Das Tollhaus und die roten Plastikschäufelchen

KlapTrap

L13: Maniac
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Wir werden in eine Welt geboren die wir nicht kennen.
Wir wachsen auf in einem Zustand totaler Euphorie angesichts des Tollhauses in das wir eingeladen worden sind und voller Depressionen angesichts der Unmöglichkeit, dieses Tollhaus zu kontrollieren.
Und schließlich werden wir das,was wir in stiller Übereinkunft „erwachsen“ nennen.
Schlussendlich besagt dieses Wörtchen nur,daß wir dann einen Zustand erreicht haben,in dem wir uns permanent selbst vorlügen dieses Tollhaus jetzt zu kennen und kontrollieren zu können.
Deswegen sind wohl die meisten Erwachsenen auch weitaus weniger euphorisch als Kinder.
Depressiv sind sie durchaus immer noch,was aber ironischerweise daran liegt,daß sie sich so fest eingeredet haben,das sie das Tollhaus unter Kontrolle bekommen haben.Und das langweilt sie halt irgendwann,und so fangen sie an sich immer neue Möglichkeiten zu erschließen von der Langeweile abzulenken.
Und schließlich gelangen sie in einen skurilen Kreislauf,der sie dazu zwingt immer besser höher und weiter zu leben,um nicht zu merken,daß sie sich eigentlich tierisch langweilen.
Die Ironie,die Tragik,daß sie es waren die sich diese Langeweile erst erfunden haben,sehen sie nicht.

Oftmals schliddern sie ganz dicht an dieser Erkenntnis vorbei.
Zum Beispiel wenn ein geliebter Mensch ein spontanes Ableben hinter sich bringt,es irgendwo in der Wüste Frösche regnet,oder kurzum 2 Flugzeuge in ein riesiges Gebäude krachen.
Dann ist auch für sie einen kurzen Moment lang dieses Tollhaus wieder spürbar.
Nur neigen sie dazu diese Geschehnisse als die Ausnahmen zu sehen,die ihre gelernten Regeln bestätigen.
Sehr schnell sind dann auch die Ursachen und Schuldenböcke für diese Ausnahmen gefunden,die Ihen relativ schnell beweisen,dass auch diese Ausnahmen schlicht die Regel waren,teil des Tollhauses,das sie kennen,nur in etwas andere Maskerade.
Sollte dieses nicht der Fall sein,so haben sie sich genug Vokabeln zurecht gelegt,um dem Ungreifbaren einen Griff,einen Namen zu geben.Mann spricht dann gerne von „krank“ oder „abartig“.
Naivere Naturen neigen auch gerne dazu,das Wörtchen „seltsam“ zu verwenden,um eine unliebsame,weltbildfremde Geschichte zu erschlagen und abzuheften.
Danach geht’s weiter im Tagegeschehen und mit der Langweile,beziehungsweise den Vorkehrungen der Langeweile zu umgehen.

So geht viel Energie verloren,und selbst wenn die Menschlein dauernd damit beschäftigt sind sich Spaß zu besorgen,und zu erleben,so scheint es Ihnen nie ganz zu reichen .Immer sind sie schon damit beschäftigt den nächsten Spaß zu planen und zu erleben.Immer brüllen und scherzen und feiern sie gegen ihre verlorene Unschuld an,die sie in dem Moment verloren haben,als sie beschlossen,erwachsen zu werden.
Viel zu viel Energie bleibt auf der Strecke,und das durchaus gewollt.
Langeweile hat nämlich meistens einen als störend erscheinenden Nebeneffekt,der sich als Stille ausdrückt.
Die Stille um uns herum,die wir mit nichts anderem auszufüllen wissen,als unseren Gedanken.
Und denken an und für sich ist so etwas von „kindisch“,dass wir Erwachsenen nichts damit zu tun haben möchten.
Sicher Erwachsenen denken auch,die ganze Zeit ,aber meistens beläuft es sich auf Sachen wie:“Wie stehen meine Aktien diesen Monat“ oder „Wenn ich den roten Pulli trage,wird Elke mich dann wohl attraktiv finden und mit mir ausgehen ?“

Auch wenn hier und jetzt einige innerlich protestieren werden,aber das produktive denken bleibt den Kindern überlassen.Kinder sehen ein Kuh und denken sich :“Hmm..warum heißt die Kuh Kuh?“ oder „Wieso sieht eine Kuh so aus,wie eine Kuh nunmal aussieht?“oder auch.“Kommen Kühe auch in den Himmel,damit Tante Elfriede dort immer frische Milch trinken kann ?“
Kinder denken die ganze Zeit,selbst wenn sie so unschuldig aussehen,mit ihren kleinen Plastikschäufelchen.Sie sind die radikalsten Philosophen die unter uns weilen.
Erwachsene sehen eine Kuh und denken entweder daran,ob sie noch Milch Zuhause haben,oder,dass sie schon lange kein saftiges Fleisch gegessen haben.So wie es früher einmal war.Nicht dieser Pharmazeutenkram.
Und so ist einer der Hauptgründe warum Erwachsene die Langeweile nicht ertragen können der,dass sie dann wieder anfangen kindisch zu denken.Wobei die Langeweile ja erst,wie hier ausgeführt dadurch entstanden ist,dass sie beschlossen haben,erwachsen zu werden,und sich dass kindisch denken abzugewöhnen.
Paradox oder ?

Eben genauso paradox,wie das Tollhaus in das sie geboren wurden,dass sich eigentlich jeglichen Regeln und Erklärungen entzieht,und dennoch von den Menschen solche übergestülpt bekommen hat.
Aber um einem paradoxen System Regeln überzustreifen,bedarf es Regeln,die nun mal genauso paradox sind,wie das System selber.
Und schon erscheint es den Erwachsenen auf einmal ganz logisch,was nicht logisch sein darf.
Was den Kindern unlogisch erscheint,und oftmals durch Erwachsenenmund nicht logischer gemacht wird.

Sicher wir Erwachsenen haben die Mathematik erfunden,die Wissenschaften die beweisen sollen,das wir sehr wohl denkende Wesen sind,und es schon weit mit unserem Denken gebracht haben.
Nur haftet all diesen Wissenschaften der selbe Makel an,der das so hochgelobte „rationale Denken“ behaftet:
Er geht von der unmittelbaren Logik und Natürlichkeit der Existenz unseres Tollhauses aus,von seiner Kontrollierbarkeit.
Und so kommt es,dass wir nach Äonen der Forschung zwar wissen,dass wir uns auf einem Runden Planten befinden,und nicht Zentrum der Galaxis sind,aber immernoch keine Formel gefunden haben,die uns besagt,ob nun das Huhn oder das Ei auf dem Siegertreppchen ganz oben steht.
Dieses Hühnerproblematik wirft nämlich die Problematik auf,die ich schon geschildert habe mit dem paradoxen Sytem.Dann müssten wir nämlich uns selbst eingestehen,dass wir versuchen etwas zu erforschen,was mit unseren Maßstäben nicht zu erforschen ist.Logik ist nun mal nicht zwingend die beste Analysemethode wenn man in ein Tollhaus geboren wird.
So kletten sich diejenigen Erwachsenen die bewusst versuchen,den ganzen Langeweilern einen Stinkefinger zu zeigen,indem sie bewusst versuchen zu denken,an einen Ast deren Ende sie nie erreichen werden.
Und eigentlich,sollten es wirklich so kluge Denker sein,müssten sie das wissen.
Und sie wissen es auch.
Denn so wie sich die Normalsterblichen mit ihrem Lebenswandel vor der Langeweile schützen,und sich ihre Depressionen anhaufen,so tun es die Ihren mit dem Anhäufen von kurzzeitigen Hochgefühlen,ducrh die Erschließung neuer sogennater „Fakten“.
Was wird das ein Fest,ein Rausch,wenn der erste Mensch es schafft hinter den Urknall zu schauen !
Das Getöse sollte lange genug andauern um die Stille des Erwachsenseins für eine lange Zeit zu übertonen.
Nun gerade so lange bis der erste auf die Idee kommt zu fragen :“Was war eigentlich vor dem Urknall ?“
Und so hetzt die Karawane weiter,gleich dem Diskojunkee,immer auf der Suche nach dem nächsten Event,der nächsten Explosion,die Stille zu vertreiben.

Es gibt soviel Gruppen mehr von uns.
Sie alle unterscheiden sich vielleicht in ihrem Habitus,den Gewohnheiten und Schwerpunkten,der Ablauf indess bleibt der Gleiche.
Immer gibt es das nächste zu planen,zu ergründen,zu konsumieren,zu besitzen,zu verwalten,zu buchen,zu sammeln,zu bändigen.
Bezeichnenderweise sind wir die Generationen mit den meisten Besitztümern und Wissenskentnissen,die es bis jetzt in diesem Tollhaus gegeben hat,und gleichzeitig wohl auch die Unglücklichsten.
Die Anzahl der jährlich erscheinenden Publikationen über „glückliches Leben“ und ihre Absatzzahlen spricht Bände.
Vielleicht sollten wir uns noch mal eines Tages alle treffen,im Sandkasten.mit einem roten Plastikschäufelchen in der Hand.
Das heißt,wenn es der Terminplan gerade zulässt.

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Text und Philosophie (die vielleicht eines schönen Tages fortgesetzt wird) ist hiermit zum Abschuss freigegeben.
 
Ich stimme dir irgendwie zu, aber ich würde es anders formulieren:
Um wieder glücklich zu werden, müssen wir unseren Ehrgeiz aufgeben.
Ehrgeiz lässt Leute immer verbissener werden, an ihren Vorstellungen festhaltend, Unfähig die Richtung oder zumindest die Spur auf dem großen Straßennetz des Lebens zu wechseln. So kommt es das wir auf eine große Sackgasse zurasen, und um diese Einsicht zu verhindern müssen wir unsere Eigenschaften und Vorstellungen langsam ins Extreme ausweiten. Deshalb verkommen wir mit zunehmendem alter zu einer Karikatur unserer selbst.

Kinder haben diesen Ehrgeiz nicht. Wenn ihnen eine Sandburg zusammenfällt, bauen sie einfach eine anders aussehende.
Sie haben die richtigen Werte: Sie bauen nicht für das Ergebnis, sie bauen für den Spaß daran, wenn das Ergebnis gut ist freuen sich sich halt noch mehr.

Leider werden in unserer leistungorientierten Gesellschaft falsche Werte vermittelt. Kaum sind die Kinder in der Schule, fangen sie an sich zu verändern. Man zwingt sie, erwachsen zu werden. Man bringt ihnen bei, nur an ihren Erfolg zu denken. Damit werden sie niemandem, nichtmal sich selbst einen gefallen tun.

Ich frage mich: Kann man das ändern? Müssten wir nicht in einem Zustand kommunistischer Anarchie leben, um das streben nach Macht zu verhindern? Können wir bei unserer Lage überhaupt als Kinder leben.
Kinder streben sich gegen alles, was man ihnen aufzwingt, in der Schule wirds einem aber unter Androhung von Strafe aufgezwungen. Ebenso später, nur dass die Strafe härter ist. Wer morgens um 4 aufstehn muss um zur Arbeit zu gehn, kann kein Kind mehr sein. Trotzdem kann man versuchen, so weit wie möglich unerwachsen zu leben.
Dabei darf man sich von möglichst wenigen etwas aufzwingen lassen, was nicht mit Egoismus zu verwechseln ist, weil man anderen auch nichts aufzwingt. Wenn alle sich so verhalten würden, wäre eine Anarchie möglich. Aber um das zu erreichen, bräuchte man eine Anarchie, denn das System wird den Kindern wie gesagt schon in der Schule vermittelt.
Ich hoffe mal, das man irgendwann eine Lösung finden wird, denn wenn das nicht passiert, werden wiran unserer eigenen Habsucht zugrunde gehen.

Aber ich bin ja zuversichtlich, die Monarchie oder die Leibeigenschaft hatten ja auch irgendwann mal ausgedient. Das werde ich wahrscheinlich nicht erleben, aber ich freue mich für die Menschen die in der Zukunft leben :)
 
Mit erschrecken habe ich in den letzten Monaten entdecken müssen wie sehr ich bereits in dieser Maschinerie gefangen bin/war. Auf welche Art ich mich zwang ständig weiter zu denken, immer irgendwelche Erfolgserlebnisse zu "notieren" und danach weiter zu gehen. Das ging so weit, daß mir Spiele keinen Spaß mehr machten, weil ich zu sehr darauf aus war diese Durchgespielt zu haben, und nicht einfach zu spielen. Und das mir! Meine Freude verschwand, und ich bin immer noch dabei herauszufinden wie ich dieses zurückbekomme. Aber ich schaffe das. Auch wenn es unendich schwer ist sich selbst zu überwinden. Die alten Denkgewohnheiten zu überdenken, diese in Frage zu stellen.

Ein Faktor ist sich selbst als Ankerpunkt im Leben zu haben. Denn ich bin immer da, außer ich bin Tot, aber selbst dessen bin ich mir nicht sicher. ;)

Ein weiterer Versuch ist die Natur, die Natur ist. Weil sie ist. Ein Baum wächst einfach. Sonst nix. Das Heidentum ist ganz nett. Es ist viel "natürlicher", ohne beten, ohne rettung ohne nix. nur sein. :)
Andererseits bin ich aber skeptisch wenn dann andere Menschen mit Religion daherkommen. Mit einem Gott der einen Rettet.. Ist das nicht auch ein versuch sich selbst zu belügen? Wegzulaufen aus der Konsequenz das man selbst dafür verantwortlich ist für sein Leben? Das man für sich selber stehen muß? Das man selbst bestimmt wie man sein will?

Ich denke mal das ich das so sehr möchte, das ich mich zu sehr unter Druck setze. Es ist das was mich in den letzten Monaten sehr stark beschäftigt. Ich bin weniger im Chat, weniger im Forum, spiele nicht mehr und so weiter. Leider, ich vermisse das. Aber es geht nicht.
Und leider fehlen mir auch die Gesprächspartner. :(

Ich habe es mitbekommen als ich Arbeitslos war. Ich konnte nicht "ins nächste Level aufsteigen". Egal was ich tat. Es war nutzlos, es war erniedrigend, es war verdammt scheiße. Ich war abhängig vom Geld meiner Frau, und wir entfremdeten uns immer mehr weil jeder seinen Streß hatte. Erschreckend ist wenn man plötzlich merkt das man sich nicht mehr küsst... Und das man es lange Zeit nicht gemerkt hat. Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Keine Arbeit, keine Erfolgserlebnisse die einem Anspornen weiter zu gehen, keine richtige Liebesbeziehung weil man sich selbst erneidrigt wegen der fehlenden Leistung die man ja bringen will (dachte das man muß!).. Und wie eine innere Wüste entstand..

Ich habe viel daraus gelernt, sehr viel. Das wichtigste (Gesellschaftlich gesehen) was ich daraus gelernt habe ist, das die Menschheit durch viel Schmerz hindurch muß, damit ihre Illusion zerbricht. Das sie sich eingestehen muß total versagt zu haben, das sie einem Wahn hinterherhechelte, das sie für nichts alles opferte. Das wird durch Kriege geschehen, Rezessionen, Zerstörung. Vielleicht schafft sie es, vielleicht nicht.
Der erste Schritt dazu ist, nicht sich selbst zu quälen, nicht sich selbst zu bestrafen dafür. (Wir haben die Umwelt zerstört, wir haben die Kriege entfesselt, wir haben KZs aufgebaut.. -> Denn die Täter sind gleichfalls Opfer. Sie sind sogar schlimmer dran als die Opfer, weil sie in ihrem inneren wissen das sie Schuld sind. Weil sie es durchgeführt haben. Ein Opfer ist ein Opfer. Ihm wurde unrecht getan. Das bedeutet aber nicht das die Täter ja so die armen armen Opfer sind usw.. also keine Entschuldigung. Als Täter pervertiert man sich nur selbst, das wollte ich damit sagen.) Aufhören anhand seiner Maßstäbe die in einem sind sich zu messen und sich zu schlagen (scheiße ich bin nicht gut genug, ich muß das schaffen, blablabla) wenn man diesen Maßstäben nicht entspricht. Erst die Maßstäbe prüfen. Bei Kindern, bei der Natur, bei Tieren. Ich will da endlich durch, ich will einfach nur die Gemeinschaft mit den Menschen die ich liebe und schätze genießen. Ich will meine Arbeit machen und damit etwas tun was nützt. (Mir, den Kunden, der Firma) Ich will etwas tun was hilft, was anderen etwas erleichtert. Die Natur schützen, einfach aus mir selbst heraus.

Wenn ich daran denke das es in Deutschland Millionen von Menschen gibt die seit 10 Jahren arbeitslos sind.. Was die wohl durchmachen? Das ist gruselig. Ich wünsche niemandem solche Schmerzen wenn man dermaßen auf die Schnauze fällt. Es ist ekelhaft dies so brutal erkennen zu müssen, wie alles zerfällt woran man sich gehalten hat, wie man plötzlich allein ist. Und man weiß, das man sich nur noch vergewaltigt wenn man sich in die alten Illusionen stürzt. Es gibt kein zurück. Man muß da durch. Oder -> Depression, Wahnsinn, Sucht, Drogen ...

Soviel zum Thema warum so viele Menschen Drogen nehmen. Oder Saufen.. Sie wollen sich nicht dem stellen was sie wissen. Diese tun mir leid. Ich würd sie gern alle trösten. Aber das geht nicht. Die Menschheit muß das lernen. Könnt ihr euch das vorstellen? So viele Menschen die die ganze Zeit eine innere Leere mit sich herumschleppen? Wie sie einsam sind, total verlassen? Sogar von sich selbst? Wahnsinn -> Chaos ^_^

Mann tut das gut das mal hinzuschreiben.

Ich möcht euch alle nur warnen, fangt gar nicht erst an so zu denken. Es ist scheißegal was da verlockt. Lasst euch nicht davon vereinnahmen. Ihr gewinnt dadurch nichts, nur sehr schlechte Erfahrungen. Und an alle Jungs/Männer.. Ein Mann definiert sich nicht durch Sex, durch "mit ganz vielen Frauen schlafen" "ganz viel Sex haben". Das ist auch so ein Wahn.. Der ist ganz übel. (Denkt an Zocker/Riddick) Jedenfalls war ich da zu sehr drinnen. Die Fähigkeit zu Lieben und sich lieben zu lassen, das ist das was es braucht.
Liebevoll jemanden zu streicheln den man sehr gern hat ist weitaus mehr wert als diese "08/15" ficks. 10 mal ficken ist weniger wert als einem Menschen etwas ins ohr zu flüstern was ihm kraft gibt, was ihm hilft, was ihm ein schönes gefühl gibt.
Und dann wird auch das "vögeln" so HAMMER wie die Prolls/Angeber/Fernsehsendungen immer zu vermitteln versuchen.. Man ersäuft im Strudel.. ;)

Nun jeder Tag ist wie ein Klimmzug für mich. Man wird sträker und stärker. Irgendwann schafft man die Klimmzüge. Irgendwann kann man auf mit dem Chaotischen Strudel leben, irgendwann auf den Wellen reiten. Nicht gegen den Strudel, sondern mit dem Strudel. Man kann sich nicht dagegen stellen. Was die Christen aus dem Mißverständniss heraus Gottes Wille nennen, und andere "Schicksal" "Leben" .... Reiten auf den Wellen..
(Christentum ist bei mir der geistige Versuch etwas bekanntes zu schaffen. Einen Gott, eine Figur, ein Wesen das die Regeln symbolisiert. Doch das geht nicht. Es gibt milliarden von Regeln, und diese gelten nicht. Sie gelten manchmal, sie gelten nur dann wenn man meint das die Regeln gelten und und und.. )


EDIT: Ihr denkt auch in Leistungskategorien "Gesellschaftsform". Es gibt keine. Es gibt nur das Chaos und versuche eine Ordnung hereinzubringen. Erst wenn alle Menschen reif sind, ergibt sich von alleine eine Art Anarchie der selbstbewussten Menschen. Das wird noch hunderte von Jahren dauern.

gruß,

/ajk
 
@ajk und dorsch..


Ich möchte euch beiden gerne in angemessener Länge auf eure Post antworten,jedoch fehlt mir immo die Zeit dazu.(Was geradezu ironisch ist,angesicht der Topic).
Seit euch sicher,daß dieser Thread noch nicht gestorben ist,auch wenn ihr etwas länger auf meinen Senf warten müsst.


Greetz
KlapTrap
 
Ich mag kein Senf, höchstens Süßen Senf zu Leberkäse, aber Leberkäse ess ich nicht mehr so. Mayo schmeckt gut. Aber man sollte biomayo kaufen. Hat weniger Giftstoffe drinnen. Aber selbstgemacht ist natürlich am besten, wobei ich es nicht gut selbermachen kann.

/ajk
 
/ajk schrieb:
Ich mag kein Senf, höchstens Süßen Senf zu Leberkäse, aber Leberkäse ess ich nicht mehr so. Mayo schmeckt gut. Aber man sollte biomayo kaufen. Hat weniger Giftstoffe drinnen. Aber selbstgemacht ist natürlich am besten, wobei ich es nicht gut selbermachen kann.
/ajk

Jepp:
SENF SUXX !!
(so könnte glatt ne AOK-Scheibe heißen..huarhuar).

Da meine Freundin dem allgemeinen BigBrother-Wahn verfallen ist,hab ich tatsächlich die Gelegenheit schonmal ein bissl auf die Posts zu antworten.



ajk schrieb:
Ein Faktor ist sich selbst als Ankerpunkt im Leben zu haben. Denn ich bin immer da, außer ich bin Tot, aber selbst dessen bin ich mir nicht sicher.

Ein weiterer Versuch ist die Natur, die Natur ist. Weil sie ist. Ein Baum wächst einfach. Sonst nix. Das Heidentum ist ganz nett. Es ist viel "natürlicher", ohne beten, ohne rettung ohne nix. nur sein.
Andererseits bin ich aber skeptisch wenn dann andere Menschen mit Religion daherkommen. Mit einem Gott der einen Rettet.. Ist das nicht auch ein versuch sich selbst zu belügen? Wegzulaufen aus der Konsequenz das man selbst dafür verantwortlich ist für sein Leben? Das man für sich selber stehen muß? Das man selbst bestimmt wie man sein will?

Das ist schon fast ein Bilderbuchpost,in dem du wohl eher unbewusst,genau eine der Einstellungen schilderst,die meiner Meinung nach so typisch "Erwachsen" ist.
Und das meine ich garnichtmal um dich damit anzugreifen,es versinnbildlich nur geradezu sehr,eine meiner Hauptintentionen des zugrundeliegenden Textes.
Die Natur ist weil sie ist.Ein Baum wächst einfach.Sonst nichts.
Ich bin König meiner eigenen Welt und niemand anders als ich hat sie im Griff.

Meine These zielt ja dezidiert darauf aus,daß diese Sicherheiten geschaffen wurden,um nicht dauernd daran erinnert zu werden,daß wir eigentlich in einem "unmöglichen",nach unseren Logikverständnissen,paradoxem System leben,eben einem Tollhaus.
Das Universum ist also unendlich,das ist ein Unding für unseren Verstand,alles hat ein Anfang,ein Ende,so gehört sich das.
Wenn das Universum wirklich unendlich sein soll,dann ist das halt so,schnell weg damit,bevor uns dieses Wissen noch länger belastet,es könnte uns in den "kindischen" Wahnsinn treiben.
Wo kommt das Leben her ? Achsoja,Urknall ! Alles geklärt!
Und davor ? Ja davor...wer will denn das wissen ?
Also ich nicht,hat ja keine Relevanz für unser Dasein,oder ?
Das Huhn oder das Ei ? Wayne ?
Gibts doch eh keine Antwort drauf,und wenn werden es uns die Wissenschaftler schon eines Tages sagen.

Wir leben in diesem Tollhaus,und gewöhnen uns mit den Jahren an seine unglaubliche Existenz so sehr,daß wir das Fragen verlernen.Das so wichtige Selbstabfragen,daß man auch philosophieren nenne könnte.
An etwas außerhalb unseres Referenzrahmens glauben wir schonmal gar nicht (und ich nennen hier bewusst nicht den Namen "gott"),denn das wäre ja "kindisch",und wie wir schon festgestellt haben,wollen wir alles sein,nur eben nicht "kindisch".
Schließlich sind wir ja die Erwachsenen,die unsere Welt fest im Griff habe.
Wir kennen unser Tollhaus,und niemand erzählt uns,etwas anderes darüber.


ajk schrieb:
Ich habe es mitbekommen als ich Arbeitslos war. Ich konnte nicht "ins nächste Level aufsteigen". Egal was ich tat. Es war nutzlos, es war erniedrigend, es war verdammt scheiße. Ich war abhängig vom Geld meiner Frau, und wir entfremdeten uns immer mehr weil jeder seinen Streß hatte. Erschreckend ist wenn man plötzlich merkt das man sich nicht mehr küsst... Und das man es lange Zeit nicht gemerkt hat. Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Keine Arbeit, keine Erfolgserlebnisse die einem Anspornen weiter zu gehen, keine richtige Liebesbeziehung weil man sich selbst erneidrigt wegen der fehlenden Leistung die man ja bringen will (dachte das man muß!).. Und wie eine innere Wüste entstand..

Wichtiger Punkt,es wird zu oft übersehen,daß "leben" an sich schon einen Wert dastellt,wenn nicht sogar den höchsten,den wir je erleben können,und schon seit unserer Geburt besitzen.
Das würde zu der Diskussion führen was "Leben" wirklich bedeutet,und was für Erwartungen und Verantwortungen uns im Laufe desselben eingetrichert werden.

ajk schrieb:
Soviel zum Thema warum so viele Menschen Drogen nehmen. Oder Saufen.. Sie wollen sich nicht dem stellen was sie wissen. Diese tun mir leid. Ich würd sie gern alle trösten.

Erstmal:Dein Mitgefühl ehrt dich.
Ist der Konsum nicht jeglicher Art von Substanzen,Medien etc. nicht einfach einer der etwas anders gearteten Versuche,dem Wissen zu entkommen,daß wir eigentlich nichts wissen (frech geklaut bei Descartes).
So ähnlich wie ich es in meinem Eingangspost geschildert habe mit der Stille die belastend sein kann für einige von uns.
Meist sind die sensibelsten Vertrete der Spezies Mensch unter den Süchtigen zu finden,weil sie es scheinbar nicht so einfach schaffen die ganzen existenzialistischen Fragen hinter ihrem "erwachsensein" zu verstecken,wie die meisten von uns.
Einer meiner besten Freunde ist in der Suchtklinik gelandet.
Es brachte ihn halb an den RAnd des Wahnsinns zu wissen,das es die Menschen waren,die Atombombe erschufen,und gleichzeitig die sind,die permanent ihre eigen Unwissenheit verleugnen und hinter Masqueraden verstecken.

Nun jeder Tag ist wie ein Klimmzug für mich. Man wird sträker und stärker. Irgendwann schafft man die Klimmzüge. Irgendwann kann man auf mit dem Chaotischen Strudel leben, irgendwann auf den Wellen reiten. Nicht gegen den Strudel, sondern mit dem Strudel.

Hier irrst du jdeenfalls nach der Definition meiner Theorie.
Wie mit dem Strudel leben,den man niemals wird berechnen können ?
Mann kann es sich einreden,ja...solange bis einen wieder eine besonders heimtückische Welle erwischt,und 10 Meter zurückwirft.
Das Sisyphos-Problem.
Was dann ? Aufgeben und treiben lassen ? Mh..vielleicht tatsächlich eine Mischung aus beidem,auch ich besitze keine allgemeingültigen Antworten.
Auf einer Welle die ich niemals werde berechnen können,in einem Tollhaus,dessen wahre Natur ich nie werde erkennen können,wäre es wohl das beste,sich einfach dem Lauf der Dinge hinzugeben.
Und schlicht zu erkennen,in guten wie im bösen,das es ein verdammtes Wunder ist,und nichts als das,daß wir überhaupt daran teilhaben dürfen.
Ansonsten...King for a day....Fool for a Lifetime.

Soweit für Heute,obwohl ich noch genug Material in meinem Kopf habe,um hier mehrere Threadseiten alleine zu füllen.Indess mal wieder treiben mich die Zeiger weiter und verbieten mir länger kreativ zu sein.

Bis dahin ein schönes Leben im Tollhaus.
KlapTrap
 
Ist der Konsum nicht jeglicher Art von Substanzen,Medien etc. nicht einfach einer der etwas anders gearteten Versuche,dem Wissen zu entkommen,daß wir eigentlich nichts wissen (frech geklaut bei Descartes).

Ich habe nicht vor, mich groß zu deinen Gedanken zu äußern, aber nur eine Anmerkung.. ich glaube, du hast da einen Fehler gemacht - den Satz, "Ich weiß, dass ich nichts weiß", stammt meines Wissens (!) von Sokrates; Descartes war der mit dem "cogito ergo sum", aus dem man eine ganze Menge ableiten kann. Insofern müsstest du die Theorie mit dem Tollhaus vielleihct etwas überdenken - es gibt Gewissheiten, so etwas wie unumstößliche Tatsachen: eine hat Descartes formuliert, und anhand dieser kann man - wie gesagt - viele andere deduzieren.
Natürlich hast du aber insofern recht, dass es sich viele Menschen zu leicht machen, einfach vorhandene "Wahrheiten" unreflektiert zu übernehmen..
 
Ich denke(!),das die Wahrheit(!) in diesem Punkt irgendwo in der Mitte liegt.
Soweit ich weiß,war "Ich weiß,daß ich nichts weiß",der Ausgangssatz der Descartes umhertrieb,und zu der Frage trieb:"Was kann ich wissen?".Und das solange bis er eines Nachts in seinem Landhaus (?...glaube,das gelesen zu haben) zu dem revolutionären Satz:"Ich denke,also bin ich" veranlasste.

NUR:Im Endeffekt,gehört dieser Satz,treiben wir es einmal auf die Spitze,nicht auch revidiert ?
Müsste es nicht etwa heißen."Ich denke,also denke ich,daß ich bin" ?

Meines Erachtens betrieb Descartes dann den Logikfehler,aufgrund dieser These,nicht nur sich,sondern sein ganzes Umfeld als gegeben zu sehen.

Der Punkt bleibt,wir können durch unsere Gedanken,eine Menge über unser inneres Universum erfahren,aber sogut wie nichts über das äußere Universum.Meine These.
 
Nicht nur deine ;)
Und zu dem Satz von Descartes.. natürlich denkt man, wenn man denkt, dass man denkt, daran, dass man denkt, aber das so aufzudröseln ist nicht nötig :) Man muss auch nicht denken, dass man denkt, noch denken, dass man ist - das Denken (an sich!) impliziert schon das Sein, was man dann denkt, ist völlig schnurz.. zumindest sehe ich darin keinen Logikfehler, aber mag sein, dass ich mich irre ^^

Deswegen sollte man, wie gesagt, vielleicht nicht unbedingt behaupten, dass die ganze Welt ein reines Tollhaus ist.. und wenn du zwischen "äußerem" und "innerem" Universum entscheidest - sind die beiden denn völlig getrennt? Oder wird das äußere nicht durch das innere (natürlihc auch umgekehrt) geprägt, so dass man, wenn man Schlüsse über das innere anstellen kann, das auch für das äußere möglihc sein müsste?:)

EDIT: Zum Teufel, bringe ich grad alle Denker durcheinander oder wie.. ich bilde mir ein, das "was kann ich wissen" wird Kant zugeschrieben.. der daraufhin seinen Unmündigkeits-Gedanken entwickelte.. :-?
Naja, anscheinend wiederholen sich die Gedanken alle.. manche sagen sogar, seit Platon wurde nichts neues mehr gedacht ^^
 
@KlapTrap
Du hast mich mit dem Baum mißhört. Es geht nicht darum das der Baum sein Leben einfach für sich im Griff hat, sondern das der Baum existiert und lebt. Sonst nix. Und darum geht es mir auch. Nicht das "ich will das Leben in den Griff bekommen" ist das ausschlaggebende, sondern "ich lebe" muß (muß?) erkannt werden. Und zwar nicht nur mit dem denkendem Bewusstsein, sondern man hat es zu erfühlen. Es ist schwer zu erklären. Auf jeden fall ist es interessant sich mit altertümlichen einweihungsmythen auseinander zu setzen. Da lernt man ne menge.

Das ist auch das was die Leute in die Klapse bringt. Sie treiben sich in den Wahnsinn weil sie Denken. Man muß es gar nicht. Wer eingesteht das die Menschen aus dem Gefühl heraus so handeln wie sie handeln, und nicht weil sie bescheuert sind oder wahnsinnig (das sind sie, aber "anders") erkennt das Chaos in den Menschen und dann muß man noch mit dieser Erkenntniss umgehen lernen, und dann landet man auch nicht in der Klapse. ;)

Uns fehlt hier "das Schamanische". Die Gefühlswelt die bewandert wird. Ja es ist sogar so das diese Welt gar nicht gesehen wird.. Selbst wenn man es beschreibt..

Man kann in dem Chaos leben in dem man sich treiben läst aber genug überlebenswillen hat sich nicht in diesem Chaos aufzulösen. Das ist das Prinzip des Lebens. Entweder man ist stark genug um seine Existenz aufrecht zu erhalten (oder aufzubauen) oder man zerfällt und wird zum Treibgut. Das hat nicht damit zu tun das man versucht das Chaos um einem herum zu ergreifen und festzusetzen, sondern man lernt in sich das Chaos zu akzeptieren und einfach zu leben. Geh einfach schwimmen, in einem Fluß mit einer einigermaßen starken Strömung müsste das gehen. Da kann man mit "wachem offenen Herzen" schwimmen gehen. Man verbindet das was man tut und was geschieht mit dem was man im Leben erfährt. Das Leben zieht einem mit. Wir sind nur Tropfen in der Strömung. Und man bemerkt wie wehrlos man eigendlich ist, wie zerstörbar. dann muß man lernen nicht in panik zu geraten. Tauchen, in die dunklen tiefen, sich vorstellen das man in seine eigenen unbekannten tiefen taucht denn wenn man diest tut und ängste kommen auf, IST man in seinen eigenen Tiefen. (Das ist auch das was hinter den alten Mythen steht..)

Ich glaub das kapiert keiner.. :(

In übrigen bin ich mir sehr sicher das wir unsere eigenen Götter sind. Nur wissen wir es oftmals nicht. Die Leute die Proaganda betreiben wissen das um so mehr..

Ich denke nur das was ich denken will, und zwar aus dem unsichtbaren dunklen inneren heraus. Man denkt nur das was man denken kann und erschafft sich währenddessen selber so wie man das Lied erschafft indem man es singt. Und wie stark die Gefühle alles beeinflussen habe ich auf eine sehr radikale Weise kennengelernt.... *schwitz*

/ajk
 
Kotanji schrieb:
Nicht nur deine ;)
Und zu dem Satz von Descartes.. natürlich denkt man, wenn man denkt, dass man denkt, daran, dass man denkt, aber das so aufzudröseln ist nicht nötig :) Man muss auch nicht denken, dass man denkt, noch denken, dass man ist - das Denken (an sich!) impliziert schon das Sein, was man dann denkt, ist völlig schnurz.. zumindest sehe ich darin keinen Logikfehler, aber mag sein, dass ich mich irre ^^
Das denken impliziert aber nur das eigene Sein,nichts darüber hinaus wirklich.Somit wäre zwar unsere Existenz bewiesen,nicht aber die unserer Umwelt.Und das ist der Punkt,wo ich denke,daß Descartes ein paar Sprünge zuviel gemacht hat.

Deswegen sollte man, wie gesagt, vielleicht nicht unbedingt behaupten, dass die ganze Welt ein reines Tollhaus ist.. und wenn du zwischen "äußerem" und "innerem" Universum entscheidest - sind die beiden denn völlig getrennt? Oder wird das äußere nicht durch das innere (natürlihc auch umgekehrt) geprägt, so dass man, wenn man Schlüsse über das innere anstellen kann, das auch für das äußere möglihc sein müsste?:)
Halber Einspruch!Das innere Universum ist nämlich noch ein viel,viel komplexeres Thema,zumal wir mit Hilfe des inneren,erst das äußere erschaffen.Und wir uns hier wieder im Kreis drehen mit der These "was wir wirklich über das äußere Universum wissen können",wenn es alles durch das Innere bedingt ist.Zumal wir dann hier nicht von ein paar Universen sprechen,sondern von ein paar Milliarden.Eben für jedes Menschenleben ein komplett neues.

EDIT: Zum Teufel, bringe ich grad alle Denker durcheinander oder wie.. ich bilde mir ein, das "was kann ich wissen" wird Kant zugeschrieben.. der daraufhin seinen Unmündigkeits-Gedanken entwickelte.. :-?
Naja, anscheinend wiederholen sich die Gedanken alle.. manche sagen sogar, seit Platon wurde nichts neues mehr gedacht ^^

Um die Verwirrung zu vollenden:Ging auf Kant nicht eher die Frage zurück:"Welches Wissen ist wirklich mein,und welches durch mein Umfeld indoktriniert"....wodurch dann der Unmündigkeitsgedanke ins Rollen kam,und die These,das wir nie wirklich frei sind in unseren Entscheidungen ? :rolleyes:

Nochmal zum "inneren"...mir ist bewusst,welch komplexes Feld schon mein Eingangspost geöffnet hat,und eigentlich war es mein Plan,auch die Verwirungen des "inneren" in einem längeren Post zu veröffentlichen (der auch noch folgen wird)..
Von daher bin ich mir bewusst,daß ich mit diesem Post noch vieles in der Schwebe gelassen habe....es ist schlicht unmöglich in der Kürze der Zeit.

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@ajk:

Das ist auch das was die Leute in die Klapse bringt. Sie treiben sich in den Wahnsinn weil sie Denken. Man muß es gar nicht. Wer eingesteht das die Menschen aus dem Gefühl heraus so handeln wie sie handeln, und nicht weil sie bescheuert sind oder wahnsinnig (das sind sie, aber "anders") erkennt das Chaos in den Menschen und dann muß man noch mit dieser Erkenntniss umgehen lernen, und dann landet man auch nicht in der Klapse.
Hier tut sich ein interessanter Zwischenweg auf.
Meine Ausgangsthese war ja eher die,daß ZUWENIG gedacht wird,und wenn dann zu oberflächlich,und wir darin viel von den Kindern lernen können.So polemisch dieser Text von mir war,so ernst meinte ich ihn jedoch.
Jetzt kommst du also daher,und meinst:Mann muß gar nicht denken!
Exestieren und sich selbst genügen sei der höchste Wert!
Jedenfalls impliziert das die erste Hälft des Zitates.
In der zweiten dann lese ich herraus :"Akzeptiert euer Chaos,wir sind so wie wir nunmal sind".Wir handeln aus den Trieben und Gefühlen heraus,und die sind außerhalb unseres Eingriffsbereichs.
Sollte ich dich so ungefähr korrekt wiedergegeben haben,würde diese These dann nicht gleichzeitig bedeuten:"Lasst die Mörder in Ruhe,sie können nicht anders."?
Hat sich dein Vorgangspost nichtmal daruaf bezogen,daß die Menschen noch einen weiten Weg vor sich hätten,ein tiefes Tal der Tränen,ducrh daß sie noch eine Menge lernen müssten ?
Wie lernen ohne zu denken,wie Veränderung ohne Denkvorgang ?

Das hat nicht damit zu tun das man versucht das Chaos um einem herum zu ergreifen und festzusetzen, sondern man lernt in sich das Chaos zu akzeptieren
Einverstanden !

In übrigen bin ich mir sehr sicher das wir unsere eigenen Götter sind. Nur wissen wir es oftmals nicht.
Hmm...wenn ich mein eigener Gott bin,würde mich interessieren,wie es mir gelungen ist,mich selber zu schöpfen,und in welcher Umnachtung mir das passiert ist. ;)
Weiterhin,als mein eigener Gott hätte ich mein Tollhaus unter Kontrolle.Hab ich aber nicht.Nur wie du selber schon festgestellt hast,ein kontrolliertes Treiben im Chaos.Mehr ist nicht drin.

Ich denke nur das was ich denken will, und zwar aus dem unsichtbaren dunklen inneren heraus.
Meinst du das Unterbewusstsein ?
Selbst dieses wäre ja geprägt.
Ob wir frei in unseren Entscheidungen und Gedanken sind,wäre das nächste philosophische Themenfeld.
Ich persönlich sage hierzu ersteinmal Einspruch.
Wir sind die Summe der Teile die uns in der Vergangenheit sowohl im "inneren" wie "äußeren" Universum zugestoßen sind,und diese bedingen auch unseren "gedanklichen Rahmen" in der Zukunft.So in etwa.
Sonst wären wir alle "wurzellose" Denker.
Mehr dazu aber in Kürze.


KlapTrap
 
Hoi ihr, ich nehme mir die Freiheit heraus nicht auf eure Diskussion einzugehen, erstens weil ich nicht so belesen bin und zweitens weil ich in diesem Bereich wohl durch einfaches zulesen viel lernen kann.

KlapTrap schrieb:
@ajk:Hier tut sich ein interessanter Zwischenweg auf.
Meine Ausgangsthese war ja eher die,daß ZUWENIG gedacht wird,und wenn dann zu oberflächlich,und wir darin viel von den Kindern lernen können.So polemisch dieser Text von mir war,so ernst meinte ich ihn jedoch.

Jetzt kommst du also daher,und meinst:Mann muß gar nicht denken!
Exestieren und sich selbst genügen sei der höchste Wert!
Jedenfalls impliziert das die erste Hälft des Zitates.

Kinder denken nicht nur, sie "denkenfühlen". Meiner Auffassung nach wird zu viel "kopflich" Gedacht. Das geht soweit, das Gefühle nicht als Gefühle genommen werden, sondern "kopflich verarbeitet" werden.
Man muß nicht darüber nachdenken das man nachdenkt. Ich denke nicht und bin deshalb, sondern ich bin. Ich muß mich nicht erst vergewissern das ich bin.

KlapTrap schrieb:
In der zweiten dann lese ich herraus :"Akzeptiert euer Chaos,wir sind so wie wir nunmal sind".Wir handeln aus den Trieben und Gefühlen heraus,und die sind außerhalb unseres Eingriffsbereichs.

Nicht so; Akzeptiert euer Chaos, das ist normalzustand und kein Chaos. Eure beschränkte Denkweise intepretiert dies als Chaos. Wir handeln aus den Trieben und Gefühlen heraus, und diese sind nur dann außerhalb unseres Eingriffbereichs wenn wir diese als "Triebe" definieren. Denn damit werden sie Psychologisch aus dem Bewusstsein gedrängt.

KlapTrap schrieb:
Sollte ich dich so ungefähr korrekt wiedergegeben haben,würde diese These dann nicht gleichzeitig bedeuten:"Lasst die Mörder in Ruhe,sie können nicht anders."?
Das könnte man so nehmen, aber es liegt an uns was daraus wird. "Die Mörder haben gemordet. Das wollen wir nicht in unserer Gesellschaft haben. " Was daraus gemacht wird ist die Entscheidung der Gesellschaft. Sie können sehr wohl, aber nur wenn sie lernen mit ihrem inneren umzugehen. Und das geht nur in einer Gesellschaft die dies fördert. Wo dieses nicht tabuisiert wird. Wo keine Angst vor "dem Tier" grassiert.

KlapTrap schrieb:
Hat sich dein Vorgangspost nichtmal daruaf bezogen,daß die Menschen noch einen weiten Weg vor sich hätten,ein tiefes Tal der Tränen,ducrh daß sie noch eine Menge lernen müssten ?
Wie lernen ohne zu denken,wie Veränderung ohne Denkvorgang ?

Ich denke die Gesellschaft muß erkennen wie lächerlich sie ist. Wie erbärmlich und doof sie ist. Einfachste Aussage: wozu sollte man mehr Geld sammeln als man braucht? Das Tal der Tränen wird _nur_ mit den Gefühlen erreicht. Das Denken an sich ist nur ein Hilfsmittel um das störrische blinde/taube Bewusstssein wieder an die Gefühle zu nähern. Es bräuchte auch die kilotonnen von Psychologen und Gesprächstherapeuten nicht. Wenn die Menschen endlich still sein würden und ihrem Herzen lauschen würden. Diese erfahrung mach ich gerade durch. Und ich dachte ich wusste es! (Ja im Kopf... Meinem Herzen habe ich das nicht mitgeteilt.. Das tut man nämlich nicht mit Worten, sondern mit den Gefühlen..)

KlapTrap schrieb:
Hmm...wenn ich mein eigener Gott bin,würde mich interessieren,wie es mir gelungen ist,mich selber zu schöpfen,und in welcher Umnachtung mir das passiert ist. ;)
Weiterhin,als mein eigener Gott hätte ich mein Tollhaus unter Kontrolle.Hab ich aber nicht.Nur wie du selber schon festgestellt hast,ein kontrolliertes Treiben im Chaos.Mehr ist nicht drin.

Das ist aber ein sehr Christliches Denken. Wer sagt denn das Götter jenseits dieses Chaos sind? Eher das Gegenteil ist der Fall. Bis auf diesen perfekten, geschlechts und gesichtslosen sowie unnahbaren "Gott" der Jüdischen Tradition, sind die Götter "auch nur Menschen".
Selbst Götter können sich nicht über die Regeln der Existenz stellen. Auch wenn das grad einer versucht..
Und mit dem "ich bin mein eigener Gott" meinte ich eher, daß wir in unserem Bewusstssein entscheiden was wir sehen, wie wir es bewerten, auf welche Art wir darauf reagieren usw.. Jedenfalls wenn es uns endlich bewusst wird.. Aber nicht erst seit dem Christentum wird vermeiden diese Gedankengänge zu erlauben.

KlapTrap schrieb:
Ich denke nur das was ich denken will, und zwar aus dem unsichtbaren dunklen inneren heraus.
Meinst du das Unterbewusstsein ?
Selbst dieses wäre ja geprägt.
Ob wir frei in unseren Entscheidungen und Gedanken sind,wäre das nächste philosophische Themenfeld.
Ich persönlich sage hierzu ersteinmal Einspruch.

Geprägt ja, allein schon von der Sprache. :) Aber das darf man nicht sagen, denn dann ist man ja ein Nazi..

KlapTrap schrieb:
Wir sind die Summe der Teile die uns in der Vergangenheit sowohl im "inneren" wie "äußeren" Universum zugestoßen sind,und diese bedingen auch unseren "gedanklichen Rahmen" in der Zukunft.So in etwa.
Sonst wären wir alle "wurzellose" Denker.
Mehr dazu aber in Kürze.
KlapTrap

Dem stimm ich zu. Aber wir sind nicht einfach nur "die summe". Etwas wurde vergessen. Und zwar "ich selbst". Ich entscheide in einem gewissen Rahmen was ich denke, wie ich regiere usw. Sonst wäre Wachstum unmöglich. Übrigens ist diese Vorprägung auch das was andere Kulturen meinen wenn sie von "Ahnen" sprechen.

/ajk
 
Abend Ajk,

Hab deinen Post jetzt mehrmals durchgelesen,und überlegt,worauf ich dir wohl zuerst antworten könnte,bis mir das Licht aufging,daß sich alle deine Punkte mehr oder minder mit dem "Bewußtsein" beschäftigen,sowohl dem gedachten als auch dem gefühlten.
Generell kann ich dir hier wirklich nur empfehlen,wie du es eingangs schon erwähnt hast,dich ein bißchen in die Materie einzulesen,vor allem Kant,der sich sehr mit diesem Themenfeld beschäftigt hat dürfte dich sehr interessieren.

Mal n paar Zitate von dir in durcheinandergewürfelter Reihenfolge:

Und mit dem "ich bin mein eigener Gott" meinte ich eher, daß wir in unserem Bewusstssein entscheiden was wir sehen, wie wir es bewerten, auf welche Art wir darauf reagieren usw.. Jedenfalls wenn es uns endlich bewusst wird..
Unendlich großer Einspruch!
Entscheiden wir wirklich was wir wie sehen ?
Und erst recht wie wir es bewerten ?
Welche Maßstäbe legen wir an um sie zu bewerten ?
Unsere Eigenen ?
Wie sind sie in unser Köpfchen gelangt ?
Und welche Raster in uns entscheiden,ob wir diese Maßstäbe als richtig und falsch bewerten ?
Unsere Gefühle entscheiden die ?
Hmm vielleicht,aber wenn,wo kommen diese her,und wie kommt es,daß wir alle etwas unterschiedliches bei den selben Gelegenheit fühlen ?

Wenn wir unsere eigenen Götter wären könnten wir unseren Gedanken/Gefühlshorizont von jetzt auf sofort umschmeißen und restrukturieren.Können wir das ?

Wo kommt die Struktur her die unsere Gedanken gliedert,und wäre es möglich,daß jeder eine komplett andere Struktur besitzt ?

Nicht so; Akzeptiert euer Chaos, das ist normalzustand und kein Chaos. Eure beschränkte Denkweise intepretiert dies als Chaos. Wir handeln aus den Trieben und Gefühlen heraus, und diese sind nur dann außerhalb unseres Eingriffbereichs wenn wir diese als "Triebe" definieren. Denn damit werden sie Psychologisch aus dem Bewusstsein gedrängt.

Chaos als Normalzustand und Triebe als allumfassendes,regulierendes Element dem wir nur unseren Willen aufzuzwingen versuchen ?

Nun,wie kommt es,daß wenn ich keine Lust habe aufzustehen,mein Verstand mich trotzdem zur Arbeit treibt ? (blödes Beispiel!)

Wären wir nur Trieb und Un/-Lust wären wir Tiere.
Schonmal mit einem Wildschwein über Kant diskutiert ?

Kann es nicht eher sein,daß unsere Triebe einen gleichberechtigten Stand gegenüber unseren Gedanken besitzen,und es wiedereinmal unser "inneres" Universum ist,daß darüber zu entscheiden hat,welche Seite er den Vorzug gibt ?
Und viel Verwirrung daher rührt,daß wir meist,mal das eine,mal das andere,miteinander verwechseln,versuchen zu entschuldigen,dem Vorzug geben oder schlicht unterdrücken.....aber dennoch beides 2 Seiten einer Medaille sind ?


Das Tal der Tränen wird _nur_ mit den Gefühlen erreicht. Das Denken an sich ist nur ein Hilfsmittel um das störrische blinde/taube Bewusstssein wieder an die Gefühle zu nähern. Es bräuchte auch die kilotonnen von Psychologen und Gesprächstherapeuten nicht. Wenn die Menschen endlich still sein würden und ihrem Herzen lauschen würden.

Nichtdestotrotz......es bedarf des Bewußtseins,und der Gedanken,dem bewußten Denken,um aus gelebten Gefühlen zu lernen,sie zu verstehen,zu ordnen,und weitergeben.
Könnte ich nicht psyschisch ergründen,warum mich etwas glücklich macht,könnte ich nicht damit "arbeiten" und für mich nützlich machen.
Und,vorallem,die Umkehr an sich schon,wie von dir geschildert,bedarf eines reellen gedanklichen Befassens mit dem was einem passiert.
Sonst wäre nur hell und dunkel,heiß und kalt,ohne das Wissen warum.
Ähnlich dem Verhalten der Tiere halt.
 
Wie kann man nur Senf scheiße finden?
:cry:
Ein Bratwurschtel ohne Senf? Mein GOTT.
 
Quantenphysik ist die antwort auf alle fragen, nur wollen wir die Antworten wirklich alle kennen? Das wäre schließlich wieder laaaangweilig ;)

Die Frage aller Fragen bleibt allerdings: Evolution, wer oder was hat dich geschaffen und wie funktionierst du und warum existierst du überhaupt? Nur um das Spiel ins endlose zu treiben, oder verfolgst du doch einen Zweck der letztlich nicht fassbar ist?
 
Ich habe am Ende des Posts die Konzentration verloren darum wurde er immer unleserlicher.. Entschuldige dies. Irgendwas hat mir die Kraft geraubt.

Morgen KlapTrap :)

KlapTrap schrieb:
Mal n paar Zitate von dir in durcheinandergewürfelter Reihenfolge:
Und mit dem "ich bin mein eigener Gott" meinte ich eher, daß wir in unserem Bewusstssein entscheiden was wir sehen, wie wir es bewerten, auf welche Art wir darauf reagieren usw.. Jedenfalls wenn es uns endlich bewusst wird..
Unendlich großer Einspruch!
Entscheiden wir wirklich was wir wie sehen ?
Ja, über den Umweg "die Eltern/die Gesellschaft sieht die Dinge so". Wir sind damit einverstanden.

KlapTrap schrieb:
Und erst recht wie wir es bewerten ?
Ja wir bewerten so wie wir denken das es "richtig" ist. Wie es "richtig" ist zeigt uns die Gesellschaft. Am Anfang machen wir alles nach, aber irgendwann müsste man selber anfangen zu Denken und sich selbst entscheiden ob das richtig ist wie wir es bewerten.

KlapTrap schrieb:
Welche Maßstäbe legen wir an um sie zu bewerten ?
Unsere Eigenen ?
Wenn wir eigene haben ja die eigenen, wenn wir zu schwach sind um selber zu denken, sind es die Maßstäbe die wir übernommen haben. Denen wir zugestimmt haben.

KlapTrap schrieb:
Wie sind sie in unser Köpfchen gelangt ?
Und welche Raster in uns entscheiden,ob wir diese Maßstäbe als richtig und falsch bewerten ?
Wie sie reingekommen sind? Keine Ahnung, von außen halt? Oder es kommen die "Zutaten" von außen und wir kochen unser eigenes Süppchen?

KlapTrap schrieb:
Unsere Gefühle entscheiden die ?
Hmm vielleicht,aber wenn,wo kommen diese her,und wie kommt es,daß wir alle etwas unterschiedliches bei den selben Gelegenheit fühlen ?
Die Gefühle müssen erst gefühlt werden, man muß in einer Gesellschaft aufwachsen die mit den Gefühlen umgehen können. Wo dies ein Thema ist. Erst dann kann man auf seine Gefühle Horchen, sonst ist man wie ein "blinder". Das ergebniss ist, das zum Beispiel viele Männer einfach nur denken das sie Sex haben wollen, obwohl es verschiedene Gefühle sind die in ihren walten. ->zuneigung, zärtlichkeit, unwohlsein... Das gilt zu erforschen.


KlapTrap schrieb:
Wenn wir unsere eigenen Götter wären könnten wir unseren Gedanken/Gefühlshorizont von jetzt auf sofort umschmeißen und restrukturieren.Können wir das ?
Du mißdeutest das Wort "Gott". Gott bedeutet nicht "allmächtig", sondern kommt in erster linie von "Goth" und bedeutet "jenes dem man sich hinwendet". Im zuge der Christianisierung wurde Gott zum "allmächtigen Wesen". Ich möchte mit dem Ausdruck "wir sind unsere eigenen Götter" nur provozieren so wie mit MS=Böse. Wir sind unsere eigenen starken Geister und wir formen uns. Aber erst wenn wir stark genug dazu sind. Es gibt Menschen die es schaffen, und Menschen die es nicht schaffen.
Und ja man kann seine Gedanken umschmeißen. Es gibt Menschen die von einem Tag auf den nächsten mit dem Rauchen und Saufen aufhören. Das ist schon gewaltig. Oder was mir selber passiert ist, man hört auf mit einer Denkweise (unter Schmerzen verlässt man die bekannten Gedankengebäude die nur noch Illusionen sind) und baut sich was neues auf. Aber alles muß halt in ruhe Wachsen.. "Eine Pflanze wächst nicht schneller wenn man an ihren Blättern zieht"..

KlapTrap schrieb:
Wo kommt die Struktur her die unsere Gedanken gliedert,und wäre es möglich,daß jeder eine komplett andere Struktur besitzt ?

Aber ja! Das ist doch ein großes Problem in der Menschheit. Wenn ich allein schon mitbekomme wie die Menschen in ihrem Denken anders strukturiert sind nur weil sie Französisch Sprechen oder Deutsch. Oder Ukrainisch.. Das sind gigantische Welten dazwischen. Wie viele Menschen finden sich unverstanden? Das Problem ist das der Massenkultur. Massenproduktion, Massen an Menschen, gleichschaltung. Die Unterschiede werden gar nicht akzeptiert. Höchstens äußerlich so getan als ob. Aber wirklich begreifen tut man die anderen Menschen nicht. Dazu braucht es Gefühle und eine intimität die heute nicht wirklich begriffen wird. (jedenfalls sehe ich das so)

KlapTrap schrieb:
Nicht so; Akzeptiert euer Chaos, das ist normalzustand und kein Chaos. Eure beschränkte Denkweise intepretiert dies als Chaos. Wir handeln aus den Trieben und Gefühlen heraus, und diese sind nur dann außerhalb unseres Eingriffbereichs wenn wir diese als "Triebe" definieren. Denn damit werden sie Psychologisch aus dem Bewusstsein gedrängt.

Chaos als Normalzustand und Triebe als allumfassendes,regulierendes Element dem wir nur unseren Willen aufzuzwingen versuchen ?
Nun,wie kommt es,daß wenn ich keine Lust habe aufzustehen,mein Verstand mich trotzdem zur Arbeit treibt ? (blödes Beispiel!)

Das Chaos ist kein Chaos. Es wird nur von uns so wahrgenommen. Muß es ein allumfassendes regulierendes Element geben oder wird gewünscht das es so etwas gibt? Wenn ich mal mich selbst beobachte gibt es dort nur ein kuddelmuddel von "Treiben", intelektuellen Wünschen, Phantasien, Gefühlen und was weis ich.
Du gehst in die Arbeit weil die Arbeit dich ernährt. Und weil Du Dich entschieden hast es zu tun. Vielleicht bist du ja erzogen worden, daß du tief in deinem inneren Angst vor Schmerzen hast (schläge, psychoschläge) und deshalb lieber zur Arbeit gehst und das machst was man dir beigebracht hat. Die Lebewesen weichen ja dem Schmerz aus.

KlapTrap schrieb:
Wären wir nur Trieb und Un/-Lust wären wir Tiere.
Schonmal mit einem Wildschwein über Kant diskutiert ?

Schon mal mit einem Wildschwein gesprochen? Schon mal intelektuell darüber nachgedacht das Bäume vielleicht bewusste Wesen sind die aber auf eine andere Art mit der Umgebung kommunizieren? Das man sich mit Bäumen unterhalten kann wenn man lernt die gefühlsmäßigen Eingebungen die "plötzlich kommen" wenn man ruhig ist? Das diese Gefühle nicht von einem selbst kommen....

KlapTrap schrieb:
Kann es nicht eher sein,daß unsere Triebe einen gleichberechtigten Stand gegenüber unseren Gedanken besitzen,und es wiedereinmal unser "inneres" Universum ist,daß darüber zu entscheiden hat,welche Seite er den Vorzug gibt ?
Und viel Verwirrung daher rührt,daß wir meist,mal das eine,mal das andere,miteinander verwechseln,versuchen zu entschuldigen,dem Vorzug geben oder schlicht unterdrücken.....aber dennoch beides 2 Seiten einer Medaille sind ?

Ich sehe das so, in den letzten Jahrtausenden hat sich etwas in uns Menschen hinzuentwickelt was es früher nicht gab. Das Bewusstsein. Das ist eine Kraft geworden die sehr mächtig ist. Nun muß es begreifen das es mehr gibt als nur dieses Bewusstsein, es muß lernen sich mit dem inneren Universum außeinandersetzten, und lernen das man auch ohne bewusst denkt, auch denkt. Also ohne die Worte im Kopf. In allerlei Mystischen Denkrichtungen ist ein Teilziel, der "wagenlenker" zu werden. Oder ein Reiter. Das Pferd als "Trieb" und man selbst mit dem Bewusstsein als lenker. Aber um ein Pferd gut zu Reiten, muß man es kennen und _fühlen_-. Für mich ist es "wellenreiten" oder "schwimmen". Weil meine Gefühle für mich wie tausend Wasserströmungen sind, die chaotisch hin und her schwappen, mit Untiefen und was weis ich. Ich denke mal es gibt mehr als nur zwei Seiten.

KlapTrap schrieb:
Nichtdestotrotz......es bedarf des Bewußtseins,und der Gedanken,dem bewußten Denken,um aus gelebten Gefühlen zu lernen,sie zu verstehen,zu ordnen,und weitergeben.

Ja, man muß schon lenken wollen. Aber das Problem ist, das heutzutage zu viel gelabert wird. Allein schon Talkshows, oberflächliches Getue. Oder sonst. Problembelegtes "problemewälzen". usw...

KlapTrap schrieb:
Könnte ich nicht psyschisch ergründen,warum mich etwas glücklich macht,könnte ich nicht damit "arbeiten" und für mich nützlich machen.
Und,vorallem,die Umkehr an sich schon,wie von dir geschildert,bedarf eines reellen gedanklichen Befassens mit dem was einem passiert.
Sonst wäre nur hell und dunkel,heiß und kalt,ohne das Wissen warum.
Ähnlich dem Verhalten der Tiere halt.

Man muß schon wollen. Das ist der erste Schritt. Das sind dann die Vorgänge die man bewusst geht. Gedankenmagie halt. Ich WILL das ändern. Warum will ich das ändern? Wie will ich das ändern? Was genau will ich ändern, auf welche Art will ich das ändern.
(vor allem das _warum_ ist wichtig. Man muß sich selber fragen warum man das und das nicht will.)

Es kostet verdammt viel Kraft. Ich liege dabei meistens und denke/fühle. Ich stelle mir meinen Wunsch, mein anliegen vor. Zum Beispiel eine Angst. Wie eine eisernde Kette presst sie sich auf mein Fleisch. Und ich möchte diese entfernen. Sie lockern, das die Haut darunter sich entspannen kann, das die Wunde heilen kann. Ich versuche zu ergründen woraus diese Kette besteht. Warum sie da ist. Ich folge ihr. Wichtig dabei ist dies nich tnur mit dem Kopf zu tun, sondern auch mit dem Herzen. Und das ist das schwierige. Wenn man sich nicht wahrnimmt als Wesen, und diese "Kette" als Wesensinhalt, welches erspürt werden muß (dafür muß man aber auch die "empfänger" haben), kommt man nirgenswohin. Dann kommt man in den Wahnsinn weil man nicht begreift was da geschieht, oder man mißdeutet die Bilder als Wahnsinn und wird deswegen Wahnsinnig. .. Naja ist alles nicht so gut beschrieben..

Tiere sind nicht so Dumm wie Du meinst. Sie sind "woanders".
Sie sind die Frucht des Landes in einer abstrakteren Form, und die manifestation einer Eingenart.

Quantenphysik.. allein durchs beobachten verändert sich was. Da sind wir ja schon ganz nah an Gedankenkraft...

/ajk
 
Sooo....bereit zur täglichen Dosis Philosophie-Plauder-Talk.....

Folgendes Zitat von dir liefert den Schlüssel,zu dem was ich mit dem was ich vor kurzem einmal "unzählige Universen" nannte,und mit dem inneren Universum/Tollhaus meinte :

KlapTrap hat folgendes geschrieben:

Wo kommt die Struktur her die unsere Gedanken gliedert,und wäre es möglich,daß jeder eine komplett andere Struktur besitzt ?


Aber ja! Das ist doch ein großes Problem in der Menschheit. Wenn ich allein schon mitbekomme wie die Menschen in ihrem Denken anders strukturiert sind nur weil sie Französisch Sprechen oder Deutsch. Oder Ukrainisch.. Das sind gigantische Welten dazwischen. Wie viele Menschen finden sich unverstanden? Das Problem ist das der Massenkultur. Massenproduktion, Massen an Menschen, gleichschaltung. Die Unterschiede werden gar nicht akzeptiert. Höchstens äußerlich so getan als ob. Aber wirklich begreifen tut man die anderen Menschen nicht. Dazu braucht es Gefühle und eine intimität die heute nicht wirklich begriffen wird. (jedenfalls sehe ich das so)

Soo...wenn dem also so ist,daß wir von Geburt an eine weiße Leinwand in unserem Bewußtsein tragen,und diese nach und nach mit unseren Erlebnisse,Einflüssen und Schlüssen füllen,so kommen wir zu dem Allgemeinplatz,daß wir alle unterschiedlich sein müssen.Nicht nur in den Wesenszügen sondern auch in unseren Gedanken und deren Strukturen.
Bis hierhin akzeptiert diese These jeder.
Meingott,es muss ja nicht jeder Vanilleeis mögen,und wer schoneinmal fast ertrunken wäre,hat halt panische Angst vor einem Element,daß anderen von uns unendliche Freude bereiten kann.So in etwa.
Aber geht dieser Schluß nicht noch viel weiter ?
Zum Beispiel bei folgendem Punkt:Unsere Gefühle sind unentwirrbar mit unseren Gedanken verbunden und umgekehrt.Ein anderes Gedankenbild führt zwangsläufig zu einem anderen Gefühlsleben.Und somit im Endeffekt zu einer völlig eigenen Art Dinge zu sehen und zu interpretieren.
Und im Endeffekt zu einer völlig eigenen Realität.
Die Welt die ich sehe ist niemals die,die du siehts oder fühlst.
Und das endet eben nicht damit,daß ich vielleicht einen Film nicht mag,den du gut findest.
Sondern in höchster Stufe würde es auf folgende Fragestellung hinauslaufen :
Können wir jemanden für verrückt erklären,nur weil er zb. eine Tür sieht die wir nicht sehen ?
Der fest davon überzeugt ist,daß die Welt vom "großen allmächtigen Sockenzerwühler" erschaffen worden ist ?
Können wir jedenfalls nach der These die ich oben dagelegt habe nicht,denn im Endeffekt könne wir nichtmal unsere eigenen Realität beweisen.
Sie exestiert eben nur in unserem Kopf,und ist im nächsten womöglich schon eine völlig andere.
Klar eine Tür die 10 Millionen Menschen sehen ist wahrscheinlich da,nur was besagt das im Endeffekt ? Laut philosophischen Vorgedanken fehlt mir ja schon jeder Beweis um zu überprüfen,ob es sowas wie Türen und Mitmenschen überhaupt gibt.
Aber das führt jetzt zu weit.Ich nenne mal ein weniger abstrakteres Beispiel.
Wie kommt es das noch nach Jahrhunderten Streitgespräche über Religion stattfinden ?
Weil es immernoch zuviel Verblendete gibt ?
Ein sehr anmaßender Gedanke in Anbetracht der Tatsache,daß wir noch nichtmal wissen,wie richtig denn unsere eigenen Gedankengebäude sind.
Und du würdest dich wundern wieviel intiligente Köpfe Christen sind/waren.
Aber das meine ich gar nicht,ich meine:Wie kommt es das für einige Menschen der christliche Glaube absolut logisch erscheint,geradezu greifbar,während sie die Evolutionstheorie für zu abstrakt befinden.Und wie kommt es,daß es Menschen gibt,die genau anders herum argumentieren ?
Wie kommt es,daß beide Gruppen niemals auf einen Punkt zu kriegen sind?
Weil sie Dickköpfe sind,die zusehhr an ihrer Lebenslüge hängen (und egal welchen Standpunkt man von den obigen vertritt,man könnte ihn immer auf den entgegengesetzten anwenden) oder schlicht,weil sie aus Gedankengebäuden heraus argumentieren,die schlicht dem Gegenüber niemals greifbar sein werden.Nichtmal ansatzweise nachvollziehbar.
Verstehst du was ich meine.
Noch ein viel simpleres Beispiel:Menschen mögen im allgemeinen Tiere und neigen dazu Menschen die keine Tiere mögen als unsympathisch oder "schräg" anzusehen.Sowas knuffiges wie Tiere MUSS man doch einfach mögen.
Naja,könnte man dann zum Schutz derjenigen sagen:"Sie haben bestimmt mal schlechte Erfahrungen mit Tieren gemacht,und haben beschlossen sich von Ihnen fernzuhalten".
Was aber,wenn sie sich bewusst entschieden haben (oder dazu entschieden "wurden" ,quasi) keine zu mögen.
Dann setzt unser Urteilsvermögen plötzlich aus,mit solchen Leuten kann ja was nicht stimmen,und basta!
2 Beispiele von hunderten die in der Philosophie ein weites Feld umreißen,über ein einfaches Wort,daß wir "Realität" nennen.
Und das meinte ich damit,daß wir nicht in einem,sondern in Milliarden Universen leben.Eben für jedes Menschenleben ein Universum.
Vielleicht kennst du ja den Spruch:"Wer ein Leben rettet,rettet eine ganze Welt" ?

Probleme und Verwirrungen treten dann auf den Plan,sobald die Menschen anfangen,ihre eigens subjektives Universum auf andere zu übertragen versuchen,und immer wieder daran scheitern.
Intolleranz ist nur ein Wort dafür,was passiert,wenn dieses Unverständniss in eine Einbahnstraße führt.
Dabei sind wir alle intolerant...schau dir das Massageboard an *g*
Aber das wäre schon wieder die nächste philosophische These die besagt,daß Intoleranz zwingend notwendig ist,um unsere eigen geistige Gesundheit zu erhalten.
Denn wie mit dem Wissen Leben,daß es keine endgültigen Wahrheiten gibt außer die unsrigen,und die schon auf den Nebenmann nichtmehr anwendbar sind?Hier ist Intoleranz dann das waltende Korrektiv,daß unserem Wissen eine Struktur gibt.So blöd es sich anhört,der Mensch braucht sein schwarz und weiß.Oder noch platter:Ich muss mein Feindbild definieren um zu wissen,was ich will/nicht will.
Andernfalls wäre alles dasselbe,eine Rose gleich einem Stück Hundescheiße,Ghandi gleich Hitler (überspitzt gesagt).
Aber eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.
Und das ist auch gut so.
Auch wenn sie für dich wahrscheinlich ganz anders riecht als für mich.
Wir werden es nie wirklich erfahren.


Achja noch was :

Tiere sind nicht so Dumm wie Du meinst. Sie sind "woanders".

Das habe ich auch nie behauptet,könnte ich gar nicht mit der These,die ich oben vertreten habe.

Winkewinke
KlapTrap
 
Interessante Gedanken, KlapTrap.
Aber im Kern sagst du doch, dass Menschen unterschiedlich sind - also, manche mögen Vanilleeis, manche Hunde, manche aber Katzen, manche gehen gerne in die Disko, andere nicht, es gibt FPP- und CDU-Wähler - das ist doch aber nicht neu, sondern im Gegenteil altbekannt und wird von allen akzeptiert. Dafür brauche ich keine Theorie von unterschiedlichen Universa - wenn es um Gefühle, Einstellungen, Neigungen geht, IST nun einmal jeder Mensch verschieden.

Interessant ist aber dein Beispiel mit dem, der eine Tür dort sieht, wo sie die Mehrheit nicht sieht. Dieses Beispiel hat mit den oberen nichts zu tun - es geht nicht um Gefühle, Neigungen, Auffassungen etc., sondern um die Wahrnehmung der Wirklichkeit, die faktisch verifizierbar ist. Prinzipiell zumindest. Man kann nicht sagen, wie eine Rose riecht - es gibt kein Wort darüber, das alle Menschen teilen. Man kann aber sagen, was eine Tür ist, wie sie aussieht, und wie es ist, wenn eine Tür existiert.
Mit faktisch verifizierbar meine ich, dass es sich prinzipiell um einen Gegenstand außerhalb des Selbst handelt. Es geht um die Tür an sich, ob sie existiert oder nicht. Natürlich spielt die (persönliche) Meinung, ob sie existiert, eine Rolle, aber zuerst wird die Frage auf die Existenz der Tür gerichtet - im Gegensatz zum Vanilleeis, bei dem man sihc streiten kann, ob es schmeckt oder nicht, aber dessen Existenz von vorneherein vorausgesetzt wird.
Wenn es sich also um einen Gegenstand und dessen Existenz oder Nichtexistenz handelt, gibt es Möglichkeiten, die Existenz zu verifizieren. Fotos, Messungen, Meinungen anderer Menschen, usw. Wenn also festgestellt wird, dass die Tür für alle anderen existiert, existiert sie auch für diese Menschen. Wenn du nun sagst, dass wir das objektiv nicht feststellen können, indem du ein extra Universum für den Einzelnen, der die Tür sieht, einführst - dann kommen wir zurück zu Platon, dass man letztlich nämlich nicht faktisches, Greifbares, Anfassbares beweisen kann - ich denke mal, der Begriff der "Ideen" ist dir vertraut. Das ist natürlich ein zentrales Phänomen der Philosophie, und insofern hast du recht: rein objektiv ist nichts beweisbar, denn es gibt nichts rein Objektives; alles, was Menschen produziert haben, ist Subjektiv, weil der Mensch subjektiv ist.
Es ist, um nochmal auf die Tür zurückzukommen, also sehr wohl möglihc, dass sie existiert und sich alle anderen Menschen irren - letztlich können wir das nicht wissen. Platon hat versucht, das Problem mit seinen eidos zu lösen, Aristoteles war da pragmatischer und hat einfach angenommen, wenn die Mehrheit keine Tür sieht, wird sie auch nicht existieren, und einzelen Meinungen sind gegenüber der Mehrheit vernachlässigbar (denn sie betreffen nur einen Einzelnen und sind für das Zusammenleben der Menschen nicht bedeutend). Insofern sprechen wir heute auch von einem Verrückten - wohl wissend, dass er vielleicht etwas sieht, was wir nicht sehen können. Insofern hast du mit den unterschiedlichen Universa recht. Trotzdem sind, wie oben gesagt, Geschmäcker, Neigungen, Ansichten verschieden, ohne dass wir damit Probleme hätten. Nicht so wie mit dem Tür-Seher. Wir können sagen, dass wir Vanilleeis nicht mögen, und andere sind bereit, uns das zuzugestehen, verstehen uns, sind tolerant. Ein zweites Universum (wie mit dem, der die Tür sieht) ist nicht nötig.
..
Und zur Toleranz: Ich würde in deinem Fall nicht von Intoleranz sprechen, die nötig ist, um uns selbst zu definieren - "Abgrenzung" von anderen trifft es besser. Ich kann mich und meine Ansichten den Ansichten eines anderen abgrenzen und trotzdem tolerant sein - zum Beispiel weiß jemand, der heterosexuell ist, dass er es ist, und auch bleibt, auch wenn er Homosexuellen gegenüber tolerant ist.

EDIT: Um nochmal genauer zu verdeutlichen, warum ich zwischen dem Vanilleeis und der Tür bezüglich der Notwendigkeit von verschiedenen Universa herumreite.. :
Es kann in einem Universum Vanilleeis existieren, das verschiedenen Menschen verschieden schmeckt.
Es kann aber in einem Universum keine Tür geben, die existiert und nicht existiert, folglich: die Notwendigkeit verschiedener Universa bei Meinungsverschiedenheiten über die Existenz von Gegenständen.
 
Leude das wird komplex...
Das kostet immer ein Haufen kraft hier zu schreiben. Mal sehen ob ich dies aufrecht erhalten kann jetzt. (Bei dieser Hitze.. Ahh schwimmen..)

Zum Objektivem Beobachten habe ich einen großartigen Satz gefunden:
"Objektivität ist die Wahnvorstellung das es etwas zu beobachten gibt ohne Beobachter"
Das bringt es für mich auf den Punkt. :)

Ich antworte mal nach Themen.
Realität und nicht Realität. Erstmal das Wort. Ich weiß nicht was es genau bedeutet, jedenfalls die Lateinische Bedeutung. Ich blieb beim dem Wort "Wirklichkeit", das beinhaltet mehr als nur "Realität", jedenfalls für mein Deutsch denkendes Gehirn. Alles was eine Wirkung hat, ist wirk-lich.

Ich denke nicht das man als unbeschriebenes Blatt auf die Welt kommt. Dafür sind zu viele Dinge im Spiel die da mitspielen. Die Kultur in der man hineingeboren wird, die Eltern und ihre Lebensgeschichte, die Familie und ihre Geschichte, die Vorfahren, die Umgebung.. Und noch etwas, was das eigene Selbst ist. Man merkt kleinen Säuglingen schon an wie sie sind. Forsch oder zurückhaltend, usw..

Es ist das eine ob man eine Tür sieht die andere nicht sehen, und anders man eine Tür nicht sieht die andere sehen. Ob man das nun als "Verrückt" ansieht, das ist so eine Sache. Vielleicht ist dort wirklich eine Tür in eine Andere Welt die man nur auf eine bestimmte Weise sehen kann. Vielleicht als Anlage im "Blut" der Person, oder sonst etwas.

In meiner Denkweise ist ein Verrückter nicht Verrückt, sondern *irgendwo* das was er sagt hat Sinn, aber für ihn. Und manchmal auch für den Rest der Welt. Man sagt das Verrückte nicht fähig sind "die Tür zu schließen", und deshalb immer direkt verbunden sind mit den anderen Welten. Doch was dort richtig ist, ist hier falsch, das ist ähnlich wie mit den inneren Welten der Menschen.

Es gibt Möglichkeiten dem anderen Menschen mitzuteilen wie man fühlt und so weiter. Mit Gedichten, mit Liebe, mit dem näherkommen, mit zuneigung, mit Freundschaft, mit Zusammenhalt, mit aussprechen und "in die augen blicken", mit streicheln und übertragen der Gefühle die man fühlt.
Und das die Rose für alle Menschen ähnlich riecht merkt man schon daran das sie ähnlich von ihr Sprechen. Und die Form der Rosen zeigt schon gut auf welche Art von Geruch diese ausströmt.

Die völlige trennung von der Umgebenden Welt ist eine illusion, begünstigt durch die Kopfreligionen die den Menschen trennten um sie besser zu kontrollieren.


/ajk
 
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