Sammelthread Neues aus der Welt der Wissenschaft 🔬🔭

Avi

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Neues aus der Welt der Wissenschaft


Ich habe gerade in der Suchmaschine nach etwas Vergleichbares gesucht, und nichts gefunden. Gut, dann erstelle ich eben diesen Thread, in welchen wir neuste Erkenntnisse in der Wissenschaft vorstellen, und besprechen können. Das Spannende an der Wissenschaft ist immer, wenn Erkenntnisse revidiert oder ĂŒberdacht werden mĂŒssen, so wie auch im folgenden, sehr spannenden Fall:


Seine Finger- und Zehenknochen seien zudem stark gekrĂŒmmt gewesen. Den Forschern zufolge ein Hinweis darauf, dass er viel kletterte, wie es vor allem Arten taten, die deutlich frĂŒher lebten. Die Anthropologen glauben aber nicht, dass der Homo luzonensis in BĂ€umen lebte. Sie gehen davon aus, dass er aufrecht ging.

Wie der Homo luzonensis auf die Insel gelangte, ist unklar. DafĂŒr hĂ€tte er Forschern zufolge eine "erhebliche Strecke" auf dem Meer zurĂŒcklegen mĂŒssen. Auch wer seine Vorfahren waren, muss noch erforscht werden. Versuche, den Knochen DNA zu entnehmen, misslangen bisher.

2004 waren auf der indonesischen Insel Flores die Knochen des Homo floresiensis ausgegraben worden - wegen seiner GrĂ¶ĂŸe spĂ€ter "Hobbit" genannt. Forscher gehen davon aus, dass die "Hobbits" auf Flores vom Rest der Welt abgeschnitten waren und eine tausende von Jahren wĂ€hrende Schrumpfung durchlebten. Ihre GrĂ¶ĂŸe passte sich der VerfĂŒgbarkeit von Nahrung auf der Insel an. Auch der Homo luzonensis sei nur etwa vier Fuß (etwa 120 Zentimeter) groß gewesen, schreiben die Forscher in "Nature".
Die Evolution ist in meinen Augen eines der interessantesten Aspekte der Wissenschaft. Diese zu rekonstruieren ist auch nicht immer einfach, weshalb es viele Theorien ĂŒber die Ausbreitung und Entwicklung gibt. Umstritten ist auch die sogenannte "Wasseraffen - Theorie", wonach der Mensch eine geraume Zeit im Wasser lebend sein Haarkleid verlor. Vielleicht, so nun meine Theorie, hat er nicht im, sondern auf dem Wasser leben und ĂŒberleben gelernt, und konnte so mit Hilfe von primitiven Schiffen und FlĂ¶ĂŸen ferne Inseln besiedeln und sich dort weiterentwickeln? đŸ€”

In diesem Thread soll es jedoch nicht nur um Evolution, Biologie usw. gehen. Es gibt viele Spektren der Wissenschaft. Das Schwarze Loch hat seinen Platz schon in unserem Astronomie - Thread gefunden, weshalb ich hier noch kurz eine andere News posten möchte. Letzteres soll euch anregen auch etwas zu posten, was ihr gerade entdeckt habt und/oder besprechen möchtet.

Braune Zwerge könnten auch Super-Planeten sein

Braune Zwerge stehen von ihrer GrĂ¶ĂŸe her zwischen selbstleuchtenden Sternen und Gas-Planeten. Mit welchen sie stĂ€rker verwandt sind, ist bisher unklar, weil zu ihrer Entstehung noch viele Fragen offen sind. Astronomen der UniversitĂ€t Heidelberg sind der Antwort jetzt ein StĂŒck nĂ€her gerĂŒckt. Sie entdeckten, dass der Stern Nu Ophiuchi in der Milchstraße von zwei Braunen Zwergen umkreist wird. Beobachtungsdaten legen nahe, dass diese Braunen Zwerge wahrscheinlich zur gleichen Zeit wie der Stern aus einer Gas- und Staubscheibe entstanden sind. Damit wĂ€ren zumindest diese Braunen Zwerge nicht als gescheiterte Sterne, sondern eher als Super-Planeten anzusehen. Braune Zwerge unterscheiden sich von Sternen dadurch, dass ihre Masse und Temperatur nicht ausreicht, damit dort eine Wasserstofffusion ablaufen kann.
 

DeathSephiroth

L20: Enlightened
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31 Mai 2011
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Eim avi thread :fp:
Frag mich ja warum die nit einfach das zentrum unserer milchstraß beobachten.

Das soll doch auch ein schwarzes loch sein.
 
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Avi

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Frag mich ja warum die nit einfach das zentrum unserer milchstraß beobachten.

Das soll doch auch ein schwarzes loch sein.

Die Forscher erklÀren das wie folgt:

Allerdings liegt von Sagittarius A* bisher noch kein Bild vor. Und um diese Aufnahme zu sehen, muss sich die Welt auch noch ein bisschen gedulden, sagt Junkes. "In unserer Milchstraße hat man den Effekt, dass man den Wald vor lauter BĂ€umen nicht sieht." Denn die Radioteleskope mĂŒssen durch 25.000 Lichtjahre Material hindurchblicken. "Im Bereich des sichtbaren Lichts wĂ€re das gar nicht möglich. Aber auch die Radiostrahlung wird auf dem Weg durch die Materie stark beeinflusst." Deswegen sei die Datenanalyse an diesem Objekt komplizierter und ziehe sich noch hin.
:niatee:

 

Avi

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NatĂŒrlich hat jeder einmal klein angefangen - auch der berĂŒhmteste Dinosaurier der Welt. T. rex-Babys waren jedoch nicht nur klein, sondern vermutlich auch flauschig wie KĂŒken und könnten als die sĂŒĂŸesten Killer der Welt zĂ€hlen.




Sturz einer Fossil-Ikone: Vor knapp 160 Jahren wurde in Solnhofen die erste Feder eines Archaeopteryx entdeckt. Doch ausgerechnet dieses berĂŒhmte Fossil gerĂ€t nun ins Zwielicht – denn es stammt wahrscheinlich gar nicht vom Urvogel Archaeopteryx, wie neue Analysen enthĂŒllen. Stattdessen könnte ein anderer Urvogel oder sogar ein gefiederter Dinosaurier diese Feder fallengelassen haben. Das namensgebende Fossil der gesamten Archaeopteryx-Sippe ist damit als Irrtum entlarvt.




Das Bild ist eine grandiose BestĂ€tigung menschlicher Theorien und Vorstellungskraft. Das, was sich wie ein Triumph anfĂŒhlt, ist nur bedingt einer. Prof. Martin Ammon vom theoretisch-physikalischen Institut in Jena ist einerseits total begeistert und eigentlich auch enttĂ€uscht: Man hat vorher Simulationen gerechnet basierend auf Einsteins Allgemeiner RelativitĂ€tstheorie. Und die Simulationen stimmen sehr gut mit dem Ergebnis ĂŒberein, das wir gesehen haben. Eigentlich zu gut!
 

Avi

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Israelische Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein sehr kleines Herz aus menschlichem Gewebe erzeugt. Der Prototyp ist etwa so groß wie eine Kirsche, was in etwa der GrĂ¶ĂŸe eines Hasenherzens entspricht, sagte Studienleiter Tal Dvir von der UniversitĂ€t Tel Aviv. Es sei vergleichbar mit dem Herz eines menschlichen Fötus.
 

Avi

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Neben möglichen therapeutischen Anwendungen könnten die Organoide auch helfen, unser VerstĂ€ndnis des menschlichen Gehirns zu erweitern. Hier gibt es allerdings Limitationen. Denn obwohl die zerebralen Organoide mittlerweile komplexer geworden sind, sind sie mit einem vollstĂ€ndigen menschlichen Gehirnnicht zu vergleichen. „Die Funktionsweise von Nervenzellen oder ihr Zusammenspiel kann man im Organoid untersuchen. Aber verstehen, wie ein Gedanke funktioniert, das geht nicht. Die Funktionsweise eines menschlichen Gehirns wird man nur integrativ ĂŒber theoretisches und mathematisches Modellieren verstehen“, sagt Knoblich.


Bei der Auswertung der Ergebnisse nach sechs Jahren ergab sich, dass Teilnehmer mit mehr als 3,5 Stunden TV-Konsum pro Tag ein schlechteres VerbalgedĂ€chtnis hatten als Teilnehmer mit weniger Konsum. Das verbale GedĂ€chtnis ist unter anderem entscheidend dafĂŒr, verbale Botschaften zu erfassen. BeeintrĂ€chtigungen fĂŒhren dazu, dass Betroffene in einem GesprĂ€ch schneller den Faden verlieren und sich Gesprochenes schlechter merken können.
Der gedĂ€chtnisstörende Effekt blieb auch dann erhalten, wenn Faktoren wie Gesundheitszustand, Alter, die sozialen UmstĂ€nde und die Lebensweise berĂŒcksichtigt wurden. „ Diese Faktoren erklĂ€rten 44 bis 55 Prozent dieses Zusammenhangs, aber nicht den Rest. Daher muss dieser Effekt davon unabhĂ€ngig sein„, so die Forscher. Je mehr Fernsehen die Probanden konsumierten, desto ausgeprĂ€gter war der Effekt.




Die Form des Musters erlaubt RĂŒckschlĂŒsse auf die Ausdehnung der Lichtquelle. Bisher nutzten Astronomen den Mond als Schattenwerfer: Sie haben Sterne vermessen, die vorĂŒbergehend von seinem Rand bedeckt wurden. Das funktioniert bis zu einem Winkeldurchmesser von einer tausendstel Bogensekunde. Es handelt sich dabei um die sogenannte „scheinbare GrĂ¶ĂŸe“ eines Objekts, die es aufgrund seiner Entfernung im Auge des Betrachters erhĂ€lt. Zum Vergleich: Der Winkeldurchmesser von einer tausendstel Bogensekunde entspricht der GrĂ¶ĂŸe einer MĂŒnze auf dem Pariser Eiffelturm von New York aus betrachtet. Das wirkt schon erstaunlich leistungsstark, allerdings erscheinen nicht viele Sterne am irdischen Himmel so groß.
 

Avi

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Das Bakterium Methylocapsa gorgona braucht nur Luft zum leben. Einem internationalen Forscherteam ist es nun erstmals gelungen, die Organismen im Labor zu zĂŒchten und genauer zu untersuchen, wie sie in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften schreiben. Methylocapsa gorgona könne das besonders klimaschĂ€dliche Gas Methan zur Energiegewinnung nutzen. Zudem nutze es auch Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenmonoxid und Wasserstoff, heißt es in einer Mitteilung der UniversitĂ€t Wien.


Wenn ĂŒber der Erde ein Meteorschauer niedergeht, wird auch der Mond vermehrt von Meteoriten getroffen. Jetzt belegen Messungen der lunaren Orbitersonde LADEE, dass dies fĂŒr den lunaren Wasserhaushalt unerwartete Folgen hat. Denn von dem im Regolith gebundenen Wasser wird bei diesen EinschlĂ€gen ein Teil aufgewirbelt und freigesetzt, wie plötzliche Anstiege der Wasserdichte in der Mond-ExosphĂ€re wĂ€hrend dieser Ereignisse zeigen. Das aber bedeutet: Entgegen bisherigen Annahmen sind zumindest diese kleinen Meteoriten keine Wasserbringer, sondern eher Wasserdiebe: Sie lassen mehr Wasser ins All entweichen als sie mitbringen. Insgesamt könnte der Mond rund 200 Tonnen Wasser pro Jahr durch MeteoriteneinschlĂ€ge verlieren.
 

Avi

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Heliumhydrid-Ionen waren die ersten MolekĂŒle, die sich nach dem Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren im Universum bildeten. Obwohl die Existenz des Ions, eine Verbindung aus ionisiertem Wasserstoff und Helium, bereits 1925 im Labor gezeigt wurde, blieb es im All lange unauffindbar. "Es gab bislang einfach keine entsprechenden Detektoren", sagte Astrophysiker GĂŒsten.
 

Avi

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Ist Kaffee nun gesund oder nicht? Können Chipsesser besser rechnen? Wöchentlich sorgen neue ErnĂ€hrungsstudien fĂŒr Schlagzeilen. Nur sind viele dieser Studien falsch. Wie kann solche Quatschforschung verhindert werden?



Das Bild des schwarzen Lochs von M87 ging um die Welt. Aber es ist kein Foto. Niemand kann wissen, wie das Objekt wirklich aussieht. Denn acht ĂŒber die Erde verteilte Radioteleskope machen die Erde nicht zu einem großen Radioteleskop.
 

Avi

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Forscher haben einer kĂŒnstlichen Intelligenz ein „Ohr“ fĂŒr die Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung verpasst: Das speziell trainierte Computerprogramm kann an der Stimme und Sprechweise von Menschen erkennen, ob sie von der psychischen Störung betroffen sind. Aus dem Konzept könnte sich ein telemedizinisches Schnelldiagnoseverfahren entwickeln, das etwa ĂŒber ein Smartphone funktioniert, sagen die Forscher.


"Im Prinzip sind sich alle LĂ€nder darĂŒber einig, dass der Bund hier nicht nachlassen darf", sagte Prien. "Bund und LĂ€nder sind hier in einer gemeinsamen Verantwortung fĂŒr die weiter hohen Studierendenzahlen und eine bessere QualitĂ€t in der Lehre." Schleswig-Holstein habe seine Mittel fĂŒr die Hochschulen in den vergangenen Jahren erheblich aufgestockt, sagte Prien. "Unsere Jamaika-Koalition hat fĂŒr die Jahre 2018 bis 2022 mehr als 170 Millionen Euro mehr fĂŒr den Wissenschaftsbereich vorgesehen." Wenn der Bund tatsĂ€chlich auf Dauer bei Wissenschaft und Forschung sparen wolle, stelle sich die Frage, ob die LĂ€nder noch ausreichend Geld fĂŒr eine Aufgabe haben, die fĂŒr ganz Deutschland entscheidend sei.





Mit einem neuen Verfahren lĂ€sst sich die GrĂ¶ĂŸe ferner Sterne prĂ€ziser als bisher bestimmen. Dabei fangen spezielle Teleskope feinste Schatten ein, die entstehen, wenn Asteroiden in unserem Sonnensystem vor weit entfernten Sternen vorbeiwandern.

Das internationale Forscherteam stellt die Methode im Fachblatt "Nature Astronomy" vor. Mit dem VERITAS-Verfahren (Very Energetic Radiation Imaging System) haben die Wissenschaftler unter anderem die GrĂ¶ĂŸe eines 2674 Lichtjahre entfernten Riesensterns bestimmt.

"Die extrem schwachen Schatten von Asteroiden ziehen jeden Tag ĂŒber uns hinweg", erlĂ€uterte Tarek Hassan vom Deutschen Elektronen-Sychrotron (Desy), der an der Studie beteiligt war. "Dabei ist der Rand des Schattens jedoch nicht scharf." Stattdessen sei er umgeben von Lichtmustern, die Wasserwellen Ă€hneln. Die Form dieses Beugungsmusters erlaube RĂŒckschlĂŒsse auf die Ausdehnung der Lichtquelle - und letztlich auf die GrĂ¶ĂŸe des Sterns.

Um den Effekt auch bei sehr weit entfernten - und von der Erde aus besonders klein erscheinenden Sternen - nutzen zu können, kommen bei der VERITAS-Methode Tscherenkow-Teleskope zum Einsatz. Die Beobachtung von Sternbedeckungen durch Asteroiden mit Tscherenkow-Teleskopen liefere eine zehnmal bessere Auflösung als die Standardmethode bei Sternbedeckungen durch den Mond, sagte Michael Daniel vom Smithsonian Astrophysical Observatory (SAO).

Am Fred-Lawrence-Whipple-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona sei es nun gelungen, das Beugungsmuster von Sternen mit besonders kleinen Winkeldurchmessern zu messen. Der Winkeldurchmesser ist die von der Erde aus wahrgenommene, scheinbare GrĂ¶ĂŸe. Die Forscher stellten mit der Methode unter anderem fest, dass der Durchmesser des Sterns TYC 5517-227-1 etwa elfmal so groß ist wie der unserer Sonne. Er zĂ€hlt damit zu den Roten Riesen.
Außerdem bestimmten sie den Winkeldurchmesser von TYC 278-748-1, der im Mai 2018 vorĂŒbergehend vom 88 Kilometer großen Asteroiden Penelope bedeckt gewesen sei. Die Auswertung habe einen Winkeldurchmesser von 0,094 tausendstel Bogensekunden geliefert, was bei einer Entfernung von 700 Lichtjahren dem 2,17-fachen Sonnendurchmesser entspreche. "Dies ist der kleinste Winkeldurchmesser eines Sterns, der je gemessen worden ist", betonte Daniel.
 

Avi

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Zivilisationsbedingte Krankheitsbilder – als eine der Ursachen dieser Problematik gelten Störungen der gesunden Bakterienbesiedlung im menschlichen Darm. Dazu prĂ€sentieren Forscher nun eine ökologisch-evolutionĂ€re Theorie: Ihrer „ÜberfĂŒtterungs-Hypothese“ zufolge entkoppelt ein unnatĂŒrlich ĂŒppiges NĂ€hrstoffangebot Bakterien von ihrem Partner und zerstört so die feinjustierte Balance der Mikrobengesellschaft. Die gewissermaßen ĂŒberfĂŒtterten Bakterien im Darm begĂŒnstigen so die Entstehung von Erkrankungen. In einem ĂŒberraschend erscheinenden System sehen die Forscher ein Modell dieses Prinzips – in den Wirts-Bakterien-Beziehungen von Meerestieren.


Bettwanzen piesacken ihre Mitgeschöpfe wohl schon weit lÀnger als bisher angenommen. Die Parasiten gab es einer neuen Analyse zufolge schon vor etwa 115 Millionen Jahren, als noch Dinosaurier auf der Erde lebten.

Damit können nicht - wie bisher angenommen - FledermĂ€use ihre erste Wirte gewesen sein: Diese bevölkerten nach derzeitigem Kenntnisstand erst rund 30 Millionen Jahre spĂ€ter den Planeten, wie es im Fachmagazin "Current Biology" heißt.

Auf welche Lebensform die frĂŒhen Exemplare spezialisiert waren, ist unbekannt. Dinos waren es wahrscheinlich nicht, mutmaßen die Forscher. Denn Bettwanzen, auch Plattwanzen (Cimicidae) genannt, piesacken stets Tiere mit einem "Zuhause", zu dem diese immer wieder zurĂŒckkehren - einem Nest, einer Höhle oder einem Bett. Eine solche Lebensweise habe es bei den Sauriern nach derzeitiger Kenntnis nicht gegeben.

Aus Erbgutvergleichen errechneten die Forscher außerdem, dass die beiden fĂŒr Menschen relevanten Vertreter - die gewöhnliche und die tropische Bettwanze - wohl deutlich Ă€lter sind als der Mensch. "Dieses Ergebnis widerspricht der gĂ€ngigen Vorstellung, dass die evolutionĂ€re Aufspaltung des Menschen in Homo erectus und Homo sapiens die Aufspaltung der Bettwanze in zwei neue Arten verursacht hat", teilte die TU Dresden mit.

Die Forscher um den Dresdner Biologen Klaus Reinhardt und seinen Kollegen Steffen Roth aus Bergen (Norwegen) schließen aus ihren Analysen zudem, dass etwa alle 500.000 Jahre eine neue Art von Bettwanze den Menschen als Wirt eroberte. FĂŒr die Zukunft rechnet Reinhardt mit mehr Tempo: "Es wird sicher nicht noch einmal eine halbe Million Jahre dauern, bis die nĂ€chste Art der Blutsauger unsere Betten bevölkert, da derzeit viel mehr Menschen auf der Erde leben und der Handel von Tieren und Haustieren viel mehr Möglichkeiten zum Kontakt bietet."

Das Forscherteam hatte ĂŒber 15 Jahre hinweg weltweit in Museen und im Freiland Bettwanzen eingesammelt und ihr Erbgut untersucht, um die evolutionĂ€ren Verbindungen innerhalb der Gruppe und zum Menschen zu klĂ€ren.
Heutzutage haben rund zwei Drittel der Plattwanzen-Spezies FledermĂ€use als Wirt, die ĂŒbrigen vor allem Vögel. Mehr als 100 Arten sind bekannt, allesamt blutsaugende Parasiten.

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Hey cool, hier kann ich dann in ein paar Jahren meine Diss verlinken :coolface:
Ich bin schon gespannt. :smoke:
 
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