Am 11. Juni 2026 eröffnen Mexiko und Südafrika die Weltmeisterschaft. Gespielt wird im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Für 14.000 Zuschauer ist der Eintritt dabei kostenlos. Sie müssen für ihren Platz nichts bezahlen - so ist es zumindest gerichtlich entschieden.
Der Grund liegt rund 60 Jahre zurück. Mitte der 1960er-Jahre baute Mexiko ein neues Nationalstadion. Anlass waren die Olympischen Sommerspiele 1968 und die WM 1970. Mehr als 100.000 Zuschauer sollte die Arena fassen.
Während des Baus ging dem Land das Geld aus. Die Lösung war für ein Stadion dieser Größe einmalig. Schon vor der Fertigstellung verkaufte man feste Plätze an wohlhabende Anhänger. Es waren 600 Logen mit je rund zehn Sitzen und dazu 8.000 Tribünenplätze.
Die Käufer erhielten ein außergewöhnliches Versprechen. Sie dürfen 99 Jahre lang jede Veranstaltung im Stadion besuchen. Das gilt bis zum Jahr 2065, und das ohne Zusatzkosten. Zusammen sind das rund 14.000 Plätze.
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Mit dem Urteil endete der Konflikt nicht. FIFA und Betreiber setzten die Besitzer auf anderen Wegen unter Druck. Erst durften sie keine eigenen Speisen und Getränke mitbringen, obwohl das sonst erlaubt ist. Als Alternative gab es nur Catering-Pakete für 123.000 bis 262.000 Pesos, also rund 6.100 bis 13.000 Euro. Wer einzelne Plätze weiterverkaufte, dem drohte ein Bann für das ganze Turnier. Mexikanische Gerichte kippten beide Maßnahmen im Mai.
Gut eine Woche vor dem Eröffnungsspiel fehlte den 14.000 Besitzern aber noch etwas Entscheidendes. Ihre elektronischen Tickets waren bis dahin nicht angekommen. Betroffen war nach Angaben des Verbandes die gesamte Gruppe, nicht nur ein Teil. Laut Ruano Ortega hätte die Zustellung spätestens am vergangenen Freitag erfolgen müssen.
Der Funktionär wählte danach drastische Worte. "Sollten sie uns den Zutritt verweigern, reichen wir Beschwerde ein und beantragen die gerichtliche Genehmigung zum Einsatz von Gewalt", sagte er. "Die Situation könnte eskalieren."