Aliens vs. Predator - Preview
Marines, Aliens und Predators treffen im Shooter Aliens vs. Predator blutig aufeinander. Was für Multiplayer-Modi strickt Rebellion um die drei Spezies? GameStar hat sie exklusiv angespielt. Und war verwirrt.
In einem Kellerraum in London Chiswick stehen zwei Dutzend Journalisten um acht Fernseher herum und sollen, so ist es abgesprochen, zum ersten Mal den Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator spielen. Zwischen ihnen und dem Matchbeginn steht Eric Miller. Der Assistant Producer vom Entwicklerstudio Rebellion will erst mal erläutern, wie das eigentlich funktioniert mit dem Multiplayer-Spiel. Achselzucken im Plenum -- was gibts da schon zu erklären? Jeder hier hat oft genug Shooter gespielt.
Eric Miller greift zu seinem Merkzettel.
Zehn Minuten später hat er beschrieben, wie in AvP leichte Nahkampfangriffe geblockt werden können, schwere nicht, aber durch eine leichte Attacke unterbrochen, wogegen nach geblockten leichten Attacken Gegenangriffe möglich sind, der Predator aber nur nach schweren Angriffen Todesstöße ausführen kann, im Gegensatz zu den Marines, die keine schweren Angriffe beherrschen, dafür zwei Feuermodi je nach Waffe, für die sie Munition aufsammeln müssen, anders als der Predator, der Energie nachlädt; wie der Predator im Wärmebild-Modus nur Marines sieht und im Alien-View-Modus nur Aliens, dafür dann sein Plasma Caster schneller aufschaltet, wie er sich tarnt und wann enttarnt und wie er Sprungziele anwählt und Minen legt, wie das Alien an Wände springt und an ihnen hochläuft (was nur auf einen Tastendruck hin geht) und sich in Richtung Boden orientiert, wie die Marines ihre Taschenlampe ausschalten und der Predator seine Wurfscheibe im Flug nachjustieren kann. Panisch linsen einige Journalisten auf die Gamepad-Belegungspläne, die vor ihnen ausliegen, eine für jede Spielfigur und proppenvoll mit Funktionen. »Wir wollten für Aliens vs. Predator einen taktischen, intellektuell stimulierenden Multiplayer-Modus erschaffen«, formuliert Eric Miller das Ziel. Geworden ist es auf jeden Fall eine deutlich komplexe Herausforderung als das übliche Zielen-und-Draufhalten.
Die Spielmodi
Dabei sind die vier Spielmodi, die Aliens vs. Predator anbieten wird, ziemlich gewöhnlich. Neben klassischem Deathmatch mit bis zu 18 Personen gibt es drei mehr oder weniger kooperative Varianten.
In »Predator Hunt« übernimmt einer der Spieler die Rolle des außerirdischen Jägers, der Marines zur Strecke bringt. Wer von dem Menschen den Predator umlegt, schlüpft selbst in seine Haut. »Survivor« ist eine Neuauflage aus Aliens vs. Predator 2 und funktioniert ähnlich wie der Survival-Mode aus Left 4 Dead, bei dem sich die Spieler so lange wie möglich gegen immer stärkere Feindwellen verteidigen. In »Infestation« schließlich wird ein Spieler aus einer Gruppe von Marines zum Alien und muss seine ehemaligen Kameraden zur Strecke bringen. Gefallene Menschen erstehen ihrerseits als Aliens neu auf, bis am Schluss ein letzter Überlebender übrig bleibt -- eine Variante von Last Man Standing. Die mäßig originellen Modi wertet Aliens vs. Predator dadurch auf, dass es mit Marines, Aliens und Predator drei grundverschiedene Parteien ins Spiel schickt, die sich in ihren Eigenschaften und also ihrer Taktik stark unterscheiden.
So spielt sich der Marine
Marines, so formuliert es der Senior Producer David Brickley, sind »bad-ass soldiers« - knallharte Soldaten. Gegen außerirdische Kampfmaschinen wirken sie trotzdem ziemlich zerbrechlich.
Die außerirdische Welt ist feindlich, im Schatten können Aliens lauern, getarnte Predators sind für Menschenaugen unsichtbar. Nur das schrille Fiepen des Bewegungsmelders deutet an, dass sich irgendwo irgendwas bewegt. Menschen sind schwach, und diese Erfahrung vermittelt der Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator eindrücklich. Im Vergleich zu Aliens und Predators laufen Marines im Schneckentempo, sie halten kaum Treffer aus, durchschauen keine Tarnung, müssen Munition und frische Lebensenergie im Level aufklauben, indem sie herumliegende Päckchen suchen. Sie sind schwach im Nahkampf, können keine schweren Schläge ausführen und keine Todesstöße ausführen. Sie funzeln mit Taschenlampen ins Dunkel, der Lichtschein macht sie zu weithin sichtbaren Zielen. Sie sind hilflose kleine Dinger. Aber sie haben ihre Waffen, und das gibt ihnen einen großen Vorteil: Sie kämpfen auf Distanz. Und sie sind flexibel. Zur Standardausrüstung gehören Sturmgewehr und Pistole, dazu kommen aufsammelbare Waffen wie die Schrotflinte oder der Flammenwerfer. Jedes Gewehr hat zwei Feuermodi.
In der Praxis sind die Marines in AvP am leichtesten zu steuern, weil sie sich spielen wie jeder normale Shooter. Aber wer ein unerfahrener Spieler ist, stirbt als Marine im Sekundentakt, denn die Menschen sind den Außerirdischen extrem unterlegen. Deshalb brauchen Marine-Spieler Übung und einen kühlen Kopf, sie müssen stets den Bewegungsmelder beobachten, selbst in Bewegung bleiben, die richtige Waffe wählen, schnell reagieren. Wer gut zielt, pflückt Aliens mit wenigen Schüssen von der Wand, bevor sie überhaupt in Angriffsnähe kommen.
So spielt sich das Alien
Ein Alien ist eine wandelnde Biowaffe, ein extrem effizienter Killer, der Körper gefüllt mit ätzender Säure, die sich in Sekunden durch jede Rüstung frisst und beim Tod des Aliens zischende Pfützen hinterlässt.
Aliens jagen andere Lebewesen als Wirtskörper für ihre Brut. Für ein Alien verlieren Begriffe wie »unten« und »oben« ihre Bedeutung, sie laufen überall, an Wänden, kopfüber an Decken, schlängeln sich um Säulen und springen von Wand zu Wand. Aliens sind schnell, die schnellste der drei Fraktionen; im Sprint-Modus nehmen sie so viel Geschwindigkeit auf, dass sie nur noch mit viel Fingerspitzengefühl zu kontrollieren sind. Sie benutzen ihren Körper als Waffe. Das bedeutet: Sie müssen heran an den Feind, in den Nahkampf. Aliens schlagen aus dem Hinterhalt zu, fallen von Decken und Wänden und hauen mit ihren Klauen zu oder rammen ihren klingenscharfen Schwanz in den Körper des Gegners. Sie fällen jeden Feind mit wenigen Hieben, auch die starken Predators. Aber sie halten selbst nicht viel aus; wenn sie getroffen werden, müssen sie sich zurückziehen. Dann heilen sie in kurzer Zeit vollständig. Aliens riechen die Pheromone anderer Lebewesen; sie erkennen sie durch Wände hindurch, und die Tarnung des Predators hat für sie keine Bedeutung.
Im Multiplayer-Modus von Aliens vs.Predator zum ersten Mal ein Alien zu spielen ist eine eindrucksvolle Erfahrung. Blitzschnell wischt man durch die Levels, überraschte Feinde fallen in Nullkommanichts unter den Hieben. Im Schatten zu lauern und einem nichtsahnenden Marine ins Gesicht zu springen macht diebischen Spaß. Aber ein Alien effektiv zu steuern ist eine Herausforderung, denn nur wer das Level in- und auswendig kennt, behält auch dann die Orientierung, wenn er an Wänden und Decken hängt. Die Perspektivwechsel sind verwirrend. Beim Probespielen in London sieht man Aliens, die wieder und wieder um einen Baumstamm kreisen, weil sie den Boden nicht mehr finden, oder solche, die panisch nach ihrem eigenen Schwanz schlagen, weil der beim Rückwärtslaufen ins Sichtfeld baumelt.
So spielt sich der Predator
Der Predator hat nur ein Ziel: Aliens und Menschen zu jagen. Zu diesem Zweck bringt er außerirdische Hochtechnologie mit, die ihm bei diesem Vorhaben hilft.
Die Tarnvorrichtung zum Beispiel, die ihn für Marines unsichtbar macht, solange er nicht angreift. Den Wärmebild-Visor, mit dem Menschen rot aufleuchten, oder die Alien-Ansicht, die Aliens hervorhebt, denn sie schleimigen Killerviecher strahlen keine Wärme ab. Beides zugleich geht allerdings nicht, der Predator muss hin- und herschalten. Auf seiner Schulter ist der Plasma Caster montiert, eine Schusswaffe, die jeden Gegner mit einem Treffer zerstört. Sie ist zielsuchend, muss aber erst aufschalten, was drei Sekunden dauert eine kleine Ewigkeit. Der Predator kann Minen legen, die bei Annäherung explodieren, allerdings auch, wenn er selbst ihnen zu nahe kommt. Er verschießt einen Wurfstern, den er im Flug lenken kann und der an Wänden abprallt. Im Nahkampf verteilt er mit seiner Kralle tödliche Schläge. Und er kann an fast jeden Ort des Umgebung springen, auch hoch hinauf in Bäume oder auf Vorsprünge, die für Menschen bestenfalls über Treppen erreichbar sind.
Beim Probespielen gibt es keinen Zweifel, dass der Predator der stärkste der drei Charaktere ist, extrem effizient und dickhäutig. Aber er hat zwei deutliche Nachteile. Zum einen die Energie: Jeder Waffeneinsatz benötigt Energie; wenn der Vorrat erschöpft ist, muss der Predator einen Knotenpunkt finden und dort Saft nachtanken. Das dauert rund fünf Sekunden, in denen der Koloss wehrlos ist. Zweiter Nachteil: Die Hochtechnologie macht den Predator zu einem komplexen Charakter, der nicht leicht zu handhaben ist. Das Springen zum Beispiel funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern über eine Zielansicht, bei der man ein rotes Zieldreieck im Level verschiebt und dann dorthin hüpft. Das dauert. Den Plasma Caster aufzuschalten dauert. Auf die Rückkehr des Wurfsterns zu warten dauert. Energie nachladen dauert. Der Predator ist ein fürchterlicher Gegner, wenn er mit gezielten Angriffen auf einen Schlag tötet. Gelingt ihm das nicht, bleibt er fast immer für kurze Zeit wehrlos -- ein offenes Ziel für Gegenangriffe.
Die ersten drei Levels
Die drei Fraktionen machen aus Aliens vs. Predator im Multiplayer-Modus ein komplexes Kräftemessen mit recht unterschiedlichen Taktiken.
Das Probespielen in London hat gezeigt, dass das sehr herausfordernd und durchaus befriedigend sein kann -- aber erst, wenn man seinen Spielcharakter richtig beherrscht. Das erfordert Übung und gute Fertigkeiten an Maus und Tastatur oder Gamepad (in London wurde auf der Playstation 3 gespielt), denn Aliens vs. Predator ist in der Tat ein Spiel, das seine Matches auf erfahrene, gewiefte Spieler auslegt.
Offen bleibt die Frage, wie viele und vielfältige Levels es in AvP geben wird. In London gespielt haben wir zwei: »Jungle« ist eine überwachsene, zweistöckige Ruine, die rund um einen zentralen Platz angelegt ist und mit Bäumen und Steinpfeilern gute Lauerpunkte für Predators bietet. Das Layout ist solide, aber völlig überraschungsfrei. Gleiches gilt für »Temple«, eine alte Predator-Anlage, deren Zentrum eine erhöhte Pyramidenspitze ist, von der aus man die umliegenden Gänge und Wasserbecken im Schussfeld behält. Beide Levels waren von überschaubarer Größe und mit acht Spielern bereits gut gefüllt. In London angekündigt hat Rebellion zudem »Pyramid«, eine Karte auf Basis der Predator-Pyramide aus dem ersten Aliens-vs.-Predator-Film, die ihre Konfiguration in regelmäßigen Abständen ändert.
Eine letzte Besonderheit besitzt der Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator noch: die Finishing Moves, Stealh Kills und Trophy Kills.
http://www.gamestar.de/previews/action/2310051/aliens_vs_predator_p3.html
Marines, Aliens und Predators treffen im Shooter Aliens vs. Predator blutig aufeinander. Was für Multiplayer-Modi strickt Rebellion um die drei Spezies? GameStar hat sie exklusiv angespielt. Und war verwirrt.
In einem Kellerraum in London Chiswick stehen zwei Dutzend Journalisten um acht Fernseher herum und sollen, so ist es abgesprochen, zum ersten Mal den Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator spielen. Zwischen ihnen und dem Matchbeginn steht Eric Miller. Der Assistant Producer vom Entwicklerstudio Rebellion will erst mal erläutern, wie das eigentlich funktioniert mit dem Multiplayer-Spiel. Achselzucken im Plenum -- was gibts da schon zu erklären? Jeder hier hat oft genug Shooter gespielt.
Eric Miller greift zu seinem Merkzettel.
Zehn Minuten später hat er beschrieben, wie in AvP leichte Nahkampfangriffe geblockt werden können, schwere nicht, aber durch eine leichte Attacke unterbrochen, wogegen nach geblockten leichten Attacken Gegenangriffe möglich sind, der Predator aber nur nach schweren Angriffen Todesstöße ausführen kann, im Gegensatz zu den Marines, die keine schweren Angriffe beherrschen, dafür zwei Feuermodi je nach Waffe, für die sie Munition aufsammeln müssen, anders als der Predator, der Energie nachlädt; wie der Predator im Wärmebild-Modus nur Marines sieht und im Alien-View-Modus nur Aliens, dafür dann sein Plasma Caster schneller aufschaltet, wie er sich tarnt und wann enttarnt und wie er Sprungziele anwählt und Minen legt, wie das Alien an Wände springt und an ihnen hochläuft (was nur auf einen Tastendruck hin geht) und sich in Richtung Boden orientiert, wie die Marines ihre Taschenlampe ausschalten und der Predator seine Wurfscheibe im Flug nachjustieren kann. Panisch linsen einige Journalisten auf die Gamepad-Belegungspläne, die vor ihnen ausliegen, eine für jede Spielfigur und proppenvoll mit Funktionen. »Wir wollten für Aliens vs. Predator einen taktischen, intellektuell stimulierenden Multiplayer-Modus erschaffen«, formuliert Eric Miller das Ziel. Geworden ist es auf jeden Fall eine deutlich komplexe Herausforderung als das übliche Zielen-und-Draufhalten.
Die Spielmodi
Dabei sind die vier Spielmodi, die Aliens vs. Predator anbieten wird, ziemlich gewöhnlich. Neben klassischem Deathmatch mit bis zu 18 Personen gibt es drei mehr oder weniger kooperative Varianten.
In »Predator Hunt« übernimmt einer der Spieler die Rolle des außerirdischen Jägers, der Marines zur Strecke bringt. Wer von dem Menschen den Predator umlegt, schlüpft selbst in seine Haut. »Survivor« ist eine Neuauflage aus Aliens vs. Predator 2 und funktioniert ähnlich wie der Survival-Mode aus Left 4 Dead, bei dem sich die Spieler so lange wie möglich gegen immer stärkere Feindwellen verteidigen. In »Infestation« schließlich wird ein Spieler aus einer Gruppe von Marines zum Alien und muss seine ehemaligen Kameraden zur Strecke bringen. Gefallene Menschen erstehen ihrerseits als Aliens neu auf, bis am Schluss ein letzter Überlebender übrig bleibt -- eine Variante von Last Man Standing. Die mäßig originellen Modi wertet Aliens vs. Predator dadurch auf, dass es mit Marines, Aliens und Predator drei grundverschiedene Parteien ins Spiel schickt, die sich in ihren Eigenschaften und also ihrer Taktik stark unterscheiden.
So spielt sich der Marine
Marines, so formuliert es der Senior Producer David Brickley, sind »bad-ass soldiers« - knallharte Soldaten. Gegen außerirdische Kampfmaschinen wirken sie trotzdem ziemlich zerbrechlich.
Die außerirdische Welt ist feindlich, im Schatten können Aliens lauern, getarnte Predators sind für Menschenaugen unsichtbar. Nur das schrille Fiepen des Bewegungsmelders deutet an, dass sich irgendwo irgendwas bewegt. Menschen sind schwach, und diese Erfahrung vermittelt der Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator eindrücklich. Im Vergleich zu Aliens und Predators laufen Marines im Schneckentempo, sie halten kaum Treffer aus, durchschauen keine Tarnung, müssen Munition und frische Lebensenergie im Level aufklauben, indem sie herumliegende Päckchen suchen. Sie sind schwach im Nahkampf, können keine schweren Schläge ausführen und keine Todesstöße ausführen. Sie funzeln mit Taschenlampen ins Dunkel, der Lichtschein macht sie zu weithin sichtbaren Zielen. Sie sind hilflose kleine Dinger. Aber sie haben ihre Waffen, und das gibt ihnen einen großen Vorteil: Sie kämpfen auf Distanz. Und sie sind flexibel. Zur Standardausrüstung gehören Sturmgewehr und Pistole, dazu kommen aufsammelbare Waffen wie die Schrotflinte oder der Flammenwerfer. Jedes Gewehr hat zwei Feuermodi.
In der Praxis sind die Marines in AvP am leichtesten zu steuern, weil sie sich spielen wie jeder normale Shooter. Aber wer ein unerfahrener Spieler ist, stirbt als Marine im Sekundentakt, denn die Menschen sind den Außerirdischen extrem unterlegen. Deshalb brauchen Marine-Spieler Übung und einen kühlen Kopf, sie müssen stets den Bewegungsmelder beobachten, selbst in Bewegung bleiben, die richtige Waffe wählen, schnell reagieren. Wer gut zielt, pflückt Aliens mit wenigen Schüssen von der Wand, bevor sie überhaupt in Angriffsnähe kommen.
So spielt sich das Alien
Ein Alien ist eine wandelnde Biowaffe, ein extrem effizienter Killer, der Körper gefüllt mit ätzender Säure, die sich in Sekunden durch jede Rüstung frisst und beim Tod des Aliens zischende Pfützen hinterlässt.
Aliens jagen andere Lebewesen als Wirtskörper für ihre Brut. Für ein Alien verlieren Begriffe wie »unten« und »oben« ihre Bedeutung, sie laufen überall, an Wänden, kopfüber an Decken, schlängeln sich um Säulen und springen von Wand zu Wand. Aliens sind schnell, die schnellste der drei Fraktionen; im Sprint-Modus nehmen sie so viel Geschwindigkeit auf, dass sie nur noch mit viel Fingerspitzengefühl zu kontrollieren sind. Sie benutzen ihren Körper als Waffe. Das bedeutet: Sie müssen heran an den Feind, in den Nahkampf. Aliens schlagen aus dem Hinterhalt zu, fallen von Decken und Wänden und hauen mit ihren Klauen zu oder rammen ihren klingenscharfen Schwanz in den Körper des Gegners. Sie fällen jeden Feind mit wenigen Hieben, auch die starken Predators. Aber sie halten selbst nicht viel aus; wenn sie getroffen werden, müssen sie sich zurückziehen. Dann heilen sie in kurzer Zeit vollständig. Aliens riechen die Pheromone anderer Lebewesen; sie erkennen sie durch Wände hindurch, und die Tarnung des Predators hat für sie keine Bedeutung.
Im Multiplayer-Modus von Aliens vs.Predator zum ersten Mal ein Alien zu spielen ist eine eindrucksvolle Erfahrung. Blitzschnell wischt man durch die Levels, überraschte Feinde fallen in Nullkommanichts unter den Hieben. Im Schatten zu lauern und einem nichtsahnenden Marine ins Gesicht zu springen macht diebischen Spaß. Aber ein Alien effektiv zu steuern ist eine Herausforderung, denn nur wer das Level in- und auswendig kennt, behält auch dann die Orientierung, wenn er an Wänden und Decken hängt. Die Perspektivwechsel sind verwirrend. Beim Probespielen in London sieht man Aliens, die wieder und wieder um einen Baumstamm kreisen, weil sie den Boden nicht mehr finden, oder solche, die panisch nach ihrem eigenen Schwanz schlagen, weil der beim Rückwärtslaufen ins Sichtfeld baumelt.
So spielt sich der Predator
Der Predator hat nur ein Ziel: Aliens und Menschen zu jagen. Zu diesem Zweck bringt er außerirdische Hochtechnologie mit, die ihm bei diesem Vorhaben hilft.
Die Tarnvorrichtung zum Beispiel, die ihn für Marines unsichtbar macht, solange er nicht angreift. Den Wärmebild-Visor, mit dem Menschen rot aufleuchten, oder die Alien-Ansicht, die Aliens hervorhebt, denn sie schleimigen Killerviecher strahlen keine Wärme ab. Beides zugleich geht allerdings nicht, der Predator muss hin- und herschalten. Auf seiner Schulter ist der Plasma Caster montiert, eine Schusswaffe, die jeden Gegner mit einem Treffer zerstört. Sie ist zielsuchend, muss aber erst aufschalten, was drei Sekunden dauert eine kleine Ewigkeit. Der Predator kann Minen legen, die bei Annäherung explodieren, allerdings auch, wenn er selbst ihnen zu nahe kommt. Er verschießt einen Wurfstern, den er im Flug lenken kann und der an Wänden abprallt. Im Nahkampf verteilt er mit seiner Kralle tödliche Schläge. Und er kann an fast jeden Ort des Umgebung springen, auch hoch hinauf in Bäume oder auf Vorsprünge, die für Menschen bestenfalls über Treppen erreichbar sind.
Beim Probespielen gibt es keinen Zweifel, dass der Predator der stärkste der drei Charaktere ist, extrem effizient und dickhäutig. Aber er hat zwei deutliche Nachteile. Zum einen die Energie: Jeder Waffeneinsatz benötigt Energie; wenn der Vorrat erschöpft ist, muss der Predator einen Knotenpunkt finden und dort Saft nachtanken. Das dauert rund fünf Sekunden, in denen der Koloss wehrlos ist. Zweiter Nachteil: Die Hochtechnologie macht den Predator zu einem komplexen Charakter, der nicht leicht zu handhaben ist. Das Springen zum Beispiel funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern über eine Zielansicht, bei der man ein rotes Zieldreieck im Level verschiebt und dann dorthin hüpft. Das dauert. Den Plasma Caster aufzuschalten dauert. Auf die Rückkehr des Wurfsterns zu warten dauert. Energie nachladen dauert. Der Predator ist ein fürchterlicher Gegner, wenn er mit gezielten Angriffen auf einen Schlag tötet. Gelingt ihm das nicht, bleibt er fast immer für kurze Zeit wehrlos -- ein offenes Ziel für Gegenangriffe.
Die ersten drei Levels
Die drei Fraktionen machen aus Aliens vs. Predator im Multiplayer-Modus ein komplexes Kräftemessen mit recht unterschiedlichen Taktiken.
Das Probespielen in London hat gezeigt, dass das sehr herausfordernd und durchaus befriedigend sein kann -- aber erst, wenn man seinen Spielcharakter richtig beherrscht. Das erfordert Übung und gute Fertigkeiten an Maus und Tastatur oder Gamepad (in London wurde auf der Playstation 3 gespielt), denn Aliens vs. Predator ist in der Tat ein Spiel, das seine Matches auf erfahrene, gewiefte Spieler auslegt.
Offen bleibt die Frage, wie viele und vielfältige Levels es in AvP geben wird. In London gespielt haben wir zwei: »Jungle« ist eine überwachsene, zweistöckige Ruine, die rund um einen zentralen Platz angelegt ist und mit Bäumen und Steinpfeilern gute Lauerpunkte für Predators bietet. Das Layout ist solide, aber völlig überraschungsfrei. Gleiches gilt für »Temple«, eine alte Predator-Anlage, deren Zentrum eine erhöhte Pyramidenspitze ist, von der aus man die umliegenden Gänge und Wasserbecken im Schussfeld behält. Beide Levels waren von überschaubarer Größe und mit acht Spielern bereits gut gefüllt. In London angekündigt hat Rebellion zudem »Pyramid«, eine Karte auf Basis der Predator-Pyramide aus dem ersten Aliens-vs.-Predator-Film, die ihre Konfiguration in regelmäßigen Abständen ändert.
Eine letzte Besonderheit besitzt der Multiplayer-Modus von Aliens vs. Predator noch: die Finishing Moves, Stealh Kills und Trophy Kills.
http://www.gamestar.de/previews/action/2310051/aliens_vs_predator_p3.html
Hammer awesome. Man wird das epic 


Thx for the info ^^
,,, wie geil :love4:
und dann gibts ja noch den mp 
