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- 13 Mai 2002
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Vorsicht, der Text ist etwas polemisch..
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13799/1.html
Oberstes Reinheitsgebot
Wer Sex vor der Ehe hat, ist gegen uns
Die junge Amerikanerin, zumindest die von heute, nimmt ihren Keuschheitsring nur ab, um ihn gegen den Ehering zu tauschen. Der Präsident ihres Landes, der das verordnet hat, macht nun Anstalten, das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit auch weltweit durchzusetzen.
So will einer, der mit 39 Jahren Gott entdeckte - die Geläuterten sind die Fanatischsten - zum moralischen Führer der ganzen Welt werden. Wer Sex vor der Ehe hat, ist nicht für uns, ist gegen uns. Dass Bush sich mit diesem entsetzlichen Quatsch ideologisch in die Nähe konservativer Muslime rückt, stört ihn nicht. Immerhin bekommt der Mann, der in der Vergangenheit alles andere als abstinent lebte - zumindest was seinen Alkoholkonsum betraf - mit seinem "Virginity"-Geblöke außer den Stimmen protestantischer Evangelikaler und Fundamentalisten auch noch die von Amerikas Katholiken, mittlerweile die größte Religionsgemeinschaft im Lande.
"Gute Zeiten für heilige Krieger" befindet Newsweek in einem Special Report, der eine "globale kulturelle Offensive, eine neue Moralordnung" der USA befürchtet. Am Anfang dieses fundamentalistischen Kahlschlags steht die Jungfräulichkeit. Schon mehrere Konferenzen der Vereinten Nationen blieben fruchtlos, weil die USA mit der sexuellen Enthaltsamkeit internationale Politik machen wollten. Weltweit soll Abstinenz zum Herzstück der Sexualerziehung gemacht werden, auch im Kampf gegen AIDS soll nicht mehr "safe sex", sondern "no sex" propagiert werden. Was bedeutet schon globale Geburtenkontrolle und Empfängnisverhütung in einem Land, in dem ein Senator (John Ashcroft im Jahre 1994) sich anlässlich seiner Wahl Speiseöl über den Kopf gießt, um sich selbst zu salben wie ein biblischer König? Nichts. Es ist eine fremde und seltsame Welt ( John Ashcroft lässt den Adler segeln). In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und die Vereinigten Staaten wünschen, dass Unverheiratete keinen Geschlechtsverkehr haben.
In den "Abstinence-Only" Gehirnwäscheprogrammen, für die jetzt 135 Millionen Dollar ausgegeben werden sollen, erfahren Jugendliche, dass es nur einen Schutz vor Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten gibt, nämlich den, gar keinen Sex zu haben, weder mit noch ohne Penetration. Mit dem "Mythos" Kondom wird gründlich aufgeräumt. Zu behaupten, dass Kondome nicht vor Geschlechtskrankheiten schützen, ist ein riskanter Schachzug und ein Hinweis darauf, dass es den religiösen Fanatikern in Wahrheit gar nicht um Krankheit oder Schwangerschaft geht.
Als "rücksichtslos anti-schwul und anti-safe sex" bezeichnen Kritiker die Standpunkte des selbsternannten "mitfühlenden Konservativen" Bush zum Thema AIDS. Der "We're waiting"- Philosophie zufolge müssten homosexuelle Frauen und Männer, da ihnen die Ehe nicht erlaubt ist, ihr Leben lang warten.
... (geht noch weiter)
---
Tja, VSA, das Land der Freien...
Dazu sage ich nur eins:
Zitat aus dem Buch "1984" von George Orvel
"Entscheidender war, daß der Sexualentzug Hysterie auslöste, ein
erstrebenswertes Ziel, denn diese Hysterie konnte in Kriegsfieber und
Führerverehrung umgewandelt werden. Julia drückte das folgendermaßen
aus:"Beim Liebesspiel verbrauchst du Energie;und hinterher fühlst du dich
glücklich und alles andere ist dir egal.Das können sie nicht dulden.
Sie wollen, daß man ständig vor Energie platzt.Dies ganze
Herummaschieren,Jubeln, und Fahnenschwenken ist nichts weiter als
sexuelle Frustration. Wenn man glücklich ist, warum sollte einen dann
der Große Bruder und die Dreijahrespläne und der Zwei-Minuten-Haß und
ihr ganzer verdammmter anderer Dreck noch groß aufregen?"
...
schon vor 2000 Jahren begann es. Damals wurden die geschlechter voneinander getrennt. In den Kirchen durften keine Frauen sein, sie waren böse. Aus dem gleichem Grund. Macht. Nur Macht.
/ajk
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13799/1.html
Oberstes Reinheitsgebot
Wer Sex vor der Ehe hat, ist gegen uns
Die junge Amerikanerin, zumindest die von heute, nimmt ihren Keuschheitsring nur ab, um ihn gegen den Ehering zu tauschen. Der Präsident ihres Landes, der das verordnet hat, macht nun Anstalten, das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit auch weltweit durchzusetzen.
So will einer, der mit 39 Jahren Gott entdeckte - die Geläuterten sind die Fanatischsten - zum moralischen Führer der ganzen Welt werden. Wer Sex vor der Ehe hat, ist nicht für uns, ist gegen uns. Dass Bush sich mit diesem entsetzlichen Quatsch ideologisch in die Nähe konservativer Muslime rückt, stört ihn nicht. Immerhin bekommt der Mann, der in der Vergangenheit alles andere als abstinent lebte - zumindest was seinen Alkoholkonsum betraf - mit seinem "Virginity"-Geblöke außer den Stimmen protestantischer Evangelikaler und Fundamentalisten auch noch die von Amerikas Katholiken, mittlerweile die größte Religionsgemeinschaft im Lande.
"Gute Zeiten für heilige Krieger" befindet Newsweek in einem Special Report, der eine "globale kulturelle Offensive, eine neue Moralordnung" der USA befürchtet. Am Anfang dieses fundamentalistischen Kahlschlags steht die Jungfräulichkeit. Schon mehrere Konferenzen der Vereinten Nationen blieben fruchtlos, weil die USA mit der sexuellen Enthaltsamkeit internationale Politik machen wollten. Weltweit soll Abstinenz zum Herzstück der Sexualerziehung gemacht werden, auch im Kampf gegen AIDS soll nicht mehr "safe sex", sondern "no sex" propagiert werden. Was bedeutet schon globale Geburtenkontrolle und Empfängnisverhütung in einem Land, in dem ein Senator (John Ashcroft im Jahre 1994) sich anlässlich seiner Wahl Speiseöl über den Kopf gießt, um sich selbst zu salben wie ein biblischer König? Nichts. Es ist eine fremde und seltsame Welt ( John Ashcroft lässt den Adler segeln). In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und die Vereinigten Staaten wünschen, dass Unverheiratete keinen Geschlechtsverkehr haben.
In den "Abstinence-Only" Gehirnwäscheprogrammen, für die jetzt 135 Millionen Dollar ausgegeben werden sollen, erfahren Jugendliche, dass es nur einen Schutz vor Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten gibt, nämlich den, gar keinen Sex zu haben, weder mit noch ohne Penetration. Mit dem "Mythos" Kondom wird gründlich aufgeräumt. Zu behaupten, dass Kondome nicht vor Geschlechtskrankheiten schützen, ist ein riskanter Schachzug und ein Hinweis darauf, dass es den religiösen Fanatikern in Wahrheit gar nicht um Krankheit oder Schwangerschaft geht.
Als "rücksichtslos anti-schwul und anti-safe sex" bezeichnen Kritiker die Standpunkte des selbsternannten "mitfühlenden Konservativen" Bush zum Thema AIDS. Der "We're waiting"- Philosophie zufolge müssten homosexuelle Frauen und Männer, da ihnen die Ehe nicht erlaubt ist, ihr Leben lang warten.
... (geht noch weiter)
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Tja, VSA, das Land der Freien...
Dazu sage ich nur eins:
Zitat aus dem Buch "1984" von George Orvel
"Entscheidender war, daß der Sexualentzug Hysterie auslöste, ein
erstrebenswertes Ziel, denn diese Hysterie konnte in Kriegsfieber und
Führerverehrung umgewandelt werden. Julia drückte das folgendermaßen
aus:"Beim Liebesspiel verbrauchst du Energie;und hinterher fühlst du dich
glücklich und alles andere ist dir egal.Das können sie nicht dulden.
Sie wollen, daß man ständig vor Energie platzt.Dies ganze
Herummaschieren,Jubeln, und Fahnenschwenken ist nichts weiter als
sexuelle Frustration. Wenn man glücklich ist, warum sollte einen dann
der Große Bruder und die Dreijahrespläne und der Zwei-Minuten-Haß und
ihr ganzer verdammmter anderer Dreck noch groß aufregen?"
...
schon vor 2000 Jahren begann es. Damals wurden die geschlechter voneinander getrennt. In den Kirchen durften keine Frauen sein, sie waren böse. Aus dem gleichem Grund. Macht. Nur Macht.

/ajk