COVID-19 - Entwicklungen und Neuigkeiten

StefSan

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Der Lockdown funktioniert in Deutschland nicht, er funktioniert in England nicht, er funktioniert in Irland nicht. Vor allem wirkt ein Lockdown weniger, je länger er dauert. Wer je mit Menschen gearbeitet hat, dem dürfte auch klar sein warum: je strenger die Regeln, desto mehr Leute widersetzen sich den Regeln komplett. Und wer sich widersetzt, der denkt sich auch nicht „hey, aber so ein bisschen an die Regeln halten sollten wir uns trotzdem!“

Darum ist ein Lockdown ja so gefährlich. Denn nach kürzester Zeit muss enorm gelockert werden. Im Frühling hatten die Regierungen das Glück, dass die Bevölkerung die Regeln größtenteils unterstützt hat. Diese Zeiten sind aufgrund des Lockdowns längst vorbei.

Und auf Nachfrage hin einiger Journaliste, hört man nur "ehm.. öhm... eh ja... " und irgendwelche Aussagen und keine klaren Ansage mehr. Warum er notwendig ist.
Wenn man gezielt nachfrage, versucht man es (zumindest kommt es so rüber) nicht genau erklären zu wollen. Was ja im Frührjahr noch möglich war.
Und jetzt sieht man nur noch "noch mehr Maßnahmen", "noch strengere Regeln".. weils ja bisher auch so viel bringt :ol:

Zu mal die Regeln immer schärfer werden und die Zahlen dennoch höher gehen. irgendwie das genaue Gegenteil, was der Lockdown ja machen sollte xD
 

Jobs82

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Die Gefahr wenn jetzt alles wieder geöffnet wird wäre aber das wir wieder massiv höhere Zahlen haben. Wie gesagt Politik aktuell zu machen war noch nie so schwierig. Wer sagt er hätte ein Patentrezept wie man damit umgeht der lügt.
 

Frontliner

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Der Lockdown funktioniert in Deutschland nicht, er funktioniert in England nicht, er funktioniert in Irland nicht. Vor allem wirkt ein Lockdown weniger, je länger er dauert. Wer je mit Menschen gearbeitet hat, dem dürfte auch klar sein warum: je strenger die Regeln, desto mehr Leute widersetzen sich den Regeln komplett. Und wer sich widersetzt, der denkt sich auch nicht „hey, aber so ein bisschen an die Regeln halten sollten wir uns trotzdem!“ Das ist in absolut jedem Bereich des Lebens so. Je mehr man Menschen übefordert, desto weniger tun sie, um diesen Forderungen in irgendeiner Form nachzukommen. Warum das ausgerechnet bei Corona Maßnahmen nicht passieren sollte, muss mir erstmal jemand erklären.

Darum ist ein Lockdown ja so gefährlich. Denn nach kürzester Zeit muss enorm gelockert werden. Im Frühling hatten die Regierungen das Glück, dass die Bevölkerung die Regeln größtenteils unterstützt hat. Diese Zeiten sind aufgrund des Lockdowns längst vorbei.

wie kommst du darauf das ein lockdown nicht funktioniert? die situation wäre eher noch viel gravierender ohne die lockdowns
 

Swisslink

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wie kommst du darauf das ein lockdown nicht funktioniert? die situation wäre eher noch viel gravierender ohne die lockdowns

Ich kann die gleiche Frage zurückwerfen: Wie kommst du darauf? :kruemel:
Tatsache ist, dass Deutschland seit längerem im Lockdown ist und nun die Schweiz - die auf einen Lockdown verzichtet hat - in den täglichen Todeszahlen überholt hat. Woher das kommt weiß keiner.


Die Schlussfolgerung "Zahlen stagnieren -> Maßnahmen wirken nicht" ist ziemlich dumm.
Einige scheinen noch nicht gerafft zu haben wie das mit der Virusverbreitung funktioniert oder ignorieren das gerne wenn es darum geht den Lockdown zu kritisieren.

Je härter die Maßnahmen, desto mehr Protestaktionen und Zuwiderhandlungen. Wie gesagt: ist in absolut jedem Bereich des Lebens so. Wie groß der Einfluss auf die Zahlen ist? Weiß keiner.
 
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StefSan

L18: Pre Master
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Die Schlussfolgerung "Zahlen stagnieren -> Maßnahmen wirken nicht" ist ziemlich dumm.
Einige scheinen noch nicht gerafft zu haben wie das mit der Virusverbreitung funktioniert oder ignorieren das gerne wenn es darum geht den Lockdown zu kritisieren.


Liest du auch richtig?
Keiner sagt doch prinzipiell, dass ein Lockdown wirkungslos wäre oder nichts bringt (beweisen kann man es nicht!)
Warum? weil wir dazu 2 Zeitlinien bräuchen
a) ohne Lockdown
b) mit lockdown

erst dann kann man vergleichen :)

Mir geht es persönlich um die Art und Weise, wie die Politik momentan argumentiert. Und wenn man nachfragt, man Stammelsätze hört, als wüssten die selber nicht mal, was sie da sagen.


Und wie Swisslink bereits sagte. Das Problem ist einfach, dass die Maßnahmen immer härter werden und das einen Nebeneffekt bringen kann, dass ein Großteil der Bevölkerung immer mehr dagegen ist und es nicht mehr befolgt wie noch März 2020!
Genau hier liegt ja das Grundproblem..

und klar, es ist nie einfach ab einer gewissen Menge eine richtige Entscheidung zu treffen. Weil man immer abwegen muss, was das kleinere Übel ist. Hat ja auch niemand behauptet, dass man in so einer Situation alles richtig machen kann.^^
 

Draygon

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Ich kann die gleiche Frage zurückwerfen: Wie kommst du darauf? :kruemel:

Jedes Land das ohne Lockdown durchkommen wollte hat zurückgerudert, weil die Zahlen durch die Decke gingen.
Ich mag das Argument logisches Denken nicht, aber bei einem Virus das sich bei vielen Kontakten viel verbreitet und bei wenig Kontakten wenig, was soll man da anders sagen?
Aber aus deiner Argumentation entnehme ich ja sowieso immer, dass du glaubst die Leute halten sich nicht dran und treffen sich 1:1 in gleicher Anzahl im privaten Raum. Dann bringt ein Lockdown tatsächlich nichts.

Und diverse Inselstaaten (Neuseeland, Australien) zeigen, dass ein harter Lockdown die Zahlen senken kann. Auch wenn die unbestreitbar den Vorteil haben eine Insel zu sein.
 

Frontliner

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Ich kann die gleiche Frage zurückwerfen: Wie kommst du darauf? :kruemel:
Tatsache ist, dass Deutschland seit längerem im Lockdown ist und nun die Schweiz - die auf einen Lockdown verzichtet hat - in den täglichen Todeszahlen überholt hat.

wie ich darauf komme? siehe post von @Draygon jeder musste zurückrudern, die zahlen wurden so gedämpft. was hast du erwartet? lockdown und dann ende gelände? die massnahme ist nur erfolgreich, wenn dann die kurve auf 0 sinkt?

die todeszahlen sind auf anderes zurückzuführen, nämlich dem versagen vom schützen der alters- und pflegeheime. und dort haben es sehr häufig pfleger selbst eingeschleppt.
 

Swisslink

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Jedes Land das ohne Lockdown durchkommen wollte hat zurückgerudert, weil die Zahlen durch die Decke gingen.
Ich mag das Argument logisches Denken nicht, aber bei einem Virus das sich bei vielen Kontakten viel verbreitet und bei wenig Kontakten wenig, was soll man da anders sagen?
Aber aus deiner Argumentation entnehme ich ja sowieso immer, dass du glaubst die Leute halten sich nicht dran und treffen sich 1:1 in gleicher Anzahl im privaten Raum. Dann bringt ein Lockdown tatsächlich nichts.

Und diverse Inselstaaten (Neuseeland, Australien) zeigen, dass ein harter Lockdown die Zahlen senken kann. Auch wenn die unbestreitbar den Vorteil haben eine Insel zu sein.

Ja, die Leute halten sich nicht dran. Wie man das ernsthaft in Frage stellen kann, ist mir ein Rätsel. Nehmen wir doch ein simples Beispiel:
Du hast zwei Schulklassen, die komplett identisch sind. Von der einen Klasse forderst du, dass sie auf den nächsten Tag ein ganzes Wörterbuch auswendig lernt. Von der anderen forserst du, dass sie eine Seite des Wörterbuchs lernt.

Welche Klasse lernt durchschnittlich mehr?

Was ich damit nur sagen will: Menschen reagieren bei einer Ablehnung der Forderungen mit komplettem Verzicht, nicht mit einer Reduktion. Je härter die Maßnahmen, desto mehr Leute halten sich an gar keine Maßnahmen mehr. Und dann sollte man endlich mal evaluieren, inwiefern diese Zuwiderhandlungen die Zahlen beeinflussen.

Aber wenn teilweise >30% der Leute die Maßnahmen ablehnen, kann man sich das denken.
 

Cooper

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Je härter die Maßnahmen, desto mehr Protestaktionen und Zuwiderhandlungen. Wie gesagt: ist in absolut jedem Bereich des Lebens so. Wie groß der Einfluss auf die Zahlen ist? Weiß keiner.
Auch wenn die Zahl derer sicherlich über die Zeit gestiegen ist, betrifft es dennoch nicht die Mehrheit. Ohne Lockdown wäre die Lage sehr wahrscheinlich noch mal wesentlich dramatischer.

Und letztlich ist eh vieles rein spekulativ. Einen gemeinsamen Konsens zu finden, ist sowieso undenkbar. Und Corona ist sowieso ein heikles Thema, was selbst Familien und Freundschaften auf eine harte Probe stellt, weil es jeder besser weiß.

Ich finde jedenfalls, Vorsicht walten zu lassen, ist die einzig richtige Entscheidung. Man hat ja z. B. hier in Deutschland in Sachsen gesehen, was passiert, wenn man alles zu sehr schleifen lässt - und die Toten stapeln sich derzeit leider in den Bestattungsunternehmen. Weltweit sieht es teils genauso aus.
 

MultiXero

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Sorry, aber das man jetzt überlegt, FFP2 Masken zur Pflicht zu machen, finde ich behämmert, da sie Arschteuer sind. Dazu werden sie wohl fast überall ausverkauft sein. Also da mache ich nicht mit.
 

Swisslink

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Auch wenn die Zahl derer sicherlich über die Zeit gestiegen ist, betrifft es dennoch nicht die Mehrheit. Ohne Lockdown wäre die Lage sehr wahrscheinlich noch mal wesentlich dramatischer.

Möglich. Wissen wir aber nicht. Ich halte 30% der Bevölkerung, die sich an keine Maßnahmen halten für weitaus gefährlicher als 100%, die sich an weniger strenge Maßnahmen halten. Denn bei den 100% gäbe es Schutzkonzepte. Es gab nicht grundlos kaum Ansteckungen in Restaurants und Läden.

Und letztlich ist eh vieles rein spekulativ. Einen gemeinsamen Konsens zu finden, ist sowieso undenkbar. Und Corona ist eh ein heikles Thema, was selbst Familien und Freundschaften auf eine harte Probe stellt, weil es jeder besser weiß.

Ach, in meinem Umfeld dreht sich die Diskussion eher darum, ob es gerechtfertigt ist, einen Corona-Todesfall um jeden Preis zu verhindern, während man das bei jedem anderen Todesfall nicht tut. Wir behandeln nicht jeden Kranken, weil es zu teuer wäre, sie zu verhindern, nehmen Autounfälle in Kauf, weil es zu teuer wäre, sie zu verhindern - investieren aber in einem Monat 3.4 Milliarden alleine in Läden, um X Menschen zu retten.

Ich denke, das ist für Freundschaften/Familien ein größeres Problem. :kruemel:
 

Montalaar

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Lockdown funzt schon, was die Situation der Alten angeht und ob diverse Regeln dafür jetzt wirklich so sinnvoll sind oder nur eher nach Gießkanne und Kurzschluss riechen ist eine andere Sache....gäbe es eine wirkliche Strategie die auch umgesetzt wird in den Alten-/Pflegeheimen müssten manche Maßnahmen evtl nicht, oder wesentlich schwächer umgesetzt werden.
Das es mühsam ist jemandem zu erläutern das er einen Opa tötet, wenn er mit Atemschutz und 2m Abstand in den Baumarkt geht um eine neue Axt zu kaufen, oder warum es nicht egal ist wenn man zeitgleich zu den Schwiegereltern geht, sondern der Partner erst wieder das Haus verlassen muss, bevor der andere rein darf, dafür die Mama aber zu beiden darf, solange Papa daheim bleibt....logisch....aber jede Einzelsituation kann man halt auch nicht regeln....
Sorry, aber das man jetzt überlegt, FFP2 Masken zur Pflicht zu machen, finde ich behämmert. Dazu werden sie wohl fast überall ausverkauft sein. Also da mache ich nicht mit.
Das hätte man mit langer Vorlaufzeit machen müssen und macht in Öffis wohl mehr Sinn...der Handel ist wieder fraglich ob es mehr bringt als die normalen Masken...hier funktionieren Abstandsregeln....die praktische Anwendung wird aber eh nur bedingt klappen..oder rasieren sich z.B. jetzt alle Bartmenschen bevor sie Nudeln kaufen.
 

steffundso

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Sorry, aber das man jetzt überlegt, FFP2 Masken zur Pflicht zu machen, finde ich behämmert, da sie Arschteuer sind. Dazu werden sie wohl fast überall ausverkauft sein. Also da mache ich nicht mit.
der run beginnt jedenfalls. ich arbeite in einem online-pharmazieunternehmen und seit der bekanntgabe in bayern ist die suchanfrage nach ffp2-masken momentan auch die häufigste, mit der user über google zu uns in den shop kommen.

ich hoffe persönlich auch weiterhin noch, dass nrw kein ffp2 voraussetzen wird, der gedanke dahinter ist aber eben nicht verkehrt. aber dann sollten gleichzeitig auch maßnahmen wie eine preisdeckelung etc kommen.
 

tialo

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Wir hatten letztes Jahr im Oktober/Anfang November wieder ein starkes exponentielles Wachstum hierzulande. R dürfte da in manchen Wochen bei 1,5 oder höher gelegen haben. Seit Beginn des zweiten Lockdowns stagnieren die Zahlen wenigstens, das heisst man hat es immerhin geschafft, R wieder auf etwa 1 zu drücken. Das ist so gesehen schon ein Teilerfolg. Dass man R wieder länger unter 1 bekommt (wie im ersten Lockdown) hat man hingegen nicht geschafft und das liegt imo im wesentlichen an zwei Dingen:

1. Es ist Winter
2. Die Leute halten sich alle weniger streng an die Regeln als noch im Frühjahr 2020

Thats it
 

WinnieFuu

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Je härter die Maßnahmen, desto mehr Protestaktionen und Zuwiderhandlungen. Wie gesagt: ist in absolut jedem Bereich des Lebens so.
Ja, und deshalb Lockdown unnötig? Oder alles wieder lockern und Annehmen, dass die Leute sich dann selbst disziplinieren und aufpassen?
Wie groß der Einfluss auf die Zahlen ist? Weiß keiner.
Lässt sich nur erahnen. Exponentielle Wachstum wurde verhindert, also wirken die Maßnahmen. Wie es im Detail aussieht ist schwer zu sagen, für manche Bereiche können wir mittlerweile aber ebenfalls sehr sicher etwas zur potenziellen Ausbreitung sagen, z.B. bei Schulen.
Die Frage ist aber daher eher wie du dir rausnimmst die Maßnahmen so vehement zu kritisieren, wenn wir den Einfluss im Detail eben nicht kennen.

Liest du auch richtig?
Keiner sagt doch prinzipiell, dass ein Lockdown wirkungslos wäre oder nichts bringt (beweisen kann man es nicht!)
Warum? weil wir dazu 2 Zeitlinien bräuchen
a) ohne Lockdown
b) mit lockdown

erst dann kann man vergleichen :)
Genau das macht alles was Swisslink fordert so lächerlich.
Er gibt vor zu wissen was funktioniert und was nicht, was er natürlich nicht tut.
Mir geht es persönlich um die Art und Weise, wie die Politik momentan argumentiert. Und wenn man nachfragt, man Stammelsätze hört, als wüssten die selber nicht mal, was sie da sagen.


Und wie Swisslink bereits sagte. Das Problem ist einfach, dass die Maßnahmen immer härter werden und das einen Nebeneffekt bringen kann, dass ein Großteil der Bevölkerung immer mehr dagegen ist und es nicht mehr befolgt wie noch März 2020!
Genau hier liegt ja das Grundproblem..
Nein, hier liegt ein Problem, was man auch ebenfalls einkalkulieren kann. Die aktuellen Zahlen sind halt mit diesem Umstand entstanden. U.a. deshalb muss man auch ständig das Konzept anpassen und schauen in wie weit man noch Stellschrauben anziehen kann.
Swisslinks Lösung dagegen: Kein Lockdown mehr :ugly:
Hat er natürlich nur impliziert, deshalb wird gleich wieder kommen "habe ich doch nie gesagt" und seine Aussagen relativieren :coolface:
 

Ultimatix

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Ist jemand von euch betroffen?




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Swisslink

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Ja, und deshalb Lockdown unnötig? Oder alles wieder lockern und Annehmen, dass die Leute sich dann selbst disziplinieren und aufpassen?

Nein, anpassen ist Blödsinn. Man hätte von Beginn weg auf sozialverträgliche Maßnahmen setzen müssen. Denn lockern bringt natürlich ebenfalls nichts, wenn die Bevölkerung erstmals eine ablehnende Haltung angenommen hat.

Lässt sich nur erahnen. Exponentielle Wachstum wurde verhindert, also wirken die Maßnahmen. Wie es im Detail aussieht ist schwer zu sagen, für manche Bereiche können wir mittlerweile aber ebenfalls sehr sicher etwas zur potenziellen Ausbreitung sagen, z.B. bei Schulen.
Die Frage ist aber daher eher wie du dir rausnimmst die Maßnahmen so vehement zu kritisieren, wenn wir den Einfluss im Detail eben nicht kennen.

Ich kritisiere die Maßnahmen, weil sie...

... unverhältnismäßig sind im Vergleich mit den Bemühungen, andere Todesfälle zu verhindern.

... nicht sozial verträglich sind und darum immer nur kurzfristig umsetzbar sind und darum eine ständige Unsicherheit in der Bevölkerung vorherrscht.

Beides Tatsachen.

Genau das macht alles was Swisslink fordert so lächerlich.
Er gibt vor zu wissen was

Nein. Ich sage nicht, dass ich weiß, wad wirkt und was nicht. Ich kritisiere nur, dass man konsequent Maßnahmen ergreift, die den eigenen Zahlen widersprechen. Vielleicht sind die Zahlen falsch und die Maßnahmen gerechtfertigt - dann war aber die Kommunikation eine Katastrophe.

Nein, hier liegt ein Problem, was man auch ebenfalls einkalkulieren kann. Die aktuellen Zahlen sind halt mit diesem Umstand entstanden. U.a. deshalb muss man auch ständig das Konzept anpassen und schauen in wie weit man noch Stellschrauben anziehen kann.
Swisslinks Lösung dagegen: Kein Lockdown mehr :ugly:
Hat er natürlich nur impliziert, deshalb wird gleich wieder kommen "habe ich doch nie gesagt" und seine Aussagen relativieren :coolface:

Nicht kein Lockdown MEHR, sondern kein Lockdown. Wenn man mal einen Lockdown hatte, gibt es keinen Weg mehr zurück.
 

Cooper

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Ach, in meinem Umfeld dreht sich die Diskussion eher darum, ob es gerechtfertigt ist, einen Corona-Todesfall um jeden Preis zu verhindern, während man das bei jedem anderen Todesfall nicht tut. Wir behandeln nicht jeden Kranken, weil es zu teuer wäre, sie zu verhindern, nehmen Autounfälle in Kauf, weil es zu teuer wäre, sie zu verhindern - investieren aber in einem Monat 3.4 Milliarden alleine in Läden, um X Menschen zu retten.
Na ja, "um jeden Preis" stimmt nun auch wieder nicht. Es werden schon Tote in Kauf genommen. Man kann es auch gar nicht wirklich ausschließen.

Schau aber mal z.B. nach China oder teils nach Spanien oder Italien. Bei uns ist der Lockdown noch vergleichsweise mild. Niemand wird hier gezwungen, den ganzen Tag zuhause zu verbringen. Auch wird niemand buchstäblich überwacht, ob er es auch wirklich tut (also was seinen Bewegungsradius anbelangt).

Meines Erachtens verdient es einfach jeder zu leben. Ja, selbst die 80- oder 90jährige Oma. Das Leben ist zu kurz und kostbar. Selbst ein paar Monate, Wochen oder sogar Tage können noch einen großen Unterschied ausmachen.
Die Vergleiche mit anderen Todesfällen sind zudem nur bedingt möglich, denn gegen Corona gab bzw. gibt es für lange Zeit keine Behandlungsmethoden oder Impfungen. Zumal die Krankenhäuser und das Personal weithin nicht durch Unfälle überlastet sind, wie sie es derzeit mit Coronafällen sind.
 
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Swisslink

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Na ja, "um jeden Preis" stimmt nun auch wieder nicht. Es werden schon Tote in Kauf genommen. Man kann es auch gar nicht wirklich ausschließen.

Schau aber mal z.B. nach China oder teils nach Spanien oder Italien. Bei uns ist der Lockdown noch vergleichsweise mild. Niemand wird hier gezwungen, den ganzen Tag zuhause zu verbringen. Auch wird niemand seitens der Politik buchstäblich überwacht, was seinen Bewegungsradius anbelangt.

Meines Erachtens verdient es einfach jeder zu leben. Ja, selbst die 80 oder 90jährige Oma. Das Leben ist zu kurz und kostbar. Selbst ein paar Monate, Wochen oder sogar Tage können noch einen großen Unterschied ausmachen.
Die Vergleiche mit anderen Todesfällen sind zudem nur bedingt möglich, denn gegen Corona gab es lange Zeit keine Behandlungsmethoden oder Impfungen.

Nur um das mal in einen Kontext zu setzen: in der Schweiz müssten pro Monat alleine aufgrund des Laden-Lockdowns (Restaurants nicht eingerechnet) 32‘000 Lebensjahre gerettet werden, damit er verhältnismäßig ist im Vergleich mit anderen Todesfällen, die vermieden werden.
 
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