Bankensterben - Chance auf ein sozialeren Kapitalismus?

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller nighty
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naja zur zeit sind nur china und indien nicht von der krise betroffen. vielleicht haben wir ja auch bald den sozialistischen kapitalismus:lol:
 
Imo ist China eine einfach Diktatur nix weiter.
Und nannte man unsere Wirtschaftsform nciht "soziale Marktwirtschaft"? Da wärs dann doch noch etwas bis "sozialistische Marktwirtschaft". :lol:
 
Huiuiuiuiui, ich komm von der Uni nach Hause und seh direkt, dass der Nikkei auf den tiefsten Stand seit über 20 Jahren (!) gefallen ist. Der Yen ist stabil.. noch.
 
willkommen in der realität...ich hoffe sie hatten einen guten flug...wohlstand und besitz bitte links abgeben...plastiktüten und aktien bitte rechts zum recycling :neutral:
 
Oh man unser Depot hat ein Minus von 50% :oops:

Weichei ;-)

Habe letztes Jahr gut verkauft und bin jetzt wieder eingestiegen, zwar etwas zu früh, bin noch ca. 5% im Minus, bin aber zuversichtlich, dass ich noch vor Jahresende wieder mit 10 - 20 % Gewinn verkauft habe (bevor Ihr fragt, wird alles brav versteuert)

Schade nur, dass das Mitmischen bei VW defacto unmöglich war, ich bin die halbe Woche vor Lachen am Boden gelegen ...
 
willkommen in der realität...ich hoffe sie hatten einen guten flug...wohlstand und besitz bitte links abgeben...plastiktüten und aktien bitte rechts zum recycling :neutral:

Warum so negativ, das Rad der Finanzgeschichte hat sich eine Umdrehung weiter gedreht, gibt es seit dem 15. Jahrhundert.

Ist doch wie in einem RPG, erst baut der Finsterling sein böses Imperium auf und dann kommt Klein-Wilhelm aus Kuhdorf, levelt sich hoch und erledigt den Bösen Lord. Danach fängt alles wieder von Vorne an ;-)
 
Warum so negativ, das Rad der Finanzgeschichte hat sich eine Umdrehung weiter gedreht, gibt es seit dem 15. Jahrhundert.

Ist doch wie in einem RPG, erst baut der Finsterling sein böses Imperium auf und dann kommt Klein-Wilhelm aus Kuhdorf, levelt sich hoch und erledigt den Bösen Lord. Danach fängt alles wieder von Vorne an ;-)

jo allerdings war das hier kein mystisches tief von höheren kräften verursacht sondern eine kalkulierte, jahrelange,radikale fehleinschätzung :neutral:
 
jo allerdings war das hier kein mystisches tief von höheren kräften verursacht sondern eine kalkulierte, jahrelange,radikale fehleinschätzung :neutral:

Futterneid ist eben nun mal eine grundlegende menschliche Eigenschaft. Wenn Dir zwei Freunde erzählen, wieviel sie mit Aktien verdient haben. Dann sagt dein Bauch, das will ich auch...
...auch wenn dein Kopf schon längst sagt, dass das alles blanker Unsinn is !

Geht mir ja auch so...
 
Bankenkrise: Wer zahlt die 500 Milliarden?

Die Bundesregierung hat ein Rettungspaket von rund 500 Milliarden Euro für die Banken durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht. Das sind pro Kopf der 80 Millionen Bevölkerung, ob Säugling oder Greis, ca. 6250 Euro; für eine vierköpfige Familie also 25.000 Euro.

Damit liegen Merkel und Steinbrück noch über der Bush-Regierung, die für die ungleich größeren USA 700 Milliarden Dollar an das Finanzkapital verpulvern wollen. Da 500 Milliarden Euro ungefähr 700 Milliarden Dollar sind, sieht man, wie tief die Krise des Kapitals in Deutschland ist - trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Regierung und der Bankenvertreter.



Beispiel Hypo Real Estate: Wer bekommt da unser Geld?



35 Milliarden Kreditgarantien hat die Bundesregierung allein für die Hypo Real Estate übernommen. Das sind bei Fälligkeit rund 440 Euro Zwangsbeitrag pro Kopf der Bevölkerung.

Der Staat zahlt u.a. für die OrbisWorld, Orbis Investment Management, Orbis Global Equity Fund – Anteilseigner der Hypo Real - alle mit Sitz auf Bermuda. Oder für Perry Partners auf den Kaimaninseln. Wer kennt diese illustren Firmen? Wer möchte Ihnen sein Geld freiwillig geben?

Bemerkenswert: Die Hypo Real Estate hat ein Eigenkapital von ca. 603 Mio., aber Schulden von mehr als 50 Mrd. Euro.



Die „Retter“ - Merkel und Steinbrück



Die Bundesregierung spielt sich als Retter auf und verschenkt an das Großkapital Milliarden Steuergelder. Sie schimpft über die „unfähigen Banker“.

Das hört sich gut an.

Doch wer machte die Gesetze, die solche windigen Konstruktionen zuliessen, die der wilden Spekulation Tür und Tor öffneten? Wer redete seit Jahren der Privatisierung das Wort und setzte auf „den Markt“, der angeblich alles gut machen sollte? Wer wollte bis zuletzt die Bahn an der Börse billig verscherbeln?

Die angeblichen „Retter“ sind selbst Täter, die mit ihren Gesetzen die Bahn für die grenzenlose Spekulation des Finanzkapitals frei gemacht haben.

Sie haben vor der Krise für das Kapital gearbeitet und jetzt in der Krise ebenfalls.

Während für Bildung, Gesundheitswesen, Renten „kein Geld“ da ist, während Hartz IV-Empfänger von 345 Euro im Monat leben müssen und noch als Abzocker diffamiert werden, erhalten die „notleidenden“ Banken staatliche Sozialhilfe von 500 Milliarden Euro. Das Sozialamt für Banken hat seine Schalter zu jeder Stunde geöffnet, nachts, Samstag, Sonntag. Da stehen Merkel und Steinbrück bereit und „bearbeiten“ die „Sozialhilfeanträge“ des Finanzkapitals „unbürokratisch“ und ohne ernsthafte Prüfung.

Die Hypo Real Estate ist ja nicht die erste Finanzgruppe, die üppig Staatshilfe erhält. Zuvor gab es die IKB, die Sachsen-LB, die Bayern-LB, die West-LB und so weiter.



Wer muß das bezahlen?



Merkel, Steinbrück, die Regierung und auch die Großbanken und Jongleure des Finanzkapitals werden die vielen Milliarden Euro, die nun so großzügig ausgeschüttet werden nicht bezahlen. Im schlimmsten Fall müssen sie in „Rente“ gehen mit großzügigen staatlichen Zahlungen oder riesigen Abfindungen.

Die breite Masse wird zahlen müssen: über höhere Beiträge zur Sozialversicherung (wie z.B. bei der Krankenversicherung im nächsten Jahr) bei weiteren Leistungskürzungen - das nennt man dann Gesundheitsreform (also: Gesundung des Kapitals) oder über steigende Steuern oder über teurere und schlechtere Bildung und Ausbildung usw. usf.

Unternehmensberater Fredmund Maik meinte am 4.10.08 in der Stuttgarter Zeitung:

„Es wird eine Kettenreaktion in die Realwirtschaft hinein geben, in den Arbeitsmarkt, in den Konsum, in die Industrieauslastung und so weiter. Die Auswirkungen sind von Land zu Land verschieden. Für Amerika gilt das besonders, weil die Kettenreaktion weiter bis ins Pensionssystem hineingeht. Zwei Generationen von Rentnern werden sehen, wie ihre scheinbar gesicherten Rentenansprüche sich in Luft auflösen.“

Am 5.10.08 sagte der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) in „Sonntag aktuell“:

„Von 112.00 Pensionsfonds der Vereinigten Staaten haben 32.000 überlebt.“

Die Kettenreaktion gibt es auch in Deutschland und vielen anderen Ländern. Schon jetzt drosseln große Autofabriken und andere die Produktion und kündigen Personalabbau an.



Woher kommt das Geld?



Da die Bundesregierung selber pleite ist und den Staatshaushalt nur auf Pump über die Banken finanziert, hat sie keine 500 Milliarden Euro. Sie muß also Kredit aufnehmen. Wo? Beim Finanzkapital! Die Banken, die pleite sind, geben der Bundesregierung Kredit und erhalten dafür Zinsen. Und diesen Kredit bekommen sie dann wiederum „zur Überwindung“ der Krise. Hier findet eine gigantische Umverteilung zu Gunsten der Reichen, des Finanzkapitals, der Börsenspekulanten statt.

Wir sind dagegen, dass die Verursacher der Krise noch „gerettet“ werden und Milliarden Euro Steuergelder geschenkt erhalten.

Wir sind dagegen, dass die Opfer der Krise, mit niedrigeren Löhnen, mehr Inflation, weniger Rente, Massenentlassungen für diese Krise zahlen müssen.

Deshalb fordern wir:



Die Reichen müssen die Krise bezahlen!



Es gibt bereits viele Ideen und Vorschläge, die wir unterstützen.

Zunächst einmal sollte die Vermögenssteuer wieder eingeführt werden!

Dann sollte eine Steuer auf alle Börsengeschäfte er hoben werden. Mit diesen Beiträgen könnten das Finanzkapital und die Börsenspekulanten für die Krise zahlen, die sie selbst in so schwindelerregende Höhen geführt haben.



Der Kapitalismus - System der Krisen und Katastrophen

Eine langfristige Lösung muß her!



Merkel und Steinbrück wollen nun angeblich das Kapital bändigen. Schuld soll nicht die „gute“ Marktwirtschaft, sondern die Profitgier sein. Sicher ist die Profitgier eine Ursache. Aber sie ist eine Ursache, die im System des Kapitalismus begründet ist. Denn der Kapitalismus beruht in seinen Grundfesten auf dem Profit und der Konkurrenz. Die Konkurrenz zwingt immer wieder zu Gewinnmaximierung und damit zu Lohnsenkung, Rationalisierung, Entlassung. Konkurrenz führt zu Überproduktion und zu regelmäßigen Krisen. Unter den Bedingungen der modernen Produktion und des Imperialismus wird ein immer größerer Teil des Kapitals in spekulativen Geschäften angelegt, weil sich damit mehr Profit in kürzerer Zeit machen lässt. Allerdings sind dann auch die Krisen umso gewaltiger - wie man jetzt sieht.

In seiner im System steckenden Gier nach Profit plündert der Kapitalismus Mensch und Natur aus: Millionen Menschen hungern, sterben an heilbaren Krankheiten; die Umwelt wird vernichtet; Kriege um Rohstoffe werden angezettelt und Millionen Menschen ermordet. Mit seiner Krise macht der Kapitalismus nun auch das Leben in den Industriestaaten immer unerträglicher für Arbeiter, Angestellte, Rentner und ihre Familien.

Und da das Kapital das weiß, bereitet es sich vor, indem demokratische Rechte und Freiheiten immer weiter abgebaut werden oder indem zur Zeit der Einsatz der Bundeswehr gegen das eigene Volk gesetzlich möglich gemacht werden soll. Man rechnet wohl mit Unruhen und Aufständen!

Innerhalb des kapitalistischen Systems kann es nur eine kurzfristige Lösung geben. Die zerstörerischen Grundprinzipien dieses Systems werden dabei nicht außer Kraft gesetzt. Und wenn die Börse wieder brummt, dann beginnt das gefährliche Spiel aufs Neue - bis zum nächsten noch größeren Zusammenbruch. Und auch Staaten können dabei zusammenbrechen wie das Beispiel Islands gezeigt hat, wo der Staat bankrott war und nur durch einen russischen Kredit am Leben gehalten wurde.

Deshalb ist eine neue Gesellschaftsordnung nötig, die nicht auf dem Profitprinzip beruht: der Sozialismus!

Sicher hat der erste Anlauf zum Sozialismus auch Schwächen und Mängel gezeigt. Aber daraus kann man lernen. Als gesellschaftliches Prinzip wurden im Sozialismus niemals hart erarbeitete Werte zerstört wie in der jetzigen Krise des Kapitalismus. Im Sozialismus ist es möglich nach den Bedürfnissen der Gesellschaft zu produzieren, ohne beständig Kapital zu vernichten und Menschen ins Elend zu stoßen. Diese Möglichkeit zu einer menschlichen Gesellschaft sollten wir nutzen und dafür kämpfen!



Der Sozialismus ist die einzige langfristige Alternative!

Herausgegeben von der Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands
 
Bankenkrise: Wer zahlt die 500 Milliarden?

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Der Sozialismus ist die einzige langfristige Alternative!

Herausgegeben von der Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands

Dumm nur, dass Dein Sozialismus schon pleite war, bevor die Bankenkrise begonnen hatte. Auch für diese Fehlspekulation bezahle ich schon, heißt Soli(-daritätszuschlag) und die Geldpumpe, die alleine in Deutschland dafür angeworfen wurde, dürfte in Summe die Bankenkrise um den Faktor 2-3 überschreiten.

Also lass bitte Dein poltisches Manifest da wo es hingehört, nämlich auf dem Friedhof der Geschichte, aber bitte nicht auf CW.
 
Google-Chef: Forschung, Infrastruktur und Breitband-Internet als Ausweg aus der Krise

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http://www.heise.de/newsticker/Google-Chef-Forschung-Infrastruktur-und-Breitband-Internet-als-Ausweg-aus-der-Krise--/meldung/119133 schrieb:

Google-Chef Eric Schmidt sieht die in den USA herrschende Wirtschaftskrise als eine Chance, das Land auf den richtigen Weg zu bringen. In einem Vortrag vor dem Think Tank New America Foundation in Washington sagte er laut einem Bericht der Washington Times, die kommende Regierung unter Barack Obama müsse sich auf die Bereiche Infrastruktur, Forschung und Energie konzentrieren, anstatt mit den vorhandenen Mitteln aus dem Krisenplan schlechte Investments zu unterstützen. Auch müsse die Regierung alle nötigen Techniken anwenden, um transparenter zu arbeiten, Informationen bekannt zu machen und die öffentliche Meinung bei Entscheidungen früher einzubinden.

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Schmidt forderte mehr Engagement beim Ausbau des Breitband-Internets. Die USA hätten die Technik erfunden, seien aber bei der Breitband-Penetration nun mittlerweile nur noch Nummer 15 in der Welt. Insofern sei die Entscheidung der Regulierungsbehörde FCC für die Öffnung des "weißen Raums" für neue Dienste bedeutend und richtig. Zum Thema Forschung sagte Schmidt, die USA hätten zwar das beste Hochschulsystem der Welt, doch reiche die bisherige Visaregelung nicht aus, um die dort gut ausgebildeten ausländische Fachkräfte im Land zu behalten.
Für den Chef eines Unternehmens, das im Internet tätig ist, sind solche Forderungen wie nach dem Breitband-Ausbau nicht ungewöhnlich. Gewicht könnten Schmidts Worte aber dadurch bekommen, dass er – sowie auch der für Energiefragen bei Google zuständige Dan Reicher – einer der Wirtschaftsberater Obamas zumindest für die Übergangszeit bis zu dessen Amtseinführung am 20. Januar 2009 ist.
Einen ersten Schritt hin zu einer offeneren Politik und zu mehr Bürgermitsprache mag der kommende US-Präsident durch die Installation einer neuen Internetplattform absolviert haben. Auch will sich Obama anders als der jetzige US-Präsident der Herausforderung des Klimawandels stellen. Die USA sollen in diesem Bereich künftig eine Führungsrolle einnehmen. (anw/c't)
 
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