Neue Aktion von AAW "Killerspiele" einsammeln und dafür an einem Gewinnspiel teiln.

thunderhoof

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Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden startet eine neue Aktion. Das Motto ist: “Familien gegen Killerspiele”

“Zu der Veranstaltung am Samstag, 17. Oktober 2009 steht auf dem Platz vor der Staatsoper in Stuttgart ein Container bereit. Gesammelt werden Spiele, die das Töten von Menschen simulieren!.
Bei dieser Aktion, die von 10 Uhr bis 19 Uhr stattfindet, ist eine Lostrommel aufgestellt. Direkt nach dem Einwurf können die Personen ein Los ziehen. Hauptgewinn ist ein Trikot der deutschen Fussball-Nationalmannschaft…”

Was mit den gesammelten Datenträgern geschehen wird überlässt das AAW der Phantasie der Gegner. Ob Spieler der Nationalmannschaft über die Verwendung des signierten Trikots informiert wurden ist mehr als zweifelhaft.


Quelle: http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2917

edit: wurden die Spiele nicht vor kurzem als Kulturgut anerkannt, also wäre es Vernichtung von Kulturgut :shakehead:
 
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u__ARCHIV__Umstehende_betrachten_einen_Stapel_brennender_Buecher_am_10_Mai_1933_auf_dem_Berliner_O.jpg
 
Also ich wäre bei einer Tausch-Aktion

"Waffen für Killerspiele" durchaus dabei :smile5:
 
Ich bin mehr als enttäuscht :shakehead: Man sollte meinen, zumindest die Leute, die das Massaker hautnah erlebt haben, würden nicht auf die Profilierungsmaschinerie hereinfallen.

Ich bin normalerweise strikt gegen dumme Nazi-Vergleiche, aber das bild oben passt perfekt. Die Regierung lenkt von den eigentlichen Problemen ab, und die Bürger stürmen in blindem Gehorsam wie Lemminge auf die Sündenböcke :shakehead: Ach ja, das Bild muss zensiert werden, da sind Hakenkreuze zu sehen. Nicht, dass sich jetzt bei ganz vielen Leuten der genetische Code aktiviert und alle zu Neonazis werden.
 
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Ich wollte eine eMail an den AAW schreiben, ich denke, dass die Chance gut sind, dass so was gelesen wird. Das habe ich bisher:

Sehr geehrte Damen und Herren

Mit Entsetzen musste ich von Ihrer kommenden Aktion "Familien gegen Killerspiele" lesen und bin maßlos enttäuscht über die Tatsache, dass selbst jene Menschen, die das Massaker und seine Folgen direkt gespürt haben, sich so leicht von der Profilierungsmaschinerie der Politiker blenden und missbrauchen lassen. ich möchte Sie bitten, meinen Text wenigstens bis zum Ende zu lesen, denn ich bin der Meinung, dass ich sehr wohl etwas konstruktives und Sinnvolles zu diesem Thema beizutragen zu habe. Vielen Dank.

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich das Massaker von Winnenden, sowie sämtliche andere unmenschlichen Gräueltaten aufs Tiefste verurteile und allen betroffenen Personen mein Beileid ausspreche. In der Tat gibt es keine vernünftige Rechtfertigung für eine solche Untat und ich verstehe, dass es im Interesse aller Menschen ist, die Ursache, und eine Erklärung für ein solches Verhalten zu finden, um weitere Exzesse solcher Art zu vermeiden. In diesem Sinne finde ich die Gründung eines Verbandes wie des "Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden" nicht nur erfreulich und lobenswert, sondern auch dringend notwendig.
Allerdings muss ich in bestimmten Bereichen am Vorgehen Ihrer Organisation Kritik üben. Mir fehlen leider die Qualifikation und vor allem die Erfahrung um in allen Bereichen zu argumentieren, daher werde ich mich nur auf zwei Ihrer Zielpunkte, die mit dieser Aktion unmittelbar verbunden sind, beschränken:

-Eltern zu sensibilisieren, dass Sie Ihrer Aufsichtspflicht im Umgang mit Killerspielen ihrer Kinder nachkommen.
-Verbot von Killerspielen die dazu dienen Menschen zu ermorden.

Zunächst einmal, die Frage, was ein "Killerspiel" überhaupt sein soll. Dieser Begriff ist eine reine Erfindung von Politikern. Es gab ihn vorher nicht, er wird nirgends sonst auf der Welt verwendet und hat weder eine juristische noch eine wissenschaftliche Definition. Allein der "Killer" Teil im Wort soll eine negative Konnotation hervorrufen, das Wort soll als bedrohlich und unangenehm empfunden werden. Doch was ist nun damit gemeint? Im Prinzip nichts anderes als Spiele, in unserem Fall PC- und Videospiele, in denen Gewalt vorkommt.

Doch der springende Punkt ist, dass Gewalt nicht eindimensional ist. Gewalt ist ein vielschichtiges, alltägliches Phänomen. Gewalt kann destruktiv sein, Gewalt kann aber aus konstruktiv sein. Wenn ein Lehrer seinen Schülern Hausaufgaben auferlegt, dann ist das Gewalt. natürlich ist das eine konstruktive Gewalt, und kein vernünftiger Mensch würde dieses System in Frage stellen.
Ebenso verhält es sich in Videospielen. Man muss sich jedes Mal fragen: Warum gibt es diese Gewalt? Welchen Zweck erfüllt sie? Ist sie notwendig?
Lassen Sie mich einige Beispiele liefern: Wenn ein Spiel in einem Kriegsszenario spielt, dann ist Gewalt ein notwendiges Stilmittel. Niemand kann einen Krieg ernst nehmen, in dem kein Blut fließt, keine Menschen sterben. Ohne Gewaltdarstellung verliert das komplette Szenario an Atmosphäre und Glaubwürdigkeit. Ein negatives Beispiel wäre etwa, wenn der Spieler die Möglichkeit hat, besiegten Gegner einzelne Organe aus dem Leichnam zu entnehmen. Das erfüllt keinen Zweck, es ist geschmacklos und widerlich. Doch auch hier stellt sich die Frage, ist es wirklich nur das, was man oberflächlich sieht? Wie ist das im Gesamtkontext zu bewerten? Wie sieht das gesamte Szenario aus? Wie ist die dazugehörige Geschichte? Sie sehen, man darf diese Dinge nicht pauschal beurteilen. Ein Videospiel ist ein Gesamtwerk, nicht die Summe seiner Einzelteile.

Aus diesem Grund ist es schon einmal falsch, alle Spiele, die Gewalt enthalten, pauschal gleich zu behandeln.

Eine weitere Punkt, der immer wieder diesen Spielen vorgeworfen wird, ist, dass sie reale Gewalt induzieren. Schließlich gäbe es diese gesamte Diskussion nicht, wenn niemand diese Ansicht vertreten würde.
Ich möchte es an dieser Stelle kurz machen und sage: Sie werden belogen.

Ich kann jetzt verstehen, dass Sie mir nicht glauben, also lassen Sie mich meinen Standpunkt bitte erläutern.
Es ist seit jeher eine übliche Praxis der mächtigen, das Volk mit angeblichen Problemen und Feindbildern von den wahren Problemen abzulenken. In unserer heutigen Zeit sind es beispielsweise "Killerspieler". Es ist ganz einfach, denn Videospieler haben keine Organisation, keine Repräsentanten und abgesehen von wütenden Forumsbeiträgen und der einen oder anderen Demonstration zeigen sie keine Gegenwehr. Menschen, die sich mit Videospielen nicht, oder nur sporadisch auseinandersetzen, lassen sich leicht überzeugen, schließlich sehen Videoaufnahmen von solchen Spielen auch schlimm genug aus.
Doch ich wage, das Gegenteil zu behaupten. Es gibt keine Studie, die belegt, dass virtuelle Gewalt reale Gewalt induziert. Auch wenn entsprechende Gruppen argumentieren "Wissenschaftliche Studien belegen, dass.." werden diese Studien nie explizit genannt, man wird nie konkret. und das liegt daran, dass es keine solche Studien gibt. Es gibt Studien, die zeigen, dass bestimmte Gehirnareale beim Spielen und einige Zeit danach anders durchblutet und gereizt sind als sonst, aber kein ernsthafter Wissenschaftler würde daraus Erkenntnisse ableiten, dass das reale Gewalt begünstigt.

Klar kommt noch mehr. Sagt ruhig eure Meinung dazu, und gebt Vorschläge
 
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Ich wollte eine eMail an den AAW schreiben, ich denke, dass die Chance gut sind, dass so was gelesen wird. Das habe ich bisher:


Klar kommt noch mehr. Sagt ruhig eure Meinung dazu, und gebt Vorschläge

Sehr sehr gut.

Zwei kleine Fehler:

wenigstens bis zum Ende zu lesen
Allein der "Killer" Teil im Wort

Zum Inhalt: Vielleicht noch ein zweites Beispiel außer Kriegsspiele, ein Verweis auf andere Länder und die sinnlose Zensur von Spielen?
 
Zum Inhalt: Vielleicht noch ein zweites Beispiel außer Kriegsspiele, ein Verweis auf andere Länder und die sinnlose Zensur von Spielen?

OK, die Fehler ahb' ich ausgebessert. Was könnte man noch als Beispiel nehmen? Zombiespiele und der obligatorische Kopfschuss?
Auf die anderen Länder wollte ich erst gegen Schluss eingehen. Gibt es irgendwo eine Art Studie oder Übersicht, wo es die meisten Amokläufe gibt? Ich hab' das Gefühl, dass Deutschland und die USA dominieren. Wäre tolles Futter für meien Argumentation, wenn ich das untermauern könnte
 
weder eine juristische, noch eine wissenschaftliche Definition
Niemand kann einen Krieg ernst nehmen, in dem kein Blut fließt
Ich würde außerdem Forenbeiträge statt Forumsposts schreiben, sonst verstehen sie wahrscheinlich nicht, worum es geht.:-)

Und dann würde ich vielleicht noch eine Anspielung darauf machen, wieviel mehr Menschen schon durch andere Sachen wie z.B. Zigaretten oder Akohol um´s Leben gekommen sind, welche ja nach wie vor frei verkäuflich und vom Großteil der Gesellschaft trotz der bekannten, und im Gegensatz zu Videospielen, realen Gefahren akzeptiert sind.
 
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Ich würde außerdem Forenbeiträge statt Forumsposts schreiben, sonst verstehen sie wahrscheinlich nicht, worum es geht.:-)

Und dann würde ich vielleicht noch eine Anspielung darauf machen, wieviel mehr Menschen schon durch andere Sachen wie z.B. Zigaretten oder Akohol um´s Leben gekommen sind, welche ja nach wie vor frei verkäuflich und vom Großteil der Gesellschaft trotz der bekannten, und im Gegensatz zu Videospielen, realen Gefahren akzeptiert sind.

Apropos: Die Filme! Du könntest Gewaltfilme wie Saw erwähnen. Warum werden diese diskussionslos geduldet, obwohl sie wesentlich brutaler als die meisten Spiele sind? Nur weil man in Spielen selbst spielt?
 
Der Brief ist schon sehr gut.

Ich würde aber kein Ausweichmanöver auf Zigaretten und co. machen.

Zigaretten sind nicht für den amoklauf verantwortlich.
Auch das mit den Filmen würde ich nicht erwähnen, am Ende bringt man die noch auf Ideen.

Auch die Begründung wozu Gewalt in Spielen dient würde ich nicht unbedingt drin lassen.
Es ist nicht nötig, dass man das rechtfertigen muss.
Es wird auch nicht über Gewalt in Büchern geredet ob diese nötig ist oder nicht.
Oder Gewalt im Sport.

Falls du diesen absatz drin lassen möchtest würde ich aber in jedem Fall den Teil mit dem Entfernen der Innereien draußen lassen ;)
Das klingt merkwürdig und man macht damit doch ein recht unterwürfiges eingeständnis.

Es spielt keine Rolle, welche Szenen in einem Spiel gezeigt werden.
Egal wie brutal es ist, es hat nachweislich keinen negativen Effekt auf die Spieler, es wirkt nicht gewaltfördernd oder abstumpfend.

Man könnte noch erwähnen, dass jeder wissenschaftliche Beweis für die Theroie der Spiele als Ursache fehlt.

Man kann auch drauf hinweisen, dass es vor 40 Jahren nicht weniger Amokläufe gab als heute.
Auch kann man sagen, dass die Gesellschaft in Deutschland in den letzten 40 Jahren friedlicher geworden ist, was Kriminalität angeht.
Das erfinde ich nicht, dass ist so.

Ebenso kann man aud soziale Mißstände hinweisen, also das marode Bildungssystem, massive Einsparungen im Bereich der Jugendarbeit usw.
 
Auch das mit den Filmen würde ich nicht erwähnen, am Ende bringt man die noch auf Ideen.

Wäre das vielleicht nicht sogar nützlich? Ich meine, wenn bei einem Medium, das um ein Vielfaches mehr verbreitet ist als Videospiele ebenso hochgradig zensiert würde, dann würden sich noch viel mehr Menschen dagegen einsetzen (und nicht nur die "dummen Jugendlichen", sondern Menschen aller Altersgruppen, Schichten, Branchen,...), nicht?
 
An sich sehr gut, aber das Beispiel mit dem Lehrer dringend ändern.

Denn es ist offensichtlich, dass die körperliche Gewalt angeprangert wird und dein Beispiel schafft insofern eine ungünstige Distanz zum Leser, da es die eigentliche Problematik verfehlt.
 
Danke für die Anregungen, die Rechtschreibfehler sind auf jeden Fall schon verbessert.
Ich bin nicht so ganz auf der Höhe der zeit, ist es nicht auch bei Filmen auch so, dass massiv zensiert wird?

Sachen wie Alkohol und Zigaretten wollte ich lieber rauslassen, da sie eigentlich keinen Amoklauf fördern, dass sie ungesund sind (Alkohol nur in unvernünftigen Mengen) ist ja auch jedem bekannt.

http://en.wikipedia.org/wiki/School_shooting#North_America

hier sind einige "School Shootings" aus der ganzen Welt aufgelistet
Danke, genau so etwas hab' ich gebraucht.

An sich sehr gut, aber das Beispiel mit dem Lehrer dringend ändern.

Denn es ist offensichtlich, dass die körperliche Gewalt angeprangert wird und dein Beispiel schafft insofern eine ungünstige Distanz zum Leser, da es die eigentliche Problematik verfehlt.
Stimmt, im Nachhinein klingt das ziemlich blöd. Das wandert sofort raus. Genauso das mit den Innereien, denn so ein Spiel gibt es ja gar nicht.




Ich denke, den Text werde ich morgen fertigschreiben und das Ergebnis hier posten.
 
Sehr guter Text!

zur aktion selber:
lächerlich, sowas wird in den USa gemacht um illegale waffen von der straße zu bekommen.
werden wir jetzt auch auf gleiche stufe mit illegalen waffendealern gestellt?
weil pädos sind wir ja laut einigen politikern schon.

die leute die tatsächlich "killerspiele" spielen werden da sicher nicht drann teil nehmen weil die wissen wie lächerlich die aktion ist, gibt aber sich gernug eltern die ihren kindern eifnach sagen "werd deinen scheiss mal los"

in meinen augen ist dieser verein einfach lächerlich, ich zitiere mal aus deren bericht:
"[...]zum Teil über enorme Treffsicherheit durch Einübung mit scharfen Waffen oder bestimmten Computerspielen".

achja, verbietet brot!
 
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