Ja, darauf spiele ich an, aber die EU kann ja faktisch noch nicht mal die Logistik für die Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg alleine umsetzen
Auch das stimmt nicht, natürlich kann sie das auch ohne die USA.
Aber nicht mit der selben Effizienz.
Was uns direkt zur nächsten Frage bringt ....
und ist da auf die USA angewiesen, wie soll sich dann die EU verteidigen können? Die EU bekommt doch so viel derzeit noch nicht alleine hin.
Man muß sich einfach mal von diesem Schwarz/Weiß Denken lösen.
Etwas nicht perfekt oder zumindest gut hin zu bekommen bedeutet NICHT es gar nicht hinzubekommen.
Gehen wir mal in die Theorie und gehen von einem Worst Case Szenario aus.
Russland hat den Ukraine Krieg gestern gewonnen und steht heute mit seinen Armeen an der polnischen und baltischen Grenze und erklärt uns den Krieg.
Trump schickt uns thougts und prayers im Rahmen des Artikel 5. Ansonsten steht Europa KOMPLETT ohne USA da.
Also ein Szenario was im Prinzip auf mehreren Ebenen absolut unwahrscheinlich ist aber nun gut.
Ohne die USA verfügen wir heute über schmerzhafte Fertigkeitslücken.
Da wäre zum einen Intel ... also Aufklärung. Auch wir (EU) haben bereits heute AWACS ähnliche Flugzeuge und Sateliten aber natürlich weder in dem Ausmaß noch der Qualität wie es die USA haben.
Dann gibt es andere Fähigkeitslücken, die erstmal so gut wie nicht ins Gewicht fallen würde. Expeditionsfähigkeiten mit der Marine, Tankflugzeuge für die Luftstreitkräfte etc.
Der wirklich entscheidende Nachteil und im Prinzip wunde Punkt ist die Luftabwehr.
Laut NATO Doktrin wurde dieser Bereich fast volkommen durch die USA abgedeckt, so das diese in den anderen Streitkräften wenig bis kaum vorhanden ist und sich aktuell im Aufbau befindet.
Was würde das also für die EU bedeuten? Würden wir direkt die weiße Fahne schwenken weil wir "Fähigkeitslücken" haben und auf irhendwelchen Plänen nicht im Zeitplan sind? Nein, natürlich nicht.
Die EU würde sich zur wehr sitzen und Russland mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit in einem rein konventionellen Krieg eindeutig besiegen.
Aber es würde dauern ... und vor allem auf Seiten der EU gerade in der Anfangszeit zu horrenden Verlusten führen.
Aufgrund der desolaten Situation der Luftabwehr könnte man in der Anfangsphase des Krieges seine militärischen und zivilen Zentren nur sehr ungenügend schützen. Dazu würde die Munition bei hoher Intensität vermutlich nur die ersten Wochen reichen bevor sie extrem rationiert wird. Die Städte währen russischen Raketen, Gleitbomben und Drohnen dann mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert und wir (EU) hätten es bis an die französische Grenze vermutlich mit zehn- bis hundert tausenden Toten Zivilisten und mindestens 2 bis 3x so vielen Soldaten als Verluste zu tun.
Die gesamte Anfangsphase eines solchen Krieges würde unter dem "Motto" laufen Zeit durch Leben und Blut zu erkaufen.
Es gibt aber keinen Zweifel, das die EU aufgrund ihrer industriellen Macht diesen anfänglichen Nachteil sehr schnell ausgleicht und die Russen da sehr eindeutig zurück drängen würde und die absolute Dominanz aufg dem Schlachtfeld haben wird.
Auch sind die Luftstreitkräfte der EU bereits heute auch ohne die USA denen Russlands um ein vielfaches sowohl quantitativ als auch qualitativ überlegen. Man würde von Anfang an die Luftüberlegenheit bis Luftherschaft haben. Und anders als die Ukraine verfügt die EU über ausreichend DIstanzwaffen die bis weit nach Russland hinein reichen und genau die Waffen und FLugzeuge zerstören können, die unsere Städte bombardieren.
Trotz dieser sehr sicheren Siegesaussichten, will man dieses Szenario natürlich nicht, bei denen hundert tausende EU Bürger den Tod finden würden und wir dutzende zerstörte Städte hätten.
In diesem Bericht geht es um Ziesetzungen, die genau einen solchen Überfall Russlands verhindern sollen. Entweder weil das Abschreckungspotential zu hoch ist oder aber indem man einen solchen Überfall durch militärische Überlegenheit direktg in der Anfangsphase im Keim erstickt.
Und DAS! zweifelt dieser Bericht an, das wir diese Stärke bis 2030 bereits inne haben werden