Metal Gear Solid - Warum grade Kriegs- und Militärszenarien?

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Mordrag

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5 Nov 2004
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Die Story von MGS ist bekanntlich ein wesentlicher Bestandteil der Serie. Abseits des genialen Gameplays dreht sich alles um Themen wie Genvererbung, Nähe/Abstand zu anderen Menschen oder der Frage warum das Leben lebenswert ist. Näheres dazu findet sich hier: http://www.konamijpn.co.jp/products/mgs3/english/tgs2004_index.html
Warum aber hat man grade das Szenario für diese Erzählungen gewählt, dass es nun ist? Also Krieg und Militär, um es mal so auszudrücken. Ich bin sicher dass die Themen die Hideo Kojima für MGS vorgesehen hat auch in einem völlig anderem Setting erfolgreich erzählt werden könnten.

Welche Theorie haben andere darüber? Ein Thema dass mir vor kurzem in den Kopf gekommen ist und mich wirklich beschäftigt. Ich habe diesen Thread nicht aus purer Langeweile erstellt.

Sind die die Themeninhalte von Genvererbung und Existenzfragen mit aktuellen Umständen wie Krieg und Terrorismus einfach spannender und effektiver darstellbar? Grade in Extremsituationen, die MGS ganz offensichtlich bietet, beschäftigen einen Themen, die man unter alltäglichen Umständen vernachlässigt. Ist das ein Grund für die Auswahl des Szenarios?
Oder wurden die Szenarien wegen dem höheren Realismus gewählt, durch den mehr Leute auf die Spiele aufmerksam werden?
 
Ich glaube man muss hier einfach auch das erste Metal Gear hernehmen.

Es wurde Ende der 80er Jahre erstellt und da war der kalte Krieg noch voll im Gange. Da haben sich Spiele gut verkauft, in denen es amerikanische Helden gab, die eine terroristische Atommacht besiegt haben.

Es wäre auch etwas komisch gewesen, wenn Snake in den Sequels auf einmal ein schwuler Blumenhändler aus Monaco wäre, der über das Leben philosophiert.

Er hat in all den Jahren als Soldat gelernt zu töten und hat blind Befehle befolgt. Doch immer wieder war er nur das Werkzeug.
 
Ich denke es hat viele Gründe für das Militärkonfliktszenario.
Es werden sehr viele Problematiken und menschliche Beziehungen angesprochen.Es geht doch um die Gesellschaft im Allgemeinen und diese Spiegelt sich in der Regierung eines Landes und vor allem deren militärischen Handlungen wieder.Nehmen wir doch mal die Sache mit dem Klonen in Anschein.Einen Zwilling von einem Menschen zu erzeugen,der zu einer späteren Zeit geboren wurde,ist etwas anderes als einen Menschen oder menschliches Erbgut so zu manipulieren das es stark verbessert wurde.Man kann quasi nur das was man hat,länger erhalten.
Und woran könnte die Regierung in solchen Fällen Interesse haben?Entweder in perfekte Soldaten die unglaubliche Dinge verbringen,so wie Big Boss oder in brilliante Strategiker und
Wissenschaftler.Und was lässt sich in einem Spiel wohl besser umsetzen?
Natürlich die Abenteuer eines abgebrühten Supersoldaten.


Das mit dem Wissenschaftler findet sich eher in Otacon wieder.Immerhin waren sein Vater und sein Großvater in Projekte wie das Manhatten Projekt involviert und Otacon selber in der Entwicklung der Schreckenswaffe des 21.Jahrhunderts.Darum sagt er auch seine Familie und er währen Verflucht .

Und obwohl Snake selber eigentlich den meisten Menschen um ihm herum
in Sachen körperlicher Stärke und Intelligenz deutlich überlegen ist,sieht
er seine genetische Herkunft eher als Bürde an.Er ist quasi dazu gezwungen gegen Menschen zu kämpfen und sie zu töten bis irgendwann auch mal eine Kugel für ihn bestimmt ist.Er hat versucht seinem Schicksal zu entkommen indem er in den tiefen Alaskas die Einsamkeit suchte.Aber sein Schicksal hat ihn eingeholt.

Solche Dinge passieren generell mit Kindern die hochbegabte Verwandte haben.Beim Kind von Andre Agassi und Steffi Graf meinte auch gleich jeder,das Kind wird ja fast zwanghaft ein Spitzensportler.Solche Kinder haben es generell schwer.Wenn sie den Ansprüchen nicht genügen,dann machen sie den Eltern Schande und selbst wenn sie wirklich Spitzenklasse sind,dann können sie im Grunde nicht aus den Schatten ihrer Eltern austreten.Es ist nur sehr schwer diese Ketten zu brechen.Snake musste seinen eigenen Vater töten,erstens weil er der einzige war der ihn aufhalten konnte und zweitens um sich auch selbst zu befreien.Das war auch ein Grund warum Liquid wütend auf Snake war.Er selber wollte sich von Big Boss befreien und sich an ihm rächen,doch Snake war schneller.
Hier wird auch die Bedeutung der Erziehung wichtig.So fern man das sagen kann ,wurde Snake deutlich mehr respektiert als Liquid.Liquid dachte er war vornerein der Unterlegene.Er fühlte sich wie der kleine Bruder um dessen großen erfolgreicheren Bruder ein großer Rummel
statt fand und er war nur der kleine ,minderwertige Bruder dem keine Beachtung geschenkt wurde.Am Ende stellt sich aber heraus ,dass er eigentlich der Bevorteilte war,er aber ihm Glauben seiner Minderwertigkeit
belassen wurde.Man will uns also etwas in der Art sagen wie,pfeifft auf Abstammung und so einen Kram wenn es um Menschen geht.Sie sind im Grunde doch etwas anderes als man erwartet.Niemand der von den Geschichten über Snake gehört hat,hätte gedacht das dieser Kerl so symphatisch ist.Nun das alles könnte wirklich in ganz anderen Szenarien als Kriegsszenarien erählt werden.Aber ihr fangt beim Spiel vom falschen Ende an.Es ist kein Beziehungs/Gen/Abstammungs sonstwas Drama mit Action- und Schleichelementen sondern noch immer ein Action-Schleichspiel "mit" Beziehungs/Abtammungs sonstwas Dramen.

Darum ist MGS ja so gut.Es hat von allem Etwas.Action in Form von Kämpfen wie sie genialer nicht seien könnten.Romantik ist drinnen,an Humor fehlt es auch nicht und Erotik ist auch vorhanden und auch ein Schuss Übersinnliches.Ich denke auch
das Militärszenario in der Zukunft lässt viel Raum für Gadgets,Waffen
stylische Kampfanzüge,Riesenroboter,Tarngeneratoren,Infrarotsichtgeräte
Hochfrequenzklingen,Technoninja(soldaten),Das Militär ist der visionäre Führer in Sachen Technik.Moderne Sicherheitsmaßnahmen in Zivilen
Verkehrsmittel stammen oft aus dem militär.Aber auch wie die zunehmende Technisierung und Informationsverbreitung die Menschheit
und die Individuen verändert wird angesprochen.Das Szenario schafft einen Bezug auf die moderne Gesellschaft die sich gerade in einer ähnlichen Phase befindet.MGS3 spielt mit einem anderen Szenario darrauf an,das sich die Welt und ihre Bewohner im Laufe der Zeit vollkommen verändern können und nichts von permanenter dauer ist.
Naja,und der Krieg an sich ist viel mit Leiden verbunden.Die schlimmsten seelische Tiefen eines Menschen erwachen im Krieg und darum eignet der Konflikt sich hervorragend diesen Aspekt der Menschlichkeit abzudecken.
Man verspührt auch eine permanente Bedrohung wenn das Umfeld im Kriegszustand ist.Und generell lies das bisherige Szenario Konami die Möglichkeit viele eigene Ideen und Phantasien einzubringen.Bei MGS3 musste man sich schon mehr an historische Fakten wie Technischer Standart,Weltpolitische Situationen usw. halten
 
Die Antwort ist so kompliziert wie sie einfach ist.

Es muss ein militärischer Konflikt sein weil das die einzige Art ist wie sich die Charaktere noch messen können. In MGS gab es zwischen Solid Snake und der Fox Hound Einheit keine Feindschaft, die Charaktere haben sich nicht gegenseitig gehasst und das Gefühl kam auch nie im Spiel auf. Es ist eher so wie eine Art Wettstreit zwischen Freunden oder Sportlern, alle reizen sich bis an die Grenzen aus um zu sehen wer der Beste ist. Der einzige Grund warum Solid Snake und Fox Hound miteinadner kämpfen ist sportlicher Natur. So wie halt andere Leute gut Fussball spielen oder ähnliches so können diese Charaktere nur eines gut, kämpfen um Leben und Tod.

Es gibt keinen anderen Weg um sich zu messen, sie müssen kämpfen.

Wenn man ein Fox Hound Mitglied getötet hat bei MGS war es immer traurig, das waren keine Personen die man töten will. Solid Snake war einer von ihnen und doch musste er gegen sie kämpfen obwohl sie die selben Ideale und Vorstellungen hatten weil es keinen anderen Weg gab um sich miteinander zu messen.

Ich muss sagen das MGS das einzige Spiel ist wo ich am Ende eine Art Sinn darin erkenne warum es das Spiel gibt, das Spiel hat etwas wichtiges zu sagen was sich gut auf die reale Welt übertragen lässt.
 
Weil Krieg und Tod das ultimative ist. Und es spricht die Art der Kunden an, viele Männer sehen es so. Es ist auch die einzige richtige Art, man kann sich nicht verstecken man muß handeln und dabei seine Seele behalten.

Außerdem war damals die Storyart noch nicht ausgelutscht, heutzutage ist es eher so das man schon 300 mal die Welt vor dem Bösen gerettet hat.. Ich kanns nicht mehr sehen..

schön beschreiben kiffi.

/ajk
 
Der einzige Grund warum Solid Snake und Fox Hound miteinadner kämpfen ist sportlicher Natur. So wie halt andere Leute gut Fussball spielen oder ähnliches so können diese Charaktere nur eines gut, kämpfen um Leben und Tod.

Es gibt keinen anderen Weg um sich zu messen, sie müssen kämpfen.

Wenn man ein Fox Hound Mitglied getötet hat bei MGS war es immer traurig, das waren keine Personen die man töten will. Solid Snake war einer von ihnen und doch musste er gegen sie kämpfen obwohl sie die selben Ideale und Vorstellungen hatten weil es keinen anderen Weg gab um sich miteinander zu messen.

Also sagst du Snake hat alles freiwillig und aus Spaß an der Freud gemacht.Die Foxhoundmitglieder waren Snake vielleicht ähnlich,aber sie hatten andere Ziele.Und seine Feinde waren Snake noch lange nicht symphatisch.Also wenn die Tür zu Metal Gear nicht mit der Schlüsselkarte
von Vulkan Raven verschlossen gewesen wäre und Snake sie ihm hätte gewaltlos abnehmen können ,ohne das Raven ihn angegriffen und mit einer gatlin gun beschossen hätte,dann hätte er das auch getan.

Snake hat in erster Linie gekämpft um zu überleben und um seine Mission zu erfüllen.Was hätte man selbst denn getan,wenn man auf einer Insel mit
hunderten professioneller Soldaten und einem Haufen von gewaltätigen Freaks gewesen wäre,die ihre Finger an die gefährlichste Waffe der Welt gelegt hätten.Wenn ich der beste Soldat der Welt gewesen wäre und mein Leben im Grunde keinen Sinn gehabt hätte.Ausserdem hatte man im Grunde gar keine Wahl,ausserdem war ja die Nichte von einem seiner einzigen Freunde Gefangene.Snake will gar nicht kämpfen.Aber die Herausforderung zu Überleben gefällt ihm.Nur so kann er all die vielen Gedanken und Gefühle die ihn quälen vergessen und nur für den Augenblick leben.Wenn jemand diese ganze Sache nur als Spiel angesehen hat,dann waren es seine Feinde.Für Sniper Wolf war man
in gewisser Hinsicht nur eine bewegliche Zielscheibe die auch zurückschießen kann,Raven wollte mit Snake Ohrenziehen spielen.
Für Ocelot war man "sein bester Kampf seit langem",bei den anderen war es ähnlich.Nur bei Liquid war es etwas anders.Bei ihm war richtiger Hass im Spiel.Und Snake hat seine Feinde auch nicht gemocht.An Sniper Wolf wollte er sich in Meryls Namen rächen.Ocelot ist ein mieser Sadist und spätestens seit er Snake gefoltert und ihm eine Bombe untergejubelt hat,
können die beiden wohl keine Freunde mehr werden.Mantis hat ja auch nur mit ihm und Meryl gespielt.Die Kämpfe die Snake führt sind also doch nicht so ohne emotionalen Hintergrund.Und ich denke auch er hätte lieber mit als gegen Fox gekämpft.Aber Snake wird nicht gefragt sondern muss kämpfen und Töten.Das bedeutet Krieg doch im Allgemeinen,entweder man verteidig sich oder geht unter.

Menschen werden also gezwungen Dinge zu tun für die sie sich später hassen werden.
 
@kiffi

ja so ist es. Das ist das Drama des Lebens. Man wird oft gezwungen. Und wenn man es tut, hat man verloren.

/ajk
 
Frenck schrieb:
Die Antwort ist so kompliziert wie sie einfach ist.

Es muss ein militärischer Konflikt sein weil das die einzige Art ist wie sich die Charaktere noch messen können. In MGS gab es zwischen Solid Snake und der Fox Hound Einheit keine Feindschaft, die Charaktere haben sich nicht gegenseitig gehasst und das Gefühl kam auch nie im Spiel auf. Es ist eher so wie eine Art Wettstreit zwischen Freunden oder Sportlern, alle reizen sich bis an die Grenzen aus um zu sehen wer der Beste ist. Der einzige Grund warum Solid Snake und Fox Hound miteinadner kämpfen ist sportlicher Natur. So wie halt andere Leute gut Fussball spielen oder ähnliches so können diese Charaktere nur eines gut, kämpfen um Leben und Tod.

Es gibt keinen anderen Weg um sich zu messen, sie müssen kämpfen.

Wenn man ein Fox Hound Mitglied getötet hat bei MGS war es immer traurig, das waren keine Personen die man töten will. Solid Snake war einer von ihnen und doch musste er gegen sie kämpfen obwohl sie die selben Ideale und Vorstellungen hatten weil es keinen anderen Weg gab um sich miteinander zu messen.

Ich muss sagen das MGS das einzige Spiel ist wo ich am Ende eine Art Sinn darin erkenne warum es das Spiel gibt, das Spiel hat etwas wichtiges zu sagen was sich gut auf die reale Welt übertragen lässt.

So ging es mir beim spielen auch so !
Es ist einfach toll diese sehr stereotypen Menschen in dieser Situation zu sehen.
Wie sie sich zueinenader verhalten, wa ssie machen !
Im Endeffekt kommt irgendwie aber alles von oben !

Es ist toll wie mit den Figuren gespielt wird , und der Hintergrund ist dafür im Krieg sehr gut ! Zudem durch die Basen kann man das ganze ein einem Rahmen halten ! In man bekommt eien ARt Big Brother , was fast das gleiche ist ! Ja MGS ist eine art Big Brother !!
 
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