Also da sind ziemlich viele Gründe warum das falsche Ziel getroffen wurde. Menschliches versagen, technische Fehlfunktion oder fehlerhafte Zielplannung. Alles ist durch die maximal professionelle Ausbildung und Technologie des US Militär stark reduziert aber natürlich nicht auszuschließen.
Aber allein die Andeutung die USA hätte Bewußt und vor allem Vorsatz die Mädchenschule angegriffen ist dermaßen dumm an den Harren herbeigezogen und zeugt von totaler Ahnungslosigkeit oder Verbreitung iranischer/feind Propaganda.
Nein, denn du scheinst misszuverstehen, worauf sich der Vorsatz bezieht.
Der Vorsatz bezieht sich hier auf das direkte Anvisieren der Schule unter der Annahme, dass es ein militärisch genutztes Objekt ist und eben keine Mädchenschule.
Der Vorsatz bezieht sich NICHT darauf, dass die USA hunderte Kinder in den Tod schicken wollte.
Zwischen den beiden gibt es hinsichtlich der Absicht einen signifikanten Unterschied, der nicht ignoriert werden sollte. In der Konsequenz macht es jedoch keinen Unterschied - tote Kinder sind tote Kinder.
Für Kriegsverbrechen braucht es keinen direkten Vorsatz. Fahrlässigkeit reicht aus. Damit eingeschlossen ist auch die Arbeit mit veralteten Koordinaten und Daten, die auf rücksichtsloses Verhalten schließen lässt.
Ich gehöre hier ja auch eher zu den starken Kritikern dieses Angriffs und generell des jüngeren Nah Ost Konflikts und vor allem der Teils faschistischen Israelischen Regierung.
Aber das stimmt nun mal nicht was du sagst. Es ist ganz eindeutig Kollateralschaden und KEIN Kriegsverbrechen. Letzteres muss zumindest den Asatz des Verdachts des Vorsatzes haben und der ist hier keinesfalls gegeben.
Sofern man eine rhetorisch umgangssprachliche, „lockere“ oder einer streng proamerikanischen Militärlogik folgenden Begriffsauffassung folgen will, mag das stimmen.
Kollateralschaden würde ich nicht allein am Vorsatz festmachen, der hier schon bereits umstritten ist. Das habe ich aber bereits erwähnt.
War das Objekt ein militärisches Ziel? Nein.
War der Angriff verhältnismäßig? Nein (es gab keinen signifikanten militärischen Vorteil und das Opfer ist zu groß).
War es Vorsatz? Da ist niemand auf einen Knopf ausgerutscht, ansonsten siehe meine Ausführungen oben.
War man vorsichtig und hat alle Vorkehrungen getroffen, um großen Schaden zu vermeiden (keine Fahrlässigkeit)? Sieht nach aktuellen Informationen nicht so aus und bei dieser Haudrauf-Kriegskoalition darf dies doch äußerst bezweifelt werden.
Dieser streng engfokussierte und geschönte Blick auf den Vorsatz verzerrt bei der Analyse, dass grobe Fahrlässigkeit ebenso in Frage kommt.
DER! große Destabilisator der Region ist eindeutig der Iran!
Daran ändert auch nicht das aggressive auftreten Israel in jüngerer Geschichte.
Wenn wir weiter rauszoomen, dann kann man die USA als größten Destabilisator betrachten. Regional gibt es nur einen einzigen Staat, der seit mindestens zwei Jahrzehnten, das bedeutet seit Netanyahus Legislaturperioden, eine nachhaltige Friedenslösung torpediert und lieber andere Staaten angreift. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Iran mit Proxys hantiert und dass sunnitische Autokraten Antipathien gegenüber schiitischen Autokraten pflegen.
Durch den zusätzlichen Umstand, dass Israel geopolitisch ein Außenposten der USA ist, gibt es geopolitisch im großen, geschichtlichen Gefüge hier auch eine klare Tendenz. Iran müsste sich sehr bemühen, um den Schaden anzurichten, den USA und Israel in dieser Region seit Jahrzehnten angerichtet haben.
Und es ist eben NICHT! eindeutig das es sich hier um einen völkerrechtswiedrigen Angriff und Krieg handelt.
Wen man diesen losgelöst und gekapselt betrachtet und bewertet, dann ist er das ganz eindeutig!
Aber so darf man die komplexe Situation in der Region eben nicht betrachten.
Es gibt sehr wohl eine solide Grundlage zu argumentieren, das dies die Fortsetzung eines Krieges zwischen Iran und Israel ist ist er bereits seit Jahrzehnten geführt wird. und dies ist wohlgemerkt ein VERTEIDIGUNGSKRIEG von Israel. Demzufolge hat Israel sehr wohl das Recht und Mandat der Selbstverteidigung und das Mandat Gewalt gegen den Iran zu verüben. Und weil es ein Verteidigungskrieg ist, ist es sehr wohl im Sinne des Völkerrechts jeder Staat diesen auf der Seite des Angegriffenen aktiv oder passiv unterstützen darf.
Ich bin mir selbst unschlüssig ob ich dem uneingeschränkt zustimmen würde aber auf alle Fälle ist es eben NICHT eindeutig ein völkerrechtswiedriger Krieg
Völkerrechtler würden dir widersprechen und zwar aus ganz einfachen Gründen.
Grund Nr. 1: Nicht jede langjährige Feindschaft ist automatisch Krieg, und nicht jeder Kriegszustand ist automatisch ein bewaffneter Konflikt.
Grund Nr. 2: Für Selbstverteidigung braucht es eine ganz konkreten Angriff oder eine bevorstehende Bedrohung, die man präventiv abwehrt. Das ist hier nicht der Fall gewesen. Einen Zustand dauerhafter Selbstverteidigung über Jahrzehnte werden die meisten ablehnen - die Bedrohung ist imminent und die Selbstverteidigung nicht auf Jahre dehnbar, wie es gerade passend ist, weil das Narrativ dem gerade entspricht.
Wenn die „Selbstverteidigung“ nicht rechtmäßig ist, dann erübrigt sich auch die Hilfe von Drittstaaten.
Kurz:
Es gab keinen bevorstehenden Angriff vom Iran. Die Lüge von den Nuklearwaffen kennen wir bereits.
Es gibt keine Grundlage permanenter Selbstverteidigung. Der Angriff auf den Iran ist auch
nicht annähernd Selbstverteidigung, sondern ein Akt der Aggression.
Das wird in etwa das Stimmungsbild unter Völkerrechtlern sein.
Lügen und Behauptungen aufstellen ohne Beweise und das im ZTF. Gibt es da ne Quelle das es Absicht war? Das behauptest du von Anfang an.
Damit solltest du dich auskennen, nachdem du den Angriff auf die Schule und die Todeszahlen als iranische Propaganda bezeichnet hast und dich über die Möglichkeit einer fehlgeleiteten iranischen Rakete gefreut hast.
Ich habe es oben schon erklärt, für dich mache ich es aber ganz einfach:
Kein Angriff auf den Iran -> keine toten Kinder
Ich frage aber nochmal: Findest du es in Ordnung, dass man einen Krieg lostritt, bei dem unschuldige Menschen sterben?