Ayn Odin - Android Handheld in gehobener Preisklasse (Review Coming Soon)

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Phiron

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Seit Erscheinen der Nintendo Switch ist mobiles Gaming auch bei den Herstellern in aller Munde. Viele Hersteller wollen etwas vom Kuchen haben. Das beste Beispiel ist hier wohl das Steam Deck, welches einen leistungsstarken Handheld darstellt, welcher die meisten Spiele, die es auf Steam zu erwerben gibt, nativ unterstützt. Auch unterstützt der Handheld Game Streaming via Steam Remote Play.
Dem Thema Game Streaming widmen sich derzeit viele Hersteller, wie beispielsweise Logitech mit ihrem Logitech G Cloud, welches primär darauf ausgelegt ist und deshalb weniger Wert auf Hardware-Spezifikationen legt.

Die Firma Ayn aus China ließ sich in jüngster Vergangenheit ihren eigenen Handheld über Kickstarter finanzieren und da es hier ja auch so einige Steam Deck und Handheld-Liebhaber gibt, dachte ich, ein Thread mit baldigem Review wäre genau das richtige.




Ayn Odin
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Der Ayn Odin erschien/erscheint in drei Varianten, welche mit unterschiedlichen Hard- und Software-Spezifikationen daher kommen.
So gibt es eine Lite-, eine Base-, und eine Pro-Variante.

Spezifikationen des Odin Lite

Prozessor:
Mediatek Dimensity D900; Dual-Core A78 @ 2.4 GHz; Six-Core A55 @ 2.0 Ghz

Grafikeinheit:
Mali-G68 MC4

RAM:
4GB LPDDR4x

Speicher:
64 GB UFS 2.1; TF Card Support

Bildschirm:
6 Zoll; 1920 x 1080p LCD-Screen mit Touch Panel, 369ppi, Dragontrail Glass

Videoausgang:
HDMI

Audio:
Audio Codec & Speaker Amplifier (2x1W)

WiFi:
WiFi 6 (a/b/g/n/ac/ax)

Bluetooth Version:
Bluetooth 5.2

Anschlüsse:
USB 3.1 Type C / Mini HDMI / 3.5mm Audio Jack

Betriebssystem:
Android 11.0

Akku:
5000 mA

Stromversorgung:
Fast Charging

Größe:
224*95*15



Spezifikationen des Odin Base und Odin Pro

Prozessor:
Qualcomm Snapdragon SD845; 64 Bit-Prozessor (Kryo 385); Quad-Core kryo Gold @ 2.8 GHz, 256KB L2; Quad-Core Kryo Silver @ 1.8 GHz, 128 KB L2

Grafikeinheit:
Adreno 630@ 787 MHZ

RAM:
4GB LPDDR4x
8GB LPDDR4x

Speicher:
64 GB UFS 2.1 / TF Card Support
128 GB/256GB UFS 2.1 / TF Card Support

Bildschirm:
6 Zoll; 1920 x 1080p LCD-Screen mit Touch Panel, 369ppi, Dragontrail Glass

Videoausgang:
HDMI + Display Port

Audio:
Qualcomm Aqstic Audio Codec & Speaker Amplifier (2x1W)

WiFi:
2.4 / 5G WiFi; WiFi 802-11 (a/b(g/n/ac)

Bluetooth Version:
Bluetooth 5.0

Anschlüsse:
USB 3.1 Type C / Mini HDMI / 3.5mm Audio Jack

Betriebssystem:
Android 10.0

Akku:
5000 mA
6000mA

Stromversorgung:
Quick Charge 3.0 / 4.0 / 4.0 +

Größe:
224*95*15

Vergleicht man die Spezifikationen mit denen des Steam Deck, so wird man schnell merken, dass das Steam Deck leistungsfähiger ist, jedoch über auch eine geringere Bildschirmauflösung und einen weitaus höheren Preis verfügt. So zahlt man für das Steam Deck in seiner "kleinsten" Variante einen UVP von 399$. während der Odin Pro eine UVP von 289$ hat.
Das die tatsächlichen Preise gerade hier in Deutschland derzeit höher ausfallen, muss ich nicht erwähnen.
Ich selbst habe für den Odin Pro ebenfalls weitaus mehr bezahlt. Knappe 355€ plus Gebühren, weshalb ich letztendlich auf 453€ komme.
Die hohen Gebühren fallen deshalb an, weil es derzeit nur wenige Shops gibt, die den Odin anbieten und dies automatisch auch den Preis in die Höhe treibt.
So verlangt AliExpress derzeit die günstigsten Preise dank verschiedener Anbieter, mit der üblichen langen Wartezeit. Auch Banggood bietet das Pro Modell an, ist jedoch mit 517€ für die 256GB-Version am teuersten und die Wartezeit ist ebenfalls lange, da der Händler auch aus China verschickt.
Ich selbst habe bei kiboTEK bestellt. Diese versenden aus Spanien und versprechen eine Lieferung innerhalb von 3 Werktagen.
Doch was ist der Odin denn jetzt genau?
Der Odin wird von vielen aufgrund seines Preises als gute Alternative zum Steam Deck gesehen, ist aber primär eine Emulations- und Cloud Gaming-Konsole, als dass man Steam-Spiele direkt darauf abspielt.
Zwar ist es möglich Windows 11 auf dem Handheld zu installieren und für einfachere Titel in geringen Einstellungen dürfte es auch reichen. Der Zweck ist aber wie bereits erwähnt die Emulation und Game Streaming.

Bis hinzu Wii, GameCube, PS2 und Dreamcast-Emulation soll nahezu alles vernünftig laufen.

Und genau dafür habe ich mir den Odin Pro jetzt bestellt. Und eben auch um PC-Spiele über die Cloud zu nutzen.
Wie sich der Odin schlägt, werde ich dann berichten.
Es gibt auch eine Docking Station, welche allerdings dem Gerät nicht beiliegt. Diese verfügt über Anschlüsse für originale Nintendo 64-Controller, sowie über Nintendo GameCube-Ports.

Wenn ihr Interesse habt wie bestimmte Spiele laufen, lasst mich dies wissen. Vielleicht besitze ich einige davon und kann diese testen.
Oder vielleicht besitzt ihr bereits einen Odin und könnt sogar mir berichten?

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Du hast dir sehr viel Mühe mit dem Startpost gegeben. Ich bin auch auf deine Erfahrungen gespannt. Thread wird abonniert. Für Odin! 🍺 <- Met
 
bin auch mal gespannt aufs erfahrungsberichte.
aber puh, ein sd845 hat durchaus schon einige jährchen auf dem buckel. das wär mir persönlich schon ZU outdated.

aber am ende kommt es ja darauf an, dass das, was man damit möchte, gut läuft.
bin jedenfalls gespannt :yeah:
 
So eben habe ich die Email erhalten, dass das Gerät Freitag geliefert werden soll. Ich versuche meine Eindrücke dann am Sonntag mit euch zu teilen.

Und entschuldigt die ganzen Tippfehler oben. Habe mir den Text nach dem abschicken nicht nochmal durchgelesen. 😳
 
  • Lob
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Sry frü den Doppelpost. Der Odin ist da. Die ersten Eindrücke sind sehr gut. Fotos sind geschossen. Gamepass und Steamlink funktionieren besser als auf allen Plattformen, die ich bisher genutzt habe. Werde jetzt noch paar Emulatoren testen. Freut euch drauf. :awesome:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, verspätet sich das Review. Das liegt zum einen daran, dass ich es bereits fertig hatte, dann aber den Browser versehentlich geschlossen habe, weshalb die ganze Arbeit umsonst war. Zum anderen ist es mir gelungen auch ein Odin Super Dock zu ergattern, was morgen erscheinen soll.
Das Review wird aber noch diese Woche erscheinen. Ich hoffe Interesse ist noch da.
 
Wenn ich hier was schreibe, nicht abschicke und den Browser schließe, dann bleibt es so lange im Antwortfenster bis ich es lösche.
 
Ist bei mir leider nicht so. Manchmal bleiben Texte erhalten, wenn ich versehentlich auf "vorherige Seite" klicke und dann schnell wieder zurück. Aber auch nicht immer.
 
Review zum Ayn Odin Pro

Vorwort:
Da der der Odin ein relativ leistungsstarker Handheld ist, werde ich die Emulation von Nintendo 64, Playstation 1 und älteren Konsolen in diesem Review auslassen. Diese Konsolen konnten bereits vor rund zehn Jahren auf Smartphones und Laptops ohne sonderlich leistungsfähiger Ausstattung wunderbar emuliert werden und jedem sollte klar sein, dass der Odin mit diesen Plattformen keinerlei Probleme hat. Mein Hauptaugenmerk in diesem Review liegt auf die Emulation "moderner" Retro-Konsolen, sowie dem Cloud Gaming. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.


Das Paket ist da!

kiboTek versprach eine Lieferzeit von drei Werktagen und auch wenn sie diese nicht ganz einhalten konnten, so kann ich nur sagen lief der komplette Versand bis hin zur Lieferung vorbildlich ab. Ich konnte jederzeit sehen, wo mein Paket war und UPS lieferte es mir tatsächlich zeitnah an einem Donnerstag (Die Bestellung wurde an einem Sonntag aufgegeben).
Geliefert wurde der Odin in einer versiegelten schwarzen Packung mit goldenem Odin-Logo drauf. Nach dem Öffnen erwartete mich zunächst eine separat verpackte Panzerglasscheibe, leider jedoch ohne Desinfektionstuch, Staubtuch und Co. Weshalb sich das Anbringen der Panzerglasscheibe als recht schwierig erweist.
Gefolgt von der Panzerglasscheibe erwartete mich gut verpackt die Handheld-Konsole ansich, eine Gebrauchsanleitung (englisch) und ein USB C-Ladekabel. Ein Adapter für das Kabel wird nicht mitgeliefert.

Der Odin selbst fühlt sich verdammt hochwertig an. Das Gehäuse besteht zwar aus Plastik, jedoch erinnert hier nichts, wirklich gar nichts an die typischen preiswerten China-Geräte die man sonst so erwerben kann. Nichts wackelt oder wirkt billig. Sämtliche Tasten lassen sich einwandfrei drücken, die Joysticks verfügen über L3- und R3-Funktionalität, sind also "klickbar" und auf der Rückseite befinden sich zwei zusätzliche Tasten, welche sich natürlich wie sämtliche Tasten frei programmieren lassen.
Das Gerät wirkt auf mich tatsächlich auch hochwertiger als die Nintendo Switch, weshalb er sich weitaus edler anfühlt.
Der Odin selbst kommt mit einem Akku-Stand von 97% an, es kann also gleich losgelegt werden.
Das Betriebssystem startet schnell und läuft flüssig. Da wir hier von einem Android-Gerät reden, habe ich mich natürlich gleich mit meinem Google-Account eingeloggt. Apropo Android. Der Odin enthält ein sauber installiertes Android-Betriebssystem ohne viele Modifikationen. Wer schon einmal andere China-Geräte mit Android genutzt hat, der weiß vielleicht, dass einige Hersteller wie Powkiddy ganz gerne mal modifizierte Android-Versionen auf ihrem Gerät installieren. Mit dem Hintergrund, dass es sich um chinesische Software handelt, hat dies dann immer einen faden Beigeschmack.
Beim Odin jedoch braucht man diese Bedenken nicht haben.

Es erwartet einen die typische Android-Oberfläche mit den vorinstallierten typischen Apps wie Chrome, YouTube, Playstore und Co. auf einem hervorragendem, scharfen Full HD-Display mit satten Farben und 60 Hertz.


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Der Odin Launcher

Ebenfalls als App installiert ist der sogenannte Odin Launcher. Der Odin Launcher ist eigentlich nichts weiteres als eine alternative Oberfläche, welche dem Nutzer die Verwendung vereinfacht und einige Zusatzfunktionen mit sich bringt. Hier lassen sich installierte Apps noch einmal in einem übersichtlichen Menü verknüpfen, grundlegende Einstellungen vornehmen (TV-Settings, Helligkeit, LED der Knöpfe und Joysticks ein-/ausschalten usw.), als auch eine extra FPS-Anzeige aktivieren. Ebenfalls kann man im Odin Launcher zwischen Normal, Performance und High Performance umschalten.

Diese drei Modi dienen dazu um die Leistung des Odins hoch oder niedrig zu takten, jenachdem wie viel Leistung man gerade benötigt.
Emulatoren älterer Konsolen, so wie Cloud Gaming benötigen beispielsweise weit weniger interne Leistung und so kann man im Normalen Modus natürlich mehr Energie sparen, was sich positiv auf die Spielzeit auswirkt. Emulatoren wie beispielsweise der Dolphin benötigen hingegen mehr Leistung, weshalb hier der Performance oder der High Performance-Modus für einen ordentlichen Boost sorgen. Die Modi machen sich natürlich auch durch den Lüfter bemerkbar. Während der Lüfter des Odins im normalen Zustand aus ist, so springt er im Performance-Modus zwar sofort an, ist aber kaum zu hören. Im High Performance-Modus hingegen läuft der Lüfter auf 100% und ist vergleichbar mit dem Lüfter der Nintendo Switch. Wobei ich der Meinung bin, dass die Nintendo Switch tatsächlich noch etwas lauter ist.



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XBox Game Pass und Steam Link

Cloud Gaming ist natürlich ein sehr umstrittenes Thema, aber machen wir uns nichts vor. Es wird irgendwann eine Zeit kommen in der Cloud Gaming alltäglich wird und was soll ich sagen. Ich bin kein eindeutiger Gegner davon, sondern sehe es sowohl mit Nachteilen als auch mit Vorteilen verbunden.
Fakt ist jedenfalls, dass die Zeiten in denen man eine 100.000er-Leitung brauchte um Spiele über das Internet zu spielen schon längst vorbei sind. Ich bin mir nicht einmal sicher ob es diese Zeiten wirklich gab oder das ganze nur Mundpropaganda war.
Ich jedenfalls besitze nur eine 50.000er DSL-Leitung seit meinem Umzug auf's Dorf und ich kann mit diesem Gerät Spiele aus dem Game Pass, wie z.B. A Plague Tale Requiem flüssig in 1080p und mit 60 FPS spielen. Die Tasten des Odins wurden automatisch als Controller erkannt. Ich konnte also sofort loslegen und das Spiel auf meinem neuen Handheld genießen.
Doch nicht nur das funktioniert wunderbar. Auch Spiele direkt von meinem Gaming PC lassen sich perfekt auf den Odin über WLan streamen.

Getestet habe ich das ganze mit Hogwarts Legacy. Während ich das Spiel auf meinem PC auf Ultra in 1440p bei hohen zweistelligen bis dreistelligen FPS spiele, so wird das Spiel auf dem Odin natürlich in 1080p und 60 FPS wiedergegeben. Aber mein Gott sind diese FPS stabil.
Zugegeben ich habe nichts anderes erwartet, da meine 3060 Ti bei 1080p und 60 FPS nicht annähernd ins Schwitzen kommt.
Jedoch ist es so, dass ich beim testen von Game Streaming, egal ob via Steam Link oder Moonlight auf meinem Fire TV-Stick oder auch auf meinem PowKiddy öfters Ruckler und Meldungen hatte, weil die Verbindung nicht stabil genug war.
Mit dem Odin ist das anders. Obwohl mein Router im oberen Stockwerk steht, konnte ich meine Spiele im ganzen Bereichs des Erdgeschosses einwandfrei ohne Ruckler in knackscharfen 1080p spielen.

Den Test als Streaming Maschine besteht der Odin also ohne Zweifel und ich habe bisher noch kein besser geeignetes Gerät besessen (Mit Ausnahme eventuell von einem Smartphone, habe dies jedoch nie getestet).

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Die Emulation

Der Odin wird von Ayn am meisten als Emulations-Konsole beworben, welcher mühelos Spiele von PSP, PS2 bis zum GameCube abspielen kann. Doch stimmt dies auch?
Die Antwort ist ja und auch nein.

Zu aller erst einmal folgendes. Ayn macht hier keine falschen Versprechungen. Spiele wie God of War, Dragonball Z Tenkaichi Tag Team, GTA China Town Wars auf der PSP laufen alle problemlos in voller Geschwindigkeit und bis zu dreifacher/vierfacher Auflösung. 1080p ist hier kein Problem.
Alles darüber ist jedoch mit etwas Feintuning verbunden.

Insbesondere bei den Nintendo-Emulatoren muss man sich durchaus mal ausprobieren.
Wer 3DS-Spiele über Citra emulieren will, der sollte die Citra-Version aus dem Playstore ignorieren und gleich zur Citra MMJ-Applikation aus dem Internet greifen. Diese funktioniert bedeutend besser und Spiele wie New Super Mario Bros. 2, The Legend of Zelda Ocarina of Time, The Legend of Zelda Majoras Mask, Mario Kart 7 laufen in 720p und 960p (höchstmögliche Auflösung) in voller Geschwindigkeit. Tatsächlich gibt es nur ein Spiel, welches ich getestet und nicht in 720p und 60 FPS zum laufen gekriegt habe. Und das ist Donkey Kong Country Returns 3D.

Bei Dolphin hingegen wird es noch einmal etwas kniffliger. Wer Dolphin nutzt weiß, dass dieser Emulator wohl mehr Einstellungsmöglichkeiten als alle anderen Emulatoren besitzt. Und auch viele Versionen. Die Version aus dem Playstore ist hier ebenfalls nicht unbedingt zu empfehlen. Dafür funktionieren jedoch Dolphin MMJR und Dolphin MMJR2 um so besser. Klassiker wie The Legend of Zelda Wind Waker, The Legend of Zelda Twilight Princess, The Legend of Zelda Four Swords Adventures, Soul Calibur II, Viewtiful Joe 1 und 2 und Mario Kart Double Dash funktionieren ohne großartig rumzudoktern in 1080p und 60 FPS. Und das sogar mit Widescreen-Hack. Es gibt aber auch schwieriger zu emulierende Spiele. Ein Kandidat ist hier FZero GX. Wer das Spiel in 1080p, Widescreen und mit 60 FPS genießen will, sollte unbedingt zu Dolphin MMJR 2 greifen und Emulated CPU Clock Speed auf 400% stellen. Eine funktionierende Einstellung die ich selbst nach einigen Stunden erst entdeckt habe. Auch Donkey Kong Country Returns für Wii lief, ähnlich wie die 3DS-Version anfangs wesentlich langsamer. Wer hier die CPU-Einstellung auf 40% drosselt, wird das Spiel jedoch vernünftig in 720p spielen können.

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Tatsächlich gibt es nur ein Nintendo GameCube-Spiel, welches ich nicht zum laufen gebracht habe. Als großer Harry Potter-Fan wollte ich natürlich sehen, wie die alten Potter-Spiele vom GameCube performen. Und während Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Quidditch Weltmeisterschaft und der Feuerkelch gut bis sehr gut performen, so lässt sich der Gefangene von Askaban nicht spielen. (Zumindest noch nicht, mehr dazu aber weiter unten)
Dies habe ich jedoch auch erwartet, da dass Spiel selbst auf aktuellen Rechnern selten wirklich gut läuft.

Im Allgemeinen kann ich jedenfalls behaupten, dass sich GameCube-Spiele wirklich sehr gut darauf spielen lassen und das in vielfacher Auflösung. Der ein oder andere seltene Titel benötigt jedoch etwas Feintuning. Und damit sollte man sich bei Wii-Spielen erst recht auseinandersetzen.
Denn obwohl die Wii von vielen ja nur als ein GameCube 2.0 gesehen wird, so ist diese Plattform dennoch wesentlich schwieriger zu emulieren und so gibt es dennoch ein paar mehr Spiele die wohl Probleme machen werden.
Donkey Kong habe ich oben ja schon erwähnt. Doch auch Spiele wie Metroid Other M oder Mario Galaxy 2 sind für den Odin nicht problemlos abspielbar und ich habe auch noch keine Möglichkeit gefunden, diese Spiele mit konstanten 60 Frames in 720p oder gar 1080p abzuspielen, daher laufen sie etwas langsamer. The Last Story lief ebenfalls nicht sonderlich gut, ich habe jedoch auch noch nicht mit den Settings experimentiert.
Es gibt aber auch Spiele die sehr gut laufen und das auf Anhieb. New Super Mario Bros. Wii und Muramasa The Demon Blade funktionieren sehr gut und auch ein Sonic Colours läuft mit vollen 30 FPS wie auf der Konsole und das in 720p.

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Wie ihr seht ist der Odin also tatsächlich eine sehr gute Konsole um GameCube-Spiele zu emulieren und ich glaube ehrlich gesagt nach jetzigem Stand nicht, dass es großartig Titel gibt die nicht auf dem Odin spielbar sind (Bis auf vielleicht Harry Potter 3). Einige wenige Titel müssen aber richtig eingestellt werden.
Noch mehr wird das bei Wii-Spielen gelten. Es gibt Spiele die laufen auf Anhieb und Spiele die müssen optimiert werden. Es wird aber wohl auch Wii-Spiele geben die gar nicht laufen. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ein Silent Hill Shattered Memories mit seinen komplexen Schattenberechnungen wird wahrscheinlich nicht abspielbar sein. Zumindest nicht die Wii-Version.

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Die Docking Station

Separat zu erwerben gibt es das Ayn Odin Super Dock. Dies ist eine Dockingstation, ähnlich wie die der Nintendo Switch. Ich selbst habe diese gebraucht auf ebay erworben, daher kann ich nicht für den Inhalt garantieren. Ich kann aber sagen, dass bei meiner keinerlei Kabel dabei waren.
Aus diesem Grund habe ich eines meiner vorhandenen USB C- und HDMI-Kabel verwendet. Und so genial und toll ich den Odin finde, um so enttäuschter bin ich vom Super Dock.

In der Theorie besitzt das Super Dock eine USB C-Steckverbindung die das Signal zum Odin garantiert, einen 4k HDMI-Port für den Anschluss an den Fernseher, einen Micro HDMI-Port für eine weitere Verbindung zum Odin und einen 1080p HDMI-Port für den Anschluss an den Fernseher.
Wollt ihr den Odin an den TV anschließen und das Bild in 4k ausgeben, reicht ein Anschluss via 4k HDMI-Port mit HDMI-Kabel zum Fernseher. Doch aus irgendeinem Grund habe ich über das Dock kein Signal an den TV bekommen. Nehme ich jedoch ein USB C zu HDMI-Kabel und schließe den Odin ohne Dock an den TV erhalte ich ein sauberes 4k-Bild. Ergibt für mich keinen Sinn, aber ist so. Aus irgendeinem Grund funktioniert die 4k-Ausgabe über das Dock nicht.

Kurioser wird es, wenn ich ein Full HD-Signal haben möchte. Dieses erlange ich beim Odin Pro nur in dem ich den Odin selbst per Micro HDMI-Kabel mit dem Dock verbinde und vom Dock aus ein HDMI-Kabel vom 1080p HDMI-Port zum Fernseher führe.
Was soll das?
Wieso kann nicht alles über einen HDMI-Port und der USB C-Verbdinung zwischen Odin und Dock laufen? In einem englischen Forum habe ich gelesen, dass der Grund hierfür wohl der Odin Lite ist, da dieser kein 4k beherrscht. Aber diese ganze Kabelei ist nicht dennoch nicht schön.

Ebenfalls sinnlos ist das "Frontglas". Das Super Dock besitzt ein abnehmbares Plastikglas, welches den Odin scheinbar schützen soll, wenn er im Dock steckt. Ich persönlich habe diese Frontabdeckung jedoch nicht angebracht, da das rein- und rausnehmen des Odins sich damit viel zu eng angefühlt hat und ich den Touchscreen gerne auch im Dock weiter benutze zum navigieren.

Toll sind jedoch die Anschlüsse für Nintendo GameCube-Controller. Alle zwei Controller die ich besitze funktionierten auf Anhieb, ohne das ich extra etwas aktivieren musste. Selbiges wird wohl auch auf Nintendo 64-Controller zutreffen, jedoch habe ich diese noch nicht testen können.


Fazit: Ist der Odin der ultimative Retro Handheld?

Der Ayn Odin Pro kann viel. Verdammt viel. Er ist nicht nur eine verdammt gute Streaming-Maschine, sondern auch die wohl stärkste reine Emulationskonsole, welche man derzeit erwerben kann. GameCube- und 3DS-Spiele sind für den Odin in der Regel kein Problem, Wii-Spiele kann er stellenweise. Über PSP-Spiele lacht er.
Man darf nicht vergessen, dass Konsolenemulation schon immer sehr experimentierbedürftig war. Und für das was der Odin sein will, macht er seine Sache wirklich verdammt gut. Immerhin spielt er die Spiele in vielfacher Auflösung.
Also ja er ist so eine Art ultimativer Retro-Handheld. Zumindest wenn man ihn mit den bisherigen Pendants vergleicht. Aber er ist natürlich kein Steam Deck und will es auch nicht sein. Das macht sich glücklicherweise im Preis bemerkbar.

Wer also nach einer Emulations- und Streaming-Konsole sucht, ohne gleich 800€ für das Steam Deck auszugeben und Spiele bis zur GameCube und PS2-Ära in 1080p spielen möchte, der sollte zuschlagen oder den Nachfolger Ayn Loki im Auge behalten.
Von mir jedenfalls geht eine Empfehlung raus und Herrgott, ich liebe das Teil.


Anmerkung: Aus zeitlichen Gründen habe ich natürlich noch nicht alle Spiele testen können, die ich besitze und auch den PS2-Emulator konnte ich noch nicht ausgiebig testen. Ich erlaube mir deshalb, dieses Review unter Vorbehalt zu veröffentlichen und werde in der Zukunft möglicherweise Änderungen an dem Review vornehmen.


Leider war ich wieder einmal gezwungen einen Doppelpost innerhalb von einer Minute zu machen, da es auf CW nachwievor die 1000 Zeichen-Regelung gibt. Vielleicht kann ein Mod die Posts zusammenfügen, eventuell sogar in den Startpost?
 
Ich push mal diesen Thread. Warum? Bin nach über einem halben Jahr immer noch begeistert von dem Teil und hoffe einfach, dass mehr Leute auf diesen Zug aufspringen. Im Gegensatz zum Steam Deck, Rog Ally und Co, kriegt man hier wirklich ein verdammt gutes PL-Verhältnis. Das Dock akzeptiert sogar die Nintendo Switch.
Ein OoT 3D in 1080p sieht in Verbindung mit dem mClassic und dem 4k Gamer Pro wirklich fantastisch, wenn nicht wie 4k aus und Naruto Storm Connections via Remote Play überm PC sieht unglaublich aus, egal ob in 4k am TV oder 1080p im Handheld-Mode (runterskaliert von 1440p oder 4k). Das trifft natürlich auch auf alle anderen PC-Spiele zu.
Gerade Gamer, die mit dem neuen Sony Handheld liebäugeln und einen PC besitzen, kann ich das Ding wirklich empfehlen. Vorallem im Gegensatz zu diesem Lenovo Handheld. Cloud Gaming, Remote Play und native Android-Spiele bzw. Emulation laufen wirklich sehr gut. Wer noch mehr Leistung braucht, es gibt mittlerweile sogar den ODIN 2. Der kann scheinbar sogar die Switch emulieren.
Wenn noch wer Interesse an dem Teil hat und Bilder von Spielen sehen will, einfach mal melden.
Der Odin Pro wird mittlerweile auch immer günstiger und ist sein Geld wirklich wert.
Vorallem wenn jemand gerne Remote Play vom PC betreibt, der kriegt hier einen wirklich zukunftssicheren Handheld.
 
  • Lob
Reaktionen: Avi
Das mit dem Preisverhältnis ist halt so eine Sache wenn man den Steamdeck gerade für 250- 300€uro (gebraucht) hinterher geworfen bekommt
 
Das Teil braucht in erster Linie nur eins: eine fette Werbe- Kampagne. Ich bin mir sicher das kaum einer weiß das es überhaupt existiert. Der Name an sich wird schon viele Käufer anlocken, aber dafür braucht es Internet- und TV- Werbung. Ich habe bisher nichts dergleichen gesehen.
 
Old Thread is old. Aber ein kurzes Update. Ich habe oben geschrieben, dass ich über den 4k-Output des Docks kein Signal kriege.

Das muss ich korrigieren. Ich habe das Dock stets mit dem mClassic und dem 4k Gamer Pro im Einsatz. Es ist aber so, dass der mClassic scheinbar die Ursache war. Er skaliert das Bild vom Odin automatisch auf 4k 30 FPS. Mit diesem Signal kann der 4k Gamer Pro jedoch nichts anfangen und deshalb kam stellenweise kein Bild am TV. Das Problem wird gelöst, wenn man im laufenden Betrieb einmal das HDMI-Kabel abschließt und dann wieder anschließt, dann läuft alles perfekt in 4k und 60 FPS.
Und ich sage euch, Spiele die ich an meinem PC-Monitor mittlerweile in echtem 4k spiele, sehen auf dem Odin mit Mclassic und 4k Gamer Pro kaum schlechter aus, obwohl sie eigentlich in 1080p laufen, welche auf 4k hochskaliert werden.

Demnächst teste ich den ABXYLUTE. Wenn ihr Interesse habt, bin ich gerne bereit ein Review dazu zu verfassen.
 
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