eSport

BenTheMan

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Ich merke es immer mehr auch bei mir selber. Wo ich damals noch eSport etwas belächelt, aber durchaus als gute Entwicklung empfand (aber mich immer wieder mitsamt anderen Turnierorgas über CSler lustig gemacht), hat mich das Fieber - dank Overwatch - nun total gepackt. Wie steht eigentlich das Thema hier auf CW aus? Gibt es eSport-Begeisterte? Oder gar aktive eSportler? Oder herrscht hier das CoD-MLG-Durito-Mnt.DEW-Bild vor?

Zum Einstimmen eine echt gute Doku vom Ersten:


 

aganim

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Ich finde das ehrlich gesagt sehr gut. Mich nervt es eher mit was für Vorurteilen manche Leute über diese Art von Sport haben. Das liegt bestimmt auch daran das man unter Sport immer einen rein körperlichen Wettkampf erwartet was aber ziemlicher Blödsinn ist weil z.b. Schach spielen keine körperlichen Vorraussetzungen benötigt. Selbst im Motorsport sagen die Leute "Was ist daran Sport?" wenn man sie auf zum Beispiel die Formel 1 anspricht, also die Leute haben da echt einen Tunnelblick. Im Grunde genommen ist jeder Sport nur ein Spiel in dem Leute gegeneinander einen Wettkampf bestreiten.

Ich selbst bin auch "eSportler" in dem Sinne, dass ich halt Fighting Games spiele und ich gehe auch zu Turnieren, auch wenn das Letzte schon etwas länger her ist. Fighting Games sind ja ironischerweise quasi der Ursprung der wettbewerbsfähigen Videospiele, auch wenn sie nicht so populär sind wie andere Spiele. Es ist übrigens richtig toll wenn ich auf einem Turnier bin die ganzen Leute zu sehen die da teilnehmen. Ich hab Spieler aus den USA, England, Holland, Finnland, Dänemark, Schweiz und Frankreich getroffen. Es gibt viele Menschen mit Behinderung denen es gar nicht möglich ist den "klassischen Sport" zu betreiben, aber trotzdem im eSport dabei sein können. Was an der FGC so besonders ist, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass man gegen einen richtigen Top Spieler antreten darf. Viele extrem gute Spieler sind zu casuals bereit und es gibt kein Ranking System, d.h. jeder muss sich Turnier für Turnier wieder neu qualifizieren. Mir gefällt auch, dass dort genau wie im Motorsport nicht zwischen Frauen/Männern getrennt wird auch wenn da noch deutlich mehr getan werden muss weil es ja echt einige Creeps und Arschlöcher gibt. Aber das ist über die letzten Jahre schon ein bisschen besser geworden.

Das Einzige was bei eSport wohl immer ein Problem sein wird ist, dass die Spiele sich verändern. Du kannst heute noch ein Fußballspiel von 1912 ansehen und wirst immer noch alles verstehen, während man bei eSports jedes neue Spiel erst wieder begreifen muss. Dadurch ist imo die potentielle Zuschauerzahl auch ziemlich eingeschränkt weshalb ich bezweifle, dass irgendwann die Zuschauermassen erreicht werden wie z.b. beim Fußball.
 

Avi

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Ein großer Fortschritt ist mMn schon das bereits esportler als olympische Fackelträger eingesetzt worden sind und wieder eingesetzt werden.



Premiere: Erstmals eSportler als olympischer Fackelträger
https://www.merkur.de/sport/wintersport/league-of-legends-erstmals-esportler-als-olympischer-fackeltraeger-zr-9510277.html

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar) werden erstmals eSportler als Fackelträger im Einsatz sein.

Wie der südkoreanische Clan "kt Rolster" bekannt gab, werden fünf Profis des Fantasy-Strategiespiels League of Legends das Olympische Feuer am 15. Januar für jeweils drei Minuten durch die Hauptstadt Seoul tragen.

eSports und speziell der Spieletitel League of Legends sind in Asien und vor allem in Südkorea äußerst beliebt. Die Organisatoren der Asienspiele haben eSports bereits als offizielle Sportart für die Austragung 2022 in der chinesischen Stadt Hangzhou ins Programm genommen.

Das Olympische Feuer war am 24. Oktober im antiken Olympia in Griechenland entzündet worden. Seit dem 1. November wird es die verbleibenden 100 Tage bis zur Eröffnungsfeier durch das Gastgeberland der 23. Olympischen Winterspiele getragen.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte sich zuletzt mehrfach zurückhaltend bezüglich einer Aufnahme von eSports ins olympische Programm geäußert.


 

Swisslink

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Das Interesse auf CW hält sich, wohl weil der absolut größte Teil des eSports-Bereichs auf den PC fällt, in Grenzen.

Das Einzige was bei eSport wohl immer ein Problem sein wird ist, dass die Spiele sich verändern. Du kannst heute noch ein Fußballspiel von 1912 ansehen und wirst immer noch alles verstehen, während man bei eSports jedes neue Spiel erst wieder begreifen muss. Dadurch ist imo die potentielle Zuschauerzahl auch ziemlich eingeschränkt weshalb ich bezweifle, dass irgendwann die Zuschauermassen erreicht werden wie z.b. beim Fußball.
Sehe hier nicht wirklich ein Problem. Andere Sportarten verändern sich auch. Es gab in diversen Sportarten immer wieder Regeländerungen, die das Spiel zu einem gewissen Grad verändert haben und die Regeländerungen haben der Popularität der Sportarten kaum geschadet. Die Veränderungen sind bei eSports-Titeln sicher größer. Aber jemand, der vor einigen Jahren League of Legends über Twitch geschaut hat, wird das Spiel auch heute noch grundsätzlich verstehen. Taktiken mögen anders sein, neue Champions werden dazugekommen sein - aber das grundsätzliche Spiel versteht man noch immer.
 

steffundso

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steffundso
esport ist einfach auch noch, je nach spiel, zu kompliziert.
ein fifa versteht jeder, ja
ein counter-strike versteht nach kurzer eingewöhnung auch jeder
aber lol, dota & co ... das läuft potentiell so schnell ab und bedient sich so vieler vokabeln ... da steigt man auch als gamer zum teil wirklich erstmal nicht durch.
und "non-gamer" haben dann - vermute ich - noch weniger lust, sich darin einzuarbeiten, wenn man stattdessen auch einfach weiter stumpf fußball & co gucken kann.

die einstiegshürde halte ich jedenfalls bei einigen populären esport-titeln für ZU hoch und das wird sich auch so schnell nicht ändern, denke ich
 

WinnieFuu

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esport ist einfach auch noch, je nach spiel, zu kompliziert.
ein fifa versteht jeder, ja
ein counter-strike versteht nach kurzer eingewöhnung auch jeder
aber lol, dota & co ... das läuft potentiell so schnell ab und bedient sich so vieler vokabeln ... da steigt man auch als gamer zum teil wirklich erstmal nicht durch.
und "non-gamer" haben dann - vermute ich - noch weniger lust, sich darin einzuarbeiten, wenn man stattdessen auch einfach weiter stumpf fußball & co gucken kann.

die einstiegshürde halte ich jedenfalls bei einigen populären esport-titeln für ZU hoch und das wird sich auch so schnell nicht ändern, denke ich
Was genau soll eSports denn noch erreichen? Sprichst du jetzt davon, dass Leute, wie beim Fußball, das Ganze verfolgen obwohl sie selbst nicht zocken?
Das halte ich auch für sehr unwahrscheinlich und ist derzeit auch gar nicht der Sinn der Sache oder?
In Zukunft könnte sich das eventuell ändern, wobei ich daran Zweifle, dass ein Spielprinzip für den eSports ausgetüfftelt genug ist um interessant zu sein und trotzdem für unwissende sofort verständlich.
Derzeit wäre wohl Rocket League der Einsteiger freundlichste Titel da die simplen Grundregeln vom Fußball bekannt sind und das ganze Spiel lediglich auf einer schnell verständlichen Physikengine basiert.
 

steffundso

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steffundso
also ich denke mal schon, dass es langfristig das ziel der hersteller sein wird, eben genau diesen nicht-zockenden markt auch noch zu erschließen.
schließlich kommen dann world wide auch entsprechende tv-verträge etc zusammen und es fließt nochmal eine enorme masse geld zusätzlich.
ansonsten gebe ich dir da recht. rocket league hat aktuell wohl wirklich das größte potential auf grund seiner leichten verständlichkeit
 

Swisslink

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Das muss doch gar nicht das Ziel sein? American Football verstehen auch viele Leute die Regeln nicht und trotzdem ist es unglaublich populär.

Ganz zu schweigen davon dass die Games imo nicht so unglaublich zuschauerunfreundlich sind und man imo bei den meisten Games einigermaßen erkennt, was läuft. Zumindest nicht schlechter als ein Europäer der keine Ahnung von Football hat und nun den Super Bowl schaut.
 

steffundso

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steffundso
Das muss doch gar nicht das Ziel sein? American Football verstehen auch viele Leute die Regeln nicht und trotzdem ist es unglaublich populär.

Ganz zu schweigen davon dass die Games imo nicht so unglaublich zuschauerunfreundlich sind und man imo bei den meisten Games einigermaßen erkennt, was läuft. Zumindest nicht schlechter als ein Europäer der keine Ahnung von Football hat und nun den Super Bowl schaut.
also es ist bei mir schon ein paar jahre her, aber als ich in neiner esport-blütezeit noch auf lans gefahren bin und da dann ab und an mal rts-turniere inkl. cast besucht habe, fiel mir das nachvollziehen schon schwer. unfassbar schnelles micromanagement und unzählige "fachbegriffe".
natürlich gibt es - wie bspw. von @WinnieFuu erwähnt - auch durchaus zuschauerfreundlichere spiele. aber mit einem starcraft 2 oder league of legends erweiterst du deinen markt jedenfalls nicht.

zu american football: der super bowl wird aber imo von nicht-footballkennern vor allem wegen der fast schon einzigartigen präsentation geschaut. das spiel an sich, die spielzüge etc, interessieren gefühlt die wenigsten. da ist es mehr das spektakel. davon ist esport aber eher noch entfernt. da halte ich baseball für den passenderen vergleich. anerkannt, etabliert, aber ist auch - global gesehen - eher niesche und wirft außerhalb der usa wahrscheinlich so gut wie nix ab.

bin aber mal gespannt, wie sich das ganze thema esport entwickelt.
bei mir war es ende um 2001 rum bspw. so, dass wir gerade ein sponsoring mit der deutschen vertretung von des senders MTV ausgehandelt hatten und kurz drauf der amoklauf von erfurt stattgefunden hat. da hatten wir damals als counter-strike clan entsprechend schlechte karten und abgesehen von serversponsoring und der für uns erstellten website wurde alles gecancelt. schade :v:
heutzutage geht es zum glück zumindest schon etwas differenzierter zu
 

steffundso

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Krawallbruder

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Ich merke es immer mehr auch bei mir selber. Wo ich damals noch eSport etwas belächelt, aber durchaus als gute Entwicklung empfand (aber mich immer wieder mitsamt anderen Turnierorgas über CSler lustig gemacht), hat mich das Fieber - dank Overwatch - nun total gepackt. Wie steht eigentlich das Thema hier auf CW aus? Gibt es eSport-Begeisterte? Oder gar aktive eSportler? Oder herrscht hier das CoD-MLG-Durito-Mnt.DEW-Bild vor?

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Ich schaue eSport seit Halo MLG Zeiten und freue mich wie einfach es geworden ist,Tuniere zu verfolgen.
 

Avi

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27 Okt 2013
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Der eSport-Kalender 2018
http://esport.kicker.de/esport/mehresport/info/714041/artikel_der-esport-kalender-2018.html?goweb=1

Jede Woche könnt Ihr mittlerweile eSport-Turniere verfolgen - egal ob Dota, League of Legends, FIFA 18, PES 2018, Hearthstone, Overwatch, Rocket League, Heroes of the Storm, StarCraft II oder Counter-Strike, stets ist irgendwo irgendetwas los. Damit Ihr den Überblick nicht verliert, haben wir den eSport-Rahmenterminkalender 2018 für Euch. Hier bekommt Ihr alle Infos zu Turnierdaten, Preisgeldern und Co. Natürlich aktualisieren wir den Kalender regelmäßig.
 

Cooper

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Yadias
"eSport ist für mich kein Sport", sagt Reinhard Grindel, Präsident vom Deutschen Fußball-Bund (DFB)

http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/Allgemein/38229/2173646/eSports-eSport_ist_fuer_mich_kein_Sport_sagt_Reinhard_Grindel_Praesident_vom_Deutschen_Fussball-Bund_DFB.html

Und ganz ehrlich? Ich stimme ihm im Prinzip zu. eSport ist für mich genauso wenig Sport wie Schach, Dart oder Pool - zumindest nach der derzeit gängigen Definition. Ich will eSports jetzt - im Gegensatz zu Grindel - natürlich nicht die Qualität absprechen und von Verarmung sprechen (und die soziale Komponente ist ebenfalls definitiv vorhanden), aber für mich müssen schon grundlegende motorische Aspekte erfüllt sein, um als Sportart durchzugehen.

Bei den genannten Disziplinen würde ich daher eher von "Gedankensport" (Schach) oder Spielen (Dart, Pool, eSport) sprechen - ohne wie gesagt ihre Qualität infrage zu stellen!

Vielleicht wäre es daher ratsam, entsprechende Änderungen in der Definitions- und Gesetzeslage vorzunehmen, sodass diese sog. "Sportarten" ebenfalls finanzielle Spritzen in Form von staatlichen Förderungen aus dem Sportfond (oder welchen Fond auch immer) bekommen (hätte ich auch absolut nix dagegen, da sie nun mal wichtige Disziplinen sind und auch viele Arbeitsplätze dranhängen).
Dennoch bin ich hier altmodisch und sehe eSport nicht als "normale" Sportart an. Eine Olympiateilnahme wäre für mich daher quasi auch völlig bescheuert.

Wie seht ihr das?
 
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WinnieFuu

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Das größte Problem ist, dass er diese Aussage in seiner Position tätigt. Wäre das jemand anderen würde man ihn einfach nur belächeln weil er so konservativ und offensichtlich auch nicht viel Ahnung von der Materie hat.
Ob eSport wirklich Sport ist ist trotzdem eine Diskussion die man dringend führen muss. Ebenso ob es so sinnvoll ist diese vermeintliche Sportart zu fördern.
Aber Grindel darf sich da gerne raushalten ^^
 

aganim

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aber für mich müssen schon grundlegende motorische Aspekte erfüllt sein, um als Sportart durchzugehen.
Naja sind sie doch... Guck dir mal an was die Turnierspieler bei StarCraft oder CS für schnelle Eingaben machen oder wie lange in Fighting Games geübt wird um die Execution zu perfektionieren. Das sind halt nur feinmotorische Bewegungen.
Vielleicht wäre es daher ratsam, entsprechende Änderungen in der Definitions- und Gesetzeslage vorzunehmen
Eigentlich würde doch der Begriff "eSport" schon reichen. Damit ist ja schon deutlich genug ausgedrückt, dass es sich um Videospiele handelt.
Ob eSport wirklich Sport ist ist trotzdem eine Diskussion die man dringend führen muss.
Das kann man eigentlich ziemlich gut vergleichen mit z.b. Schach, denn wenn Schach Sport ist sollten eSport auch Sport sein.
 

WinnieFuu

L14: Freak
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Das kann man eigentlich ziemlich gut vergleichen mit z.b. Schach, denn wenn Schach Sport ist sollten eSport auch Sport sein.
Ja, das sowieso. Wobei Schach imo die Kategorisierung als Sportart weniger verdient hat als eSports, da Schach einfach gar keine motorischen Anforderungen hat, während die Präzision vom eSports mit Schießsport oder Dart vergleichbar ist.
In Punkto Spieltaktik zieht eSports sowieso fast jeder klassische Sportart davon.
 

steffundso

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steffundso
dass ein grindel nichts damit anfangen kann, ergibt sich schon fast altersbedingt - trotzdem unglücklich aus seiner position heraus! :hm:
aber wenigstens kommt die (längst überfällige) debatte diesbzgl. auch hierzulande ins rollen
 

Cooper

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25 Feb 2010
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Wie gesagt, wenn es um staatliche Förderungen geht, bin ich ganz bei euch. Über die Kategorisierung müssen jedoch andere entscheiden. Hätte ich eine Stimme, würde ich trotzdem dagegen voten, sorry. Für mich ist das Gaming und kein Sport. Nur eben in einem professionellen Bereich.
Würde es eines Tages doch als Sportart gelten, könnte ich aber auch damit leben. Anschauen würde ich es mir trotzdem nicht. Kann mit Let's Plays schon nix anfangen.

Ich bin in der Materie "eSports" aber auch wirklich gar nicht drin bewandert. Daher ist das nur meine persönliche Meinung und auch nicht für voll zunehmen.
Nur wirken die Übertragungen, wenn ich mal beim Durchschalten kurz hängenbleibe, meist eher wie eine große Entertainment-Show als eine seriöse Sportart. Aber gut, im Fußball nähern wir uns dem Ganzen ja auch schon an.

In Punkto Spieltaktik zieht eSports sowieso fast jeder klassische Sportart davon.
Das ist natürlich schon eine mehr als gewagte Aussage. Sehe ich selbst aber anders. Maximal gleichwertig (wenn überhaupt).
 

steffundso

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steffundso
kannst dir sicher sein, dass dein standpunkt wirklich nur sehr oberflächlich ist.
ich war z.b. ~2008 rum auch mit einer "professionellen dead or alive-spielerin" zusammen und wie die u.a. schon frames zählen musste um bestehen zu können, war schon hart. und sowas dann im wettbewerb ist stress/anstrengung/siegeswillen ... sport.

ich selbst hab semi-professionell counter-strike gespielt. auf nem entsprechend hohen niveau sind taktik und aiming (hand-auge-koordination) dabei enorm

zu der zeit hab (bis 2009/10 rum) hab ich auf lans dann auch hin und wieder mal bei spielen rts-spielen (wie wc3 oder sc/sc2) vorbeigeschaut und das ist sowas von anstrengend, komplex und fordernd ... das übertrifft einige/viele sportarten um längen

beruflich habe ich mal fifa-spiele auf profi-niveau betreut. auch das ist kein zuckerschlecken für die jeweiligen spieler, sondern man geht da schon an seine grenzen.

jedenfalls: so leid es mir tut, aber du liegst mit deinen ansichten schlichtweg falsch :v:
 
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WinnieFuu

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Das ist natürlich schon eine mehr als gewagte Aussage. Sehe ich selbst aber anders. Maximal gleichwertig (wenn überhaupt).
Nicht wirklich.
Ich kenne mich halt im Gaming aus und bin Sportwissenschaftler.
Es ist natürlich sehr salopp und spitz formuliert aber wie @steffundso schon sagte sind die Anforderungen (natürlich je nach Spiel) einfach enorm.
Dafür fällt halt die konditionelle Komponente weg. Ich will also nicht sagen, dass eSports "schwieriger" wäre als normaler Sport. :kruemel:
 

Cooper

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Wie würdet ihr denn "Wettessen" einordnen? Auch hier geht es um Stress, Anstrengung und Siegeswillen. Und auch hier spielen kleinere motorische Aspekte und Taktik eine Rolle. Demnach müsste es auch als Sportart angesehen werden, oder?

Aber ich weiß schon, worauf ihr hinaus wollt. Und ihr steckt auch -beruflich - weitaus (!) tiefer in der Materie drin als ich. Daher bin ich echt der falsche Gesprächspartner (kann mich da auch nur lächerlich machen ^^).

Bin jedenfalls gespannt, ob und wann es in Deutschland anerkannt wird. Aber dafür muss erst mal die eigentliche Videospielbranche die Anerkennung erhalten, die sie verdient. Auch hier hinkt Deutschland wie immer hinterher und ihr hängt hier immer noch ein wenig das Schmudelimage nach. Und solange das der Fall ist, wird sich vermutlich so schnell nichts ändern.

In Asien ist man ja (wie immer) einen Schritt voraus. Trotzdem würde ich es schon erst mal irgendwie "komisch" finden, eSports als olympische Disziplin im TV zu sehen.
 
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WinnieFuu

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Wie würdet ihr denn "Wettessen" einordnen? Auch hier geht es um Stress, Anstrengung und Siegeswillen. Und auch hier spielen kleinere motorische Aspekte und Taktik eine Rolle. Demnach müsste es auch als Sportart angesehen werden, oder?

Aber ich weiß schon, worauf ihr hinaus wollt. Und ihr steckt auch -beruflich - weitaus (!) tiefer in der Materie drin als ich. Daher bin ich echt der falsche Gesprächspartner (kann mich da auch nur lächerlich machen ^^).

Bin jedenfalls gespannt, ob und wann es in Deutschland anerkannt wird. Aber dafür muss erst mal die eigentliche Videospielbranche die Anerkennung erhalten, die sie verdient. Auch hier hinkt Deutschland wie immer hinterher. Aber irgendwie hängt ihr immer noch ein wenig das Schmudelimage nach. Und solange das der Fall ist, wird sich vermutlich so schnell nichts ändern.

In Asien ist man ja (wie immer) einen Schritt voraus. Trotzdem würde ich es schon erst mal irgendwie "komisch" finden, eSports als olympische Disziplin im TV zu sehen.
Also auf das Wettessen will ich jetzt gar nicht eingehen. Ich bin selbst noch unschlüssig ob ich eSports als Sport ansehen will oder nicht und es hängt auch maßgeblich davon ab was denn noch als Sport angesehen wird.
Sollte eSports zukünftig nicht unter die Sportdefinition fallen hätten auch andere (derzeit definiert als) Sportarten ein Problem und sollten nicht mehr unter diese Definition fallen imo :ugly:
Als Beispiel nehme man Schach (das fällt afaik auch in Deutschland nicht mehr in den Sport Bereich und hat deshalb irgendwann seine Förderung verloren) und Darts.
 

Swisslink

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Wie würdet ihr denn "Wettessen" einordnen? Auch hier geht es um Stress, Anstrengung und Siegeswillen. Und auch hier spielen kleinere motorische Aspekte und Taktik eine Rolle. Demnach müsste es auch als Sportart angesehen werden, oder?

Aber ich weiß schon, worauf ihr hinaus wollt. Und ihr steckt auch -beruflich - weitaus (!) tiefer in der Materie drin als ich. Daher bin ich echt der falsche Gesprächspartner (kann mich da auch nur lächerlich machen ^^).

Bin jedenfalls gespannt, ob und wann es in Deutschland anerkannt wird. Aber dafür muss erst mal die eigentliche Videospielbranche die Anerkennung erhalten, die sie verdient. Auch hier hinkt Deutschland wie immer hinterher und ihr hängt hier immer noch ein wenig das Schmudelimage nach. Und solange das der Fall ist, wird sich vermutlich so schnell nichts ändern.

In Asien ist man ja (wie immer) einen Schritt voraus. Trotzdem würde ich es schon erst mal irgendwie "komisch" finden, eSports als olympische Disziplin im TV zu sehen.
Ich glaube, wir sollten zwischen „ist eSports ein Sport?“ und „Sollte eSports olympisch werden?“ klar differenzieren.

Zuerst einmal: was ist ein Sport? Strikt nach den gängigen Definitionen fällt eSports aufgrund der nur beschränkten athletischen Anforderungen aus der Definition raus. Gleichzeitig wären damit aber auch Darts, Pool, Golf und die ganzen Schießdisziplinen (mit Ausnahme von Biathlon und Bogenschießen) keine Sportarten mehr. Keine der Sportarten ist bekannt dafür, außerordentlich hohe Anforderungen an die Athletik der Athleten zu stellen und trotzdem sind das alles Sportarten.

Wieso wäre es also seltsam, Golfer oder Sportschützen an den olympischen Spielen zu sehen? Die Athletik der Athleten kann nicht das ausschlaggebende Argument sein. Sicherlich sind Golfer einigermaßen in Form, Tontaubenschützen sind wohl auch selten vollkommen unathletisch - aber die Athletik ist genauso wenig wie beim eSports, vielleicht gar weniger, ein sehr zentraler Faktor Faktor.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass eSports olympisch wird. Die gesamte Popularität des eSports baut auf den internationalen Charakter der Events auf. Bei 1v1 Titeln mag das noch halbwegs vorstellbar sein, bei Teamspielen ist es völlig ausgeschlossen. Die Teams sind schlicht zu durchmischt und der Terminkalender der großen Teams definitiv zu gedrängt, als dass hier noch ein Nationalteam aufgebaut werden könnte.

Gleichzeitig ist der eSports-Bereich zu schnelllebig. Es gibt kaum Games, die sich wirklich über viele Jahre hinweg als kompetitives Spiel etablieren können. Entweder kommen Nachfolger, Games verschwinden von der Bildfläche, oder Patches verändern die Spiele zu stark. Das lässt sich mit einem 4-Jahresrhytmus, wie sie die Olympischen Spiele haben, kaum vereinbaren.

Und dann bleibt noch das letzte Problem: Allgemein gibt es Winter- und Sommersportarten. eSports lässt sich hier wiederum nicht einordnen, weil es weder noch/sowohl als auch ist.

Und trotzdem: Dieses Jahr ist eSports Teil des Showprogramms der Asien Spiele. In 4 Jahren ist es ein Medaillen-Event. Das bedeutet zwar nicht, dass es auch olympisch wird, aber gerade die nun folgenden asiatischen Gastgeber bemühen sich darum und auch die Organisatoren in Paris haben Interesse bekundet, eSports ins Programm aufzunehmen. Ob das nun gut ist, ist eine ganz andere Frage, als ob eSports Sport ist.
 
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