Gott oder nicht?

frames60

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spike schrieb:
Um was für ne Verantwortung soll ich mich drücken? Ich geh brav arbeiten, lerne nebenbei auch noch was und bringe keine Leute um. Wem bin ich bitte was schuldig?

Und vor wem soll ich in ein paar Jahren (bzw. Jahrzenten) stehen? Vor Gott etwa? Nein. Wenn ich tot bin, dann bin ich tot. Langsam verfaule ich und den rest erledigen Bakterien und Würmer (und sonstiges Getier). Aber danach ist nichts, nada, niente.

Und die Sache mit den Ideologien...
Klar ist es einfacher an eine Lüge zu glauben. Die meisten Menschen flüchten lieber in ihre schöne heile Welt, anstatt der Realität in die Augen zu sehen. So wird sich das auch noch die nächsten 2000 Jahre abspielen.

Glaubst du das wirklich? Du denkst also, ein Mensch kann in seinem Leben der größte Massenmörder gewesen sein oder der größte Wohltäter, sie sind nach dem Tod einfach "nicht mehr da". Ohne Wenn und Aber?

Du hälst also die ganze Bibel samt Gott für eine Lüge? Die Erde ist gerade so zufällig entstanden? Das Universum? Ach so, der Urknall..., aber der kam ja auch so gerade aus dem Nichts...

Die Geschichte Jesus, von tausend Zeugen belegt, einfach so erfunden? Die Vorhersagen der Bibel, die bisher alle eingetroffen sind, alles Zufall?

Na ja, immerhin in einer Sache kann ich dich beruhigen: Nach dem Tod ist es nicht aus, das ist wissenschaftlich bewiesen..., nur was ist dann? Jedenfalls nicht aus..., und dann ist es ein wenig zu spät darüber nachzudenken, was noch sein könnte...

In meinen Augen ist es wesentlich unrealistischer nicht an Gott zu glauben als es zu tun..., oder sind Sachen wie die Liebe, Gefühle oder die Luft auch nicht da? Du siehst sie ja nicht..., alles Lüge... :rolleyes:
 

frames60

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Zeelich schrieb:
Ist das echt wissenschaftlich bewiesen?? Ich denke in letzter Zeit oft darüber nach.

Ja, ist es. Menschen, die klinisch tot waren und danach doch noch wieder zurück ins Leben geholt werden konnten, haben berichtet, was mit ihnen im Moment ihres "Todes" geschah.
Sie haben ihren Körper verlassen und sind davon "geschwebt". Hört sich nicht sonderlich glaubhaft oder echt an im ersten Moment, aber es konnte bewiesen werden: Eine Frau, die eben nach diesem Erlebnis befragt wurde, gab an, an einem oberen Fenster des Krankenhauses Turnschuhe zum auslüften gesehen zu haben. Und als man das kontrollierte stellte man fest, das dort tatsächlich diese Turnschuhe standen..., die Frau war im Koma ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Egal was also kommt, es ist nach dem Tod nicht vorbei. Und mal ehrlich: Was ist schwerer vorstellbar: Das man plötzlich weg ist, alles weg, alle Gedanken, Gefühle, das ganze Wesen, einfach für immer weg..., oder das es irgendwie weitergeht?

Nicht sehen heißt nicht nicht da.
 

spike

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frames60 schrieb:
Glaubst du das wirklich? Du denkst also, ein Mensch kann in seinem Leben der größte Massenmörder gewesen sein oder der größte Wohltäter, sie sind nach dem Tod einfach "nicht mehr da". Ohne Wenn und Aber?

Jup, das glaube ich. "Nicht mehr da" ist vielleicht etwas zu hart ausgedrückt. Nach dem Tod verrotet man halt langsam und verschwindet nicht, wie die Opfer in einem First Person Shooter.

Du hälst also die ganze Bibel samt Gott für eine Lüge? Die Erde ist gerade so zufällig entstanden? Das Universum? Ach so, der Urknall..., aber der kam ja auch so gerade aus dem Nichts...

Nope, die Erde ist nicht zufällig entstanden. Naja eigentlich doch. Wäre die Erde nur ein paar tausend Kilometer näher oder weiter weg von der Sonne, dann wäre ein Leben hier nur sehr schwer möglich. Das Leben ist nichts anderes als die Verkettung von vielen Verschiedenen Zufällen.

Die Geschichte Jesus, von tausend Zeugen belegt, einfach so erfunden? Die Vorhersagen der Bibel, die bisher alle eingetroffen sind, alles Zufall?

Hab ja nicht gesagt, dass es den Knilch nie gegeben hat, aber besonders damals neigten die Leute zu "Übertreibungen", weil sie einfach noch keine großen Technologien hatten und daher sich was ausdenken mussten. Was für Vorhersagen sind denn eingetroffen?

Na ja, immerhin in einer Sache kann ich dich beruhigen: Nach dem Tod ist es nicht aus, das ist wissenschaftlich bewiesen..., nur was ist dann? Jedenfalls nicht aus..., und dann ist es ein wenig zu spät darüber nachzudenken, was noch sein könnte...

Um ehrlich zu sein, machst du mich eher nervös, wenn du sagst, dass es nach dem Tod nicht aus ist. Wenn man tot ist, ist man tot. Das Herz hört auf zu schlagen, das Gehirn stirbt und langsam fangt man an zu verfaulen. Außer man entscheidet sich für ne Verbrennung nach dem Tod.

In meinen Augen ist es wesentlich unrealistischer nicht an Gott zu glauben als es zu tun..., oder sind Sachen wie die Liebe, Gefühle oder die Luft auch nicht da? Du siehst sie ja nicht..., alles Lüge... :rolleyes:

Liebe und Gefühle sind nichts anderes als Hormone, die von deinem Gehirn, oder deinem Rückenmark ausgeschieden werden. Luft kann man sehen, kann man riechen, kann man wissenschaftlich nachweisen.

Heute war ja wieder Matrix im Fernsehen und hier ist wirklich das perfekte Beispiel Cypher. Er flieht auch lieber zurück in die Matrix, als sich der Realität zu stellen.
 
M

Miluaf

Guest
Ahoi,

frames60 schrieb:
Und mal ehrlich: Was ist schwerer vorstellbar: Das man plötzlich weg ist, alles weg, alle Gedanken, Gefühle, das ganze Wesen, einfach für immer weg..., oder das es irgendwie weitergeht?

Nicht sehen heißt nicht nicht da.

Ahh, es tut gut, endlich mal jemanden zu begegnen ,der sich exakt dasselbe fragt.
Kann es mir auch nicht vorstellen, dass es mit dem Tod komplett vorbei sit, was aber genau danach kommt, kann ich selbstverständlich nicht sagen.
Aber an den Eintritt in den Himmel glaube ich trotzdem nicht *g*

cya,
Fauli
 

Jubei

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10 Apr 2002
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Ich denke niemand will hier jemanden wegen seines Glaubens beleidigen. Ich persönlich wurde frei von Religion erzogen. Ich habe mich zwar mit verschiedenen Religionen beschäftigt, aber deswegen gehöre ich noch lange keiner an.

frames60 - so sehr ich Deine Beiträge wirklich schätze, bin ich nicht Deiner Auffassung was Religion betrifft. Warum soll es etwas nach dem Tod geben? Die Aussage der von Dir angesprochenen Frau ist kein Beweis und erst recht kein wissenschaftlicher. Diese Begebenheit legt höchstens eine Vermutung nahe, dass es ein Jenseits gibt, aber mehr wohl auch nicht...

Die Sache mit dem Urknall finde ich ebenso kaum beweiskräftig. Denn man kann hier nur einen Schluss ziehen...es gibt Dinge die jenseits von unserer Vorstellungskraft liegen. Nehmen wir z.B. unser Sonnensystem. Rein biologisch könnten wir hier unten auf der Erde wunderbar leben ohne uns je eine Gedanken zu machen wie denn wohl unser Sonnensystem beschaffen ist. Aber nach langer Zeit haben wir schon einige Fragen über unser Sonnensystem beantworten können. Jedes Lebewesen hat nur einen durch Evolution bedingten Auftrag...sein Erbgut weiterzubringen. Kosmische Zusammenhänge sind für diese Aufgabe wohl kaum von Nöten. Ob wir mit unserem Verständnis, unserer Vorstellungskraft solche Rätsel lösen werden ist offen. Aber viele Dinge sind für uns wahrscheinlich nicht messbar aber trotzdem existent. Nur ist es leicht sie Gott zuzuordnen sobald wir sie nicht verstehen.

Was Verhaltensregeln betrifft...oder Schuld und Moral etc. So braucht man das Christentum nicht unbedingt, um ethischen Grundsätzen folgen zu können (ich achte persönlich nicht unbedingt drauf)...aber eines ist wichtig...nehmen wir mal allein die Gebote...eine Religion setzt Dogmen. Dabei sollte man viel mehr darüber nachsinnen warum ich so oder so handeln sollte...ein paar nette Denkansätze gibt der umstrittene Peter Singer in Praktische Ethik...
 

tomesi

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13 Mai 2002
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Allgemein zu Religionen kann ich nur sagen dass es jedem selber freigestellt sein wollte,welche Religion er bevorzugt oder für sich entdeckt.
Deswegen kann ich bei diesem Thema intolleranz nur schwer verstehen.
Ich persönlich glaube an keinen Gott oder an etwas übermenschliches.
in den Punkt sollte aber jeder seine Fantasie spielen lassen.
Im übrigen finde ich den Text von Jubei sehr gut formuliert und auf den Punkt gebracht!
 

frames60

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27 Feb 2002
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Jubei schrieb:
frames60 - so sehr ich Deine Beiträge wirklich schätze, bin ich nicht Deiner Auffassung was Religion betrifft. Warum soll es etwas nach dem Tod geben? Die Aussage der von Dir angesprochenen Frau ist kein Beweis und erst recht kein wissenschaftlicher. Diese Begebenheit legt höchstens eine Vermutung nahe, dass es ein Jenseits gibt, aber mehr wohl auch nicht...

Gut..., und wenn es ein Jenseits gibt (und das muß es geben oder wie sonst kann die Frau die Turnschuhe gesehen haben?), dann gibt es doch schon mal was, was man momentan nicht sehen kann oder? Und warum sollte es dann auch keinen Gott geben? Glaubst du man "schwebt" dann einfach so für den Rest der Zeit durch die Gegend...?

Und warum es etwas nach dem Tod geben sollte? Hmmm..., vielleicht der Gerechtigkeit Willen? Adolf Hitler und Mutter Thereasa verschwinden also gerade so einfach beide ins Nichts..., egal was sie getan haben...

Und ihr glaubt doch nicht auch wirklich, dass alles Leben etc. eine Verkettung von Zufällen ist? Verdammt großer Zufall, hmmm...? Statistisch gesehen ungefähr so groß, wie wenn ein Wirbelsturm über einen Schrottplatz fegt und dabei eine flugtüchtige Boing 747 zusammenbaut...

Warum hat man ein Gewissen? Seltsamerweise, Tiere haben das nicht so..., zum Überleben kann es also kaum wirklich nötig sein...

Warum werden wir nicht alle Verbrecher, kann man viel Geld mit machen?
 

Jubei

L13: Maniac
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10 Apr 2002
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frames60 schrieb:
Jubei schrieb:
frames60 - so sehr ich Deine Beiträge wirklich schätze, bin ich nicht Deiner Auffassung was Religion betrifft. Warum soll es etwas nach dem Tod geben? Die Aussage der von Dir angesprochenen Frau ist kein Beweis und erst recht kein wissenschaftlicher. Diese Begebenheit legt höchstens eine Vermutung nahe, dass es ein Jenseits gibt, aber mehr wohl auch nicht...

Gut..., und wenn es ein Jenseits gibt (und das muß es geben oder wie sonst kann die Frau die Turnschuhe gesehen haben?), dann gibt es doch schon mal was, was man momentan nicht sehen kann oder? Und warum sollte es dann auch keinen Gott geben? Glaubst du man "schwebt" dann einfach so für den Rest der Zeit durch die Gegend...?

Und warum es etwas nach dem Tod geben sollte? Hmmm..., vielleicht der Gerechtigkeit Willen? Adolf Hitler und Mutter Thereasa verschwinden also gerade so einfach beide ins Nichts..., egal was sie getan haben...

Und ihr glaubt doch nicht auch wirklich, dass alles Leben etc. eine Verkettung von Zufällen ist? Verdammt großer Zufall, hmmm...? Statistisch gesehen ungefähr so groß, wie wenn ein Wirbelsturm über einen Schrottplatz fegt und dabei eine flugtüchtige Boing 747 zusammenbaut...

Warum hat man ein Gewissen? Seltsamerweise, Tiere haben das nicht so..., zum Überleben kann es also kaum wirklich nötig sein...

Warum werden wir nicht alle Verbrecher, kann man viel Geld mit machen?

Sagen wir mal ich würde den Zustand dieser Frau als deliriumartig beschreiben...nicht mehr und nicht weniger.

Zufall? Ich weiss nicht ob man das so nennen kann. Ich kann mir jedoch kaum eine Art Masterplan hinter unser Realität vorstellen...laufen wir nicht dabei Gefahr "Den Erschaffer" zu vermenschlichen?

Warum hat man ein Gewissen? Warum haben Babies so einen niedlichen runden Kopf und schauen einen mit diesen putzigen grossen Augen an? Damit wir ihre Schutzbedürftigkeit erkennen und sie schützen. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren ist der Mensch nach seiner Geburt auf seine Eltern angewiesen und praktisch hilflos. Außerdem ist der Mensch ein Herdentier gewesen, also muss natürlich gewährleistet sein, dass er sich nicht gegen seine Artgenossen wendet oder vielleicht sogar noch frisst...Man kann diese Verhaltensweisen auf Instinkte zurückführen. Unser Gehirn erlaubt es uns nun über uns nachzudenken oder sogar komplexe Denkweisen an den Tag zu legen wie Schuld oder Gewissen. Ich persönlich würde sagen, dass es evolutionär bedingt ist...einige Tiere können unter Wasser atmen wir können komplexe Methoden entwickeln uns einerseits Nahrung zu beschaffen und uns andererseits zu vernichten.

Wenn Du Dir mal das Universum ansiehst, soweit wir es kennen und verstehen und machst Dir eine Vorstellung von dem Raum, dann ist es schon seltsam, dass wir im Universum weit und breit bisher die einzigen sind die komplexes Leben bieten. Und wenn Du Dir mal die Gefahren ansiehst die im Universum auf uns warten, dann hängt doch die Existenz der Erde so wir wir sie kennen an einem ziemlich dünnen Faden. Welcher Masterplan würde denn soetwas vorgesehen haben?

Verbrechen. Zum einen ist es eine Frage der Erziehung und der Werte, die der Person mitgegeben werden würde ich sagen, irgendwann entwickelt sich aus diesen anerzogenen Werten ein eigenständiges Verhalten. Natürlich spielt auch Erfahrung eine grosse Rolle.
 

SilentSin

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3 Okt 2001
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boaah... was bin ich nciht ein frommer held :king1: ;)
gestern war ja zuerst grillen angesagt! ham das aber sausen lassen und sich in die stadt gefahren! dann im Mäces die an diesem Tag wichtigste Frage : "WAS ESSE ICH?!" :confused3:
BigMäc, Chicken mc Nugget, McMucho, Cheeseburger, RoyalTS ... ??
Ich war nervös, meine Hände zuckten, schweiß auf meiner Stirn! :eek4:
ich ging mutig zur MäcesFrau um meine Bestellung abzugeben, ein schlechtes Gewissen hatte ich schon. ich machte den mund auf ....

"ein.... ein... McFlurry Erdbeer bitte"

ich habs geschafft, kein fleisch gegessen, ich bin "King Sin" :hehehe4:

juhuuu :grin3:
 

spike

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31 Jul 2002
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SilentSin schrieb:
boaah... was bin ich nciht ein frommer held :king1: ;)
gestern war ja zuerst grillen angesagt! ham das aber sausen lassen und sich in die stadt gefahren! dann im Mäces die an diesem Tag wichtigste Frage : "WAS ESSE ICH?!" :confused3:
BigMäc, Chicken mc Nugget, McMucho, Cheeseburger, RoyalTS ... ??
Ich war nervös, meine Hände zuckten, schweiß auf meiner Stirn! :eek4:
ich ging mutig zur MäcesFrau um meine Bestellung abzugeben, ein schlechtes Gewissen hatte ich schon. ich machte den mund auf ....

"ein.... ein... McFlurry Erdbeer bitte"

ich habs geschafft, kein fleisch gegessen, ich bin "King Sin" :hehehe4:

juhuuu :grin3:

Oh, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, aber ich hab gestern auch kein Fleisch zu mir genommen. Eigentlich eher unbewusst. Ich hatte gestern eigentlich nur 2 Müsli und ein paar Brote mit Marmelade. Das kommt aber eher daher, dass in den letzten Jahren sowieso immer weniger Fleisch esse, als früher. Manchmal kommts sogar vor, dass ich ne ganze Woche oder so kein Fleisch esse. Ist aber eher die Außnahme.
 

Zeelich

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4 Aug 2002
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Ich habe auch keinen Bissen Fleisch zu mir genommen!
Nur Kartoffelsalat (ohne WÜRSTCHEn und ohne FLEISCHWURST) und abends dann nochmal anderen Salat und Kräuterbaguette.
:)
 

Schaf_2002

L12: Crazy
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18 Jun 2002
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Jubei schrieb:
Verbrechen. Zum einen ist es eine Frage der Erziehung und der Werte, die der Person mitgegeben werden würde ich sagen, irgendwann entwickelt sich aus diesen anerzogenen Werten ein eigenständiges Verhalten. Natürlich spielt auch Erfahrung eine grosse Rolle.

Diesem Standpunkt kann ich vollkommen zustimmen. Denn jedem der über das Thema ernsthaft nachdenkt, stellt sich wohl früher oder später die Frage, was eigentlich Moral ist. Aus rein rationaler Sicht kann es sich (meiner Meinung nach) nur so darstellen, dass das was man landläufig als Moral bezeichnet lediglich etwas ist, welches aus einer Mixtur aus diversen Zufällen, Lebensumständen und sozialem Umfeld entsteht. Es gibt natürlich gewisse Grundsätze (nicht töten etc.), wer möchte soll sie ethisch oder moralisch nennen, die allen Menschen gemein sind, aber wie Jubei schon ganz richtig sagte, lässt sich das Groß dieser "Grundsätze" auf biologische Gegebenheiten in den Ursprüngen der Menschheit zurückführen.
Als wunderbares Beispiel für die Formbarkeit des menschlichen Geistes lassen sich die Anschläge auf das World Trade Center heranziehen.Annähernd jeder Mensch in der westlichen Welt wird das, was dort geschehen ist, als Akt der Grausamkeit und moralisch absolut verwerflcih ansehen. Aber die Menschen, die die Flugzeuge gekapert haben, sahen ihre Tat mit Sicherheit nicht als moralisch verwerflich an, eher wahrscheinlich ist dass sie ihr Vorgehen für das einzig moralisch Richtige hielten. Und all dies nur aufgrund ihrer Erziehung, Lebensumstände etc. Und das sollte jemandem, der allgemeine moralische Grundsätze für gegeben hält doch durchaus zu denken geben. Mal ganz abgesehen von der Frage, ob die in der westlichen Welt vorherschenden Grundsätze und Ideale auch wirklich die "ultimativ Richtigen" sind.

MfG Stefan
 

Phoenix

L12: Crazy
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4 Aug 2001
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Ach, mal wieder die Fleisch-Geschichte....

Jeder soll essen was er will! Und solange in Maßen gegessen wird - sehe ich keine Probleme. Wieso sollte der Mensch kein Fleisch essen? Und wieso müssen die Vegis immer denken, dass sie eine bessere Moralvorstellung haben als andere?

Die Natur ist grausam und deswegen hack ich jetzt nem Huhn den Kopf ab, nehm es aus, steck es auf nen Spieß und brat es über dem Feuer! Das ist IMHO ganz normal! Das wird schon seit tausenden Jahren so gemacht - heute eingeschlossen.

Einzige Voraussetung: Die Tiere müssen ordentlich leben! Bei den heutigen Zuständen kann ich Vegetarier verstehen. Und zugegeben - deswegen ess ich auch sehr wenig Fleisch von dem ich weiss, wo es herkommt.

Ich zieh´ mir jetzt ne fette Blutwurst rein, danach Tartar und zum Abschluss genehmige ich mir noch einen Becher warmes Rinderblut. :D


by
Phoenix
 

Red

L20: Enlightened
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30 März 2002
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Ihr wisst ja das man nur für einen Tag auf Fleisch verzichten soll oder?
Sowas wir ich ziehe mir jetzt ne Bratwurst rein könnt ihr euch sparen weil ich jetzt auch wieder in den Genuss des Fleisches komme. :D
 

frames60

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27 Feb 2002
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Jubei schrieb:
Wenn Du Dir mal das Universum ansiehst, soweit wir es kennen und verstehen und machst Dir eine Vorstellung von dem Raum, dann ist es schon seltsam, dass wir im Universum weit und breit bisher die einzigen sind die komplexes Leben bieten. Und wenn Du Dir mal die Gefahren ansiehst die im Universum auf uns warten, dann hängt doch die Existenz der Erde so wir wir sie kennen an einem ziemlich dünnen Faden. Welcher Masterplan würde denn soetwas vorgesehen haben?

Vielleicht der Masterplan, der die Menscheit und die Erde zu etwas einzigartigem macht..., in der Bibel steht auch nichts von Aliens... :wink:

Sieh es mal so: Ein Teppich von hinten gesehen ist auch nur ein großes Gewirr aus Fäden ohne Sinn..., wenn man den Teppich aber umdreht sieht man die schönsten Muster..., und er ist auch nicht "zufällig" entstanden...

Und egal wie man es nimmt: Irgendwann, irgendwo muß es einen Anfang von allem gegeben haben. Und das geht nur mit einer Macht, die wir uns nicht vorstellen können..., aus nichts kommt nichts und schon gar nicht so was komplexes und detailliertes wie das Leben...
 

Fellion

L14: Freak
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frames60 schrieb:
Und egal wie man es nimmt: Irgendwann, irgendwo muß es einen Anfang von allem gegeben haben. Und das geht nur mit einer Macht, die wir uns nicht vorstellen können..., aus nichts kommt nichts und schon gar nicht so was komplexes und detailliertes wie das Leben...

Naja, dann frag ich mich aber wo Gott oder "diese Macht" her kommt? Wer oder was hat ihn/es erschaffen?
 

Jubei

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10 Apr 2002
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frames60 schrieb:
Jubei schrieb:
Wenn Du Dir mal das Universum ansiehst, soweit wir es kennen und verstehen und machst Dir eine Vorstellung von dem Raum, dann ist es schon seltsam, dass wir im Universum weit und breit bisher die einzigen sind die komplexes Leben bieten. Und wenn Du Dir mal die Gefahren ansiehst die im Universum auf uns warten, dann hängt doch die Existenz der Erde so wir wir sie kennen an einem ziemlich dünnen Faden. Welcher Masterplan würde denn soetwas vorgesehen haben?

Vielleicht der Masterplan, der die Menscheit und die Erde zu etwas einzigartigem macht..., in der Bibel steht auch nichts von Aliens... :wink:

Sieh es mal so: Ein Teppich von hinten gesehen ist auch nur ein großes Gewirr aus Fäden ohne Sinn..., wenn man den Teppich aber umdreht sieht man die schönsten Muster..., und er ist auch nicht "zufällig" entstanden...

Und egal wie man es nimmt: Irgendwann, irgendwo muß es einen Anfang von allem gegeben haben. Und das geht nur mit einer Macht, die wir uns nicht vorstellen können..., aus nichts kommt nichts und schon gar nicht so was komplexes und detailliertes wie das Leben...

Nach unserer Vorstellungskraft hat alles was uns bekannt ist einen Ursprung, aber was wenn unsere Sinne und unser Verständnis von Natur aus nicht ausreicht zu verstehen, dass es die Ewigkeit tatsächlich gibt?
 

frames60

L20: Enlightened
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27 Feb 2002
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silence schrieb:
frames60 schrieb:
Und egal wie man es nimmt: Irgendwann, irgendwo muß es einen Anfang von allem gegeben haben. Und das geht nur mit einer Macht, die wir uns nicht vorstellen können..., aus nichts kommt nichts und schon gar nicht so was komplexes und detailliertes wie das Leben...

Naja, dann frag ich mich aber wo Gott oder "diese Macht" her kommt? Wer oder was hat ihn/es erschaffen?

Das ist doch des Rätsels Lösung... :rolleyes:

@Jubei
Natürlich gibt es die Ewigkeit..., etwas kann ewig gehen..., aber anfangen muß es auch irgendwann..., nur enden nicht mehr...

Nimm einen Kreis, in dem ein Ball rollt: Er wird ewig rollen können ohne je ein Ende zu finden..., aber irgendwann einmal muß er in diesen Kreis gekommen sein...
 

/ajk

L16: Sensei
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13 Mai 2002
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Geile Gesprächsthemen. Ich hoffe das jemand dies überhaupt liest, ich schreibe viel.


Ich war mal religiös. Sogar Christlich. Bis ich angefangen habe nachzudenken.
Heutzutage wird vieles einfach übernommen. Aber es wird vergessen, wie die heutigen Religionen überhaupt entstanden sind.
Das erste was mir ins Auge viel, ist die Brutalität mit der sich das Christentum ausgebreitet hat. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen den Sprüchen den die Priester ausgesprochen haben, und dem was tatsächlich geschah.
Einige Fragen: Warum mussten die Menschen gezwungen werden zum Christentum zu kommen, wenn doch das Christentum als offensichtliche Warheit und Weisheit daherkommt?
Wo ist die Demut und Brüderlicheit während der Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Judenverbrennungen, Indianer"taufungen" Sachsenschlächterei und so weiter hin?
Warum wurde Gold gesammelt für die Kirchen? Wozu diese Prachtbauten und Armeen?

Es war für mich pervers und wiederspruchsvoll. Und je mehr ich mich mit der Geschichte beschäftigte, desto mehr erkannte ich was das Christentum eigendlich ist. Eine Marketingaktion. Oder einfach eine Sekte. Sexistisch, machtgierig, beschränkend, fesselnd.
Jesus, egal ob es ihn gab oder nicht, hat von seinen Sprüchen sehr wenig gemeinsam mit dem Christentum heutzutage. Es fing ja schon damals an, als Kaiser Konstantin das Christentum annahm, und zur Staatsreligion des Römischen Reiches machte. Man sollte bedenken, davor war das Christentum eine gejagte Sekte, und plötzlich wurde es voller Macht.

Die Bibel wiederspricht sich. Es gibt Forschungen darüber, dass es auch ein Evangelium von Maria gab. Das Magdalena keine Hure war, sondern eie Pristerin der Magdalenen, einer Göttin. In der Bibel soll stehen, dass Jesus der erstgeborene ist, und erstgeborene haben Geschwister, wo sind die hin? Und überhaupt, vieles von dem was in der Bibel steht wurde erst einige Hundert jahre später aufgeschrieben. Und ich frage mal wer kann schon eindeutig und fehlerlos das aufschreiben was 1903 passiert ist?
Schon 300 nach Christus durften Frauen nicht Singen in den Kirchen, und so weiter. Und die Bibel wurde öfters umgeschrieben, zusammengesetzt, und Jahrhundertelang hatte Die Kirche die einzige Macht über die Schriften. Einen großen Teil des Altertums wissen wir nur aus Abschriften in den Klöstern. Was davon stimmt? Was wurde gefälscht?


Das Christentum hat einige geniale Logikfallen, und viele Menschen sind noch in der Kirche aus Angst. Aus Angst vor der Sünde, vor der Hölle, vor der Strafe Gottes. Darauf basiert einiges. Deswegen auch die Angst vor dem Armageddon, oder der "letzte Kampf" der Christenheit oder so. Es scheint in den VSA auch eine "Christliche Rechte" geben die denken, dass Israel die Heimstatt des Gottes ist und es dort zum letzten Kampf
kommt. Rumsfeld und andere sprechen ja oft von Gott und der Heiligen Mission.

Auch die Angst vor dem Teufel wurde genutzt.
Der Gehörnte war und ist der Geist des Lebens. Der Lust, des Waldes. Er ist die manifestation für die inneren Kräfte in den Menschen, für die Paarung und die Freude. Das der Teufel verteufelt wurde zeigt die wahren Beweggründe der Priester, die Männer waren und eigendlich keinen Sex haben sollten. (Die Babyleichen in den Katakomben von Klöstern sprechen aber eine andere Sprache)

Den Menschen wurde eingeredet, dass die natürlichen "Triebe" des Teufels sind. Die Lust und die Freude, der müssiggang. Da diese "Triebe"
aber in jedem Lebewesen sind, dachten die Menschen, dass sie Sündig seien. Und dass der Teufel sie verführt. Lange Zeit war die Frau "des Teufels" weil sie Männer erregte. Dann gingen alle zur Beichte und entlasteten sich von den Sünden. Damit gab es noch ein Werkzeug. Das der Beichte. So konnten Menschen angespornt werden Dinge zu tun, die sie vielleicht nicht tun würden, aber da man zur Beichte gehen konnte und dadurch entlastet ist von der Sünde, konnte man immer wieder etwas "böses" tun. Und die Priester haben gleichzeitig Informationen bekommen und konnten im Hintergrund Ränke schmieden.

Dann fing ich an mich mit ursprünglicheren Dingen zu beschäftigen. Überall auf der Welt gab es Völker, die die Natur "anbeteten". Ob die Indianer, oder die Inuits, oder der Shintoismus in Japan, oder die Sibirischen Völker oder oder oder. Ich fragte mich, warum überall diese Denkweisen entstanden sind, und "nur" das Judentum, der Islam und das Christentum sagen, dass es nur einen Gott gibt. Ich fand es auch etwas vermessen zu urteilen, dass all die anderen Menschen, die noch nie etwas von Gott gehört haben, in der Hölle landeten.
Dan kamen die Kelten. Im "Keltentum" wurde der Frühling gefeiert. Der Maibaum war ein Symbol dafür, dass die Natur befruchtet wurde. Die Natur ist wieder auferstanden. (Passend dazu wurde vom Christentum eingetragen, dass Jesus aus dem Grab auferstanden ist)
Dann wurde auch Weihnachten gefeiert. (1 Frage, was hat der Weihnachtsbaum mit er Geburt Christi zu tun? Richtig, gar nichts!) Der Baum ist ein Hinweis auf den Wald, auf den Grünen Mann, den Gehörnten... Es ist die Feier auf das Leben, trotz des Winters.
Auch ist der Zeitpunkt, also am 24 ungefähr im Zeitraum drinne an dem die Sonne am Scheitelpunkt steht und (bedingt durch die Achsenneigung der Erde) wieder anfängt sich der Erde zu nähern. (Naja eigendlich nähert sich die Erde der Sonne, aber wir sehen das ja alles subjektiv)
Die Sonne kehrt zurück, der Sohn der Mutter wird wiedergeboren, Baldur kommt aus der Hel zurück.
Dann gibt es noch Allerheiligen, Halloween. Die Nacht in der die anderen Welten ganz nahe sind. Was dahinter steckt weis ich noch nicht, da bin ich noch zu unbedarft. Aber bin ja dabei.

Interessant ist auch, das diese "Naturvölker" den Tod nicht wegschoben. Enkel soll "kleiner Ahn" bedeuten. Es gab auch die Denkweise, dass es nicht "Gut und Böse" gibt, sondern das beides ein Teil des ganzen ist. Und "Angemessenes Verhalten und unangemessenes Verhalten". Tod ist nicht böse, und auch nicht zum fürchten, sondern ein Schritt weiter. Eine Geburt in eine "andere Welt". Seltsamerweise gibt es überall auf der Welt Schamanen und Traditionen die darauf hinweisen.

Also all diese Feiern die es im Christentum gibt, stammen schon von früher. Das hat mich sehr erstaunt. (*g* und erinnerte mich an MS die auch alles kopieren und dann als ihre eigene Idee verkaufen)

Dornenkrone. Weißdorn wurde verflochten und einem Menschen auf den Kopf gesetzt, dieser Mensch wurde auf ein Kreuz gebunden und durch das Dorf getragen. Es soll ein alter Keltischer Brauch sein. Das Weißdorn war ein Schützer, an der Grenze der Dörfer, als Zaun zur Wilden Natur, und vielleicht zu mehr. Hexen heissen auch Hagazussen, und einige meinen, das dies Zaunreiterin bedeutet. Es gab auch die Gnostiker, die nicht daran glaubten, dass Jesus gekreuzigt wurde. Was ist mit ihnen passiert? Sie sind von den Katholiken ermordet worden. Ausgerottet. Sie lebten im Westlichen Teil Frankreichs, bis runter zu den Pyrenaen. (na die Berge zwischen Spanien und Frankreich)

Dann das Kreuz. Das Kreuz an sich soll die verschiedenen Kräfte die ineinander greifen symbolisieren. Das längliche Kreuz, wie es im Christentum verwendet wird, soll einen Menschen symbolisieren, der mit ausgebreiteten Armen dasteht, offenherzig. Die Art wie Jesus hängt, entspricht teilwiese einem Ypsilon. Mit dem Kopf zwischen den Armen. Das soll einen Menschen symbolisieren, der die Arme in den Himmel Streckt und sich den Kräften der Welt zuwendet, sich den Himmel anschaut, die Sterne bewundert, Erfreut ist, und so weiter. Und im Christentum wurde das Zeichen des Offenherzigen Menschen mit einem Menschen vernagelt der Seine Arme nach oben gewendet hat. Für mich ist es eine Vergewaltigung dieser Zeichen. Angenagelt und nicht freiwillig nach oben gewendet die Arme, überall Blutend. *grusel*
Das spricht nicht für einen Liebenden Gott, sondern für einen Sadisten.
Aber die Krähen werden auch ihn holen.

Gott. Das Wort soll aus dem Germanischen kommen und Alles heissen. Es soll _das_ Goth heissen, und nicht der Gott. Wahrscheinlich hiessen die Götter auch nicht Götter. Vielleicht Heilige.

Ursprung. Warum kann sich niemand vorstellen, dass alles aus sich selbst entstanden ist? Ich glaub kaum, dass es eine Wesenheit war, schon gar nicht ein Männlicher Gott der aussieht wie ein Mensch, und sich darüber aufregt wenn eine Frau mit einem Mann schläft ohne verheiratet zu sein!
Viele kennen diese Keltischen Muster, diese Knoten und verwobene dingens. Auch die Germanen hatten dies. (Einige Archäologen meinen, dass diese Stämme nie getrennt zu betrachten sind) Bei den Germanen waren es die Wurzeln des Weltenbaumes, und die ganzen verwobenen dingens könnte man als ein Schicksalsgewebe sehen, ein Gewebe von allem was exisitert und exisiteren kann, von allen Möglichkeiten.
Meine Meinung ist, dass alles existiert weil es exisiteren kann und will. So wie ein gesunder Mensch etwas im Leben tun will, so will sich das Leben auch in dieser Welt und auf diese Art zeigen. Und wenn es eine Blüte ist, die perfekt symmetrisch ist und wundervoll ausschaut, ganz ohne 3dMark2000 *g*
Es gibt da so einen Spruch, das die Menschen existieren, damit irgendwer die Schönheit des Universums bewundert. :)

alles in allem ist das Christentum ursprünglich eher _eine_ Möglichkeit gewesen das wesen der Welt zu entdecken und Menschen nahezubringen die es selbst nicht sehen.
Das Christentum existiert heute noch, weil die Oberschicht von dieser Denkweise profitiert. Die Menschen werden unten gehalten, "im Jenseits wird es dir besser gehen" und die Gläubigen Menschen werden im ewigen Teufelskreis von Sünde und Vergebung gehalten, wärend andere sie einfach ausrauben. "Halt die andere Backe hin"

Und Jesus sehe ich eher in einer Stufe mit Konfuzius der dann später instrumentalisiert wurde.
So viel ich weis soll Jesus gesagt haben, das jeder Mensch sein eigener Palast ist, seine eigene Kirche. Dies widerspricht der Auffassung von der Kirche das nur die Kirche als Mittlerin zu Gott steht, und der Papst (oder auch eben nicht der Papst bei anderen Christlichen Richtungen) der Stellvertreter auf der Erde ist. Und warum? Weil es der Kirche Macht gibt über die Köpfe der Menschen.

Ich bin mein eigener Gott, und ich erfreue mich an Welten die andere Götter erfunden haben. Zum Beispiel Zelda oder Bladurs Gate.

Die Kirchen verlieren an Einfluss, weil sie nicht mehr Befehlen können und nicht Drohen, bzw die nimmt man nicht ernst. Vielleicht kommen die Menschen auf die Idee die Jahreszeiten zu feiern. Und die Natur an sich.

Ich schreib mal wieder zu viel. :)

/ajk
 

frames60

L20: Enlightened
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@/ajk
Immerhin hast du dir wirklich Gedanken darüber gemacht..., finde deinen Text nicht schlecht... :)

Aber: Jesus Christus ist vor 2000 Jahren auf die Erde gekommen, also das ist noch nicht so wirklich lange her. Davor gab es das alte Testament, das Christentum an sich ist also sehr alt..., älter als jede Naturreligion oder Ideologie..., und es existiert immer noch als "führende" Weltreligion...

Keine Ideologie oder sonstige "Religion" hat so lange durchgehalten, alle Zeiten überdauert..., irgendwas muß also wohl dahinter stecken...
Und die Oberschicht, die davon profitieren soll, sehe ich nicht..., und wenn es so gewesen wäre, alle Oberschichten wurden in der Geschichte der Menschheit von einer Revolution gestürzt, wenn es zuviel wurde...
Und die Bibel ist heute noch so wie vor hunderten Jahren, was alte Funde belegen..., es wurde nichts entfernt oder hinzugefügt...

Kennst du die Geschichte von Saulus? Der auszog, Jesus zu töten? Und als er ihm gegenüberstand wurde er alleine von der Erscheinung Jesu so überwältigt, dass er Christ wurde..., und zum Paulus...

Man kann immer nach schlechten Sachen suchen und sie auch finden..., so auch bei der Kirche...
Es gibt auch bei der Polizei schwarze Schafe, trotzdem wird sie ja nicht in ihrer Gesamtheit als Ordnungsmacht in Frage gestellt..., man kann ja auch mal die guten Seiten der Kirche suchen...

Und noch eines ist interessant: Jegliche Religion, die nicht mit dem Christentum in Berührung kam (egal ob Griechen, Ägypten, Germanen Maya oder sonstige Naturreligionen) haben mehrere Götter..., wie also sollte der Mensch so plötzlich ohne Grund auf die Idee gekommen sein, alles auf nur einen einzigen Gott zu vereinen...?

Die Zehn Gebote: Alles nur eine plötzliche Erfindung eines Menschen? Die Prophezeiungen der Bibel, alles Zufall? Die Gleichnisse Jesu, perfekt bis ins Detail, auch nur "menschlich"?

Wenn man die Geschichte zur Entstehung der Welt liest (sehr alt, Altes Testament): Macht man aus den Tagen ein paar Jahrmillionen, kommt das sehr genau an die heutige wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entstehung der Erde und des Lebens auf der Erde nach..., wie konnte man damals so etwas ahnen? Zieht man im Vergleich andere Religionen oder Weltanschauungen zum Thema hinzu, wird man nur wenig haltbare Ideen oder Vorstellungen finden...

Und: Alle anderen Religionen basieren auf Vorstellungen von Priestern oder Propheten, nicht durch von Menschen aller Art und Klasse selbst erlebten Geschehnissen..., sie wurden einfach vorhergesagt, nicht erlebt...

Und zum Thema "Welten": Du genießt die Welten von Zelda oder Baldur´s Gate..., und wirst doch feststellen, dass sie so gesehen tot und leer sind..., und das wird auch zukünftige Hardware nicht ändern können...

Von der Auferstehung Christ haben hunderte Menschen Zeugnis abgelegt. Alles Lügner?

Und zum Kreuz: Es symbolisiert die Auferstehung, die Überwindung des Todes.

Es ist einfach zu sagen: Daran glaub ich nicht, alles Lüge und erfunden. Man muß sich in seinem Tun vor niemandem verantworten, kann leben wie es einem gefällt (das heißt nicht, das du es so machst).

Aber wer einmal ein bisschen nachdenkt muß doch zumindest auf einen Schluß kommen: Es muß irgendjemanden (etwas) geben, dass diese Welt in all ihrer Komplexität bis ins kleinste Detail erfunden hat...

Und ich für meinen Teil bin 100% davon überzeugt, dass es Gott und Jesus Christus gibt..., wenn man sich darauf einläßt kann man es auch spüren, aber dafür muß man sich halt wirklich darauf einlassen...
 

spike

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Du scheinst mir ja ein richtig braver Apostel zu sein, frames.

Es gibt zum Beispiel den Islam und das Judentum, dass vor dem Christentum da war und noch immer vorhanden ist.

Die Geschichte von Saulus. Du sagst es selbst. Es ist eine Geschichte. Keiner kann sagen, ob sie wahr, oder erfunden ist.

Nein, es ist schwerer an etwas nicht zu glauben, wenn so viele andere Menschen daran glauben. Es ist schwerer aus der Masse herauszutreten und seine eigene Meinung zu bilden.

Der oder Das, was hinter der Welt steckt ist folgendes: Schicksal, Zufall - nenn es wie du willst. Aber nicht Gott. DNA ist für das Leben verantwortlich. Entwicklung, Evolution ist für das Leben verantwortlich. Aber nicht Gott.

Glaub was du willst, aber ich bin froh, dass ich meine eigene Meinung bilden konnte und nicht mehr der Masse hinterherlaufe.
 
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