Serie Der Schwarm - die Serie

A.Shino

L11: Insane
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Shino1983
Hat einer schon die ersten Folgen angeschaut? Ich komme wohl erst nächste Woche dazu.


Frank Schätzing hat sich ja von dem Werk distanziert, obwohl er aktiv mitgearbeitet hat und eine Anpassung an den aktuellen Zeitgeist wollte. Ich denke mal, er meinte damit, dass es mehr Vielfalt anstatt vieler weißer Männer geben sollte. Weiß jetzt nicht wie ich das neutraler formulieren kann.

Die Bilder sollen aber Recht gelungen sein. Ich bin gespannt. Ist bis heute mein Lieblingshörbuch.
 
Hab ja damals 2004 den Roman gelesen als er erschien.

Es gab auch vor Jahren schon mal Gerüchte um eine Verfilmung. Aus Hollywood aber, mit Uma thurman angeblich in einer Rolle sogar. Das war dann aber auch das letzte was man von hörte. Von dieser ZDF Verfilmung hab ich nie gehört muss ich sagen.

Viele Namen der aufgeführten Rollennamen sagen mir auch absolut gar nichts, die kommen afair gar nicht im Roman vor.
Naja, reinschauen kann man ja mal.
 
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Also die ersten zwei Episoden waren jetzt eigentlich schon mal ganz gut gemacht.

@A.Shino Die Kritik von Schätzing war aber laut Wikipedia Eintrag zur Serie etwas anderes
Frank Schätzing, der Autor der Romanvorlage, war anfangs Teil des Produktionsteams um Frank Doelger, zog sich aber aufgrund von inhaltlichen Differenzen aus der Produktion zurück. Das Projekt, in das Hunderte Menschen involviert waren, abzubrechen, sei ihm in Krisenzeiten „unanständig“ vorgekommen. „Ich bin ausgestiegen, in der Hoffnung, dass mich das Resultat trotz allem begeistern wird. Tut es nicht.“ Bei der Serie sei manches „kinoreif, anderes rühr- und redseliges Beziehungskisten-TV. Es pilchert mehr, als es schwärmt. Gute Schauspielerriege, aber unterfordert. Die globale Dimension der Bedrohung wird nicht spürbar, von Aktualität oder einer intelligenten Alien-Strategie ganz zu schweigen. Man hätte dem Narrativ des Romans mehr vertrauen sollen, der Maximaleskalation des Thrillers.“
Er war also schlichtweg mit der Umsetzung der Narrative im Vergleich mit seinem Roman nicht ganz so begeistert.
 
Hab den Bericht gestern auch schon gelesen. Und ja, es stimmt im schon. Das Buch wurde nicht sonderlich spannend adaptiert, da kann ich Schätzings Kritik daran im Nachhinein schon nachvollziehen.
 
Ich habe in meinem Leben bestimmt schon über 100 Hörbücher und Hörspiele gehört und "Der Schwarm" steht in meinem Ranking immer noch an erster Stelle. Mir war natürlich durchaus bewusst, dass ich nur enttäuscht werden kann, allzu wenige Erwartungen und Hoffnungen wollte ich aber dennoch nicht hegen und nun ja...

Ich wurde trotz allem bitterböse enttäuscht.

Die ersten 3-4 Episoden gingen ja noch, obwohl es schon da ziemlich unspannend und langweilig herging, aber gut, es hätte ja noch besser werden können. Bei manchen Animes ist das ja auch so.
NEIN, irgendwann gab es einen CUT und ab Folge 5 wurde alles nur noch langweiliger und belangloser.
Meine Frau und ich schauten dann nach, wie viele Folgen wir uns noch antun müssen.

Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll. Da war - biss auf ein paar wirklich schöne Bilder - wirklich alles Murks. Zum Heulen.

1. Null Spannung. Es wollte überhaupt keine Spannung aufkommen. Schlimmer, es wurde immer langweiliger.

2. So viele filmisch-handwerkliche Fehler: Es gab Szenen, die kannte man aus anderen Filmen und hier gab es sie auch nur in schlecht.
- Eine SMS kündigt einen Tsunami an, zwei Minuten später ist schon alles vorbei. Keine Menschen, die mit einem mulmigen Gefühl auf das Meer blicken oder Tiere, die weglaufen. Nein, eine SMS.
- Die Logtagebücher hätte man wie bei Avatar machen können, aber nein, man springt in dieser Szene immer wieder hin und her, von einem Blickwinkel zum anderen. Das hatte mich teils verwirrt und ich konnte den Ausführungen nicht folgen.
- So viele komische Szenen, die es nicht gebraucht hätte (Als der Kapitän seinem Crewmitglied von dem Tsunami erzählt)
- Alicia Delaware kann nicht zur Presseonferenz, da sie ihre Mutter besuchen muss. Nächste Szene: Sie ist doch auf der Pressekonferenz.
- Die Crew ist in der Nähe der Polen und sie laufen immer in blitzeblanken Jacken und Klamotten herum. Mützen brauchen sie auf Deck auch nicht. Sowieso sah alles viel zu clean aus.

3. Zu viele Charaktere. Es gab gefühlt Drölfzig Hauptcharaktere und alle wurden nur so bisschen ausgeführt. Sympathie hatte ich eigentlich auch mit keinem.
- Diese ganze Japanische Entourage war total unnötig und aufgebläht. Und dann fahren die noch auf dem Schiff mit und kriegen viel Screentime, obwohl sie total belanglos sind.
- Wie die Crewmitgieder sich alle von ihren Familien verabschieden war total austauschbar.


"Es pilchert mehr, als das es schwärmt"
- Dieses Zitat ist so verdammt zutreffend. Wie bei den Pilcher-Verfilmungen kommt man sofort in ein Uncanny Valley, während die Deutschen Schauspieler auf deutsch reden und die anderen synchronisiert sind.
- Diese ganzen Liebesgeschichten gab es im Buch nur bedingt und waren absolut zweitrangig. Hier sind sie erstrangig.
- Die älteren kennen sich von früher, auch die Mutter der neuen Hauptprotagonistin wird von den anderen gekannt. Das ist so typisch Pilcher.

Wokeness:
- Die neuen Protagonistin kommt am Anfang wie eine Feministin rüber, ist aber nachdem sie kritisiert wird zur Selbstreflexion fähig. Immerhin.
- Die einzigen funktionierenden Beziehungen in dem Film sind die beiden homosexuellen.
- Bei den ganzen Pressekonferenzen stellen immer nur Männer die Fragen nach den Kosten und den Folgen für die Wirtschaft und sind somit die bösen Bremser.
- Das Austauschen der Hautfarbe des schwedischen Professors störte mich nicht, aber er war viel zu jung. Im Buch ist er an die 60. In der Serie 35 und so passt die Konstellation und Beziehung zu den anderen Charakteren eigentlich nicht.


Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so von einem Medium enttäuscht wurde, und das obwohl ich schon meine Erwartungen heruntergeschraubt hatte.
Sry für den Wall of Text, aber ich habe seit über zehn Jahren auf diese Verfilmung gewartet.
 
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