Wie kaputt ist der Spielemarkt?

Ja, toll. Sagen alle Entwickler. Und dann sitzen sie am Schluss doch alle wieder an nem BigBudget Hammer.... :rolleyes:
Wirst du ja jetzt sehen was Kojima nach MGS4 macht. 1-2 kleine Wii-Projekte und dann hängt er wieder an MGS5 ( :ugly: ) oder an sonst nem riesen Ding.
Ist nicht wirklich seine Entscheidung. Du hast eine total verzerrte Vorstellung von der Branche. Der Entwickler hat nicht im Ansatz so viele Freiheiten, wie die Du vermutest.

Nimm John Carmack beispielsweise. Der ist unabhängig, kann also selbst entscheiden. Und macht nebenbei kleine Projekte, um sich auszutoben. Oder nimm Hal Barwood. Der hat nach Fate of Atlantis und Infernal Machine LucasArts verlassen, weil er kleinere Spiele machen wollte. Ebenso viele andere ehemalige Top-Leute von LucasArts (zB das Gehirn hinter Jedy Knight und Dark Forces), die heute beispielsweise bei Telltale sind, weil sie da ihr Ding machen können - mit niedrigeren Budgets, aber auch mit weniger Risiko. Das sind keine Einzelfälle.
 
Klar solltest du erstmal Erfahrungn damit machen bevor du dir eine derart absolute Meinung dazu bilden kannst. Ich sehe hier nur die Meinungen einiger Entwickler, die sich sehr wohl durch die momentane Marktentwicklung gegängelt fühlen.
Ich seh auch andere Entwickler wie Will Wright und Kojima die offenbar keine Probleme haben. Wir sehen so viele Dinge....
Ich würd ja ehrlich gesagt gern mal ne Runde mit Spector plaudern und ihn, wie vorhin erwähnt, mal fragen wie viele seiner Ideen (die er ja wegen des Grafikwahns fallen lassen musste) überhaupt ohne die heutige Technick umsetzbar gewesen wären.
 
Es ist ja nicht so, als würde es keine "innovativeren" Games mehr geben. Auf der Wii gibts so einiges, was ich eher als unkonventionell bezeichnen würde und wenn es genau das ist was euch gefällt dann könnt ihr doch glücklich sein. Aber man muß sich mal vor Augen halten, dass außer den Nintendo Innovationen selten ein weiteres Projekt so erfolgreich ist. Und das zeigt doch eindeutig, dass der Massemarkt es nicht annimmt/will/ausreichend versorgt ist mit diesen Innovationen.
 
Nimm John Carmack beispielsweise. Der ist unabhängig, kann also selbst entscheiden. Und macht nebenbei kleine Projekte, um sich auszutoben. Oder nimm Hal Barwood. Der hat nach Fate of Atlantis und Infernal Machine LucasArts verlassen, weil er kleinere Spiele machen wollte. Ebenso viele andere ehemalige Top-Leute von LucasArts (zB das Gehirn hinter Jedy Knight und Dark Forces), die heute beispielsweise bei Telltale sind, weil sie da ihr Ding machen können - mit niedrigeren Budgets, aber auch mit weniger Risiko. Das sind keine Einzelfälle.
Soso. Du hast die Männer hinter Diablo vergessen die auch von Blizzard weg sind um ihr eigenes Ding zu machen - und dabei kläglich versagten.
 
Ich seh auch andere Entwickler wie Will Wright und Kojima die offenbar keine Probleme haben. Wir sehen so viele Dinge....
Ich würd ja ehrlich gesagt gern mal ne Runde mit Spector plaudern und ihn, wie vorhin erwähnt, mal fragen wie viele seiner Ideen (die er ja wegen des Grafikwahns fallen lassen musste) überhaupt ohne die heutige Technick umsetzbar gewesen wären.

naja kojima wollte ja erst laut interviews gar nicht selber mgs4 machen...denke der wurde auch überredet und klar das ist einer der lässt all sein herzblut reinhängen aber er hat auch angedeutet das er lieber was anderes gemacht hätte.
 
naja kojima wollte ja erst laut interviews gar nicht selber mgs4 machen...denke der wurde auch überredet und klar das ist einer der lässt all sein herzblut reinhängen aber er hat auch angedeutet das er lieber was anderes gemacht hätte.

Und was ist die Folge des ganzen? Ist das jetzt gut oder schlecht, dass er doch MGS4 gemacht hat? Ich denke, dass man das einfach beachten muss, denn lieber ein MGS4 in meinen Augen als ein Jenga (falls das jemand überhaupt kennt) für die Wii.
 
Ich seh auch andere Entwickler wie Will Wright und Kojima die offenbar keine Probleme haben. Wir sehen so viele Dinge....
Ich würd ja ehrlich gesagt gern mal ne Runde mit Spector plaudern und ihn, wie vorhin erwähnt, mal fragen wie viele seiner Ideen (die er ja wegen des Grafikwahns fallen lassen musste) überhaupt ohne die heutige Technick umsetzbar gewesen wären.

Will Wright hat seine Sonderstellung erkämpfen müssen, "Die Sims" gehen voll auf seine Kappe, EA wollte anfangs nichts davon wissen.
Solche Entwickler sind aber die Ausnahme.

Suda51 ist z.B auch eine solche Koryphäe.
 
Und was ist die Folge des ganzen? Ist das jetzt gut oder schlecht, dass er doch MGS4 gemacht hat? Ich denke, dass man das einfach beachten muss, denn lieber ein MGS4 in meinen Augen als ein Jenga (falls das jemand überhaupt kennt) für die Wii.

er hätte ja trotzdem n grenzgeniales wii spiel machen können das vllt eben nur die hälfte gekostet hätte was immer noch ne grosse summe wäre und ich bin sicher man hätte das projeklt auch ohne ihm ansprechen realisieren können.
 
Evtl solltest du dich selbst kurz gefasst dazu äussern und klarstellen was du sagen möchtest. Ich hab deine bisherigen Diskussionen nicht verfolgt sehe hier aber das du viel schreibst, wenig sagst und den Leuten Links mit viel Text hinschmeisst der auch nur wenige zum lesen motivieren wird. Bitte nicht als Angriff sehen aber das da nicht grossartig viele Leute in der Form drauf eingehen die du dir erhoffst ist wohl vorprogrammiert.

Das ist mir alles bewusst. Bloß es gibt weit zu viele die so tun als würde sie die Sache interessieren und würden gerne mitdiskutieren, schaffen sich aber null Diskussionsgrundlage und produzieren nur Mist. Wenn man dann versucht ihnen eine gewisse Diskussionsgrundlage zu bieten, dann wird diese ignoriert. Dennoch meinen diese Leute, dass sie die Sache genauso betrifft und ihre Meinung den gleichen Wert hat als die Meinung derer, die sich informiert haben und diese Grundlage mitbringen. Das ist leider typisch Consolewars (wobei das Problem nicht nur Consolewars betrifft).

Ok sry aber ich hab keine ahnung wovon du sprichst, inwiefern ist "die Industrie" ins offene Messer gelaufen, wer hat Nintendo aus welchem Dreck gezogen, was für Probleme sind dieses mal grosser und was waren damals die Probleme? Du setzt hier imho einmal mehr voraus das sich die Leute woanders informieren oder schon informiert sind.

Die meisten erzählen hier doch öfters mal was für edle Hardcore Gamer sie doch sind, dem Non und Casual Gamer weit überlegen. Da gehe ich auch davon aus, dass sie wenigstens ein wenig Videospielgeschichte als Basis mitbringen. Der Videospielcrash der 80er Jahre ist kein unbekanntes Ereignis, sondern eigentlich sehr vielen bekannt.

Aber gut zu wissen, dass es anscheinend doch noch einige gibt, die dennoch auf CW surfen, mitreden, aber davon keine Ahnung haben (ich hoffe Captain Smoker hat dir deine Fragen diesbezüglich beantwortet). Damit will ich dich auf gar keinen Fall beleidigen oder so ähnlich, du machst es genau richtig und fragst nach. Das darf und sollte auch jeder, der etwas nicht verstanden hat (erst recht in Bezug auf meine Beiträge).

Ich persönlich finde die Probleme diesmal weit schlimmer, da einfach viel mehr darunter leiden. Damals gab es den Videospielmarkt im Grunde nur ansatzweise. Unter dem Zerfall des Marktes haben also nur relativ wenig Unternehmen gelitten. Die Probleme heute betreffen weit mehr Unternehmen, sind weit komplexer, weit schwerer zu behandeln und auch weit tiefgehender. Man hat auch gesehen, dass ein Unternehmen namens Nintendo innerhalb von wenigen Jahren den Markt wieder auf die rechte Bahn gebracht hat. Ein Unternehmen reicht nicht aus um die aktuellen Probleme zu lösen, auf gar keinen Fall. Obwohl Nintendo aktuell schon relativ hart an einige Problemen arbeitet, leidet der Markt immer noch unter vielen Problemen (zum Teil sehr, sehr, sehr stark). In meinen Augen sind die heutigen Probleme weit (!) schlimmer.

Du stürzt dich hier im Hintergedanken denke ich z.B. auf EA und kehrst mir dabei zu sehr unter den Teppich das es durchaus einige Studios gibt die mit Innovationen und neuen Konzepten gross Punkten.

Sicher. Aber es gibt nunmal heutzutage nur noch sehr, sehr, sehr wenig Unternehmen die regelmässig richtige Innovationen oder verrückte Spielkonzepte auspacken - und noch weniger sind damit dann auch halbwegs erfolgreich. Damals sah das ganz anders aus. Da war die Videospielindustrie für ihre verrückten Konzepte und Innovationen bekannt. Ein Vorteil der Videospielindustrie war auch, dass viele, kleine (und auch junge) Entwicklerteams großartige Spiele produzieren konnten. Ganz im Gegensatz zur Filmindustrie und Hollywood, wo nur noch die ganz großen, reichen und erfahrenen den Markt bestimmten. Heute nähert sich der Videospielmarkt der Filmindustrie immer mehr an und das ist garantiert nicht vorteilhaft. Die damaligen Vorteile der Videospielindustrie gehen flöten und das ist sehr, sehr, sehr schade.

Wichtiger als jemals zuvor ist ist atm einfach das die Entwickler die Spiele entwickeln die sie auch bewältigen können. Mit nem 15 Millionen Budget und nem 30 Mann starken Team erschafft man nunmal kein Final Fantasy. Ein Loco Roco, oder Geometry Wars ist da aber immer drin.

Das ist den Entwicklern schon bewusst. Aber genau das fällt ihnen auch schwer. Erstens bekommen sie mit dem Budget und den Spielen weit weniger Aufmerksamkeit im aktuellen Videospielmarkt, was natürlich ein extrem (!) großes Hindernis ist (ohne Aufmerksamkeit kann man schlecht mögliche Spieler über das Spiel informieren und diese vom Spiel überzeugen). Gleichzeitig haben wir im Videospielmarkt das Problem einer gewissen "Singularität", der Videospielmarkt hat sich auf ein Ding eingeschossen, das zieht und der Rest muss schauen wo er bleibt.

Deine Entwickler mit einem kleinen Budget sollten, wie du schon richtig sagst, nicht versuchen ein Halo, Final Fantasy und Co. zu entwickeln, das dürfte mit ziemlicher Sicherheit schiefgehen. Aber die meisten Spieler in dem Markt verlangen genau diese Titel. Zwar müssen sich die kleinen Entwickler stark von der großen Konkurrenz differenzieren, aber welche Zielgruppe sollen sie damit erreichen? Das ist nunmal eines der großen Probleme, dass der Videospielmarkt sich in den letzten Jahren auf die "eine" große Zielgruppe eingeschossen hat und von der profitieren die Großen, die Kleinen haben keinerlei Chance diese effektiv und dauerhaft zu erreichen, aber andere Zielgruppen gibt es kaum. Gleichzeitig werden die Großen immer mächtiger, die Kleinen fallen immer mehr zurück und kämpfen mit immer mehr Problemen. Das kann nicht die Zukunft des Marktes sein, in dem mal alles deutlich besser war und sich so positiv vom Filmmarkt absetzen konnte.

Wenn man sich die Charts, Wii und die Erfolge einiger ungewöhnlicher Spiele so anschaut zweifel ich an dieser und einigen deiner folgenden Aussagen.

Du vergisst, dass wir noch lange nicht von einem Standardzustand reden sollten und dass die ganze Sache relativ neu ist (erst ab 2005 ist der Stein wieder effektiv ins Rollen gekommen). 2003 und 2004 wurde noch über Nintendos Konzept groß und laut gelacht oder mit extremer Skepsis betrachtet. Das gilt für Publisher, Spieler als auch für die Presse. Der komplette Markt hat dem "New Generation" Konzept von Nintendo zu Beginn nicht vertraut. Nintendo räumte damit voll und ganz ab und erst jetzt macht sich der Markt wieder ernsthaft Gedanken über den Massenmarkt, Non und Casual Gamer und Causal Games. Vor 3 Jahren war das alles noch ganz anders.

Selbst heute ist man noch weit von einem zufriedenstellenden Zustand entfernt, 3rd Partys haben immer noch relativ große Probleme mit dem Massenmarkt und Sony / Microsoft haben es noch nicht mal versucht ihm effektiv anzunähern (ist aktuell für sie auch ein aussichtsloser Fall). Bis auf Nintendo hat noch keiner die Sache zufriedenstellend im Griff und auch Nintendo hat hier und da noch seine Problemchen. Der komplette Markt muss sich noch drastisch in Richtung Masse bewegen und damit meine ich letztendlich nicht nur die Masse an Spielern / möglichen Spielern, sondern auch die Masse an Entwicklern. Was in den letzten paar Monaten geschah, das darf nur der Anfang von etwas Großem sein, ansonsten war das alles umsonst.

Fakt ist aber: Nintendo hat die richtige Richtung eingeschlagen und wird dafür belohnt. Sie fördern mit ihrem Konzept Innovationen (bzw. fördern neue Spielkonzepte), die Markterweiterung (bzw. holen etliche neue Spieler in den Markt), kleine Entwickler und vergessen dabei nie die großen Entwickler und den Hardcore Gamer. Dennoch hat Nintendo noch lange nicht all die Probleme effektiv in Griff bekommen. Noch lange nicht. Das kann ein Unternehmen alleine aber auch nicht.

Nein ist es nicht, Nintendo subventioniert die eigene Hardware nicht und kann daher nichts bringen das mit der Highend Hardware von MS und Sony mithalten kann.

Nintendo hätte ohne (!) jegliche Probleme eine ähnliche Hardware a la Sony und Microsoft bieten können. Das Unternehmen um Shigeru Miyamoto und Co. ist eines der reichsten in ganz Japan, schließlich haben sie in ihrer weit (!) über 100-jährigen Geschichte immer schwarze Zahlen geschrieben (nur 2003 hat man am Ende des Jahres rote Zahlen verbucht, wobei daran primär die japanische Wirtschaft schuld gewesen sein soll). Bloß was hätte es ihnen gebracht? Schau dir doch einfach mal an wert aktuell abräumt, warum hätte Nintendo also Sonys / Microsofts Pfad gehen sollen?

Letztendlich geht es bei einem profitorientierten Unternehmen darum Gewinn zu erwirtschaften und zwar einen möglichst großen. Nintendo subventioniert ungern, weil sie Gewinn machen möchten (was nunmal das Ziel eines profitorientieren Unternehmens ist). Nintendo folgte dem Pfad von Sony und Microsoft nicht, weil es Nintendo und dem Markt nichts bringt. Man hat den Markt analysiert und nach einem Pfad gesucht der Nintendo und den Markt wieder nach vorne bringt und wo ein profitorientiertes Unternehmen auch seine großen Erfolge feiern kann. Während Sony (bzw. SCE) und Microsoft (bzw. die Entertainment Abteilung) etliche Monate lang rote Zahlen schreiben musste, hat Nintendo mal wieder von Tag eins ab schwarze Zahlen geschrieben. Gleichzeitig (!) weist Nintendo die besseren Verkaufszahlen (im Hardware- als auch Softwaresegment) vor, was wiederum heißt, Nintendo schreibt nicht nur schwarze Zahlen, sondern nimmt auch weit mehr Geld ein. Man hat mit dem "New Generation" Konzept bis dato die "Next Generation" weit (!) hinter sich gelassen.

Mit Wii wurde es ein Erfolg, Wii2 kann in der nächsten Gen dagegen schon genau so ein grosser Flop werden falls die Leute auf einmal keine Lust mehr auf sowas haben, die Konkurrenz stärker wird, oder auf den gleichen Zug mit aufspringt.

Natürlich werden in der neuen Generation die Karten neu gemischt. Das hat uns die Videospielgeschichte so gelehrt und ist auch vollkommen logisch. Fakt ist aber - und das war schon immer so - wer die meisten Spieler erreicht, der räumt ab. Daran wird sich auch in der kommenden Generation nichts ändern.

Hat Nintendo ja schon selbst gesagt das sie den Erfolg von Wii und auch DS so nicht erwartet haben, das Glück das einige richtige Entscheidungen zum rechten Zeitpunkt getroffen wurden hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt.

Nintendo hat einen derart großen Erfolg nicht erwartet bzw. dass es eigentlich relativ schnell und einfach voran ging. Aber glaubst du ernsthaft, dass Nintendo kein Stück mit einem Erfolg gerechnet hat? Ich habe Nintendo schon vor Satoru Iwata zu diesem Schritt geraten und er war in meinen Augen auch immer logisch. Nintendo hatte im Grunde damit in den 80er Erfolg, Sony in den 90er und Nintendo wieder aktuell (nur wurde das Erfolgskonzept immer wieder optimiert). Nintendo macht eigentlich nur das was schon immer in dem Markt zum Erfolg geführt hat: Man bot eine fortschrittliche Hardware an, welche massenmarkttauglich ist (in Bezug auf Spieler als auch Entwickler). Diese Hardware bekommt noch das richtige Marketing und das richtige Software LineUp ab - und schon ist man auf dem Weg nach vorne. Man war letztendlich einfach weit massenmarkttauglicher als die Konkurrenz und das führte zum Erfolg. Aber es war keine Überraschung für Nintendo. Man hat den Markt genau analysiert und eben die richtigen Schlüsse daraus gezogen (das Konzept wurde nicht einfach mal per Zufall vorgeschlagen). Wäre sich Nintendo nicht sicher gewesen, dann hätten sie garantiert nicht so viel Geld in die Analysen, Entwicklung der Hardware, Produktion der Hardware und Softwareentwicklung gesteckt - und das hat garantiert Milliardenbeträge verschluckt. Außerdem wissen wohl nur noch wenige was Hiroshi Yamauchi zur "New Generation" sagte - und zwar: Falls dieses Konzept aufgeht, dann ist Nintendo im Himmel, falls dieses Konzept versagt, dann wird Nintendo in der Hölle landen. Man hat also sehr stark auf die "New Generation" aufgebaut und das macht man nicht, wenn man nicht an sich und das Konzept glaubt.
 
Gleichzeitig (!) weist Nintendo die besseren Verkaufszahlen (im Hardware- als auch Softwaresegment) vor, was wiederum heißt, Nintendo schreibt nicht nur schwarze Zahlen, sondern nimmt auch weit mehr Geld ein. Man hat mit dem "New Generation" Konzept bis dato die "Next Generation" weit (!) hinter sich gelassen.

Ich finde interessant,dass du den Erfolg so schön celebrierst, aber auf der anderen Seite es im Grunde für dich/mich/uns als "User" nichts weiter als unnötiger Input ist, wenn auf der anderen Seite Games wie RE5, FFXIII und weitere High-Potential Games, die angekündigt werden eben nicht auf diesem System dieser "so" erfolgreichen Firma erscheinen. Also was bringt dir diese Argumentation? Antwort bitte in einem überschaubaren Masse...:shakehead:
 
Ich persönlich finde die Probleme diesmal weit schlimmer, da einfach viel mehr darunter leiden. Damals gab es den Videospielmarkt im Grunde nur ansatzweise. Unter dem Zerfall des Marktes haben also nur relativ wenig Unternehmen gelitten. Die Probleme heute betreffen weit mehr Unternehmen, sind weit komplexer, weit schwerer zu behandeln und auch weit tiefgehender. Man hat auch gesehen, dass ein Unternehmen namens Nintendo innerhalb von wenigen Jahren den Markt wieder auf die rechte Bahn gebracht hat. Ein Unternehmen reicht nicht aus um die aktuellen Probleme zu lösen, auf gar keinen Fall. Obwohl Nintendo aktuell schon relativ hart an einige Problemen arbeitet, leidet der Markt immer noch unter vielen Problemen (zum Teil sehr, sehr, sehr stark). In meinen Augen sind die heutigen Probleme weit (!) schlimmer.

Für mich sind das eher die möglichen Konsequenzen die schlimmer werden würden falls sich die Geschichte irgendwie wiederholen würde. Ich sehe aber keinen Grund dafür warum sie es tun sollte. Wie schon gesagt wurde: Survival of the fittest. Natürlich wird hier und dort immer mal eine Firma eingekauft oder geschlossen werden. Zu einem Grossereignis mit entlassung von zehntausenden und schliessung von zig Firmen in kürzester Zeit wird es imho aber nicht kommen.

Sicher. Aber es gibt nunmal heutzutage nur noch sehr, sehr, sehr wenig Unternehmen die regelmässig richtige Innovationen oder verrückte Spielkonzepte auspacken - und noch weniger sind damit dann auch halbwegs erfolgreich. Damals sah das ganz anders aus. Da war die Videospielindustrie für ihre verrückten Konzepte und Innovationen bekannt. Ein Vorteil der Videospielindustrie war auch, dass viele, kleine (und auch junge) Entwicklerteams großartige Spiele produzieren konnten. Ganz im Gegensatz zur Filmindustrie und Hollywood, wo nur noch die ganz großen, reichen und erfahrenen den Markt bestimmten. Heute nähert sich der Videospielmarkt der Filmindustrie immer mehr an und das ist garantiert nicht vorteilhaft. Die damaligen Vorteile der Videospielindustrie gehen flöten und das ist sehr, sehr, sehr schade.

Ich bezweifel das damals viele dieser 1-10 Mann Entwicklerteams die es anscheinend gegeben hat wirklich erfolgreich waren. Bestätigt auch die Textpassage die von Captain Smoker gequotet wurde wo schlechte Spielekopien mit als Ursache für den Crash genannt wurden. Viele der guten Titel die einen von damals noch in erinnerung geblieben sind lassen sich dagegen Entwicklerteams zuordnen die auch Heute noch aktiv sind, diese Teams sind mitlerweile bloss etwas gewachsen und beschäftigen sich mit grösseren Projekten. Wie z.B. ID.

Das ist den Entwicklern schon bewusst. Aber genau das fällt ihnen auch schwer. Erstens bekommen sie mit dem Budget und den Spielen weit weniger Aufmerksamkeit im aktuellen Videospielmarkt, was natürlich ein extrem (!) großes Hindernis ist (ohne Aufmerksamkeit kann man schlecht mögliche Spieler über das Spiel informieren und diese vom Spiel überzeugen). Gleichzeitig haben wir im Videospielmarkt das Problem einer gewissen "Singularität", der Videospielmarkt hat sich auf ein Ding eingeschossen, das zieht und der Rest muss schauen wo er bleibt.

Imho kann man Heute weit mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als es damals der Fall war. TV, Zeitschriften, Internet, Kino, Werbeplakate, man muss es nur geschickt angehen das nötige tun und wissen wann es genug ist mit der Werbung. Gehört alles zu einer guten Planung und Einschätzung des eigenen Produktes wie viel Werbung nötig ist um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen. Low oder mid budget muss nicht gleich heissen das ein Spiel übersehen wird. Übersehen wird es weil es langweilig ist, oder 65% Wertungen bekommt wie der ganze Wii third Party crap z.B.

Aber die meisten Spieler in dem Markt verlangen genau diese Titel. Zwar müssen sich die kleinen Entwickler stark von der großen Konkurrenz differenzieren, aber welche Zielgruppe sollen sie damit erreichen? Das ist nunmal eines der großen Probleme, dass der Videospielmarkt sich in den letzten Jahren auf die "eine" große Zielgruppe eingeschossen hat und von der profitieren die Großen, die Kleinen haben keinerlei Chance diese effektiv und dauerhaft zu erreichen, aber andere Zielgruppen gibt es kaum. Gleichzeitig werden die Großen immer mächtiger, die Kleinen fallen immer mehr zurück und kämpfen mit immer mehr Problemen. Das kann nicht die Zukunft des Marktes sein, in dem mal alles deutlich besser war und sich so positiv vom Filmmarkt absetzen konnte.

Die eine Zielgruppe gibt es imho nicht. Muss man nur schauen was die Leute für kaufkriterien haben für die Konsolen dann fällt einem das auf. Der eine wartet bis JRPGs auf die PS3 kommen, der andere wartet auf MGS, der dritte kauft sich Wii für irgend nen Mario, die download Portale laufen anscheinend auch gut und bieten zunehmend Einsteigern und kleinen Studios die Möglichkeit ihre Spiele anzubieten.

Ich hab jetzt nicht genug Zeit um auf den Rest detailiert einzugehen sry. Nur noch soviel: Nintendo hat in der Vergangenheit oft genug bewiesen das sie mit ihrer Hardware durchaus gerne mal etwas Glücksspiel betreiben und auch gerne mal nen kräftigen Griff ins Klo machen. Virtualboy, N64, GC, GBA Micro, Nintendo DS(nicht lite), besonders toll gingen die alle nicht weg wenn man es mal realistisch betrachtet.

Ihr Mut zum Risiko, zur Innovation, oder Stagnation wurde nicht immer belohnt weswegen sie ihre Konsolen wohl auch nicht so subventionieren wie Sony es selbstbewusst tut. Nintendo kann die Marktsituation bestenfalls so gut voraussehen das sie sagen können das ihre neue Konsole so wie sie angedacht ist kein ruinöses Verlustgeschäft werden kann, vermutlich mit Werbung und den eigenen spielen unterm Strich Gewinn bringen wird. Die Marktreaktion auf Wii haben sie so sicherlich nicht voraussehen können sonst hätten sie von vornherein die Konsole etwas "besser" gemacht und rechtzeitiger an ihrem Onlineservice gearbeitet.

Ohne RoD und Sonys selbstzerstörerische PR zur PS3 hätte das alles warscheinlich auch nen ganz anderen Weg genommen.
 
Nintendo hätte ohne (!) jegliche Probleme eine ähnliche Hardware a la Sony und Microsoft bieten können. Das Unternehmen um Shigeru Miyamoto und Co. ist eines der reichsten in ganz Japan, schließlich haben sie in ihrer weit (!) über 100-jährigen Geschichte immer schwarze Zahlen geschrieben (nur 2003 hat man am Ende des Jahres rote Zahlen verbucht, wobei daran primär die japanische Wirtschaft schuld gewesen sein soll). Bloß was hätte es ihnen gebracht? Schau dir doch einfach mal an wert aktuell abräumt, warum hätte Nintendo also Sonys / Microsofts Pfad gehen sollen?

Klar hätten sie ohne Probleme eine ähnliche Hardware bauen können, nur war es eine logische Schlussforgerung das sie diesen Weg nicht bestritten haben wenn man sich den Erfolg ihrer Vorgänger berachtet, eine Hardware in der 3. Generation welche sie wieder von Angang an in Konkurrenz zu Sony oder MS stellt wäre wohl den Markt gar nicht aufgefallen, hier war Nintendo einfach klug genug das zu erkennen.
Ziel von Nintendo war er diesmal einfach sich den Mainstreammarkt von Anfang an zu krallen, den Markt den vorherige Konsolengenerarionen erst im Laufe ihrer Jahre durch Preissenkungen und versetzung des Marketings angesprochen und erreicht haben.


Ich würd ja ehrlich gesagt gern mal ne Runde mit Spector plaudern und ihn, wie vorhin erwähnt, mal fragen wie viele seiner Ideen (die er ja wegen des Grafikwahns fallen lassen musste) überhaupt ohne die heutige Technick umsetzbar gewesen wären.

Wäre mal interessant........

@Topic

Problem der Branche ist leider eines für das sie selbst und auch die Gamer selbst wenig verantwortlich sind.
Es ist die nicht Akzeptanz des Marktes gegenüber dem noch sehr jungen Medium Game, gerade was Menschen jenseits der 30 und Frauen angeht und durch die Medien selbst noch schon propagiert wird.
Es ist eine Krankheit der Menschheit alles neue, unbekannte und das was die Jugent macht zu kritisieren und mit schienendenken zu analysieren oder gar nicht erst zu beachten.
Der Markt ist gewachsen, die Ansprüche der Kundschaft gestiegen, somit natürlich auch die Kosten die damit verbunden sind, das ist eine logische Entwicklung an der es auch wenig zu kritisieren gibt.
Nur ist leider die Kundschaft dazu nicht liniar angestiegen, der größte Teil des Wachstums der Branche verteilt sich auf die Kundschaft die schon immer gespielt haben oder den heranwachsenden, für welche das Medium Game so zum Leben gehört wie es Buch oder Film für die dazugehört hat die damit aufgewachsen sind.
Das die Kaufkraft dieser irgentwann erschöpft ist, ist klar, aber die Videospielbranche steckt noch in den Kinderschuhen, sie wird noch viel dazu lernen, gerade was die Effizienz und somit Kostensenkung angeht, den Rest, sprich das Problem mit der Akzeptanz der älteren, so zynisch bin ich jetzt einfach mal, wird die Zeit machen...........................................
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde interessant,dass du den Erfolg so schön celebrierst, aber auf der anderen Seite es im Grunde für dich/mich/uns als "User" nichts weiter als unnötiger Input ist, wenn auf der anderen Seite Games wie RE5, FFXIII und weitere High-Potential Games, die angekündigt werden eben nicht auf diesem System dieser "so" erfolgreichen Firma erscheinen. Also was bringt dir diese Argumentation? Antwort bitte in einem überschaubaren Masse...:shakehead:

Falls du darauf aus bist, dass der Hardcore Gamer nichts vom Erfolg des Wii hätte, dann liegst du vollkommen falsch. Auf dem Wii (als auch DS) gibt es genug Spiele für den Hardcore Gamer (No More Heroes, Super Mario Galaxy, Twilight Princess, Metroid Prime 3, Battalion Wars 2, Mario Kart Wii, Smash Bros Brawl, Pro Evolution Soccer, Resident Evil 4, usw.). Zugleich fließt durch Casual Games und den Non / Casual Gamer sehr viel Geld in den Markt, der unter anderem Hardcore Gamer Spielen zu Gute kommt. Das komplette Image des Marktes und des allgemeinen Videospielers bessert sich auch. Dabei habe ich jetzt alles nur grob betrachtet und aufgezählt was mir ganz spontan einfällt. Sicher ist, dass die ganze Sachen nicht einfach nur "Input ist, von dem der Hardcore Gamer nicht profitiert".

Falls dir einfach die Spiele auf dem System nicht zusagen, dann ist das dein persönliches Problem. Es können auf der PS3 noch so viele Hardcore Gamer Spiele erscheinen und es wird noch etliche Gamer auf dieser Welt geben, die können mit der PS3 nichts anfangen (etliche Wii Spieler können mit der PS3 und (!) auch der 360 null anfangen). Es können für all die Konsolen noch so viele Spiele erscheinen und es wird noch genug Spieler geben, die können mit Konsolen einfach nichts anfangen (und bleiben weiterhin reine PC Spieler). Das ist nunmal so, das muss man akzeptieren und respektieren.




Winrich schrieb:
Für mich sind das eher die möglichen Konsequenzen die schlimmer werden würden falls sich die Geschichte irgendwie wiederholen würde. Ich sehe aber keinen Grund dafür warum sie es tun sollte.

Das damals hat eigentlich nichts mehr zu tun mit den Problemen von heute. Von daher erwarte auch ich nicht, dass sich die Sache wiederholt. Nur heute betreffen die Probleme viel mehr Unternehmen und Menschen. Zugleich sind die Probleme, wie schon gesagt, viel komplexer und tiefgehender.

Winrich schrieb:
Wie schon gesagt wurde: Survival of the fittest.

Schon damals galt die Regel "survival of the fittest", aber da war das ganze "Spiel" noch deutlich sauberer, schöner und besser. Du kannst sozusagen "survival of the fittest" auf einer sehr kleinen Insel spielen oder über einen großen Planeten verteilt. Letztendlich geht es immer um den Überlebenskampf und der bessere gewinnt, aber auf einer kleinen Insel können weit weniger überleben und gut abschneiden als auf einem ganzen Planeten verteilt. Es kommt also auch immer auf die Situation und die Umstände an. Diese waren damals nunmal deutlich (!) besser als heute. Das ist der Punkt um dem sich hier alles dreht.

Damals hat im Videospielmarkt sozusagen man über den Planeten verteilt den Überlebenskampf ausgetragen, heute nur noch auf einer kleinen Insel - und man war dabei den Überlebensraum auf die Größe eines Hauses zu beschränken. Der Lebensraum schrumpfte und schrumpfte und schrumpfte. Zum Glück arbeitet man aktuell daran den Überlebensraum wieder zu erweitern. Dennoch gilt nach wie vor die Regel "survival of the fittest", das ist aber, wie schon gesagt, nicht das eigentliche Probleme.

Winrich schrieb:
Zu einem Grossereignis mit entlassung von zehntausenden und schliessung von zig Firmen in kürzester Zeit wird es imho aber nicht kommen.

Aber in den letzten Jahren setzte ein starkes Entwickler- und Publishersterben ein und das ist ein ganz, ganz, ganz schlechtes Anzeichen. Noch schlechter ist es, wenn sich große Publisher a la EA öffentlich darüber freuen.

Eine Zukunft in denen nur noch vier große Publisher (EA, Microsoft, Sony und Nintendo) über den Videospielmarkt herrschen, das wäre nicht schön, wirklich nicht. Wo bleibt da nur die Vielfalt und Abwechslung von damals, wo sich der Videospielmarkt schön vom Filmmarkt abheben konnte (wo nur noch die ganz Großen regierten und mehr oder weniger Einheitsbrei den Markt bestimmten). Das waren noch schöne Zeiten.

Winrich schrieb:
Ich bezweifel das damals viele dieser 1-10 Mann Entwicklerteams die es anscheinend gegeben hat wirklich erfolgreich waren.

Lustigerweise hat Shigeru Miyamoto damals Donkey Kong fast vollkommen alleine entwickelt und war sehr, sehr, sehr erfolgreich. Er hat damit dem Videospielmarkt und Nintendo wieder eine Zukunft geschenkt. (Circa 20 Jahre später haben an Ocraina Of Time schon ca. 120 Mannen gearbeitet.)

Wobei es gar nicht so sehr darum geht, dass solche Entwicklerteams erfolgreiche Spiele entwickeln. Es geht doch viel mehr darum, dass derartige Entwickler das nötige Geld in dem Markt verdienen können, um zu überleben. Damals konnten sehr viele überleben, heute kämpfen selbst große, erfahrende Entwicklerteams um das Überleben und ein großer Flop könnte selbst für sie das Aus bedeuten. Eben weil die Kosten heutzutage so hoch sind, dass ein gefloppter Blockbuster selbst ein großes Entwicklerteam zerschlagen kann. Das war damals nicht der Fall, jedenfalls nicht annähernd in dieser Form.
 
Aber in den letzten Jahren setzte ein starkes Entwickler- und Publishersterben ein und das ist ein ganz, ganz, ganz schlechtes Anzeichen. Noch schlechter ist es, wenn sich große Publisher a la EA öffentlich darüber freuen.

Eine Zukunft in denen nur noch vier große Publisher (EA, Microsoft, Sony und Nintendo) über den Videospielmarkt herrschen, das wäre nicht schön, wirklich nicht. Wo bleibt da nur die Vielfalt und Abwechslung von damals, wo sich der Videospielmarkt schön vom Filmmarkt abheben konnte (wo nur noch die ganz Großen regierten und mehr oder weniger Einheitsbrei den Markt bestimmten). Das waren noch schöne Zeiten.

Schlussendlich bestimmen die Käufer wer überleben darf und wer nicht. Wenn ein Entwickler die Kundschafft langweilt wird er nicht ewig überleben auch wenn er EA heisst. Marktlücken für alle möglichen Arten von Firmen und Spiele werden dabei aber immer offen bleiben.

Lustigerweise hat Shigeru Miyamoto damals Donkey Kong fast vollkommen alleine entwickelt und war sehr, sehr, sehr erfolgreich. Er hat damit dem Videospielmarkt und Nintendo wieder eine Zukunft geschenkt. (Circa 20 Jahre später haben an Ocraina Of Time schon ca. 120 Mannen gearbeitet.)

Wie ich vorhin schon sagte:

"Ich bezweifel das damals viele dieser 1-10 Mann Entwicklerteams die es anscheinend gegeben hat wirklich erfolgreich waren. Bestätigt auch die Textpassage die von Captain Smoker gequotet wurde wo schlechte Spielekopien mit als Ursache für den Crash genannt wurden. Viele der guten Titel die einen von damals noch in erinnerung geblieben sind lassen sich dagegen Entwicklerteams zuordnen die auch Heute noch aktiv sind, diese Teams sind mitlerweile bloss etwas gewachsen und beschäftigen sich mit grösseren Projekten. Wie z.B. ID."

In diesem Fall ist es Nintendo und nicht ID, die Aussage bestätigt sich aber.

Damals sind täglich evtl 2-3 Garagenfirmen untergegangen und niemanden hat es interressiert da dort jeweils nur 3 Leute gearbeitet haben. Heute macht alle paar Monate mal nen Entwickler dicht der 200 Leute beschäftigt hat. Ob es im Endeffekt mehr oder weniger Leute betrifft?

Wobei es gar nicht so sehr darum geht, dass solche Entwicklerteams erfolgreiche Spiele entwickeln. Es geht doch viel mehr darum, dass derartige Entwickler das nötige Geld in dem Markt verdienen können, um zu überleben. Damals konnten sehr viele überleben, heute kämpfen selbst große, erfahrende Entwicklerteams um das Überleben und ein großer Flop könnte selbst für sie das Aus bedeuten. Eben weil die Kosten heutzutage so hoch sind, dass ein gefloppter Blockbuster selbst ein großes Entwicklerteam zerschlagen kann. Das war damals nicht der Fall, jedenfalls nicht annähernd in dieser Form.

Das einzige was sich imho wirklich geändert hat ist das die Entwicklungskosten den Einstieg für kleine Firmen schwerer macht und das gleichzeitig die Erwartungen an den einen Titel an dem gearbeitet wird steigen. Damals hat man nen geflopptes Spiel aber sicherlich auch nicht so ohne weiteres verkraftet und das nächste Spiel aus der Portokasse finanziert.
 
(No More Heroes, Super Mario Galaxy, Twilight Princess, Metroid Prime 3, Battalion Wars 2, Mario Kart Wii, Smash Bros Brawl, Pro Evolution Soccer, Resident Evil 4, usw.)

Sorry, dass ich das jetzt so rauspicke, habe keine Zeit für nen längeren Text.

Die fett gedruckten Spiele kommen von Nintendo und die hätten wir aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf dem Wii gehabt, wenn dieser nicht so erfolgreich geworden wäre. Resident Evil 4 ist zudem im Prinzip nur ein Cube-Port mit Wii-Steuerung....

Ich will nicht in Frage stellen, dass der Wii vom Erfolg profitiert. Doch irgendwie sieht man da bisher kaum etwas. Die meisten Publisher setzen weiterhin hauptsächlich auf PCPS360 und irgendwie fehlen die großen Ankündigungen von den 3rds für den Wii und der 1st Party Support wäre auch ohne großen Erfolg sehr gut gewesen. Vermutlich sähe der 3rd Party Support besser aus, wenn Nintendo nicht den neuen Weg eingeschlagen wäre, der Wii sich dann zwar auch nicht so gut verkauft hätte, aber man zumindest besser auf ihn porten könnte....

Das sind zwar nur Spekulationen, aber bisher sehe ich einfach nicht wirklich, inwiefern der Wii groß von seinem Erfolg profitiert hat. Die meisten Großprojekte sind weiterhin PCPS360-only und wenn eine Wii Version erscheint, wird diese meist von einem Zweitteam entwickelt und meist dieser auch nur die 2. Rolle gegeben. Capcom hat nun Erfolge auf Wii gefeiert, was bringen sie? Einen Resident Evil 0 Port, vorher Umbrella Chronicles... (PC)PS360 bekommt dagegen Resident Evil 5. RE 0 und UC sind sicherlich nicht soo schlecht, andererseits aber auch keine wirklichen Kracher, so wie es ein RE 5 ist....

Ich weiß, RE5 wurde für die PS3 und 360 geplant und da gestaltet es sich schwer das zu auf den Wii zu porten. Es geht ja auch nicht um das - verständliche - Warum, sondern ganz einfach darum, dass bisher große Ankündigungen für den Wii eher ausblieben. Kann und wird sich in Zukunft vielleicht ändern.... doch wenn ich mir auch hier die Argumentation von Spector angucke, wollen viele Publisher lieber PCPS360 als Wii.... kann sich natürlich auch in Zukunft ändern, doch irgendwie glaube ich nicht daran.

Der Wii wird meiner Meinung nach weiterhin hauptsächlich nur die "2. Ware" abbekommen, womit man dann die HD-Projekte finanziert. Sieht man ja gut an Capcom: RE 4 - Port, Re 0 - Port, RE UC - Spin Off, Okami - Port, Z&W - Neuentwicklung, Sengoku Basara 2 - Port, Monster Hunter 3 - neuer Hauptteil. Das meiste sind Ports, währenddessen PS360 bisher mit Dead Rising, Lost Planet zwei Neuentwicklungen abbekommen hat, die beide auch gute Wertungen erhielten und sich gut verkauft haben. Mit DMC 4 haben sie zudem einen neuen Hauptteil auf PCPS360 gebracht und waren damit auch erfolgreich (3 Mio. sind ohne Probleme drin), Resident Evil 5 kommt zudem noch als neuer Hauptteil einer etablierten Serie und ich bin mir sicher, dass RE 5 sich auch gut verkaufen wird. Dann gibts zudem noch Dark Void & Bionic Commando als Neuentwicklungen/neuer Hauptteil für PCPS360...

Zusammengefasst ergibt das:
Capcom Wii:
Resident Evil 4 - Port
Resident Evil 0 - Port
Resident Evil UC - Spinoff
Monster Hunter 3 - neuer Hauptteil
Sengoku Basara 2 - Port
Okami - Port
Zack & wiki - Neuentwicklung
4x Port
1x Neuentwicklung
1x Spinoff
1x neuer Hauptteil

Capcom PCPS360:
Lost Planet - Neuentwicklung
Dead Rising - Neuentwicklung
Dark Void - Neuentwicklung
Bionic Commando - neuer Hauptteil
Devil May Cry 4 - neuer Hauptteil
Resident Evil 5 - neuer Hauptteil
3x Neuentwicklung
3x neuer Hauptteil

Und auch ein Dead Rising 2 wird wohl nicht für den Wii erscheinen...

Und Capcom ist ja sogar ein Entwickler aus Japan... deswegen erscheint MH III auch auf den Wii, weil der japanische Markt der stärkste bei MH ist. Daher denke ich, dass zwar japanische Publisher mit japanischen Spielen (= die hauptsächlich da erfolgreich sind) auf Wii setzen werden/müssen(?). Aber westliche Entwickler bzw. östliche Entwickler, deren Game auch im Westen erfolgreich/erfolgreicher sind, werden wohl weiterhin mit PCPS360 fahren... vlt. wirds dann noch auf den Wii geportet, gerade von EA & Ubisoft, aber da liegt dann meist nicht die Priorität.

Okay ist doch länger geworden.... :blushed:
 
Schlussendlich bestimmen die Käufer wer überleben darf und wer nicht. Wenn ein Entwickler die Kundschafft langweilt wird er nicht ewig überleben auch wenn er EA heisst. Marktlücken für alle möglichen Arten von Firmen und Spiele werden dabei aber immer offen bleiben.

Trotzdem haben wir keine Chancengleichheit. Für die Kleinen und ihre Nischenspiele fehlen die Zielgruppen (eben weil sie der Videospielmarkt bis vor kurzem ignoriert hat) und mit den Großen können die Kleinen schon lange nicht mehr mithalten (dabei geht es nicht nur um das Geld für das Spielprojekt selbst, sondern auch um das Geld für das Marketing). Ohne Aufmerksamkeit (wenn keiner von dem Spiel erfährt und keiner davon überzeugt werden kann) - und die bekommen kleine Entwickler aktuell kaum - kann sich kein Spiel der Welt verkaufen, egal wie gut und fortschrittlich es ist.

"Ich bezweifel das damals viele dieser 1-10 Mann Entwicklerteams die es anscheinend gegeben hat wirklich erfolgreich waren. Bestätigt auch die Textpassage die von Captain Smoker gequotet wurde wo schlechte Spielekopien mit als Ursache für den Crash genannt wurden.

Wie schaffst du es darin eine Bestätigung zu sehen? Erst recht wenn man bedenkt, dass erfolglose 1 bis 10 Mann Entwickler dennoch gute Spiele produziert haben können, aber das Problem des Marktes schlechte Spiele waren.

Spiele wie Tetris, Donkey Kong, Pong, Pac Man, Space Invaders und Co. wurden von sehr, sehr, sehr kleinen Entwicklerteams entwickelt und auch NES, SNES und GB Spiele umfassten noch sehr kleine Entwicklerteams. Auch was große Blockbuster von damals anging.

Damals sind täglich evtl 2-3 Garagenfirmen untergegangen und niemanden hat es interressiert da dort jeweils nur 3 Leute gearbeitet haben. Heute macht alle paar Monate mal nen Entwickler dicht der 200 Leute beschäftigt hat. Ob es im Endeffekt mehr oder weniger Leute betrifft?

Das ist jetzt eine Behauptung aus dem Nichts. Kannst du deine Zahlen belegen?

Das einzige was sich imho wirklich geändert hat ist das die Entwicklungskosten den Einstieg für kleine Firmen schwerer macht und das gleichzeitig die Erwartungen an den einen Titel an dem gearbeitet wird steigen.

Der Markt für Low Budget Spiele ist kaum vorhanden und der für High Budget Spiele, da haben die kleinen Entwickler kaum Chancen. Der Überlebensraum für kleine Entwickler ist heute deutlich kleiner als damals, deutlich.

Damals hat man nen geflopptes Spiel aber sicherlich auch nicht so ohne weiteres verkraftet und das nächste Spiel aus der Portokasse finanziert.

Sicher, aber dadurch dass die Spiele billiger waren, musste man schon mal gar nicht so viele Spiele absetzen und ein Flop war finanziell auch nicht so schwer zu verkraften.



@Naked_Snake100:
Man muss den 3rd Partys auch mal ein wenig Zeit geben. Vor 2006 hat keiner mit dem Erfolg des Wii rechnen können. Die 3rd Partys waren bekanntlich sehr zurückhalten, einerseits wegen dem Konzept, andererseits weil Nintendo mit den letzten zwei Heimkonsolen nicht so erfolgreich war. 2006 konnte man erstmals erahnen, dass der Wii vielleicht ein voller Erfolg werden konnte. 2007 wurde das aber erstmals bestätigt. Die Blockbuster, welcher der Hardcore Gamer von den 3rd Partys verlangt, die beanspruchen locker mal zwei Jahre Entwicklungszeit. Kein 3rd Party der Welt kann von heut auf morgen sein Programm umstellen und Blockbuster für den Wii aus dem Hut zaubern. 2008 wird sich die Situation merklich bessern und 2009 werden wir wohl erstmals eine sehr akzeptable 3rd Party Situation erleben, sofern der Wii natürlich nicht von heut auf morgen in ein großes Tief fällt.

Dass der Prozess nicht so schnell und effektiv wie auf dem DS abläuft hat auch seine Gründe. Zum einen hat der DS über 50 % Marktanteil im Handheldmarkt erkämpft, zum anderen hatte die PSP Probleme ihre Software abzusetzen. Der Wii hat noch lange keine 50 % Marktanteil und auf der 360 verkauft sich Software sehr gut (theoretisch muss man den PC in dem Fall auch miteinbeziehen). Gleichzeitig dauert es auf dem Wii viel länger einen Blockbuster zu produzieren als auf dem DS - viel, viel, viel länger.
 
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ein risiko gibt es in jeder branche... erschafft man aber eine franchise wie COD4 oder Assassins Creed hat man für die nächsten 10 jahre mal ausgesorgt...

als bsp. der konzern in dem ich arbeite besitzt gradmal 10% Profitable unternehmen und trotzdem bekomm ich noch mein gehalt ;)
 
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@Sean:

Es ist klar, dass die 3rd Partys Zeit brauchen. Nur das hört man nun schon seit Monaten und irgendwann möchte ich dann halt auch mal Ergebnisse sehen. Es zeichnet sich jetzt schon recht lange ab, dass der Wii den anderen beiden Konsolen davonrennen wird und trotzdem blieben die großen Ankündigungen weitestgehend aus. Immerhin erreicht man ja mit PCPS360 auch gerade im Westen noch deutlich mehr Spieler. Hier liegt der Unterschied zwischen PS360 (also noch ohne PC) und Wii bei ca. 8 Millionen und in Zukunft wird sich daran scheinbar auch nicht groß was ändern, denn gegen beide Plattformen scheint der Wii im Westen aktuell nicht anzukommen.

Da kommt jetzt natürlich das Argument der geringeren Produktionskosten hinzu: Keine Frage, auf Wii entwickeln ist günstiger, man kann auf Dinge mehr zurückgreifen, die man bereits in der letzten Generation eingeführt hat als es bei PCPS360 der Fall ist. Doch beispielsweise die Marketingkosten bleiben so gut gleich, also könnte der dortige Unterschied durch die höhere Hardwarebasis und den damit verbundenen höheren Softwareverkaufszahlen wieder ausgeglichen werden.... denn auch die Playstation 3 sollte man nicht vernachlässigen (In Europa zudem auch noch den PC), welche gerade in Europa gute Softwareverkaufszahlen verzeichnet und scheinbar jetzt auch in den USA Fuß gefasst hat.

Ich glaube jedenfalls, zumindest bei westlichen Entwicklern, an keine große Wende. Auf der PCPS360 kann man Erfolge feiern, dass sich nicht alles oberhammerhäßig verkauft, ist klar und das die Gefahr größer ist, sich einen Flop einzufangen, ebenso. Aber selbst ein Kane & Lynch hat sich eine Million mal verkauft (= ausgeliefert), trotz fragwürdiger Qualität. Das Budget war hier sicherlich auch nicht gering, doch damit hat man zumindest einen Vollflop verhindert, vielleicht hat man sogar die Produktions- und Marketingkosten wieder eingespielt, wer weiß...

Aber gut, warten wir weiter ab. Der Wii wird meiner Meinung nach einen besseren 3rd Party Support erhalten, aber ich glaube, die wirklichen Großprojekte erscheinen weiterhin nur für PCPS360 und wenn für Wii, dann halt sowieso in abgespeckter Form (Grafik/Physik) und meist nicht mit wirklich großem Aufwand, wobei man das abwarten muss. Ich denke wir werden auf dem Wii weiterhin eher hauptsächlich Spin Offs und Ports sehen.... aber das entscheiden ganz einfach die 3rd Party Publisher. Und die wollen halt anscheinend lieber PCPS360 als Wii....
 
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Es zeichnet sich jetzt schon recht lange ab, dass der Wii den anderen beiden Konsolen davonrennen wird und trotzdem blieben die großen Ankündigungen weitestgehend aus.

Definiere, was "große Ankündigungen" sind.
Ich seh hier viele Games, die als größe Ankündigungen angesehen werden, aber im Endeffekt eher Mittelmaß sind oder "nur" gute Spiele. Da fallen mir Turok, Kane&Lynch, Army of Two, Frontline: Fuels of War, Lair, Turning Point, The Club, Assassins Creed und noch nen paar mehr ein.

Es herrscht hier in der Community nur irgendwie immer die Vorstellung, dass jedes Game, wenn es für 360/Ps3 kommt es direkt gut wird. Wenn ein neues Game dafür angekündigt wird, liest man meist "Interessant.", "Wird bestimmt cool!" und nochwas und mehr als ein paar Screens gibt es zum Game nicht.


Wenn dann aber sowas wie Fatal Frame 4 fürn Wii angekündigt wird, liest man meist von den selben Leuten, dass es sowieso Crap wird.
Oder als Monster Hunter 3 fürn Wii angekündigt wurde, gab es von Leuten, von denen man weiß, dass sie Monster Hunter für die PSP gut fanden, auf einmal Aussagen wie "Schaut mal bei Gamerankings. So toll waren die Vorgänger auch net. Das fürn Wii wird wohl auch Crap!"

Oder auch bei Deadly Creatures. Liest man auch von den Leuten, die wohl keinen Wii haben, dass es totaler Crap wird. Diese Leute aber trifft man dann in Threads wie Kane&Lynch, Ass. Creed, Frontlines etc. wieder...



Wie gesagt. Es kommt mir einfach nur so vor (und vielleicht ist es auch so), dass die Erwartungshaltung bei 360/Ps3 Titeln einfach eine andere ist. Viele sehen einfach nur: "Das Game kommt fürn Wii. Das Game wird Crap!"
"Das Game kommt für 360/PS3. Das Game wird super (Gerade bei Turok oder Kane&Lynch konnte man das gut sehen)!"
 
das durchschnittliche ps360 game hat einfach schonmal die bessere grafik und was besser aussieht hat von vornherein schonmal ebssere karten auch im kopf...wenn das wii spiel dann noch ne neue marke ist und ncith gerade die optimalste technik hat ist es eben gleich crap....this is living :|
 
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