels:
Die Zentralbank schreibt den Geschäftsbanken eine Mindestreserve, der bei ihnen verbleibenden Einlage bei der Zentralbank vor, im Falle der EZB dürften das ca. 3% sein.
Ein Mensch bringt 100 Euro zur Bank. Davon gehen 3 Euro als Einlage an die Zentralbank und mit 97 Euro kann die Geschäftsbank arbeiten, indem sie bspw. das Geld verleiht. Derjenige, der die 97 Euro als Kredit genommen hat, wird sie irgendwofür ausgeben, das Geld landet wieder bei einer Geschäftsbank. Von diesen 97 Euro gehen nun 2,91 Euro an die Zentralbank, mit den restlichen 94,09 Euro wird gearbeitet und immer so weiter.
Im Endeffekt werden so bei einer Mindestreserve von 3% (unter Vernachlässigung von Bargeldhaltung, Transaktionskosten etc.!) durch Kreditschöpfung aus 100 Euro Zentralbankgeld 3.333,33 Euro. Das nennt man multiple Geldschöpfung... Das setzt natürlich immer voraus, dass nicht alle Leute ihr Geld einfordern (zb. bei einer Panik im Bankrun)...

Zu der Formel: Zins = (Kapital*Zinssatz)/100 ;) Keine große Wissenschaft.
 
Ich hab nen Bachelor in VWL und bin damit vllt ja qualifiziert genug, um dir antworten zu dürfen ;)

Dein Beispiel geht hinten und vorne nicht auf und ist deutlich zu simpel. Es zeigt außerdem, als wie selbstverständlich es heute angesehen wird, dass es soetwas wie ein genormtes Geld ohne intrinsischen Wert oder andere Funktion gibt. Und dass nach gerade einmal 99 (durchgehenden) Jahren Zentralbankgeschichte...
Dazu ein Denkanreiz: Der Dollar hat sein Leben als Taler begonnen. Als privat geprägte Silbermünze!

Weiß ich doch, wollt das aber nicht extra erwähnen :ugly:
Mein Beispiel sollte auch Simple sein.

Woher hat dein Banker das Geld? Dass eine Institution über alle als Geld denkbaren Waren verfügt ist ziemlich undenkbar. Das Misessche Regressionstheorem erklärte erstmals die Entstehung von Geld: Geld ist heute etwas wert, weil es gestern etwas wert war. Unendlich (bis zur erstmaligen Verwendung einer Ware als Geld) fortgeschrieben bedeutet das: Geld muss in seiner Entstehung auch vor dessen Einsatz als Geld von Menschen ein Wert zugesprochen worden sein (Salz, Muscheln, Seile...). Dass jemand plötzlich mit Papierschnipseln ankommt und verlangt dafür Waren zu erhalten ist... nunja, utopisch.

Ok, beschreibt erstmal nur wie der Kapitalismus funktioniert mit Angebot und Nachfrage. Oder die Planwirtschaft die den Preis bestimmt. Nichts neues ^^
Nur das Zitat. Danke hierfür
Geld ist heute etwas wert, weil es gestern etwas wert war.



Du missverstehst, wie Kreditschöpfung heute im Fiat Regime (nahezu beliebig vermehrbares Papiergeld) mit Teilreservesystem funktioniert, ich erkläre es anhand eines (stark vereinfachten) Rechenbeispiels:
Die Zentralbank schreibt den Geschäftsbanken eine Mindestreserve, der bei ihnen verbleibenden Einlage bei der Zentralbank vor, im Falle der EZB dürften das ca. 3% sein.
Ein Mensch bringt 100 Euro zur Bank. Davon gehen 3 Euro als Einlage an die Zentralbank und mit 97 Euro kann die Geschäftsbank arbeiten, indem sie bspw. das Geld verleiht. Derjenige, der die 97 Euro als Kredit genommen hat, wird sie irgendwofür ausgeben, das Geld landet wieder bei einer Geschäftsbank. Von diesen 97 Euro gehen nun 2,91 Euro an die Zentralbank, mit den restlichen 94,09 Euro wird gearbeitet und immer so weiter.
Im Endeffekt werden so bei einer Mindestreserve von 3% (unter Vernachlässigung von Bargeldhaltung, Transaktionskosten etc.!) durch Kreditschöpfung aus 100 Euro Zentralbankgeld 3.333,33 Euro. Das nennt man multiple Geldschöpfung... Das setzt natürlich immer voraus, dass nicht alle Leute ihr Geld einfordern (zb. bei einer Panik im Bankrun)...

Zu der Formel: Zins = (Kapital*Zinssatz)/100 ;) Keine große Wissenschaft.

Danke, das erklärt nun ausführlich wie das Funktionen doch bleibt mir immer noch eine Frage offen.
Woher kommt der Zinssatz wenn die Bank nur Kapital vergibt :P
 
Der Zins an und für sich ist NICHT der Preis des Geldes (wie oft fälschlicherweise auch von Ökonomen behauptet wird).
Der Zins ist der Preis für Zeit und eine völlig natürliche Folge des Faktes, dass wir alle einmal sterben werden und dementsprechend zwangsläufig über eine Zeitpräferenz verfügen müssen, innerhalb derer wir gegenwärtigen vor zukünftigem Konsum präferieren.
In welchem Maße wir das tun ist dagegen von Person zu Person unterschiedlich und da kommen Banken ins Spiel: Manche Leute sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu verleihen, andere hingegen sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu leihen. Banken sind Finanzintermediäre, deren Gewinn daraus besteht Kapital billiger zu leihen, als zu verleihen (grob gesagt). Das ist nicht anders als in praktisch allen anderen Bereichen des Handels. Wir neigen dazu, den Bereichen der Wertschöpfungskette Unnötigkeit zu unterstellen, die nicht unmittelbar an der Produktion beteiligt sind, aber das ist ein gewaltiger Trugschluss, weil wir dabei die allokativen (=verteilenden) Funktionen vieler Branchenzweige vergessen...
Man könnte genauso gut fragen "Woher nimmt Aldi sein Geld, wo es doch nur billig bei Lieferanten einkauft und dann teurer an die Endkonsumenten verkauft, also gar nichts selbst herstellt?"
 
Ich meinte. Ich nehme von der Bank nen Kredit sagen wir mal 1000 Euro. Jetzt muss ich 1200 Euro zurückzahlen. Alles Geld kommt aus der Bank. Woher kommen die 200 Euro her ?

Nehmen wir mal an wir sind 10 Personen auf der Welt, wobei einer ein Bänker ist. Er gibt uns allen neun 1000 Euro und will am Ende des Monats von jeden 1010 Euro zurückhaben. Am Ende kann doch aber nicht jeder das Geld zurückzahlen, weil nur 9000 Euro im Umlauf sind und nicht 9090 :ugly:


Das Geld entsteht halt wie schon vorher erklärt durch Kreditschöpfung und den Einsatz des Kapitals. Im besten Falle wird im Wirtschaftskreislauf eben ein realer Mehrwert erschaffen. Wenn nicht, steigt nur die Geldmenge und am Ende dann die Preise für die Realgüter.
Aber solche fiktiven Beispiele mit den 10 Personen sind eh nur Denkspielchen. Wieso sollten 9 Personen gleichzeitig Kredite aufnehmen? Die 9000 Euro gehören ja auch jemandem und es ist doch sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um Einlagen von 1 oder mehreren der 9 handelt.
Auch bekommt niemand einfach so einen Kredit, Sicherheiten müssen hinterlegt werden. Existieren diese nicht, erfolgt keine Vergabe.
Aber bleiben wir mal bei deinem Beispiel. Einfache Kreditvergabe ohne Wirtschaftlichen Einsatz des Kapitals, also heute 1000 leihen und morgen 1010 zurückgeben. Wenns zeitlich versetzt ist, könnten die 9 sich untereinander das Geld leihen und den Bänker bezahlen, immer und immer wieder.
Natürlich würde die Verschuldung der Einzelnen immer mehr ansteigen bis am Ende die Insolvenz steht.
Der Bänker hätte davon im Endeffekt nichts, er würde nur mit Geldforderungen jonglieren, die zwar nominal wachsen, aber keinen realen Gegenwert haben.


Soll ja jetzt schon mehr Geld geben als man eigentlich kaufen könnte :ugly:
(Aber da hab ich leider nur schlechte Quellen)


Preise sind aber nicht statisch. Es kann auf einem vollkommenen Markt nicht mehr Geld geben als Güter, die man damit kaufen kann, ganz einfach weil die Anpassung dann halt über den Preis passiert.
 
Der Zins an und für sich ist NICHT der Preis des Geldes (wie oft fälschlicherweise auch von Ökonomen behauptet wird).
Der Zins ist der Preis für Zeit und eine völlig natürliche Folge des Faktes, dass wir alle einmal sterben werden und dementsprechend zwangsläufig über eine Zeitpräferenz verfügen müssen, innerhalb derer wir gegenwärtigen vor zukünftigem Konsum präferieren.
In welchem Maße wir das tun ist dagegen von Person zu Person unterschiedlich und da kommen Banken ins Spiel: Manche Leute sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu verleihen, andere hingegen sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu leihen. Banken sind Finanzintermediäre, deren Gewinn daraus besteht Kapital billiger zu leihen, als zu verleihen (grob gesagt).


Kommt halt drauf an aus welcher Sicht man den Zins zu definieren versucht. Es gibt ja verschiedene Zinstheorien.
Dein Ansatz ist natürlich richtig. Der Zeitwert des Geldes bezogen auf die theoretische Annahme einer fiktiven Person, die den Gegenwartskonsum dem Zukunftskonsum vorzieht. Das ist aber nur eine der zahlreichen Theorien, die es gibt.

Man kann den Zins auch ganz einfach als Ergebnis von Angebot und Nachfrage auf dem Kapitalmarkt und somit doch als "Preis" des Geldes sehen. Ist auch das, was imo am nächsten an der praktischen Realität liegt
 
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Ich würde es nicht unbedingt Preis des "Geldes" nennen, sondern eher als Preis für den Kredit ;)

@Shokker: Wieso habe ich das Gefühl, dass dies die Theorie ist, die dein Prof bevorzugt? ;)
 
Ich gehe lieber zu real,- als zu Kaufland. Zum einen, weil ich eine starke Antipathie gegen die Schwarz-Gruppe habe und zum anderen finde ich real,- doch weitaus angenehmer aufgemacht.

Netto hat einen riesigen Sarnierungsstau, die GF ist überfordert und EDEKA hat sich leider auch die alten häßlichen Plus-Bunker andrehen lassen...

In den letzten 10 Jahren wurden hier in Königsbrunn der Kaufland komplett saniert, der EDEKA (500m über die Stadtgrenze nach Augsburg) sogar abgerissen und komplett neu gebaut. Der Lidl wurde ebenfalls abgerissen und komplett neu gebaut. Zusätzlich im Süden komplett neu gebaut der 2. Aldi in dieser 28.000-Einwohner-Stadt plus ein Neubau-Netto pluss ein Neubau-Rewe. Der andere EDEKA (Königsbrunn Süd) wurde komplett umgebaut und vergrößert.

Keine Ahnung was bei euch los ist, anscheinend wohne ich in einer anderen Gegend. :-?
 
Ich kürz es mal ab Bond:

Natürlich würde die Verschuldung der Einzelnen immer mehr ansteigen bis am Ende die Insolvenz steht.
Der Bänker hätte davon im Endeffekt nichts, er würde nur mit Geldforderungen jonglieren, die zwar nominal wachsen, aber keinen realen Gegenwert haben.

Ist es nicht gerade das was auf der Welt passiert ? Fast jedes Institut ist ja verschuldet und nimmt mehr Schulden auf um den Zinssatz bezahlen zu können. ^^

Preise sind aber nicht statisch. Es kann auf einem vollkommenen Markt nicht mehr Geld geben als Güter, die man damit kaufen kann, ganz einfach weil die Anpassung dann halt über den Preis passiert.

Stimmt, das Geld verliert an Wert wenn zu viel Geld auf dem Markt verwendet wird. Wenn die Reichen das Geld horten wird es sich nicht auf den Preis auswirken. Danke ^^

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Der Zins an und für sich ist NICHT der Preis des Geldes (wie oft fälschlicherweise auch von Ökonomen behauptet wird).
Der Zins ist der Preis für Zeit und eine völlig natürliche Folge des Faktes, dass wir alle einmal sterben werden und dementsprechend zwangsläufig über eine Zeitpräferenz verfügen müssen, innerhalb derer wir gegenwärtigen vor zukünftigem Konsum präferieren.
In welchem Maße wir das tun ist dagegen von Person zu Person unterschiedlich und da kommen Banken ins Spiel: Manche Leute sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu verleihen, andere hingegen sind bereit, Kapital zu einem bestimmten Zins zu leihen. Banken sind Finanzintermediäre, deren Gewinn daraus besteht Kapital billiger zu leihen, als zu verleihen (grob gesagt). Das ist nicht anders als in praktisch allen anderen Bereichen des Handels. Wir neigen dazu, den Bereichen der Wertschöpfungskette Unnötigkeit zu unterstellen, die nicht unmittelbar an der Produktion beteiligt sind, aber das ist ein gewaltiger Trugschluss, weil wir dabei die allokativen (=verteilenden) Funktionen vieler Branchenzweige vergessen...
Man könnte genauso gut fragen "Woher nimmt Aldi sein Geld, wo es doch nur billig bei Lieferanten einkauft und dann teurer an die Endkonsumenten verkauft, also gar nichts selbst herstellt?"

Mir geht es nicht darum, dass Bänder Geld verdienen. Bänker sind dafür zuständig, dass unser System funktioniert und sollen entsprechend entlohnt werden. Mir geht es um das System, nicht um die Person. Ich sehe halt ein Unterschied zwischen Aldi und Bank. Aldi hat das Geld von wo anders, die Bank ist das Geld. Die Bank bestimmt wie viel Geld im Umlauf gebracht wird, was nicht mehr wie früher an Gold gebunden ist dank eines amerikanischen Präsi , weil Gold ungleichmäßig auf der Welt verteilt war, sondern ist nun an der Verschuldung gebunden.
Alle nehmen Kapital und verschulden sich. Wenn die Bank also fiktiv 1000.000.000 an Krediten verteilt hat, dann muss es doch auf der Welt auch 1.000.000.000 "Geld" geben.
Geld = Schuld. Wenn ich im Monat z.B. 1000 Euro verdiene, dann weiß ich, dass sich jemand für diese 1000 Euro verschuldet haben muss.

Die Bank will aber als Verdienst 1.000.000.000 "Geld" + Zinssatz. Der Zinssatz wird doch aber von der Bank nicht verteilt. Ich würde vermuten, dass dies der Grund ist warum man sich immer mehr verschuldet ....

Eine Theorie: Würden wir all das Geld was im Umlauf ist zusammenpacken und entwerten, würde man immer noch der Bank schulden, nämlich den Zinssatz. ^^
 
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Die Bank bestimmt wie viel Geld in Umlauf gebracht wird
Das macht die Zentralbank. Geschäftsbanken sind erstens eindeutig durch die Geldmenge begrenzt und zweitens können sie ohne Einlagen zu erhalten auch keine Kredite vergeben. Die Geldmenge wird aber von der Zentralbank nach Bedarf vergrößert oder verkleinert und über Einlagen haben Banken keine direkte Gewalt, die hängen von anderen makroökonomischen Größen wie Einkommen und Zinsraten ab. Jeder Kredit wird zu irgendeinem Zeitpunkt in Cash umgewandelt, eventuell liegen einige Banktransaktionen dazwischen aber irgendjemand will irgendwann etwas mit seinem Geld kaufen, da kann die Bank noch so viele Kredite vergeben wollen, wie viel Cash es gibt regelt die Zentralbank unter Abstimmung makroökonomischer Größen.

Ich kann das jetzt nicht alles aufzeichnen, sieh dir einfach mal das Video hier an, speziell die Tabelle bei Minute 3:00. Hier fehlt leider die Zentralbank aber das ändert nichts an der Gültigkeit. Es braucht keine immer größere Verschuldung um ein System mit Zinsen konstant zu halten.

[video=youtube;s-Qg-2d50Eo]http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=s-Qg-2d50Eo[/video]

Wenn du das Video verstehst weißt du schon mal mehr über Makro als die meisten Leute an der Börse. ;-)
 
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Das macht die Zentralbank. Geschäftsbanken sind erstens eindeutig durch die Geldmenge begrenzt und zweitens können sie ohne Einlagen zu erhalten auch keine Kredite vergeben. Die Geldmenge wird aber von der Zentralbank nach Bedarf vergrößert oder verkleinert und über Einlagen haben Banken keine direkte Gewalt, die hängen von anderen makroökonomischen Größen wie Einkommen und Zinsraten ab. Jeder Kredit wird zu irgendeinem Zeitpunkt in Cash umgewandelt, eventuell liegen einige Banktransaktionen dazwischen aber irgendjemand will irgendwann etwas mit seinem Geld kaufen, da kann die Bank noch so viele Kredite vergeben wollen, wie viel Cash es gibt regelt die Zentralbank unter Abstimmung makroökonomischer Größen.

Ich kann das jetzt nicht alles aufzeichnen, sieh dir einfach mal das Video hier an, speziell die Tabelle bei Minute 3:00. Hier fehlt leider die Zentralbank aber das ändert nichts an der Gültigkeit. Es braucht keine immer größere Verschuldung um ein System mit Zinsen konstant zu halten.

[video=youtube;s-Qg-2d50Eo]http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=s-Qg-2d50Eo[/video]

Wenn du das Video verstehst weißt du schon mal mehr über Makro als die meisten Leute an der Börse. ;-)


Da ich leider nicht so gut in Fremdsprachen bin werde ich mir das Video wohl 50 mal anschauen müssen, doch wollt ich anmerken, dass genau bei 00:35 Sekunde das kommt was ich meine und er auch meine dies wäre falsch :P
 
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Du musst einfach trennen zwischen einem gedeckelten Warengeld und einem ungedeckelten Papiergeld.
Ein gedeckeltes Warengeld wird nicht von den Banken erzeugt, die Banken müssen es sich beschaffen (leihen). Der Zins wird durch die durch das Kapital ermöglichten Gewinne getilgt (Bäcker kauft Ofen (Kapital), Leute kaufen Brötchen, Bäcker macht Gewinn und tilgt den Zins). Die Geldmenge ist völlig unabhängig von Krediten, auch die Zinsen müssen Teil dieser Geldmenge sein, da sie ja ebenfalls in Warengeld getilgt werden.
Im Papiergeldregime sieht das natürlich anders aus: Es gibt (wie ich schon dargelegt habe) einen Multiplikator (Wie viel Geld können die Geschäftsbanken aus einem Taler Zentralbankgeld durch Kreditausweitung erzeugen?) der ständig schwankt, die Geldmenge schwankt also mit der Kreditnahme: Nimmst du dir einen Kredit, steigt die Geldmenge. Tilgst du den Kredit, sinkt die Geldmenge.
Nichts also mit einem mysteriösen Zinsüberhang, der die Menschheit in die Versklavung durch das Großkapital drängt ;)
 
Das Warengeld muss doch auch nen Ursprung haben. :ugly:

Ich will halt das System grob verstehen, nicht einfach nur auswendig lernen. ^^
Woran ich mich gerade festhalte was wie schon im Video gezeigt falsch ist, aber ich halt nichts anderes habe woran ich mich festhalten kann: Bank leiht Geld, Geld kommt auf die Welt, Menschen zahlen der Bank das Geld zurück + die Zinsen => Man muss sich verschulden da nicht genügend Geld vorhanden auf der Welt :P
Auch geht es mir jetzt nicht durch die Versklavung durch das Großkapital. Es ist ja ein System was sich die Jahre entwickelt hatte.

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Edit: Ahhhhh jetzt hab ichs, na endlich xD

Neue Vorstellung: Auf der Welt hat es schon vor dem Verleih Geld gegeben, sagen wir 10.000.000 Euro. Dann kamen die Banken und verleihen Geld. Dank den Banken kommt nun 1.000.000.000 Euro hinzu. Nun fordern die Banken ihr Kredit und Zinsen vom ursprüngliche Geld also von den 10.000.000 Euro. Die geben die Bänker ja dann später wieder aus und das Ursprüngliche Geld bleibt im System.
Auch kann die Zentralbank dafür sorgen, dass mehr Geld im Umlauf ist, als das ungedeckelte (?) Papiergeld.


Die Geldmenge wird aber von der Zentralbank nach Bedarf vergrößert oder verkleinert und über Einlagen haben Banken keine direkte Gewalt, die hängen von anderen makroökonomischen Größen wie Einkommen und Zinsraten ab.

Wem gibt denn die Zentralbank das Geld. ^^
 
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btw hätte nicht gedacht, dass selbst 10 Jahre danach noch solche Beiträge wie der von Holyangel zustandekommen.
Weiß zwar nicht, wie alt er ist, aber selbst die älteren Leute in meiner Familie haben sich mittlerweile mit dem Euro angefreundet und die waren damals extrem dagegen. Reelle Gründe für die Rückkehr zur DM gibts ja sowieso nicht.

Nun ich kenne schon einige Leute die den € nicht gerade lieben, und was mich selbst erstaunt hat es sind nicht die älteren Menschen sondern eher die jüngeren.
Nach außen wird zwar gesagt das der € unsere Währung ist, aber ein bisschen nachgehakt dann sieht es schon anders aus.
Vielleicht ist es die Sehnsucht nach einer vermeintlich besseren Zeit, nach alten Werten keine Ahnung.
Mir ist klar das ich mit meiner Meinung hier ziemlich alleine stehe, und das ich mich wohl nicht grade beliebt mache.
Aber ich bin gegen den € und dazu stehe ich!
 
dein gutes recht - nur rational macht das ganze halt wenig sinn, weil die kaufkraft nicht plötzlich sinkt, nur weil dein geld doppelt so viel wert ist wie zuvor.

es gibt einen kaufkraftverlust, der liegt aber nur sehr, sehr bedingt am euro.
 
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