Terminator schrieb:
In meinem Beitrag ging es weder um Ausländer allgemein und erst recht nicht um Asylanten. Daß die in dem von mir gebrachten Link beschriebenen Zusammenhänge von der Presse glatt unterschlagen werden ist nun mal leider Fakt.
Aber genau in den von dir zitierten Passagen ging es doch genau wieder einmal darum, daß ausgerechnet Flüchtlinge/Emmigranten/vermeindlich Illegale Einwanderer Schuld an den Unruhen seien:
Denn in den letzten Jahren sind etwa 80.000 moslemische Flüchtlinge nach Athen gekommen, sie alle leben illegal in Athen. Sie kommen aus dem Nahen Osten, vom Balkan, aus Afghanistan, dem Irak. Sie leben von Überfällen, dem Rauschgifthandel, bilden brutale kriminelle Gangs, greifen Athener an und liefern sich gegenseitig Straßenschlachten. Entlang ihrer ethnisch-religiösen Herkunft bilden sie Gruppen, die mit brutalster Gewalt gegen anderer Gangs vorgehen. Mit Äxten und Macheten schlagen sie mitten auf den Straßen im Stadtzentrum aufeinander ein. Die Polizei ist ratlos. In solchen Stadtgebieten schließen die Geschäfte, die ethnischen Griechen ziehen weg man kennt das ja aus vielen anderen europäischen Städten. Der sozialistische Bürgermeister von Athen, Yiannis Sgouros (Pasok-Partei), sprach im Oktober 2008 von einer »explosiven Lage«. Die aus dem Nahen Osten zugewanderten Mitbürger hätten die griechische Hauptstadt als »Geisel« genommen.
...
Natürlich hat es auch in den vergangenen Tagen schwere Unruhen zugewanderter Mitbürger in Athen gegeben.
Wie ich schon geschrieben habe, stimmt es zwar schon in gewisser Weise, daß uns die Medien nur die halbe Wahrheit erzählen, nur handelt es sich dabei weniger um eine "Verschwörung" die Einwanderer aus der Berichterstattung herauszuhalten, sondern man will einfach nicht über die Zusammenhänge und wahren Ursachen der Demonstrationen sprechen, welche mit der Einwanderungs/Einbürgerungspolitik mit Sicherheit
nichts zu tun haben (im Gegenteil, die Zuwanderung wird in Europa immer massiver eingeschränkt und Abschiebungen werden immer rabiater und teils menschverachtender durchgezogen), sondern durch und durch mit griechischstämmigen Politikern, Polizisten und sogar Kirchenvertretern mit ihren teils illegale Verstrickungen zueinander oder kurz gesagt dem üblichen korrupten Filz zusammenhängen .
"Verschwörung der Medien" ist sowieso der falsche Begriff, schließlich spricht man sich in den Medien nicht ab über dies und jenes
nicht zu berichten, sondern es ist einfach ein Verfall journalistischer Qualität, indem man nur auf möglichst emotionale Art ohne Substanz über etwas berichten will (sozusagen eine "Boulevardisierung"), weil man entweder die Bürger für zu Dumm hält die Zusammenhänge zu verstehen oder man in der Berichterstattung den Geldgebern aus der Wirtschaft (welche inzwischen weitaus mehr Einfluß auf die Politik (und Berichterstattung) haben als der gemeine Wähler) nicht zu sehr auf die Füße treten will oder man wird schlicht und ergreifend für eine ganz bestimmte Berichterstattung bezahlt. Aber selbst dieser bereits immer zahmer und zahnloser werdende Journalismus scheint manchem "Politiker" in der derzeitigen (aber auch vorherigen - Stichwort "Cicero") Regierung noch ein Dorn im Auge zu sein, wenn man sich die wohl bald verabschiedeten Einschränkungen der Pressefreiheit (mit den ausufernden Ermächtigungen des BKA) anschaut.
Inzwischen könnte man sogar fast meinen, daß man die sozialen und politischen Hintergründe der Demonstrationen unterschlägt, um zu vermeiden das die Leute erkennen, daß dort in Griechenland genau die gleichen sozialen Bedingungen, die es auch bei uns gibt, zu den durchaus gerechtfertigten (gewaltätige Ausschreitungen sind IMHO natürlich nicht gerechtfertigt, (gewaltfreie) Besetzung von diversen Einrichtungen aber schon), massiven Protesten geführt haben. Kurz gesagt will man vielleicht vermeiden, daß man sich in Deutschland daran ein Beispiel nimmt und auch (endlich einmal) deutlich vehementer protestiert, man will also nicht das die Proteste auch zu uns überschwappen.
...und ein Schelm wer denkt die Umtriebe zur geheimdienstlichen Aufwertung des BKA (und der unzähligen anderen Überwachungsmaßnahmen der letzten Jahre) hätten tatsächlich etwas mit Terror-Abwehr zu tun. Man könnte fast meinen, man will sich schon einmal polizeilich/geheimdienstlich auf die sozialen Folgen der neoliberalen Politik vorbereiten um die eingeführten Überwachungsinstrumente irgendwann einmal gegen das eigene Volk einzusetzen (was ja beim G8-Gipfel in Deutschland und bei der Fußball WM schon geschehen ist).