Videospielentwicklung im deutschsprachigen Raum: News, Studios, Entwicklungen, Ökosystem

Harlock

L99: LIMIT BREAKER
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#1
Deutschland gilt für viele als unterentwickelter Standort was AAA Produktionen anbelangt. Bekanntere Entwickler wie Crytek und Yager machten in den letzten Jahren eher mit negativen Schlagzeilen von sich reden, viele größere deutsche Studios konzentrieren sich mittlerweile eher auf Smartphones, während Polen mit Witcher 3 beeindruckte. Unterdessen gründet Ubisoft ein Studio in Berlin und hat große Pläne dafür, falls der Staat mitspielt.

Ubisoft würde es gerne zu einem AAA Studio ausbauen und sieht den Standort Berlin als perfekt an, um auch osteuropäische Entwickler anzulocken. Bis jetzt haben sie 50 Mitarbeiter und wollen von selbst auf vielleicht 100-150 Mitarbeiter gehen, falls ihnen der Staat Steuerleichterungen bietet aber noch viel höher.

Schnelle Zusammenfassung des Artikels (danke an Resetera User Nirolak, dessen Zusammenfassung ich sinngemäß übersetze und etwas erweitere): https://www.resetera.com/threads/ub...aaa-console-studio-if-given-tax-breaks.24374/

Ubisoft will ein gigantisches AAA Konsolenstudio in Berlin erschaffen, wenn sie Steuererleichterungen bekommen
  • Ubisoft hat ein neues 50 Personen Studio in Berlin, welches derzeit bereits an Far Cry 5 mitarbeitet
  • Sie gründeten das Studio um Mitarbeiter aus Osteuropa anzulocken
  • Ihr Etappenziel der 50 Mitarbeiter haben sie schneller als geplant erreicht
  • Derzeit erwägen sie auf 100 bis maximal 150 Mitarbeiter aufzustocken
  • Sie würden gerne noch viel, viel größer werden mit dem Standort, hunderte Mitarbeiter einstellen und eigene AAA Projekte dort entwickeln, aber nur wenn sie Steuererleichterungen/Hilfen bekommen und sich das Ökosystem für Spiele verbessert
  • Berlin sei ein idealer Standort als Tor zum Osten und den relativ niedrigen Lebenshaltungskosten und dem kreativen Umfeld mit vielen kleineren Studios und bereits vorhandenem Talent
  • Im Artikel gibt es eine Diskussion darüber, dass Deutschlands AAA Studios ( Crytek und Yager) in Schwierigkeiten stecken und eher Indies und Smartphoneentwicklung das Land repräsentieren. Der Studioboss meinte, dass es dafür eigentlich keinen Grund geben sollte im dritt oder viertgrößten Videospielmarkt der Welt, der die Gamescom ausrichtet
  • Der Artikel beschreibt, dass zwei deutsche Handelsvereinigungen (BIU und Game) verschmolzen sind und einen gemeinsamen Vorstoß wagen, um noch dieses Jahr zusammen mit lokalen Publishern/Entwicklern Steuererleichterungen zu erreichen. https://www.gamesindustry.biz/articles/2018-01-29-german-trade-bodies-unite-to-form-one-organisation
Source: https://www.gamesindustry.biz/artic...-the-german-industry-needs-government-support



Ubisoft Berlin is already assisting on Far Cry 5, but Tajnay aspires to lead a AAA project from Germany


Die Vorraussetzungen scheinen nicht allzu schlecht zu sein, da Merkel und die Große Koalition bereits eine stärkere Spieleförderung vereinbart haben:
http://www.gameswirtschaft.de/politik/groko-koalitionsvertrag-digitalisierung-games-esport/

Mal schaun was daraus wird.
 

Mudo

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#2
Naja, Lippenbekenntnis welches wie so vieles ohne genauen Zeitrahmen kommt und ich somit, wie der Ausbau von Breitbandinternet nicht so schnell kommen sehe. Bei letzterem reden sie ja schon von einem Zeitraum bis 2025,..da will ich nicht wissen wie es bei Games ist...
 

Avi

L99: LIMIT BREAKER
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#4
Naja, Lippenbekenntnis welches wie so vieles ohne genauen Zeitrahmen kommt und ich somit, wie der Ausbau von Breitbandinternet nicht so schnell kommen sehe. Bei letzterem reden sie ja schon von einem Zeitraum bis 2025,..da will ich nicht wissen wie es bei Games ist...
Das wird nie was, und sind ohnehin nur leere Versprechungen. :hm:
 
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#5
Ubisoft soll mal schön Steuern zahlen. Steuererleichterung ist ein Privileg, das kleineren Unternehmen vorbehalten sein sollte. Ubi kommt auch wunderbar ohne zurecht. Die Steuerlast bei KMUs ist denke ich sehr hoch und durch die Erleichterungen können sie leichter im Videospielmarkt Fuß fassen bzw wachsen.
 
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#6
die gewinner des deutschen computerspiel-preises
Bestes Deutsches Spiel
(dotiert mit 110.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 60.000 Euro)

  • The Inner World - Der letzte Windmönch (Studio Fizbin / Headup Games)
  • The Long Journey Home (Daedalic Studio West / Daedalic Entertainment)
  • Witch It (Barrel Roll Games)

Bestes Kinderspiel
(dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro)

  • Der Löwe - ein Lese- und Schreibabenteuer (The Good Evil / Julius Beltz)
  • Fiete Hide & Seek (Ahoiii Entertainment)
  • Monkey Swag (Tiny Crocodile Studios & kunst-stoff / United Soft Media Verlag)

Bestes Jugendspiel
(dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro)

  • Phoning Home (Ion Lands)
  • The Inner World – Der letzte Windmönch (Studio Fizbin / Headup Games)
  • Witch It (Barrel Roll Games)

Bestes Serious Game
(dotiert mit 40.000 Euro)

  • MeisterPOWER (Gentle Troll Entertainment)
  • The Inner World – Der letzte Windmönch (Studio Fizbin / Headup Games)
  • Vocabicar (Quantumfrog)

Bestes Mobiles Spiel
(dotiert mit 40.000 Euro)

  • Angry Birds Evolution (Chimera Entertainment / Rovio Entertainment)
  • Card Thief (Arnold Rauers)
  • QB - A Cube's Tale (Stephan Göbel)

Bestes Gamedesign
(dotiert mit 40.000 Euro)

  • Dreadnought (Yager Development / Six Foot Europe)
  • ELEX (Piranha Bytes / THQ Nordic)
  • TownsmenVR (HandyGames)

Beste Innovation
(dotiert mit 40.000 Euro)

  • HUXLEY (Exit Adventures)
  • TownsmenVR (HandyGames)
  • Witch It (Barrel Roll Games)

Beste Inszenierung
(dotiert mit 40.000 Euro)

  • EURYDIKE (Evelyn Hribersek)
  • HUXLEY (Exit Adventures)
  • The Long Journey Home (Daedalic Studio West / Daedalic Entertainment)

Bestes Internationales Spiel
(undotiert)

  • Assassin's Creed Origins (Ubisoft)
  • Horizon Zero Dawn (Guerilla Games / Sony Interactive Entertainment Deutschland)
  • Super Mario Odyssey (Nintendo of Europe)

Beste Internationale Spielewelt
(undotiert)

  • Assassin's Creed Origins (Ubisoft)
  • Horizon Zero Dawn (Guerilla Games / Sony Interactive Entertainment Deutschland)
  • Super Mario Odyssey (Nintendo of Europe)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel
(undotiert)

  • Monster Hunter: World (Capcom Entertainment Germany)
  • Splatoon 2 (Nintendo of Europe)
  • Witch It (Barrel Roll Games)

Nachwuchspreis (mit Konzept)
(dotiert mit insgesamt 50.000 Euro: 1. Platz 35.000 Euro, 2. Platz 15.000 Euro)

  • 1. Preis: Ernas Unheil; Aileen Auerbach, Jessica Bodamer, Lisa Forsch, Olga Trinova, Talea Sieckmann / HTW Berlin
  • 2. Preis: Sunset Devils; Andreas Illenseer / Carl-Hofer Schule

Nachwuchspreis (mit Prototyp)
(dotiert mit insgesamt 50.000 Euro: 1. Platz 35.000 Euro, 2. Platz 15.000 Euro)

  • 1. Fading Skies; Marc Fleps / HAW Hamburg
  • 2. Realm of the Machines; Julian Ludwig, Sebastian Jantschke, Stefan Held, Wanuscha Nourbakhsh, Alina von Petersdorff, Sharon Schwaab, Maximilian Miesczalok, David Ernst, Pascal Marschar / Mediadesign Hochschule München

Sonderpreis der Jury (undotiert)

  • Friendly Fire (Charity-Stream)

Publikumspreis (undotiert)

  • ELEX

schon irgendwo traurig :hm:
wenigestens auf das publikum ist noch verlass ( :love: elex :love: )

vor allem "bestes internationales multiplayer-spiel" ist gut ... :v:
 
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#11
Ubisoft soll mal schön Steuern zahlen. Steuererleichterung ist ein Privileg, das kleineren Unternehmen vorbehalten sein sollte. Ubi kommt auch wunderbar ohne zurecht. Die Steuerlast bei KMUs ist denke ich sehr hoch und durch die Erleichterungen können sie leichter im Videospielmarkt Fuß fassen bzw wachsen.
Es geht eigentlich nicht so sehr um Subventionen für Ubisoft, sondern dem Aufbau einer neuen Branche in Deutschland, das bislang kaum große eigene Studios hervorbringen konnte. Subventionen als Innovationsförderung und "Startschubser" sind wissenschaftlicher Konsens. Problematisch wird es nur, wenn sie dann nie mehr abgebaut werden. Hingegen finde ich, dass die Autokonzerne selbst Elektromobilität erforschen können, bei diesen Milliardengewinnen.
 
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#13
Ubisoft Berlin: Senat subventioniert Studio mit 1,58 Mio. Euro
https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/ubisoft-berlin-senat-foerderung/
150 Arbeitsplätze sollen mittelfristig bei Ubisoft Berlin entstehen – der Berliner Senat steuert 1,58 Mio. Euro bei.
Bislang sind 45 Mitarbeiter ins neue Berliner Studio von Ubisoft Blue Byte am Kurfürstendamm eingezogen – doch das ist erst der Anfang, denn die Belegschaft soll sich mehr als verdreifachen.




Noch was interessantes aus der Quelle:
 
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