Warum sollte das publik geworden sein? Seit wann diskutieren Händler und Hersteller irgendwelche Vertriebsmodelle öffentlich? Ich meine, selbst wenn der Handel sich vorher (sprich: nachdem ihnen Sony die Information über das PSP-Go-Konzept kundtat) nicht geäußert haben sollte (was ich für äußerst unwahrscheinlich halte), muss man sich doch trotzdem fragen, was sich Sony bei diesem Konzept gedacht hat. Dass sich die Händler darüber aufregen, ist doch jedem hier im Forum von Anfang an klar gewesen. Also kann mir keiner erzählen, dass man das Sony erst erklären musste bis sie auch mal auf diese Idee gekommen sind. Das ist doch eine vollkommen absurde Vorstellung. Nee, denen war (ist) das vollkommen egal gewesen. Und dafür bekommen sie jetzt halt die Quittung. Der Boykott mag die Zukunft nicht aufhalten. Aber er wird sie immerhin etwas verzögern und vielleicht dafür sorgen, dass künftige Konzepte etwas durchdachter sind und vielleucht sogar einen Tick kundenfreundlicher.
Deshalb hoffe ich, dass der Kunde gibt der PSP Go eine ähnlich deutliche Quittung ausstellt. Denn das Problem, was Atram hier nochmals aufwarf, ist ja das eigentlich weit größere. Der Kunde - also wir alle hier - ist nämlich der eigentliche Verlierer bei diesem ganzen Konzept. Der darf jetzt immer schön den hohen UVP-Preis bezahlen und kann keine gebrauchten Spiele mehr (ver)kaufen. Diese Art von monopolisierter digitaler Distribution kann man doch nicht allen Ernstes gut finden oder gar als Zukunft bezeichnen.