PeterGerri
L17: Mentor
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Jain. Abgesehen davon, dass Zeitreisen unmöglich sind, kann man die einzige sinnvolle Komponente zur Theoretisierung darüber nur einführen, indem man die Thematik streng logisch abarbeitet. Und die Logik gibt nur zwei Möglichkeiten vor, wie sich eine Reise in die Vergangenheit auswirken kann:Bei einem Punkt muss ich dir allerdings zustimmen. Über die Auswirkungen von Zeitreisen kann nur gemutmaßt werden. Folglich bleibt es also jedem selbst überlassen, sich seine Konsequenzen, die durch Zeitreisen penetriert werden, eigens auszumalen. In diesem Sinne steht es Nintendo also theoretisch frei, nach einer Reise aus Link die Mutter seiner Schwester der Tante des Enkels zu machen. Ist weder logisch noch unlogisch.
1. Die Reise in die Vergangenheit ist bereits ein fester Bestandteil der Geschichte, also quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung. Die Zeitreise ist damit also unausweichlich und auch ihr Ausgang ist fest vorprogrammiert. Demzufolge kann diese Reise die Vergangenheit auch streng betrachtet gar nicht verändern, sondern nur dazu führen, dass die Ereignisse, die in der Vergangenheit passieren müssen, um zur Gegenwart, die der Zeitreisende gewohnt ist, zu führen, auch passieren. Klingt etwas kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Als Beispiel nenne ich dafür Futurama, in dem sich Fry sein eigener Großvater herausstellt. Das bedeutet, als Fry geboren wird, war es bereits Teil der Geschichte, dass er in die Vergangenheit reiste und mit seiner Großmutter seinen eigenen Elternteil zeugte (welchen, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr). Daher steht auch mit seiner Geburt unumstößlich fest, dass er diese Zeitreise eines Tages unternehmen wird, denn sonst könnte er gar nicht existieren und das würde in einem unauflösbaren Widerspruch resultieren (den die Logik nicht zulässt).
2. Die Reise in die Vergangenheit ist kein fester Bestandteil der Geschichte, sondern verändert diese. Als Beispiel Zurück in die Zukunft 1: der Film beginnt mit Martys "normalem" Leben, in dem sein Vater sein Loser ist. Am Ende des Filmes kehrt er jedoch in eine Gegenwart zurück, in der Biff sowas wie der Hausdiener und sein Vater ein angesehener SciFi-Autor ist. Seine Zeitreise hat also die Geschichte verändert. So weit, so gut. Aber: dadurch ist Marty niemals in "seine" Zeit, sprich in das McFly-Loser-Leben, zurückgekehrt. Für Marty und den Zuschauer macht das keinen Unterschied, aber für alle anderen Personen, die an der Zeitreise nicht teilgenommen haben. Stellen wir uns einfach vor, Biff (das Arschloch aus dem Beginn des Films) wäre zugegen gewesen, als Marty auf dem Parkplatz seine Zeitreise unternimmt. Was sieht Biff? Er sieht, wie der DeLorean mit einem hellen Lichtblitz verschwindet. Und dann? Nichts mehr. Denn Marty kehrt in diese Zeit bekanntlich nie mehr zurück (da seine Reise in die Gegenwart ihn in eine Zeit bringt, in der oben genannte Änderungen vorliegen). Also bleiben Arschloch-Biff, Loser-Dad und ein toter Doc Brown zurück und Marty McFly ist für immer verschwunden. Und hier könnte Alan Sylvestri nun hergehen und einen Nachfolger zu Zurück in die Zukunft drehen, der an dieser Stelle einsetzt und die Geschichte dieser Zeitlinie fortsetzt. Vielleicht baut sich hier George Loser McFly eine Zeitmaschine, um seinen verschwundenen Sohn zu finden.
2. Die Reise in die Vergangenheit ist kein fester Bestandteil der Geschichte, sondern verändert diese. Als Beispiel Zurück in die Zukunft 1: der Film beginnt mit Martys "normalem" Leben, in dem sein Vater sein Loser ist. Am Ende des Filmes kehrt er jedoch in eine Gegenwart zurück, in der Biff sowas wie der Hausdiener und sein Vater ein angesehener SciFi-Autor ist. Seine Zeitreise hat also die Geschichte verändert. So weit, so gut. Aber: dadurch ist Marty niemals in "seine" Zeit, sprich in das McFly-Loser-Leben, zurückgekehrt. Für Marty und den Zuschauer macht das keinen Unterschied, aber für alle anderen Personen, die an der Zeitreise nicht teilgenommen haben. Stellen wir uns einfach vor, Biff (das Arschloch aus dem Beginn des Films) wäre zugegen gewesen, als Marty auf dem Parkplatz seine Zeitreise unternimmt. Was sieht Biff? Er sieht, wie der DeLorean mit einem hellen Lichtblitz verschwindet. Und dann? Nichts mehr. Denn Marty kehrt in diese Zeit bekanntlich nie mehr zurück (da seine Reise in die Gegenwart ihn in eine Zeit bringt, in der oben genannte Änderungen vorliegen). Also bleiben Arschloch-Biff, Loser-Dad und ein toter Doc Brown zurück und Marty McFly ist für immer verschwunden. Und hier könnte Alan Sylvestri nun hergehen und einen Nachfolger zu Zurück in die Zukunft drehen, der an dieser Stelle einsetzt und die Geschichte dieser Zeitlinie fortsetzt. Vielleicht baut sich hier George Loser McFly eine Zeitmaschine, um seinen verschwundenen Sohn zu finden.

Das sind die logischen Möglichkeiten dazu. Logisch in dem Sinne, dass es keine unaufgelösten Widersprüche gibt und jede Aktion eine daraus resultierende Reaktion hervorbringt. Wenn man sich nun zur Theoretisierung auf das Feld der Unlogik begibt, wo Widersprüche existieren können und die Reaktionen in die Beliebigkeit abdriften, dann ist das ganze Thema zum Teufel und müßig, sich groß damit auseinanderzusetzen. Wie beispielsweise in Skyward Sword, wo die Zeitreise-Geschichte ein einziges widersprüchliches Geflecht ist.

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