Emotionen in Spielen:Können Spiele wie Heavy Rain die Spieleindustrie revolutionieren

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller Darji
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Nunja. Um mal den Threadtitel aufzugreifen:

Es würde die Spieleindustrie nicht einmal revolutionieren, finde ich.
Es gibt bereits sehr viele Spiele, deren Handlung zum direkten Tauchen einlädt und alles authentisch rüber bringt.

Es gibt auch bereits Kunstspiele. Okami ist eines. No More Heroes ist eines. Die Liste geht immer weiter.

Eigentlich ist jedes Filmgenre auch vom Drama und von der Handlung her sicher bereits in Spielform abrufbar...
Also einfach stehen bleiben? Entwicklungsstopp sozusagen?
Wenn die Leute so leicht zufrieden wären und nicht nach neuem und besseren streben würden, gäbe es auch kein Okami, SotC usw. sondern wir würden noch Ping Pong und Pac Man spielen.

Außerdem ist das mal wieder am Thema vorbei (wie so oft bei vielen Posts in diesem Thread). Bei Heavy Rain geht es nicht um stylisches Design sondern um eine Annäherung an die Realität; um die möglichst originalgetreue virtuelle Darstellung der menschlichen Mimik und dadurch erzeugte Emotionen. Also genau der gegensätzliche Weg. Und der hat genauso seine Berechtigung wie stilisierte Spiele. Man muss es ja nicht mögen/spielen/kaufen aber einfach zu sagen "braucht die Industrie nicht" ist Blödsinn.

Und die direkte Übertragungvon Filmgenres auf Spiele ist imo auch recht sinnfrei. Spiele und Filme funktionieren unterschiedlich - was jedesmal mit grottigen Film-/Spielumsetzungen aufs neue bewiesen wird. Was in einem Medium funktioniert muss nicht zwangsläufig beim anderen Medium funktionieren. (hier liegt auch eine der Fallen, in die HR tappen könnte)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sage nur, dass es Spiele gibt, die zum Lachen anregen, es dramatische Spiele gibt, es Action-Spiele gibt und so weiter. Ebenso wie bei jedem anderen Medium.

Der Ansatz Heavy Rain ist nicht einmal neu. David Cage hat das alles im Vorwort zu Fahrenheit als Spielfigur uns im Tutorial noch und nöcher eingeprügelt, was seine Vision von "Echter Dramatik, nah an der Realität" ist. Und wie er das umgesetzt hat.

Für mich ist Heavy Rain ein Spiel, fertig. Gefährlich nah dran am Uncanny Valley für mich.

Und die Spielszenen, die man bisher gesehen hat, erzeugen für mich nicht eher Emotionen als eine Folge CSI Miami. Und dort ist das meine Mimik -> :v:

:)

Zum "braucht die Industrie nicht":
Doch. Ist halt so.
David Cage ist nicht der Heiland, der alles umkrempeln wird.
Schlimmstenfalls wird Heavy Rain nicht einmal als Fußnote Beachtung finden.

Wird man sehen, wenn das Spiel endlich mal da ist und man diese 4000 Seiten Skript endlich voller Tränen am eigenen Leib, äh, an den eigenen Pad-Händen spüren können wird. Der Fahrenheit-Hype war auch nicht gerade klein und was kam dabei raus?

Ernsthaft:
Emotionen in Spielen gab es schon immer. Und deswegen braucht Cage hier nicht so tun, als ob er es erstens besser könnte und zweitens als ob Teile seiner Vision nicht bereits wahr sind.
 
Ich sage nur, dass es Spiele gibt, die zum Lachen anregen, es dramatische Spiele gibt, es Action-Spiele gibt und so weiter. Ebenso wie bei jedem anderen Medium.

Der Ansatz Heavy Rain ist nicht einmal neu. David Cage hat das alles im Vorwort zu Fahrenheit als Spielfigur uns im Tutorial noch und nöcher eingeprügelt, was seine Vision von "Echter Dramatik, nah an der Realität" ist. Und wie er das umgesetzt hat.

Für mich ist Heavy Rain ein Spiel, fertig. Gefährlich nah dran am Uncanny Valley für mich.

Und die Spielszenen, die man bisher gesehen hat, erzeugen für mich nicht eher Emotionen als eine Folge CSI Miami. Und dort ist das meine Mimik -> :v:

:)
Ich würde mit der Beurteilung von HR warten bis es raus ist (und du es gespielt hast).

Zum "braucht die Industrie nicht":
Doch. Ist halt so.
David Cage ist nicht der Heiland, der alles umkrempeln wird.
Schlimmstenfalls wird Heavy Rain nicht einmal als Fußnote Beachtung finden.

Wird man sehen, wenn das Spiel endlich mal da ist und man diese 4000 Seiten Skript endlich voller Tränen am eigenen Leib, äh, an den eigenen Pad-Händen spüren können wird. Der Fahrenheit-Hype war auch nicht gerade klein und was kam dabei raus?

Ernsthaft:
Emotionen in Spielen gab es schon immer. Und deswegen braucht Cage hier nicht so tun, als ob er es erstens besser könnte und zweitens als ob Teile seiner Vision nicht bereits wahr sind.
Das ist doch Blödsinn. Nur weil wir ein paar wenige Spiele haben, in denen Emotionen im Vordergrund stehen, kann man aufhören sich weiterzuentwickeln? Wie gesagt, HR versucht die Bandbreite was Emotionen und deren Darstellung angeht zu erhöhen mit realistischerer Mimik usw. Was ist daran falsch? Wenn dich das nicht interessiert - fein; aber sprich denen nicht die Existenzberechtigung ab - dein Geschmack ist nicht der einzige. Es gibt sicher haufenweise Leute, die auf sowas wie HR warten und ich bin dran interessiert in wie weit sie ihre Vorstellung realisieren können.

Und nein, Emotionen in Spielen (jenseits von Gewinnen>Freude; Verlieren>Frust) gab es nicht immer.

Deine Argumentation kommt mir allgemein zu sehr aus der Nintendo-Ecke (so nach dem Motto "wir brauchen nix realistisch aussehendes; Okami FTW!!!!).
 
Zuletzt bearbeitet:
Tut er doch gar nicht. Es geht ihm nur darum, das alles in spielen bisher eindimensional ist. Oder auch wie Vage es sagte. Es einem Pornodrehbuch ähnelt. Und damit hat er bei den meisten Spielen auch absolut recht.

Desweiteren soll es hier nicht immer nur um Heavy Rain gehen,es ist nur das momentane perfekte beispiel was ich mit dieser tiefgründigkeit und den erwachsenen emotionen meine.
 
Ich würde mit der Beurteilung von HR warten bis es raus ist (und du es gespielt hast).

Das ist doch Blödsinn. Nur weil wir ein paar wenige Spiele haben, in denen Emotionen im Vordergrund stehen, kann man aufhören sich weiterzuentwickeln? Wie gesagt, HR versucht die Bandbreite was Emotionen und deren Darstellung angeht zu erhöhen mit realistischerer Mimik usw. Was ist daran falsch? Wenn dich das nicht interessiert - fein; aber sprich denen nicht die Existenzberechtigung ab - dein Geschmack ist nicht der einzige. Es gibt sicher haufenweise Leute, die auf sowas wie HR warten und ich bin dran interessiert in wie weit sie ihre Vorstellung realisieren können.

Und nein, Emotionen in Spielen (jenseits von Gewinnen>Freude; Verlieren>Frust) gab es nicht immer.

Deine Argumentation kommt mir allgemein zu sehr aus der Nintendo-Ecke (so nach dem Motto "wir brauchen nix realistisch aussehendes; Okami FTW!!!!).

Junge, langsam regt mich deine Tendenz, echt das Schlimmste rauszulesen, auf.

Ich möchte einfach nur sagen, dass Heavy Rain nichts Besonderes ist und dass diese Ansätze bereits existieren. Es ist nicht die Arche Noah, die uns jetzt endlich unsere Gefühle klar werden lässt. Das hat David Cage aber so in etwa ausgedrückt.
Und dem kann und will ich nicht zustimmen, als Spieler, der es eben anders erfahren hat.

Kannst du dieser Aussage etwas abgewinnen, ohne mich gleich in irgendeine Ecke zu stellen, weil du dich als objektiver profilieren willst?

Zum Fettgedruckten:
Vielleicht gab es das nicht immer.

Aber seit grob... hm... Sachen wie Blade Runner, Snatcher und Dergleichen gibt es sie eben doch. Und wie alt sind diese Spiele?

Heavy Rain erfindet das Rad nicht neu, oder denkst du da anders?
Es ist sicherlich eine Evolution zum Fahrenheit-Prinzip. Sicher interessant zum Spielen.

Aber hier gilt halt, wie du schon sagst, die Devise "abwarten", ob überhaupt ein Bruchteil dessen, was schwebend versprochen wird, einhaltbar ist.

Dass Cage eine gute Story abliefern kann... Ja, diesen Beweis ist er uns schuldig geblieben.

Und ich bin sicher:
Würde man am Ende bei Heavy Rain die selben Kriterien von "guter Story" und Dergleichen anwenden, bleibt am Ende nicht viel mehr übrig, als die von ihm kritisierte Porno-Film-Tiefe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bladerunner emotional?^^

Nicht wirklich nera. Blade Runner war sicherlich ein geniales spiel aber vielschichtig waren die Chars sicherlich nicht.
 
Bladerunner emotional?^^

Nicht wirklich nera. Blade Runner war sicherlich ein geniales spiel aber vielschichtig waren die Chars sicherlich nicht.

Es war ein Spiel, das versucht hat, den Spieler in neue dramaturgische Tiefen eintauchen zu lassen. Gilt schon, finde ich :)

Ich bin schon gespannt, wie man bei HR versucht, diese Vielschichtigkeit bei den Charakteren umzusetzen.
Spiele haben da ein großes Potenzial, da sich die Figuren mit dem Spieler und dem Spiel sozusagen mitentwickeln.

Und das will HR ja forcieren.

Nur habe ich bei mir persönlich das Gefühl, dass ich nicht weinend vor dem Bildschirm stehen werde, weil eine virtuelle Figur gerade eine schlimme Zeit durchmacht.
Bei mir ist es effektiver, wenn eine von mir selbsterstellte Figur eine schlimme Zeit durchmacht. Als Beispiel.

Manche Elemente von Heavy Rain sind eine gute Inspiration für weitere Spiele.
Diese multiplen Handlungsstränge sind z.B sehr fein.
Nur will ich am Ende dann auch sehen, dass es so klappt, wie es Herr Cage gerne hätte.
 
Junge, langsam regt mich deine Tendenz, echt das Schlimmste rauszulesen, auf.
Junge, du tendierst dazu die Worte von dem Typen auf die Goldwaage zu legen. Wie dir in diesem Thread bereits erklärt wurde: Der Typ will auch sein Spiel promoten.

Ich möchte einfach nur sagen, dass Heavy Rain nichts Besonderes ist und dass diese Ansätze bereits existieren. Es ist nicht die Arche Noah, die uns jetzt endlich unsere Gefühle klar werden lässt. Das hat David Cage aber so in etwa ausgedrückt.
Nein, hat er nicht. Diese Übertreibung reimst du dir zusammen.

Nochmal HR will einfach einen Schritt weiter gehen was Darstellung von Emotionen durch Gesichtsmimik angeht. Du scheinst da auch was zu verwechseln: Diese neuen Technologien sind nicht dazu gedacht den Spieler genau das fühlen zu lassen was die Spielfigur erlebt, sondern den Spieler in die Lage zu versetzen allein durch die Mimik der Figuren zu erkennen, wie DIESE reagieren oder sich selbst fühlen.


Zum Fettgedruckten:
Vielleicht gab es das nicht immer.

Aber seit grob... hm... Sachen wie Blade Runner, Snatcher und Dergleichen gibt es sie eben doch. Und wie alt sind diese Spiele?
Nochmal, bei diesen Spielen wurden Emotionen beim Spieler durch Story erzeugt. In HR geht es darum Emotionen von Spielfiguren mit Mimik darztustellen - und den Spieler dadurch auf eine neue Art ins Spiel eintauchen zu lassen. Das ist was völlig anderes; du redest hier am Thema vorbei.

Mal als klitzekleines Beispiel: (wo du schon von Blade Runner redest): Haste den Film gesehen? Dieser gespielt-freundliche/verführerische Gesichtsausdruck, mit dem die Replikantin Pris sich auf scheinheilige Weise Zugang zu Sebastian und seiner Wohnung verschafft, wäre auch heute noch nicht zufriedenstellend in Spielen darstellbar. Vielleicht in HR auch noch nicht, aber es kann ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Und ich bin sicher:
Würde man am Ende bei Heavy Rain die selben Kriterien von "guter Story" und Dergleichen anwenden, bleibt am Ende nicht viel mehr übrig, als die von ihm kritisierte Porno-Film-Tiefe.
Ich bin mir da nicht sicher. Wieso auch? Ich hab das Spiel noch nicht gespielt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Top Bottom