COVID-19 - Entwicklungen und Neuigkeiten

Erinnert ihr euch nicht an die Grippesaison 2017/18 wo die Intensivstationen völlig überfüllt waren? Die Patienten wochenlang beatmet werden und ins künstliche Koma versetzt werden mussten?

Ja, da war es in der Tat auch sehr voll da. Und es gab auch genug Berichte, zumindest was volle Intensivbetten anging.



 
Zuletzt bearbeitet:
Und das schafft Corona trotz den Maßnahmen, die ihren Effekt ja anhand der Grippezahlen sich beweisen.
 
Ach, du behauptest die Krankenhäuser in Deutschland sind immerzu überfüllt? :roflmao:
Das steht genau nirgends.
Die Krankenhäuser waren in diesem Ausmaß noch nie überfüllt und die Mitarbeiter noch nie so am Limit. Meine Fresse ist das so schwer zu verstehen?
Also geht es garnicht um abstürzende Flugzeuge, sondern um Räume und Arbeitszeiten?
Auch das könnte man für die Zukunft verbessern....eine Sondergebühr für uns alle, dafür statt von 1400 auf 600 KH zu reduzieren auf wieder 2400 aufstocken, mit Intensivbetten vollknallen und das mit deutlicher Lohnerhöhung wieder eingestellte Personal in Intensivpflege ausbilden...fertig.....dann hat man Räume, Freizeit und nebenbei kann man in der nächsten Saison noch ein paar Flugzeuge weniger abstürzen lassen.
:kruemel:
 
Zuletzt bearbeitet:
Flugzeuge dürfen übrigens auch erst starten wenn hohe Sicherheitsstandards erfüllt sind.

Es soll halt in der Eigenverantwortung liegen einen Restrisiko in Kauf zu nehmen.

Wenn wir hingegen in einer Welt leben würden, wo Unternehmen frei eigens bestimmen mit welchem alten Frack sie Passagiere transportieren, ohne dafür zu haften wenn sie in ihrer AGB alle Risiken den Kunden abwälzen, dann kann man gerne drüber weiterreden.

Dieser halbgare Libertarismus, der nur da zu gelten hat wo man selbst von profitiert, ist nicht ernst zu nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beziehe mich jetzt nur auf die Risikogruppen und das Alter. Gibt es grundsätzlich eine Statistik dazu? Also das man % sehen kann, wie hoch das Risiko im Bezug auf Alter und Risikogruppen und die Totesrate ist? Ich meine damit, dass man das im Verhältnis zu den jeweiligen Ländern im Bezug auf die genannte Punkte einmal betrachten kann? Würde mich grundsätzlich einfach interessieren, sprich, wie hoch die Zahl und der % Anteil an Personen ist, die mit der Wahrscheinlichkeiten >10% mit hohen Komplikationen im Coronaverlauf rechnen müssten.
Afaik ist es für Junge Menschen weniger tödlich als ne Grippe. Bis 44 ist es ungefähr wie ne Grippe. darüber steigt es und ab 75 wirds richtig richtig unschön.

Die Daten von Statista hast du ja schon.

Wie man sieht starben in den am meisten betroffenen Gruppen bisher nur relativ wenig Menschen (inkl. Risikogruppen) in DE. Es gibt deutlich weniger alte infizierte (zumindest bekannt infizierte), aber die sterben halt wesentlich öfter.

Vorerkrankungen bei jüngeren sollen laut Stiko lange nicht so ausschlaggebend sein wie hohes Alter (wobei alte Menschen halt auch oft mehrfach vorerkrankt sind und ich würde davon ausgehen, dass bei den ALten Heimbewohner oder Krankenhauspatienten überproportional betroffen sind). Daher auch die Impfreihenfolge, Vorerkrankte jüngere kommen relativ spät dran.


Wer wissen will wie sich Vorerkrankungen auf das Corona Risiko (Hospitalisierung oder Tod) auswirken kann das in der Impfempfehlung der Stiko nachlesen in den Tabellen 9 und 10. Allgemein interessant, da wird auch der impfstoff, Nebenwirkungen und die Studienergebnisse (inkl. Verzerrungspotential) behandelt.


Hier sprach Drosten über ne Studie dazu:
"Die Sterblichkeit geht mit zunehmendem Alter rapide nach oben", macht Drosten klar. Demnach gilt für die Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren im Mittel: Eine Corona-Infektion ist in diesem Alter ungefähr so gefährlich wie eine Influenza. Bei der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren liege die Infektionssterblichkeit dann schon höher - bei 0,2 Prozent. Und für die Gruppe von 55 und 64 Jahren beträgt der Wert laut der Studie schon 0,7 Prozent.


Bei der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren liegt die Infektionssterblichkeit bereits bei einem Wert von 2,2 Prozent. Im Vergleich mit der Sterblichkeit bei Grippefällen heißt das: "In dieser Altersgruppe kommen auf einen Grippe-Toten 30 Covid-19-Tote", rechnet Drosten vor. "Die Zahlen für die noch höheren Altersgruppen sind furchtbar: Bei den 75- bis 84-Jährigen liegt die Sterblichkeit bei 7,3 Prozent - und bei denjenigen über 85 Jahren stirbt fast jeder Dritte.



Was redest du da für einen Unsinn? Mit einer Behandlung durch bspw. Medikamenten wird die Situation in Krankenhäusern wieder normalisiert, da dann viel weniger Leute einen starken Verlauf erleiden. Du tust ja so als wären jedes Jahr die Krankenhäuser überfüllt dank der Grippe und am Limit des Möglichen. :ugly:
Influenza kann man in der Tat auch nicht gut behandeln. Es gibt 2 Antivirale Medikamente deren Wirksamkeit allgemein aber gerade bei älteren Patienten in Zweifel gezogen werden (auch deren Hilfe gegen Komplikationen) und die teils starke Nebenwirkungen haben können. Und die Impfungen wirken bei alten Patienten auch schlechter. Am Ende werden auch schwerste Grippefälle invasiv beatmet und gehofft, dass der Körper es richtet.

Ändert nichts daran dass Corona als pandemisches Virus gefährlicher ist als die durchschnittliche Influenza (insgesamt, außer für die Jungen). Und Grippe hat den Vorteil, dass der Aufenthalt auf Intensivstation und die Beatmung kürzer sind bei schweren Fällen. Wobei es auch Stimmen gibt, dass teils zu schnell beatmet wird bei Corona (invasive Beatmung ist ein Risiko für sich). Ein Intensivmediziner meinte auch dass die Tipps aus China zur frühen invasiven Beatmung falsch waren.


Die Frage nach den Verhältnissen zwischen Influenzareaktion bei ner Übersterblichkeit von 25k (nämlich 0 Reaktion) gegenüber Corona kann man trotzdem stellen. Auch wie man mit zukünftigen schwereren Grippewellen umgeht. Lockdown? Maskenpflicht? Die Übersterblichkeit weiter ignorieren weils nur eine Grippe ist? Sind Grippetote weniger wert? Das Altersprofil ist ähnlich, wobei an Influenza afaik mehr Kinder sterben.


Ach, du behauptest die Krankenhäuser in Deutschland sind immerzu überfüllt? :roflmao:
Es liegen zumindest kaum mehr Patienten auf Intensivstation als im August. Edit: Es sind sogar etwas weniger gerade, was an den Feiertagen liegen dürfte, da sind nicht so viele OPs geplant

Trotzdem schwinden die freien Betten und die Notfallreserve wie von Zauberhand. Es fehlen wohl Mitarbeiter (Coronapatienten sind schon Personalaufwändiger zu behandeln als Patienten nach ner OP etc. und manche Kliniken melden einen Ausfall von 30% des Personals)

screenshot_2020-12-2729kws.png


Wie es bezüglich Normalbetten aussieht weiß ich nicht. Dass das Virus ne starke Belastung für das Personal ist glaube ich gerne.

Mein Beileid an alle die Weihnachten und Silvester im Krankenhaus verbringen müssen, ich weiß leider wie das ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist alles irgendwie Kacke, politisch, wirtschaftlich, sowie menschlich eine goldene Mitte in der Pandemie zu finden. Man will eigentlich kein Lockdown aber dann muss es doch gemacht werden und wenn dann dürfte man auch nicht so schnell über Lockerung nachdenken und und und wie ein Hexenkessel und nun Covid19 vers.2.1. Na Super!!!.
 

Nicht alles ist schlecht an Corona: Der DAX zieht heute auf 13.795,37 Punkte an und übertrifft so ganz knapp sein bisheriges Rekordhoch vom 17. Februar 2020 bei rund 13.795,24 Punkten. In der ersten Handelsstunde baut er seine Kursgewinne weiter aus.​

Die Vermögen der Milliardäre haben darüber hinaus im Zuge der Coronakrise einen neuen Rekordstand erreicht. Ende Juli 2020 besaßen die knapp 2.200 Reichsten rund um den Globus 10,2 Billionen Dollar in Aktien, Immobilien und weiteren Vermögenswerten, wie Studie der Großbank UBS und des Beratungsunternehmens PwC zu entnehmen war. Der bisherige Spitzenwert von 2017 belief sich auf 8,9 Billionen Dollar.

Auch in Europa. In Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - kommen die 119 Milliardäre auf ein Gesamtvermögen von 595 Milliarden Dollar. Bei der jüngsten Untersuchung im März 2019 lag diese Summe noch bei 500,9 Milliarden Dollar.

Bestmarke trotz Pandemie: DAX steigt auf Rekordhoch | tagesschau.de
 

Nicht alles ist schlecht an Corona: Der DAX zieht heute auf 13.795,37 Punkte an und übertrifft so ganz knapp sein bisheriges Rekordhoch vom 17. Februar 2020 bei rund 13.795,24 Punkten. In der ersten Handelsstunde baut er seine Kursgewinne weiter aus.​

Die Vermögen der Milliardäre haben darüber hinaus im Zuge der Coronakrise einen neuen Rekordstand erreicht. Ende Juli 2020 besaßen die knapp 2.200 Reichsten rund um den Globus 10,2 Billionen Dollar in Aktien, Immobilien und weiteren Vermögenswerten, wie Studie der Großbank UBS und des Beratungsunternehmens PwC zu entnehmen war. Der bisherige Spitzenwert von 2017 belief sich auf 8,9 Billionen Dollar.

Auch in Europa. In Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - kommen die 119 Milliardäre auf ein Gesamtvermögen von 595 Milliarden Dollar. Bei der jüngsten Untersuchung im März 2019 lag diese Summe noch bei 500,9 Milliarden Dollar.

Bestmarke trotz Pandemie: DAX steigt auf Rekordhoch | tagesschau.de


Na das freut uns alle, wenn die Reichen noch reicher werden in der Pandemie. Das freut all jene, welche es nicht haben. xD
 
@Harlock

Danke, ich wollte für mich die Abstraktion auf die Bevölkerung haben. Anhand der Daten ist klar, dass ein bestimmter Teil(30%) der Bevölkerung in DEU ein höheres Risiko(sprich, mit/an Corona zu sterben ) ausgesetzt sind. Das war mir zuvor auch klar, jedoch wollte ich dies als Zahl haben und auch wie weit das mit dem Impfungen Hand in Hand geht. Es ist grundsätzlich für mich die Erkenntnis gekommen, dass ich ein Risiko um etwa 1% oder drunter habe. Sprich, dass für mich die Impfung nicht von Interesse ist im Vergleich zu den 23Mio. Personen, die davon mehr Abhängig sind. Also hoffe ich z.B dass diese Personen zzgl. des Personals(Betreuung usw.) schnell geimpft werden, um die Ängste und ihr Leben wieder in eigener Hand haben. Die anderen 60Mio. (paar mehr oder weniger) sind eigentlich nicht gefährdet, müssen aber solange auf die Regeln achten, bis die besagten Personen durchgeimpft sind.
 
Es ist nun wirklich keine neue Erkenntnis, dass große Konzerne wie Amazon sich dumm und dusselig verdienen.
Da muss man JETZT nicht polemisch werden.
 
In Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - kommen die 119 Milliardäre auf ein Gesamtvermögen von 595 Milliarden Dollar. Bei der jüngsten Untersuchung im März 2019 lag diese Summe noch bei 500,9 Milliarden Dollar.

Wo steht hier Amazon?
 
Schweden kehrt im Kampf gegen die Corona-Pandemie zunehmend von seinem lockereren Sonderweg ab und macht den Weg für Lockdwon-Maßnahmen frei. Angesichts stark gestiegener Infektionszahlen zieht die Regierung ein Gesetz dazu um zwei Monate vor. Nun solle es dem Staat schon ab dem 10. Januar möglich sein, öffentlichen Verkehrsmittel, Geschäfte, Einkaufszentren und andere Unternehmen zu schließen, um eine Überlastung der Klinken zu verhindern, kündigt Gesundheitsministerin Lena Hallengren an. Auch eine Geldstrafe bei Regelverstößen sei dann möglich. Die Regierung wollte das Gesetz ursprünglich im März einführen. Sie setzte bisher vor allem auf freiwillige Distanzmaßnahmen, ihr fehlte aber auch eine rechtliche Grundlage für einen verschärften Kurs.


Quelle NTV
 
Na das freut uns alle, wenn die Reichen noch reicher werden in der Pandemie. Das freut all jene, welche es nicht haben. xD
Es steht jedem frei, bei dem Spiel mitzumachen:
1. Account beim Online-Broker eröffnen
2. Aktien/ETFs kaufen
3. Profit
Dazu braucht man noch nicht einmal aus dem Haus zu gehen. Man muss sich nur ein bisschen informieren/einarbeiten und etwas gesunder Menschenverstand erhöht die Wirkung von Punkt 3 sogar noch zusätzlich.
 
Es steht jedem frei, bei dem Spiel mitzumachen:
1. Account beim Online-Broker eröffnen
2. Aktien/ETFs kaufen
3. Profit
Dazu braucht man noch nicht einmal aus dem Haus zu gehen. Man muss sich nur ein bisschen informieren/einarbeiten und etwas gesunder Menschenverstand erhöht die Wirkung von Punkt 3 sogar noch zusätzlich.

not sure if trolling or sarkasm:

Mehr als die Hälfte der Deutschen verdient so wenig, dass sie gar nicht zur Seite legen können: etwa, womit sie sich gegen Krankheit absichern oder in die Bildung ihrer Kinder investieren könnten. Geschweige denn mit Aktien handeln.
Die oberen zehn Prozent haben 60 Prozent, die unteren 44 Prozent dagegen wenig mehr als ein Prozent des gesamten Privatvermögens. Die Vermögensungleichheit hat sich seit 2010, als die EZB diese Studie zum ersten Mal durchführte, sogar erhöht. Die Vermögen der Ärmsten sind weiter geschrumpft.
Es gibt auch zuviel Geld. Das ist das Verrückte an der Wirtschaftssituation. Die Einen sitzen da und kommen nicht klar, und die Anderen haben so viel Geld, dass sie nicht wissen wo sie es anlegen sollen. Auf der verzweifelten Suche nach Anlage-Möglichkeiten ist soviel Geld weltweit unterwegs, dass die Finanzprodukte, wie Derivate, Schattenbanken etc, erst erfunden worden sind. Der Zins ist doch am Boden. Und der Zins ist der Preis fürs Geld. Wenn von einer Sache viel da ist, sinkt der Preis. Und die Zinsen sind auf dem absoluten Nullpunkt.
Es gibt mehr als genug Wohlstand in der Gesellschaft - er ist nur extrem ungleich verteilt!

Beispiels:

Jeff Besozs Vermögen ist in 9 Monaten so stark gewachsen, dass eine Person die 30 000 Dollar/€ pro Jahr verdient vor über 2 Millionen Jahren zu arbeiten angefangen haben müsste um das zu bekommen, was der in 9 Monaten "erhalten" hat.

So lange gibts nicht mal die Affen Art Art Homo Sapiens; den modernen Menschen.

Im Kapitalismus kann jeder reich werden; aber nicht alle!
Den Unterschied zwischen "jeder" und "alle" intelektuell zu durchdringen gelingt nicht vielen.

Denn wer sagt, wir brauchen einen Niedriglohnsektor (also möglichst keinen Mindestlohn), und keine Erbschaftssteuer und/oder Vermögenssteuer um die Wirtschaft am Laufen zu halten, der sagt nichts anderes, als das der Lebensstandard nur aufrecht zu erhalten ist, wenn ein Drittel der Bevölkerung, für Kost und Logis arbeitet und soziale Ungleichheiten erhalten bleiben.

Zitat Volker Pispers

Und wie gesagt: der Großteil des Wohlstands, speziell auf den Aktienmärkten, wird aus dem nichts geschaffen:

Wenn eine Bank 100.000 Euro Kredit vergibt, z.B. für einen Immobilienkauf, dann schöpft sie dieses Geld im Prinzip aus dem Nichts. Sie muss zwar eine Mindestreserve von derzeit 8% vorhalten, um diesen Kredit abzusichern und wird auch eine Besicherung in Form von z.B. einer Hypothek verlangen; insofern ist die Kreditschöpfung nicht unbegrenzt möglich. Aber die Bank kann – auch ohne unsere Sparguthaben, Kredite vergeben und damit Geld schöpfen. Banken sind eben nicht nur – wie häufig behauptet wird – Geldvermittler.

Die Rendite/Zinsen müssen dann ja erwirtschaftet werden: und zwar in der Realwirtschaft. Denn Geld arbeitet nicht.

Man kann Geld einsetzen um menschliche und maschinelle Arbeit zu bezahlen. Dabei ist das Geld selbst aber reines Tauschobjekt und eben nicht produktiv.

Grob falsch wird es, wenn man den Irrtum, wonach Geld an sich produktiv sei in die Volkswirtschaft überträgt. Es ist dann zB die Rede von „Finanzprodukten“, was eine Wertschöpfung suggeriert. Tatsächlich erzielt die gesamte „Finanzwirtschaft“ keine Wertschöpfung.

Oder es wird behauptet private Renten- und Sparverträge seien aufgrund des demografischen Wandels der umlagefinanzierten Rente vorzuziehen. Wenn man sich einmal klar gemacht hat dass jeder Zins nicht aus dem Nichts kommt, sondern von jemandem erarbeitet werden muss merkt man, dass Privatrenten künftige Generationen gar nicht weniger belasten als umlagefinanzierte Renten.
 
Zuletzt bearbeitet:
not sure if trolling or sarkasm:

Mehr als die Hälfte der Deutschen verdient so wenig, dass sie gar nicht zur Seite legen können: etwa, womit sie sich gegen Krankheit absichern oder in die Bildung ihrer Kinder investieren könnten. Geschweige denn mit Aktien handeln.
Die oberen zehn Prozent haben 60 Prozent, die unteren 44 Prozent dagegen wenig mehr als ein Prozent des gesamten Privatvermögens. Die Vermögensungleichheit hat sich seit 2010, als die EZB diese Studie zum ersten Mal durchführte, sogar erhöht. Die Vermögen der Ärmsten sind weiter geschrumpft.
Es gibt auch zuviel Geld. Das ist das Verrückte an der Wirtschaftssituation. Die Einen sitzen da und kommen nicht klar, und die Anderen haben so viel Geld, dass sie nicht wissen wo sie es anlegen sollen. Auf der verzweifelten Suche nach Anlage-Möglichkeiten ist soviel Geld weltweit unterwegs, dass die Finanzprodukte, wie Derivate, Schattenbanken etc, erst erfunden worden sind. Der Zins ist doch am Boden. Und der Zins ist der Preis fürs Geld. Wenn von einer Sache viel da ist, sinkt der Preis. Und die Zinsen sind auf dem absoluten Nullpunkt.
Es gibt mehr als genug Wohlstand in der Gesellschaft - er ist nur extrem ungleich verteilt!

Beispiels:

Jeff Besozs Vermögen ist in 9 Monaten so stark gewachsen, dass eine Person die 30 000 Dollar/€ pro Jahr verdient vor über 2 Millionen Jahren zu arbeiten angefangen haben müsste um das zu bekommen, was der in 9 Monaten "erhalten" hat.

So lange gibts nicht mal die Affen Art Art Homo Sapiens; den modernen Menschen.

Im Kapitalismus kann jeder reich werden; aber nicht alle!
Den Unterschied zwischen "jeder" und "alle" intelektuell zu durchdringen gelingt nicht vielen.

Denn wer sagt, wir brauchen einen Niedriglohnsektor (also möglichst keinen Mindestlohn), und keine Erbschaftssteuer und/oder Vermögenssteuer um die Wirtschaft am Laufen zu halten, der sagt nichts anderes, als das der Lebensstandard nur aufrecht zu erhalten ist, wenn ein Drittel der Bevölkerung, für Kost und Logis arbeitet und soziale Ungleichheiten erhalten bleiben.

Zitat Volker Pispers
Eigentlich OT, aber:
- Ich bin absolut pro Erbschaftssteuer. Wird wahrscheinlich schwierig, sie durchzusetzen, weil man sie natürlich durch Schenkungen vor dem Ableben umgehen kann.

- Wenn man auf Jeff Bezos neidisch ist, dann kann man z.B. aufhören, bei Amazon zu bestellen und sein gesamtes soziales Umfeld dazu bringen, das gleiche zu tun. Oder man kann ganz einfach das gleiche machen wie er, ein Unternehmen über 30 Jahre hinweg aufbauen, das dann irgendwann ein Weltkonzern wird und seinen Wettbewerbern in jeder Hinsicht haushoch überlegen ist (OK, gegen Azure hat AWS keine Chance). Dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass das gar nicht so einfach ist und er es möglicherweise verdient hat, die Früchte harter Arbeit zu ernten.

- iPhones sind dann übrigens auch absolut tabu. Denn damit fütterst du andere Großkapitalisten wie Warren Buffet.

- Wenn man kein Geld hat und sich dann auch noch Kinder gönnt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man danach noch weniger Geld hat.

- Es gibt zuviel Geld, richtig. Deswegen sollte man es so schnell wie möglich in Sachwerte umwandeln. Viele machen das auch. Deswegen steht der DAX heute bei knapp 14k.

Frage an dich:
Hast du ein iPhone?
 
Eigentlich OT, aber:
- Ich bin absolut pro Erbschaftssteuer. Wird wahrscheinlich schwierig, sie durchzusetzen, weil man sie natürlich durch Schenkungen vor dem Ableben umgehen kann.

Die Erbschaftssteuer setzt vor allem am falschen Ende an. Entweder man setzt den Freibetrag so hoch an, dass es keinen wirklich interessiert und damit nichts bringt, oder man setzt ihn so tief an, dass Leute, die bspw. ein Familienhaus vererbt bekommen, die Steuern je nach Situation nicht bezahlen könnten.
 
Die Erbschaftssteuer setzt vor allem am falschen Ende an. Entweder man setzt den Freibetrag so hoch an, dass es keinen wirklich interessiert und damit nichts bringt, oder man setzt ihn so tief an, dass Leute, die bspw. ein Familienhaus vererbt bekommen, die Steuern je nach Situation nicht bezahlen könnten.
Wobei man natürlich nicht nur mit Freibeträgen arbeiten kann. Zumindest im deutschen Recht ist es durchaus üblich, dass bspw. selbst bewohnte Eigenheime besonders geschützt sind, unabhängig von Freibeträgen.

@Golvellius: Auch Schenkungen können besteuert werden. Passiert im deutschen Recht auch nach dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz.
 
Eigentlich OT, aber:
- Ich bin absolut pro Erbschaftssteuer. Wird wahrscheinlich schwierig, sie durchzusetzen, weil man sie natürlich durch Schenkungen vor dem Ableben umgehen kann.

- Wenn man auf Jeff Bezos neidisch ist, dann kann man z.B. aufhören, bei Amazon zu bestellen und sein gesamtes soziales Umfeld dazu bringen, das gleiche zu tun. Oder man kann ganz einfach das gleiche machen wie er, ein Unternehmen über 30 Jahre hinweg aufbauen, das dann irgendwann ein Weltkonzern wird und seinen Wettbewerbern in jeder Hinsicht haushoch überlegen ist (OK, gegen Azure hat AWS keine Chance). Dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass das gar nicht so einfach ist und er es möglicherweise verdient hat, die Früchte harter Arbeit zu ernten.

- iPhones sind dann übrigens auch absolut tabu. Denn damit fütterst du andere Großkapitalisten wie Warren Buffet.

- Wenn man kein Geld hat und sich dann auch noch Kinder gönnt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man danach noch weniger Geld hat.

- Es gibt zuviel Geld, richtig. Deswegen sollte man es so schnell wie möglich in Sachwerte umwandeln. Viele machen das auch. Deswegen steht der DAX heute bei knapp 14k.

Frage an dich:
Hast du ein iPhone?

1. Nein ich habe kein Iphone.

2. Und ich bin für eine Leisungsgesellschaft: aber als Sozialwissenschaftler an der Universität mit Schwerpunkt auf Quantitative Sozialfoschung beschäftige mich gerne einfach an Zahlen und Fakten.
Und es hat sich mir bis jetzt in 12 Jahren Studium und Forschung nicht erschlossen, wo genau in der Marktwirtschaft die berühmt berüchtigte Leistung mit Kapital/Vermögen etc. korreliert; oder die berühmte "Verantwortung" mit "Kapital/Vermögen".

Das hat auch nichts mit Neid zu tun; sondern mit Systemgerechtigkeit.

Grob vereinfacht:
Da haben wir (wieder mal) eine Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch der Reichtum der Reichen hat sich üppig vermehrt. Gleichzeitig ist das Vermögen von Bund, Ländern und Kommunen – unser gemeinsames Kapital – um 800 Milliarden Euro geschrumpft.
Und da ist (zumindest) aus meiner Sicht offensichtlich, dass das meine Kritik an diesen Vorgängen eben gar nichts mit Neid, sondern mit Gerechtigkeit zu tun hat.

und ich bin wahrlich kein Marxist, aber man muss sich einfach die Zahlen und Fakten ansehen. Wenn die Vermögen von einzelnen Personen in 9 Monaten so zunimmt, wie von 2 Millionen Menschen in einem Jahr verdienen, dann hat das ganz sicher nichts mehr mit Leistung zu tun.

Das sind Dimensionen und Zahlen, die das menschliche Gehirn ohnehin kognitiv nicht mehr fassen kann...das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit ist da völlig aus den Fugen geraten.

- Wenn man auf Jeff Bezos neidisch ist, dann kann man z.B. aufhören, bei Amazon zu bestellen und sein gesamtes soziales Umfeld dazu bringen, das gleiche zu tun. Oder man kann ganz einfach das gleiche machen wie er, ein Unternehmen über 30 Jahre hinweg aufbauen, das dann irgendwann ein Weltkonzern wird und seinen Wettbewerbern in jeder Hinsicht haushoch überlegen ist (OK, gegen Azure hat AWS keine Chance). Dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass das gar nicht so einfach ist und er es möglicherweise verdient hat, die Früchte harter Arbeit zu ernten.

1. Es kann eben nicht JEDER eine Firma gründen. Die Anzahl der Vermögenden/Firmenchef/Aufsichtsräten ist begrenzt. Jeder kann in unserem System reich werden - aber nicht alle: solange die Menschen diesen Unterschied nicht kapieren werden sie weiter schön brav mitspielen, in der Hoffnung doch irgendwann zu de Gewinner dieses Systems zu gehören. Und so reicht es auch dem Arbeiter, zu glauben, dass er, wenn er nur fleißig genug ist, sich hocharbeiten kann und irgendwann das große Geld verdient.

2. es ist eben die Aufgabe des Staates, also von uns allen als Gesellschaft, möglichst Ungerechtigkeiten zu beseitigen: es kann eben eine Einzelperson nicht gegen ein Unternehmen wie Amazon vor sich gehen: als einzelne Person hat man weder die temporären, noch monetären Ressourcen, oder auch nur die Informationsübersicht, um bei alltäglichen Entscheidungen immer "gerecht" zu handeln.

Smartphon ist ein gutes Beispiel: da gibts ein Duopol von Google und Apple: als Kunde kann ich gar nicht anders, als eine Smartphone von diesen beiden Unternehmen zu kaufen: daher wäre es Aufgabe des Staates, diese Unternehmen gerecht zu besteuern; oder eben dieses Duopol zu zerschlagen....
 
Zurück
Top Bottom