Sony-Gruppe kauft Hollywoodstudio MGM

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Moses

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Moses85
14.09.04 - Ein von Sony geführtes Konsortium übernimmt das traditionsreiche Hollywood-Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) für knapp drei Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Sony teilte in der Nacht zum Dienstag mit, das Konsortium habe dem Kauf im Grundsatz zugestimmt.

Je Aktie würden zwölf Dollar in bar gezahlt, 0,45 Dollar mehr als der Schlusskurs des MGM-Papiers vom Montag. Die Käufer übernehmen auch die Schulden von MGM (1,9 Milliarden Dollar), so dass der Gesamtwert der Transaktion fast fünf Milliarden Dollar beträgt.

Die Sony-Gruppe hat damit die Übernahmeschlacht gegen den weltgrößten Medienkonzern Time Warner gewonnen. Dieser hatte sich am Montag zurückgezogen, weil er mit einem deutlich niedrigeren Angebot nicht zum Zug gekommen war. Käufer von MGM sind neben der Sony Corporation of America die US-Investmentfirmen Providence Equity Partners Inc., Texas Pacific Group und DLJ Merchant Banking Partners. MGM bezeichnete die Transaktion als Fusion, die sie dem Verwaltungsrat am 27. September 2004 empfehlen wolle.

MGM wird zu 74 Prozent von dem amerikanischen Multimilliardär Kirk Kerkorian (87) kontrolliert, der das Filmstudio seit seinem Ersteinstieg in 1969 drei mal gekauft und wieder abgestoßen hat. Er dürfte bei der jetzigen Transaktion rund zwei Milliarden Dollar einnehmen. MGM hatte vor wenigen Monaten bereits eine Sonderdividende von acht Dollar je Aktie gezahlt, was Kerkorian rund 1,4 Milliarden Dollar eingebracht hatte.

Sony besitzt bereits die Filmstudios Columbia Pictures und TriStar Pictures. Zu MGM gehören unter anderem die MGM Pictures und das traditionsreiche Filmstudio United Artists. Damit wird Sony zu einem der Hollywood-Spitzenreiter.

Kronjuwel von MGM ist die Filmbibliothek mit mehr als 4.000 Titeln. Dazu zählen unter anderem die James-Bond-, die Pink-Panther- und die Rocky-Filme. Sony verdoppelt damit seine Filmbibliothek auf rund 8000 Titel und kann damit DVDs liefern sowie das Internet und Fernsehfirmen in großem Stil bedienen. Dies war bereits für MGM das Hauptgeschäft. Experten gehen davon aus, dass Sony den größten Teil der ohnehin stark zurückgefahrenen MGM-Filmproduktion fallen lassen wird. Wahrscheinlich werden dann nur noch neue James-Bond- und Pink-Panther-Filme gedreht.

Die Sony-Gruppe hat mit dem größten amerikanischen Kabel-TV-Systembetreiber Comcast Corporation auch ein Programm- und Vertriebsabkommen erreicht. Es sieht den Vertrieb von Filmen und Programmen der Studiotochter Sony Pictures Entertainment und von MGM bei dem Video-On-Demand-Dienst von Comcast vor.
Zudem ist ein Joint Venture geplant, das neue Kabel-TV-Kanäle schaffen soll, auf denen Sony- und MGM-Titel angeboten werden sollen. Comcast hat 21 Millionen amerikanische Kabel-TV-Kunden und zieht in Erwägung, sich beim MGM- Kauf zu beteiligen.


Somit hat M$ und Nintendo folgendes Problem

Eventuell keine Bond Games und andere Games von MGM mehr auf den Next Gen Konsolen von M$ und Nintendo

oder M$ und Nintendo muss für teures Geld Lizenzen erwerben und ich glaube nicht das Sony welche an M$ und Nintendo vergeben wird
 
MS und Nintendo sind eigentlich nicht dafür bekannt, dass sie Lizenzspiele produzieren. ;)

Dafür ist eher EA und andere Publisher verantwortlich und wo die ihre Spiele rausbringen, dürfen sie immer noch selbst entscheiden.
 
spike schrieb:
MS und Nintendo sind eigentlich nicht dafür bekannt, dass sie Lizenzspiele produzieren. ;)

Dafür ist eher EA und andere Publisher verantwortlich und wo die ihre Spiele rausbringen, dürfen sie immer noch selbst entscheiden.

Das ist mir auch klar ;) aber Sony wird EA keine Lizenzen verkaufen denn es war schon immer so das Lizenzen behalten werden. Nintendo könnte auch nen haufen schotter machen wenn sie Mario und Co auf die PS2, PC, und X-Box bringen würden.
 
Moses schrieb:
14.09.04 - Ein von Sony geführtes Konsortium übernimmt das traditionsreiche Hollywood-Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) für knapp drei Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Sony teilte in der Nacht zum Dienstag mit, das Konsortium habe dem Kauf im Grundsatz zugestimmt.

Je Aktie würden zwölf Dollar in bar gezahlt, 0,45 Dollar mehr als der Schlusskurs des MGM-Papiers vom Montag. Die Käufer übernehmen auch die Schulden von MGM (1,9 Milliarden Dollar), so dass der Gesamtwert der Transaktion fast fünf Milliarden Dollar beträgt.

Die Sony-Gruppe hat damit die Übernahmeschlacht gegen den weltgrößten Medienkonzern Time Warner gewonnen. Dieser hatte sich am Montag zurückgezogen, weil er mit einem deutlich niedrigeren Angebot nicht zum Zug gekommen war. Käufer von MGM sind neben der Sony Corporation of America die US-Investmentfirmen Providence Equity Partners Inc., Texas Pacific Group und DLJ Merchant Banking Partners. MGM bezeichnete die Transaktion als Fusion, die sie dem Verwaltungsrat am 27. September 2004 empfehlen wolle.

MGM wird zu 74 Prozent von dem amerikanischen Multimilliardär Kirk Kerkorian (87) kontrolliert, der das Filmstudio seit seinem Ersteinstieg in 1969 drei mal gekauft und wieder abgestoßen hat. Er dürfte bei der jetzigen Transaktion rund zwei Milliarden Dollar einnehmen. MGM hatte vor wenigen Monaten bereits eine Sonderdividende von acht Dollar je Aktie gezahlt, was Kerkorian rund 1,4 Milliarden Dollar eingebracht hatte.

Sony besitzt bereits die Filmstudios Columbia Pictures und TriStar Pictures. Zu MGM gehören unter anderem die MGM Pictures und das traditionsreiche Filmstudio United Artists. Damit wird Sony zu einem der Hollywood-Spitzenreiter.

Kronjuwel von MGM ist die Filmbibliothek mit mehr als 4.000 Titeln. Dazu zählen unter anderem die James-Bond-, die Pink-Panther- und die Rocky-Filme. Sony verdoppelt damit seine Filmbibliothek auf rund 8000 Titel und kann damit DVDs liefern sowie das Internet und Fernsehfirmen in großem Stil bedienen. Dies war bereits für MGM das Hauptgeschäft. Experten gehen davon aus, dass Sony den größten Teil der ohnehin stark zurückgefahrenen MGM-Filmproduktion fallen lassen wird. Wahrscheinlich werden dann nur noch neue James-Bond- und Pink-Panther-Filme gedreht.

Die Sony-Gruppe hat mit dem größten amerikanischen Kabel-TV-Systembetreiber Comcast Corporation auch ein Programm- und Vertriebsabkommen erreicht. Es sieht den Vertrieb von Filmen und Programmen der Studiotochter Sony Pictures Entertainment und von MGM bei dem Video-On-Demand-Dienst von Comcast vor.
Zudem ist ein Joint Venture geplant, das neue Kabel-TV-Kanäle schaffen soll, auf denen Sony- und MGM-Titel angeboten werden sollen. Comcast hat 21 Millionen amerikanische Kabel-TV-Kunden und zieht in Erwägung, sich beim MGM- Kauf zu beteiligen.


Somit hat M$ und Nintendo folgendes Problem

Eventuell keine Bond Games und andere Games von MGM mehr auf den Next Gen Konsolen von M$ und Nintendo

oder M$ und Nintendo muss für teures Geld Lizenzen erwerben und ich glaube nicht das Sony welche an M$ und Nintendo vergeben wird

Ein recht teurer , aber gut durchdachter Zug von Sony.
Wahrscheinlich wird es nurnoch James Bond games für Ps3 geben.
 
Gibt es nicht verschiedene Sonys? Ich glaube kaum, dass das Videospiel Sony die gekauft hat. Natürlich, die gehören schon irgendwie zusammen, aber in solchen Beziehungen sind die doch unabhängig?!
 
Sony ist der Mutterkonzern von SCE (welche die PS2 herstellen)
Ich würd aber stark bezweifeln, wenn Sony nicht die exklusivreschte Gratis an SCE abgibt.
Sony verdient ja auch mit am Erfolg von der PS2... bzw würde Verluste machen am Misserfolg von SCE.
 
Trotzdem kann man nicht einfach Vertragskonditionen brechen, denn soweit ich weiß, hat EA die Bond Rechte bis 2010
 
wenn ich mir das neue James Bond von EA so ansehe, dann kann ich nur heulen dass die Lizens noch bis 2010 bei denen liegt...

Jedoch find ich den Zug von Sony sehr gut, und ich denke es kann sehr interressant werden für zukünftige Filmlizensspiele, wenn die mal endlich nichtmehr bei EA liegen....
 
Aber das hat wohl mehr oder weniger nichts zu sagen, Spider-Man 1&2 ect. sind ja auch Multiplatform, obwohl Columbia TriStar zu Sony gehört.
 
Hmmm..., egal was kommt, jedenfalls kann es Sony nicht so mies gehen, wenn sie ne Übernahmeschlacht gegen Time Warner gewinnen..., ob das einen direkten Zusammenhang zu SCE gibt, wird man sehen. Immerhin, SOE (Sony Online Entertainment) entwickelt ja auch nur für PC und PlayStation 2, von daher wird Sony gerade in Hinsicht auf die sicher härter werdenden Konsolen-Kämpfe in der Zukunft solche Sachen nicht ganz außer Acht lassen. Und wenn EA Verträge mit MGM hatte und die gibt´s nicht mehr...
 
nightelve schrieb:
Ich würd aber stark bezweifeln, wenn Sony nicht die exklusivreschte Gratis an SCE abgibt.

Wo Geld zu holen ist, wird nix umsonst hergegeben auch wenn SCE ein Tochterunternehmen ist.

Die verschiedenen Tochterunternehmen versuchen alles, um den Gewinn in ihrer Sparte so hoch wie möglich zu halten.
 
Es ist ja nicht so als ob Sony allein MGM aufgekauft hat

Käufer von MGM sind neben der

1. Sony Corporation of America

2. die US-Investmentfirmen Providence Equity Partners Inc.,

3. Texas Pacific Group und

4. DLJ Merchant Banking Partners.

Das man da etwas bessere Chancen als Time Warner allein hat ist doch kein Wunder. ;)

Und wie schon erwähnt hält EA immer noch die Rechte an Bond Spiele. Bis frühestens 2010 wird es weiterhin EA Bond Spiele geben. Auch wurden bereits die beiden Spiderman Teile genannt in andren Worten auch wenn Sony Filmrechte etc. hlt heißt das noch lange nicht das sie diese nicht weiterlizensieren.
 
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