Zero Tolerance Deutsche Wirtschaft 2025

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4) Wenn Politik thematisiert wird, gelten die üblichen Verhaltensregeln, wie keine Politikerbeleidigungen und dass Kritik angemessen sein sollte.

Ehepaar A wohnt bis zur Rente zur Miete und verprasst das überschüssige Geld für ausgedehnte Urlaubsreisen, Kreuzfahrten und sonstigen Luxus. Altersheim zahlt der Staat.

Ehepaar B finanziert sich ein Eigenheim, fährt nie in den Urlaub und spart sich auch sonst nahezu alles vom Mund ab. Das Altersheim sollen sie selber bezahlen.

Nicht sehr gerecht.
ich wohne in bayern raum münchen... eigenheim ist bei uns eigentlich nurnoch durch ererben möglich...

meine eltern haben etwas weggespaart. finanziell geht es uns nicht schlecht. im fall von pflege ist das ersparte aber gefährdet. ein kollege von mir erbt einmal ein haus das ca 1000k wert ist. warum soll hier pflege subventioniert sein?

meine lösung wäre ein freibetrag in dem jedes vermögen mit einfließt und gleich behandelt wird...

und zu deinem beispiel... ich spare etf... und muss davon ja vermutlich später auch meine pflege zahlen. im gegensatz zu dem der nicht spart und sein geld verlebt... ;)
 
Erbschaftssteuer wird immer dann debattiert wenn es dem Staat dreckig geht.

Hier in Österreich wurde die vor Jahren abgeschafft weil der bürokratische Aufwand anscheinend mehr gekostet hat als eingenommen wurde. xD
 
Ehepaar A wohnt bis zur Rente zur Miete und verprasst das überschüssige Geld für ausgedehnte Urlaubsreisen, Kreuzfahrten und sonstigen Luxus. Altersheim zahlt der Staat.

Ehepaar B finanziert sich ein Eigenheim, fährt nie in den Urlaub und spart sich auch sonst nahezu alles vom Mund ab. Das Altersheim sollen sie selber bezahlen.

Nicht sehr gerecht.

Wer vorsorgt wird in diesem Land bestraft. Sogar für die eigenen Eltern.

Ich hab hier neulich was zum Thema Elternunterhalt geschrieben. Wenn deine Eltern pflegebedürftig werden und du über 100k brutto verdienst (klingt nach viel? Wartet mal 10-15 Jahre Inflation ab) dann musst du für die Heimkosten deiner Eltern aufkommen.

Das passiert zweistufig. Erstmal wird aus deinem laufenden Einkommen abzüglich Freibeträgen geschaut wie viel du blechen musst. In einer zweiten Stufe wird dann, wenn dieser Betrag nicht ausreicht um die Heimkosten zu decken, geschaut ob du Vermögen besitzt (mit mickrigen Freibeträgen) und dieses dann ebenfalls herangezogen um den Unterhalt deiner Eltern zu bezahlen. Ausnahme bilden hierbei Immobilien diese werden im Gegensatz zu Wertpapierdepots nicht vom Staat angegriffen.

Grund-Tenor war in diesem Thread aber; Fresse halten, weil eh nur ein Luxusproblem von Leuten die 6-stellig verdienen.
 
und zu deinem beispiel... ich spare etf... und muss davon ja vermutlich später auch meine pflege zahlen. im gegensatz zu dem der nicht spart und sein geld verlebt... ;)

Eventuell bleibt davon nichts mehr viel übrig wenn du davon vorher noch die Pflege deiner Eltern bezahlen musst.
 
Wer vorsorgt wird in diesem Land bestraft. Sogar für die eigenen Eltern.

Ich hab hier neulich was zum Thema Elternunterhalt geschrieben. Wenn deine Eltern pflegebedürftig werden und du über 100k brutto verdienst (klingt nach viel? Wartet mal 10-15 Jahre Inflation ab) dann musst du für die Heimkosten deiner Eltern aufkommen.

Das passiert zweistufig. Erstmal wird aus deinem laufenden Einkommen abzüglich Freibeträgen geschaut wie viel du blechen musst. In einer zweiten Stufe wird dann, wenn dieser Betrag nicht ausreicht um die Heimkosten zu decken, geschaut ob du Vermögen besitzt (mit mickrigen Freibeträgen) und dieses dann ebenfalls herangezogen um den Unterhalt deiner Eltern zu bezahlen. Ausnahme bilden hierbei Immobilien diese werden im Gegensatz zu Wertpapierdepots nicht vom Staat angegriffen.

Grund-Tenor war in diesem Thread aber; Fresse halten, weil eh nur ein Luxusproblem von Leuten die 6-stellig verdienen.

In 10 bis 15 Jahren wird die Marke mit 100 k eh nach oben angepasst.
 

Bleib bei den Fakten. Google ki hilft dir da weiter

Sie müssen für die Pflege oder das Pflegeheim Ihrer Eltern erst zahlen, wenn Ihr jährliches Bruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Ja, die Grenze war früher deutlich niedriger: Bis Ende 2019 konnten Kinder schon ab einem Jahreseinkommen von etwa 21.600 Euro netto zur Kasse gebeten werden


Kann auch sein, dass die Grenze gesenkt wird wegen der Kosten Beispiel 75k Jahresgehalt.

By the way ohne Pflegekräfte aus dem Ausland oder Migrationshintergrund wäre es weit schlimmer.
 
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Bleib bei den Fakten. Google ki hilft dir da weiter

Sie müssen für die Pflege oder das Pflegeheim Ihrer Eltern erst zahlen, wenn Ihr jährliches Bruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Ja, die Grenze war früher deutlich niedriger: Bis Ende 2019 konnten Kinder schon ab einem Jahreseinkommen von etwa 21.600 Euro netto zur Kasse gebeten werden


Hier die Fakten:

Mit dem Angehörigenentlastungsgesetz welches 2020 in Kraft trat wurde das erste mal und einmalig überhaupt eine Freigrenze eingeführt die sich am Brutto-Einkommen orientiert (100k). Das Gesetz tat etwas vor allem für Aufsteiger, also Menschen die sich aus weniger wohlhabenden Familien hochgearbeitet haben

Davor gab es diese Freigrenze nicht. Es gab weder zuvor noch danach eine stufenweise Erhöhung bzw. Anpassung von Freigrenzen die an die Inflation gekoppelt war.

Die Hoffnung, dass diese Grenze jemals wieder angepasst wird ist absolut illusorisch. Vor allem bei unserer demographischen Situation, explodierenden Pflegekosten, einem Staat der überall verzweifelt nach mehr Steuereinnahmen sucht, und allgemeiner Hetze gegen "Besserverdiener" unter Buzzwords wie "starke Schultern und Solidarität".

Achja, falls jemand Vorsorge mit ETFs betreibt: Es gibt die sogenannte Vorabpauschale, also die Besteuerung fiktiver (nicht realer) Gewinne die der Staat vornimmt um das Geld direkt zu verbraten. Diese zählt natürlich auch zum Bruttoeinkommen. Also bei 95k brutto aus Gehalt und 5k Vorabpauschale (wo dir nicht 1 Cent zufließt) bist du auch unterhaltspflichtig.

Wer vorsorgt wird bestraft.
 
Wer vorsorgt wird in diesem Land bestraft. Sogar für die eigenen Eltern.

Ich hab hier neulich was zum Thema Elternunterhalt geschrieben. Wenn deine Eltern pflegebedürftig werden und du über 100k brutto verdienst (klingt nach viel? Wartet mal 10-15 Jahre Inflation ab) dann musst du für die Heimkosten deiner Eltern aufkommen.

Das passiert zweistufig. Erstmal wird aus deinem laufenden Einkommen abzüglich Freibeträgen geschaut wie viel du blechen musst. In einer zweiten Stufe wird dann, wenn dieser Betrag nicht ausreicht um die Heimkosten zu decken, geschaut ob du Vermögen besitzt (mit mickrigen Freibeträgen) und dieses dann ebenfalls herangezogen um den Unterhalt deiner Eltern zu bezahlen. Ausnahme bilden hierbei Immobilien diese werden im Gegensatz zu Wertpapierdepots nicht vom Staat angegriffen.

Grund-Tenor war in diesem Thread aber; Fresse halten, weil eh nur ein Luxusproblem von Leuten die 6-stellig verdienen.

100k klingt nicht nach viel, es ist viel.
Und wer schon ne Inflation Glaskugel Milchmädchen Rechnung für in 15 Jahren macht, dem kann ma auch sagen das das 100k Gehalt bei der Inflationsquote dann auch deutlich höher sein wird.

Und SELBSTVERSTÄNDLICH ist man dann in der Verantwortung für die Pflegeversicherung der eigenen Eltern.
Hast du etwa vor, das Problem dann stattdessen zu vergemeinschaftlichen?
Das sind mir die richtigen ... immer "Obacht Sozialismus" schreien aber beim kleinsten Wehwechen nach dem Staat rufen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
100k klingt nicht nach viel, es ist viel.
Und wer schon ne Inflation Glaskugel Milchmädchen Rechnung für in 15 Jahren macht, dem kann ma auch sagen das das 100k Gehalt bei der Inflationsquote dann auch deutlich höher sein wird.



Es geht um die Freigrenze und nicht um das Gehalt. Letzteres sowie die Pflegekosten werden steigen. Die Freigrenzen höchstwahrscheinlich nicht. Um die (optimistischen) Inflationsziele der EZB und deren Auswirkungen zu verstehen braucht man übrigens keine Glaskugel.

Und SELBSTVERSTÄNDLICH ist man dann in der Verantwortung für die Pflegeversicherung der eigenen Eltern.
Hast du etwa vor, das Problem dann zu vergemeinschaftlichen?
Das sind mir die richtigen ... immer "Obacht Sozialismus" schreien aber beim kleinsten Wehwechen nach dem Staat rufen ...

Von allen Dingen die du hier in letzter Zeit von dir gegeben hast ist das mit Abstand das ignoranteste.

-Angefangen bei der Tatsache dass du nicht den Unterschied zwischen Pflegeversicherung und Unterhalt für Eltern bzw. Pflegekosten verstehst

-Du die Erwartung äußerst, dass Leute die über progressive Steuersätze bereits überproportional viel von ihrem Einkommen abgeben, also unterproportional von ihrer Arbeit profitieren, allen anderen die Pflege ihrer Eltern subventionieren sollen und zusätzlich für die Pflege der eigenen Eltern komplett alleine aufkommen sollen. Im gleichen Zug der Person dann noch vorwerfen das eigene Problem der Allgemeinheit aufbürden zu wollen.

Gegenvorschlag: schaffen wir die Freigrenzen komplett ab, für alle. Keine Anlagenklassen der Kinder werden geschützt weder Immobilien noch Wertpapiere.

-Es für dich selbstverständlich ist für Leute die man sich nicht ausgesucht und unabhängig der Vorgeschichte zu haften. Kinder und Ehepartner sind absolut nachvollziehbar. Die Idee dagegen Kinder für ihre asozialen Eltern haften lassen zu wollen ist in vielen entwickelten Ländern undenkbar.

Edit: Hast du jetzt endlich mal deine Solidarität unter Beweis gestellt und auf das Schuldentilgungskonto der BRD überwiesen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da hilft nur:
Soviel Vermögen anhäufen, dass du aus deinen (echten) Kapitalerträgen locker alles bezahlen kannst. 100k Cashflow pro Jahr aus Investitionen sollte das (Minimal-)Ziel sein.

Das Problem ist, dass du nicht weißt ob und vor allem wann dieser Fall eintritt. Wenn du bereits ein siebenstelliges Depot hast durfte das weniger dramatisch sein als wenn du noch nicht so weit im Vermögensaufbau bist.

Das Schonvermögen für einen einen 45-jährigen mit akademischer Laufbahn (also spät in Beruf eingestiegen) beträgt so um die 130k herum. Alles darüber wird abgegriffen wenn du unterhaltspflichtig für deine Eltern bist. Du verlierst für die Zeit der Pflegebedürftigkeit quasi die Möglichkeit überhaupt Vermögen aufzubauen um nicht dem eignen Kind später zur Last zu fallen.
 
so als mieter finde ich das eigentlich schon fair...

was soll daran fair sein? ein haus muss sowieso verkauft werden, wenn man sich den eigenanteil der pflegekosten nicht leisten kann und die sozialhilfe einspringen muss. die immobilie wird nur dann geschont, wenn der ehepartner oder andere angehörige im haus leben (angehörige werden nur im härtefall geschont). das haus ist also keine reine wertanlage und sollte auch nicht als solche behandelt werden :nix:
 
Das Problem ist, dass du nicht weißt ob und vor allem wann dieser Fall eintritt. Wenn du bereits ein siebenstelliges Depot hast durfte das weniger dramatisch sein als wenn du noch nicht so weit im Vermögensaufbau bist.

Das Schonvermögen für einen einen 45-jährigen mit akademischer Laufbahn (also spät in Beruf eingestiegen) beträgt so um die 130k herum. Alles darüber wird abgegriffen wenn du unterhaltspflichtig für deine Eltern bist. Du verlierst für die Zeit der Pflegebedürftigkeit quasi die Möglichkeit überhaupt Vermögen aufzubauen um nicht dem eignen Kind später zur Last zu fallen.

Bist du dir sicher das die Sparrate so krass fällt wenn man über 100k Brutto verdient, das es "quasi" unmöglich ist noch weiter was weg zu sparen? Ja die Rate fällt definitiv kleiner aus aber selbst bei einer Intensiven Pflege von 15 Jahren sollte es noch locker möglich mindestens 50% des Betrags den man ursprünglich gespart hatte weiter zu sparen.

Eine lange Pflegezeit ist hier eher das Problem.

Das sich der Vermögensaufbau verlangsamt ist ja nicht abzustreiten aber ich glaube du übertreibst hier ein "klein" wenig.
 
Bist du dir sicher das die Sparrate so krass fällt wenn man über 100k Brutto verdient, das es "quasi" unmöglich ist noch weiter was weg zu sparen? Ja die Rate fällt definitiv kleiner aus aber selbst bei einer Intensiven Pflege von 15 Jahren sollte es noch locker möglich mindestens 50% des Betrags den man ursprünglich gespart hatte weiter zu sparen.

Eine lange Pflegezeit ist hier eher das Problem.

Das sich der Vermögensaufbau verlangsamt ist ja nicht abzustreiten aber ich glaube du übertreibst hier ein "klein" wenig.

Ich bin gerade unterwegs. Ich schreibe später mal ein bisschen mehr dazu welche implikationen das auf Einkommen, Vermögen und Lebensgestaltung hat.

So viel vorweg: Auf Vermögen oberhalb der mickrigen Schönvermögensgrenzen wird zugegriffen. Du kannst kein Vermögen darüber hinaus aufbauen wenn dieses sofort wieder für den elternunterhalt herangezogen wird.

Je nach Konstellation und Background deiner Eltern reden wir hier nicht über paar hundert Euro pro Monat sonder fette vierstellige Beträge die du dann monatlich abführen darfst.
 
Es fällt mir äußerst schwer euch beiden Helden mitteilen zu müssen dass ich schon öfter gute Nachrichten gepostet habe.
Das Problem bei der Sache ist, sie finden sich zur Zeit ziemlich schlecht ;)
 
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