CW - Club der leidenschaftlichen (Hobby) Autoren

Avi

L99: LIMIT BREAKER
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Da gibts noch nix zu feiern :p

Kann ja abgesehen davon auch richtig schlecht sein/werden bzw. zumindest nicht deinen Geschmack treffen :awesome:
Es geht ja nicht um den Geschmack anderer. Wenn du etwas leidenschaftlich machst, ähnlich wie mit deiner Musik, dann wirst du andere automatisch begeistern und mitreißen. Das geht dann von ganz allein. ^^
 

ChoosenOne

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Aetis511
Nun, Schreiben ist kein Sport, sondern eine Leidenschaft, welche bestenfalls an Talent gekoppelt ist. Aber auch ohne ein solches, kann man erfolgreich Bücher publizieren.
Wen man seinen Sport nicht leidenschaftlich betreibt wird man auch nur so erfolgreich sein wie ein 08/15 Prosa Verfasser... aber ja, auch das kann man als "publizieren" bezeichnen.
 

DeathSephiroth

L20: Enlightened
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@Avi So... hab mal das 2. Kapitel fertig geschrieben... sind mal wieder mehr als 10k Zeichen -.- daher erst mal nur die Hälfte ca. ...



Auf ins Abenteuer​

Seine schwarzen, halblangen Haare, die wild aber dennoch elegant gewachsen waren, wehten sanft in der abendlichen Brise, während er seinen Kameraden diese Geschichte erzählte. Dramatisch funkelten dabei seine Augen im Licht des knisternden Lagerfeuers.

Geschichten erzählen und sein Publikum dabei an seine Lippen zu fesseln, das beherrschte Zarkier wie kaum kein anderer. Aber dies war bei weitem nicht seine einzige herausstechende Fähigkeit. Nicht umsonst galt er als der unausgesprochene Anführer der vierköpfigen Abenteurergruppe.

„Aber wenn unsere Informationen und Berechnungen alle stimmen, stehen wir heute eben genau hier! Am Fuße des Berges Vilatio auf dem Sephiroth der Legende nach seinen letzten Kampf gefochten hat! Morgen früh brechen wir auf und begeben uns auf geschichtliche Spurensuche. Die gleiche Luft atmen, den gleichen, beschwerlichen Weg hinter uns bringen, wie der legendäre Held! Das Ende seiner Geschichte soll den Anfang der unseren ebnen!“

Zarkiers Stimme war durchtränkt von Ehrfurcht, Entschlossenheit, aber auch von bestimmter Gewissheit. Er wusste genau, was er wollte und man kam gar nicht auf den Gedanken zu hinterfragen, ob er auch nur einen Hauch von Zweifel daran hegte, dass seine Visionen für die Zukunft nicht wahr werden würden.

„Oh Mann, jetzt komm mal wieder runter von deinem Höhenflug.“ Stichelte Jakor, der andere junge Mann in der Gruppe, schmunzelnd in Zarkiers Richtung. Obwohl die beiden sich schon seit ihrer Kindheit kannten und sich als beste Freunde sahen, herrschte seit jeher auch ein gewisses Maß an Konkurrenzverhalten zwischen den beiden, welches hauptsächlich aber nicht ausschließlich auf die kämpferischen Fähigkeiten zurückzuführen war. Dennoch übte Zarkier, aufgrund seines etwas höheren Alters und außerdem überdurchschnittlichen Reife, eine gewisse Vorbildfunktion für Jakor aus. So hätten Außenstehende ihr Verhältnis leicht als zwiespältig abtun können. Eines jedoch war so sicher, wie die immer wieder aufgehende Morgensonne: Kam es hart auf hart standen sich die beiden zu Seite, wie sonst niemand anderes.

„Fängt das schon wieder an? Lass ihn doch einfach in Ruhe, oder hast du jetzt plötzlich Bammel vor dem, was morgen ansteht?“ Zischte Dryna in Jakors Richtung. Abgesehen davon, dass diese zarte, hellbraune lange Haare tragende Schönheit mit Zarkier liiert war und sich darum immer wieder genötigt fühlte ihn gegen die spielerischen Anfeindungen von Jakor abzuschirmen, war das Verhältnis zwischen ihr und dem dunkelbraunen Heißsporn ohnehin von eher leicht kindisch wirkender, zänkischer Natur. Wären beide nicht so eng mit Zarkier verbunden gewesen, wären sie wohl unterschiedliche Wege im Leben gegangen.

„Pfft! Angst? Dass ich nicht lache. Erzähl mir auch nur von einem einzigen Mal an dem ICH Angst gehabt habe!“

„HA! Das ist eine mehr als leichte Aufgabe und ich muss dabei nicht einmal weit zurückgehen. Wie war das noch vor knapp einer Woche in diesem ominösen ‚verwunschenen‘ Wald in der Nähe des Dorfes Trekor?“

Jakor hielt ein und blickte grimmig in Drynas Richtung, ohne dabei den Mut zu haben ihre Ausführungen zu unterbrechen.

„Ach ja, stimmt genau! Wir hatten uns aus den Augen verloren in den Wirren des Waldes und irgendwann hörten wir nur einen schrillen Hilferuf von dir, weil du angeblich den bedrohlichen Hüter des Waldes gesehen und dabei nicht mal den Mumm hattest dich ihm allein zu stellen! Mal abgesehen davon, dass absolut nichts von dem Ding zu sehen war, als wir dich erreichten. Nicht mal der Hauch einer Spur, dass IRGENDETWAS dort war.“

Es brodelte innerlich in Jakor.

„So ein Schwachsinn! Erstens: Habe ich wirklich ein bedrohliches Wesen gesehen, ob das nun mit dem Wald zu tun hatte, oder nicht. Was weiß ich, warum es davon keine Spuren mehr gab, als ihr ankamt! War höchstwahrscheinlich ein magisches Wesen. Und zweitens: Ich habe nicht schrill nach Hilfe gerufen oder Angst gehabt! Ich bin mannsgenug, um mir einzugestehen, wenn ich einem möglicher Weise überlegenden Feind gegenüber stehe und habe daher um Verstärkung von meinen Kameraden gebeten. Nicht mehr und nicht weniger! Und wow… das Ding hatte eine wirklich bedrohliche Aura… so was hab ich bisher noch nie wahrgenommen…“ sein Blick verfinsterte sich, während er die letzten Worte sprach, sodass man förmlich die dunkle Präsenz des beschriebenen Wesens selbst wahrnehmen konnte. Dryna ließ sich das allerdings nicht anmerken und fuhr fort:

„Pah alles Ausreden! Außerdem…“

„Genug!“ rief Zarkier, während er sich zwischen die beiden Streitenden stellte und mit einer durchdringenden Geste die Hände in beide Richtungen hob.

„…“ die vierte Person im Bunde, die Halbelfin L’Orel beobachtete das Treiben, wie immer wenn sich Dryna und Jakor gegenseitig verbal die Köpfe einschlugen, schweigend, während sie wahlweise oder abwechselnd den Kopf schüttelte und die Augen verdrehte. Ihre glatten, bis kurz unter die Schulter langen, laubgrünen, leichten Haare, wehten dabei anmutig umher. Auch wenn sie mit ihren 17 Jahren die Jüngste im Bunde war, lag es doch in ihrer elfischen Natur Streitereien als unnötiges und unreifes Mittel anzusehen und wollte damit so wenig wie möglich zu tun haben.

„Sollten wir nicht langsam darüber nachdenken schlafen zu gehen, um morgen früh fit genug für den Aufstieg zu sein, Leute?“ gab L’Orel ruhig, aber bestimmt zu bedenken.

„Die Stimme der Vernunft, vielen Dank.“ Erwiderte Zarkier.

„Ja, passt schon… das hier führt ja doch zu nichts. Morgen früh in aller Stärke rauf auf den Berg!“ schoss es aus Jakor heraus.

„Man sagt in aller Frische…“

„Ja, vielen Dank Dryna, das ist mir schon klar. Aber bei uns Männern liegt der Fokus da ganz klar auf anderen Dingen! Stimmt’s Zarkier?“

„Moment, stopp. Halte mich bitte aus euren Disputen heraus.“ Zarkier schützend die Hände und ging einen Schritt zurück.

„Aber wie L’Orel schon sagte, wir sollten uns langsam hinlegen. Ich wünsche uns eine erholsame und ruhige Nacht. Morgen früh werden wir ein neues Kapitel aufschlagen, meine Freunde! Die Zukunft gehört uns!“ Mit diesen Worten ballte Zarkier eine Faust und streckte sie gerade von seinem Körper weg. Kurz darauf positionierten sich die anderen drei vor ihm und taten es ihm gleich.

„Die Zukunft gehört uns!“ riefen sie alle gemeinsam aus.

Dieses kleine Ritual reichte meistens schon aus, damit Zarkier die Gruppe wieder beruhigen und zusammenbringen konnte.

Kurz darauf bereiteten die vier ihren Schlafplatz vor. Die Nacht war inzwischen in voller Blüte erwacht und der Sternenhimmel funkelte klar und majestätisch. Ein laues Lüftchen wehte vom Norden her und sorgte für einiges Rascheln in den Baumkronen und Büschen herum um das kleine Lager. Die Glut des Feuers war fast erloschen und knisterte leise vor sich hin.
 
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DeathSephiroth

L20: Enlightened
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Ich glaub da nimmer so recht dran... hab einfach zu wenig Zeit xD

Hier der Rest des Kapitels:


Während Dryna, L’Orel und Jakor sich bereits hingelegt hatten und langsam ins Reich der Träume abdrifteten, saß Zarkier noch auf einem umgefallenen Baumstamm und blickte verträumt in die Ferne. Auf seinen Lippen ein sanftes Lächeln.


Jakor bemerkte dies, erhob sich leise und setzte sich neben seinen Freund.


„Hej… meinst du wirklich, dass wir das alles schaffen werden…?“ fragte leise und mit unsicherer Stimme.


„Haha… so hoch ist der Berg nicht, Jakor. Oder sag bloß du hast Angst vor den Monstern in der Gegend?“


„Ach Quatsch… du weißt, was ich meine… das was danach auf uns zukommt.“ Jakors Tonfall klang sehr ernst.


„Da habe ich keinen Zweifel, mein Freund. Wenn wir zusammen sind, schaffen wir vier alles. G.R.A.L. ist nicht nur ein Traum. Es ist eine Berufung. Und ja, ich glaube fest daran, dass wir dazu bestimmt sind, diesen Traum eines Tages zu leben. Selbst wenn es vielleicht morgen noch nicht so weit ist, oder in einem Jahr. Aber der Tag wird kommen!“ Zarkiers Augen funkelten erneut beim Aussprechen dieser Worte. Ein Anblick, der Jakor sofort Mut und Zuversicht spendete.


Tatsächlich war es das erklärte Ziel der jungen Gruppe der Friedensorganisation eines Tages beizutreten. Das Erklimmen des Berges Vilatio, welcher buchstäblich Teil der sagenumwobenen Geschichte um G.R.A.L. war, stellte dabei nur einen weiteren, wenn auch nicht unerheblichen Schritt in diese Richtung dar. Außerdem wollten sie auf ihren Reisen mehr Erfahrung sowohl im Kampf als auch im Leben sammeln, um die schweren Aufnahmeprüfungen bestehen zu können. Zarkier war zwar sehr selbstbewusst und nahezu frei von Zweifeln, jedoch war er auch bescheiden und wusste seine Grenzen gut einzuordnen, weshalb er meinte, dass der Zeitpunkt für die Aufnahmeprüfungen noch nicht gekommen war. Immerhin galten diese als ungemein schwierig und wurden bisher mit Ausnahme von nur zwei Kandidaten – einer 18 und der andere 19 Jahre alt - von niemandem unter einem Alter von 24 Jahren bestanden. Zarkier selbst war immerhin schon 20 Jahre alt und wäre womöglich auch schon im Stande gewesen, zu bestehen, doch musste er sich auch Gedanken um seine bis zu drei Jahre jüngeren Mitstreiter machen, denn er wollte auf keinen Fall, dass auch nur einer von ihnen die Aufnahmeprüfungen nicht bestehen würde.


„Außerdem…“ fuhr Zarkier fort, „dürften die Monster hier um und auf dem Berg als ein sehr gutes Training für uns herhalten. Denn sie sollen recht stark und robust sein. Üben, üben, üben! Und das jeden Tag, weißt du ja! Haha…!“


Jakor lachte leise mit:


„Hehe… ja… da hast du allerdings recht. Aber wir zusammen machen sie fertig und werden immer stärker! Ich kann es kaum erwarten endlich G.R.A.L. beizutreten… wird das wohl noch lange dauern?“


„Schwer zu sagen… du weißt, was man sich über die Prüfungen erzählt… aber wenn wir uns bereit fühlen, dann werden wir es ihnen zeigen! Zuerst aber zeigen wir’s diesen Monstern!“


„Hm… Monster… ich hab mich schon immer gefragt, wieso man so einen negativ klingenden Begriff für diese Wesen nutzt…“ sinnierte Jakob während er seinen Blick nachdenklich in Richtung des Bodens absenkte.


„Wie meinen…?“ fragte Zarkier überrascht, während er eine Augenbraue nach oben zog, „Du weißt doch, dass diese ‚Monster‘ eigentlich aus anderen Dimensionen stammen und von den Menschen hier daher als fremdartige und ungeheuerlich erscheinende Wesen diese Bezeichnung erhielten.“


Jakor lächelte und schüttelte seinen Kopf mitsamt seinen schulterlangen, dunkelbraunen Haaren und sah Zarkier an.


„Ja, natürlich, das ist mir absolut klar. Aber das war noch bevor die Menschen Bescheid darüber wussten, dass dies nur Tiere aus anderen Dimensionen sind beziehungsweise, dass es überhaupt kurzweilige Dimensionsportale gab, durch die diese Tiere hin und wieder in unsere Welt kamen und deshalb so anders wirkten. Spätestens seit den ersten missglückten Experimenten mit Schwarzer Magie, weiß doch jeder von der Existenz anderer Dimensionen und folglich weiß man auch, dass es sich nur um normale Tiere handelt. Ich meine selbst die Dämonier oder die Skelette werden von einigen als Monster bezeichnet, obwohl sie im Prinzip die Menschen ihrer eigenen Welt sind. Sollte man da nicht von diesen negativen Wörtern nicht Abstand nehmen? So ist es irgendwie kein Wunder, dass es immer noch Spannungen gibt…“


Zarkiers Gesichtsausdruck wurde bei Jakors Ansprache zunehmend ernster und nach einer längeren Zeit des Schweigens entgegnete er trocken und aufgeklärt:


„Da hast du absolut Recht. Aber so, wie ich die Menschen erlebt habe, ist es nur sehr schwer von alten Gewohnheiten abzulassen. Diese Dinge haben sich einfach alle etabliert und sind ‚normal‘ geworden. Und ich bin mir außerdem sicher, dass viele, wenn nicht die meisten, den Begriff Monster nicht abwertend benutzen. Selbst bei uns auf Gaia einheimische Tiere werden zum Teil so genannt, weil die Grenzen welche Tierarten nun tatsächlich von Gaia oder aus anderen Welten stammen immer mehr verschwommen sind und man über die Zeit den Überblick verloren hat.“


Zarkier richtete seinen Blick nun auf Jakor:


„Ich denke also, es ist nicht verkehrt das Wort ‚Monster‘ so zu benutzen in der heutigen Zeit. Auch wenn ich dir zustimme, dass es bei bestimmten Leuten gewiss dafür sorgt, dass eine gewisse Distanzierung entsteht oder auch gezielt bewirkt werden soll.“


Er schüttelte energisch den Kopf, lächelte und sah zu den Sternen.


„Aber was soll das überhaupt? Lass uns nicht über solche Dinge reden kurz vor unserem großen Tag! Wir sollten voller Eifer nach vorn blicken und uns auf das, was dort auf uns wartet freuen. Immerhin haben wir es in der Hand die Zukunft zu gestalten.“


Jakors finsterer Blick wich einem leichten, aber ernstgemeinten Lächeln und seine Stimmung klarte wieder auf.


„Du hast Recht. Immer wieder erstaunlich, wie du mich motivieren und aus dunklen Gedanken herausreißen kannst. Danke…“

Auch wenn Jakor oberflächlich betrachtet, oft ganz ähnlich wie Zarkier, wie eine unbeschwerte Frohnatur wirkte, neigte er dazu sich in wirren und eher negativen Gedankengängen zu verrennen. Schließlich hatte er, im Gegensatz zu seinem Freund und Vorbild, eine recht finstere Kindheit gehabt in der seine beiden Elternteile im Monsterkrieg ums Leben kamen und er lange Zeit danach ein sehr einsames Leben fristete. Dieses "Dunkle Ich" überspielte er aber in der Regel souverän in der Gegenwart von anderen und versuchte sich dabei eben auch Eigenschaften von Zarkier zu eigen zu machen. Lediglich in wenigen Situationen wie jener in dieser friedlichen Nacht, offenbarte er seine andere Seite seinem Freund Zarkier - und nur ihm!

Zarkier grinste Jakor breit ins Gesicht.


„Hehe, dafür bin ich ja da, Kamerad! Und jetzt sollten wir uns auch langsam hinlegen, sonst wecken wir die anderen beiden noch auf.“


Jakor nickte ihm zu. Die beiden standen langsam auf begaben sich leise zu ihren hergerichteten Schlafplätzen und legten sich hin, bereit nun auch zu schlafen.


L’Orel die leicht abseits von den beiden lag war noch wach. Aufgrund ihrer feinfühligen Ohren hatte sie das ganze Gespräch mitverfolgen können. Wissend über den Ausgang des Gespräches schloss nun auch sie ihre Augen mit einem Lächeln in ihrem Gesicht.


Das Feuer war inzwischen ganz erloschen, die Glut kühlte bereits ab und man hörte lediglich noch die Geräusche der Nach. Von Tieren… und anderen Monstern…
 
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