Schwerpunkt Allgemeiner Klima - Thread

DukeNukem

L12: Crazy
Seit
20 Sep 2006
Beiträge
2.375
Xbox Live
cw DukeNukem
PSN
cwDukeNukem
Hitzewellen hat es genauso wie kühlere Phasen immer gegeben, das ist richtig, aber die Daten aus den Eis- und Sedimentbohrkernen sind leider sehr Eindeutig.
So schnell wie jetzt ging es noch nie mit der Erwärmung, vom fetten Asteroiden der damals auf Yukatan gekracht ist mal abgesehen.
Der Mensch hat einen massiven Einfluss, wer das noch leugnet sollte mal ein paar wissenschaftliche Nachhilfestunden nehmen. :kruemel:
 

RamsayBolton

L20: Enlightened
Seit
13 Jul 2007
Beiträge
27.270
Xbox Live
DerAlucard
PSN
TheSpiritOfFunk
Letztes Jahr gab es schon Ausgangssperren in Indien wegen der Hitze

Die Kollegen machen langsam schlapp. Kollegin ist wegen Kreislauf zwei Tage krankgeschrieben, anderer Kollege klagte über Schwindel.
Immerhin sind inzwischen Kurze Hosen erlaubt bei uns...
 

Leprechaun

L16: Sensei
Seit
24 Apr 2002
Beiträge
10.610
Xbox Live
YIASMAT
PSN
Nachtklinge
wieso sind Klimaanlagen eigentlich immer noch so verpöhnt in Deutschland? Habe für uns letztes Jahr ne mobile DeLonghi Klimanalange fürs Schlafzimmer geholt. Das Teil kühlt aber echt fast die ganze Wohnung und ist auch überhaupt nicht laut. Tagsbüber läuft das Teil und da es dieses Jahr bei uns in der Nacht keine Tropennächte hat, machen wir sie da wieder aus. Beste Anschaffung der letzten Jahre :banderas:
die 600 Euro waren jeden Cent wert...alle anderen die sich vor allem in Dachgeschosswohnungen eingehen kann ich das Teil nur wärmstens empfehlen.

Zum Glück hat es bei uns (Augsburg) seit gestern etwas abgekühlt und auch für nächste Woche wird es "angenehmer". Aber diese drecks Hitzewellen brauche ich echt nicht...und warum den Radiomoderatoren bei der Hitze auch immer einer abgeht ist mir auch ein Rätsel.
Wie kann man Hitze nur mögen...xD
 

Hatschii

L15: Wise
Seit
15 März 2008
Beiträge
9.712
wieso sind Klimaanlagen eigentlich immer noch so verpöhnt in Deutschland? Habe für uns letztes Jahr ne mobile DeLonghi Klimanalange fürs Schlafzimmer geholt. Das Teil kühlt aber echt fast die ganze Wohnung und ist auch überhaupt nicht laut. Tagsbüber läuft das Teil und da es dieses Jahr bei uns in der Nacht keine Tropennächte hat, machen wir sie da wieder aus. Beste Anschaffung der letzten Jahre :banderas:
die 600 Euro waren jeden Cent wert...alle anderen die sich vor allem in Dachgeschosswohnungen eingehen kann ich das Teil nur wärmstens empfehlen.

Zum Glück hat es bei uns (Augsburg) seit gestern etwas abgekühlt und auch für nächste Woche wird es "angenehmer". Aber diese drecks Hitzewellen brauche ich echt nicht...und warum den Radiomoderatoren bei der Hitze auch immer einer abgeht ist mir auch ein Rätsel.
Wie kann man Hitze nur mögen...xD
Das mit den Radiomoderatoren ist mir auch schon sehr oft negativ aufgefallen. Frühling war dieses Jahr perfekt und durchgehend zu warm und sonnig und kaum ist der Juli bisschen verregnet (und trotzdem lt. offizieller messdaten immer noch wärmer als im langjährigen Durchschnitt) jammerte die Radiotussi schon täglich den Wetteransager an, als ob das die furchtbarste Strafe sei, wenn man nach den furchtbaren Glutsommern der letzten 10 Jahre mal zur Abwechslung bissel durchatmen konnte.

Und Klimaanlagen haben sich deshalb noch nicht flächendeckend durchgesetzt, weil die Erkenntnis, dass es die klassischen milden Sommer, wie wir sie bis in die 90er hatten, in dieser Form nicht mehr gibt, es noch immer nicht ins Bewusstsein der Allgemeinheit geschafft hat. Man hofft immer noch, dass nächstes Jahr alles besser wird.
 

gamefreake89

L05: Lazy
Seit
14 Mai 2011
Beiträge
229
PSN
urbanxvx
Nun ich glaube mit der ganzen Bewegung rund um den Klimawandel wird extrem übertrieben.
Ich erinnere mich das es auch früher schon echt heiße Sommer gab und das Klima ändert sich doch sowieso immerr wieder.
Ich denke manche Probleme sucht man sich einfach wenn man zu wenige hat.

Aus diesem Grund sind mir Klimaaktivisten auch eigentlich recht unsympahtisch. Aber gut ich bin sowieso der Meinung das wir was solche Sachen angeht in einer extrem merkwürdigen und unangenehmen Zeit leben.
Du bist viel zu Jung um dich an einen Sommer, ohne den Einfluss des Menschen auf das Klima zu erinnern.
Außer du willst mir ernsthaft erzählen das du schon über 150 Jahre alt bist ? Falls ja, dann Respekt du hast dich gut gehalten.
 

Golvellius

L13: Maniac
Seit
5 Apr 2007
Beiträge
4.450
Xbox Live
tjuerch
Switch
6178 7326 6115
Die Chancen stehen gut, dass gestern der letzte wirklich heiße Tag in diesem Jahr gewesen ist :goodwork:
Jetzt hoffe ich noch auf einen warmen Winter, damit ich die gesparten Heizkosten investieren und mir vom Ertrag in den nächsten Jahren eine Wohnung mit Klimaanlage gönnen kann. Dann kann die Heißzeit gerne kommen.
 

Bond

L99: LIMIT BREAKER
Seit
23 März 2010
Beiträge
44.267
Diese Angaben beobachte ich seit Jahren, und sie stimmen nie ganz. Wenn dort steht 30°C (max.) dann habe ich hier auf 4 verschiedenen Temperaturmessern 33,8°C oder sogar teils mehr, Nachts steht 19°C (min.) und am nächsten Tag zeigen mir 3 digitale Messtationen an dass die Temperatur (im Schatten, unter dem Balkon) nie unter 20,6 oder 21 gefallen ist. Also da wird anscheinend immer weniger angegeben als es tatsächlich der Fall ist.

2019 hatten wir hier 23 Tropennächte in Folge (!) , das bedeutet fast ein Monat lang nie unter 22 Grad nachts und tagsüber immer 34 oder mehr. Da drehst du einfach durch, vor allem weil Österreich ein Binnenstaat ist ohne Meer. Hier ist das Klima mittlerweile für den Alltag nur noch unerträglich von Juni bis September.

Ich finde ja es trifft alle Grossen Städte zurecht
Wer Betonlandschaften baut, muss sich nicht wundern wenn die Temperaturen im Schnitt 5 grad oder mehr über dem rest liegen
Betrifft im Prinzip alle Urbanen Einheiten

Vielleicht lernt man ja daraus und Regionalisiert wieder mehr, mit mehr kleinen Orten und weniger Beton/Stein, dafür mehr Holz und Grün
 

Havok

L11: Insane
Seit
27 Feb 2008
Beiträge
1.561
Betrifft im Prinzip alle Urbanen Einheiten
Stimmt, aber Wien ist wegen der geografischen Lage und der geologischen Lage (Wiener "Becken") VIEL stärker von der Erwärmung betroffen als andere Städte. Seit den 90ern/Anfang 2000er ist die durchschnittliche Temperatur hier um ~7 Grad (!!!) effektiv gestiegen. Schon 2-3 Grad wären schlimm, aber SIEBEN ist einfach nur fatal. Zudem gab es früher währen des GESAMTEN Sommers (Juni bis Ende September) gerade einmal 10-15 Tropennächte, in den letzten Sommern gab es in EINEM Monat (!!!) 23 Tropennächte.

Das sind Anstiege von denen einem schwindelig wird, und da ich hier seit knapp 40 Jahren lebe, habe ich den extrem raschen Temperaturanstieg hautnah miterlebt. Wir hatten fast den gesamten August 30-36 Grad im Schatten, mit 2-3 Tagen Pause. Und die letzten Jahre war das schon im Juni und Juli so. Was nächstes Jahr wieder kommt will ich gar nicht wissen.. :isaac:
 

Brod

L20: Enlightened
Seit
15 Jul 2008
Beiträge
29.553
PSN
Brod107
Switch
192682173598
Nun, Klimawandel ist ein richtig hartes Problem, aber ich kann mir dennoch nicht helfen, wenn zu prätentiöse Menschen sich dem Thema annehmen - muss dann immer an den maybe größten Philosophen des 20. Jhd. denken:

 

Havok

L11: Insane
Seit
27 Feb 2008
Beiträge
1.561
Ich wollte euch mal zeigen was ich im ORF heute im Wetter (19:55) gesehen habe xD

In Denver, Colorado (USA) hat es die nächsten drei Tage 34 bis 37°C im Schatten, und dann folgt am Dienstag ein Temperatursturz um 35°C (!!) auf 2°C und es ist Schneefall vorhergesagt :uglylol: Unfassbar oder? Wetterfühlige freuen sich! W T F

 

TheProphet

L99: LIMIT BREAKER
Seit
30 Apr 2002
Beiträge
49.859
Ich wollte euch mal zeigen was ich im ORF heute im Wetter (19:55) gesehen habe xD

In Denver, Colorado (USA) hat es die nächsten drei Tage 34 bis 37°C im Schatten, und dann folgt am Dienstag ein Temperatursturz um 35°C (!!) auf 2°C und es ist Schneefall vorhergesagt :uglylol: Unfassbar oder? Wetterfühlige freuen sich! W T F

Krasser Scheiß, die Frage ist ob das wirklich so passiert, wie prognostiziert, wäre sehr lustig :lol: -Der Schnee wird aber wohl nur maximal einen Tag liegen bleiben :(
 

Havok

L11: Insane
Seit
27 Feb 2008
Beiträge
1.561
Wir haben ab heute eine Woche lang ~30°C im Schatten in Wien - Mitte September (!) :fp:
Die letzte Woche auch immer meist 25-28°C, der September stellt also wieder Temperaturrekorde auf.
U N F A S S B A R 👎
 

Bond

L99: LIMIT BREAKER
Seit
23 März 2010
Beiträge
44.267
Also bei uns heute zwischen 21 und 10 Grad

Vielleicht doch mal besser weg aus Wien, das wird da nix mehr ^^
 

TheProphet

L99: LIMIT BREAKER
Seit
30 Apr 2002
Beiträge
49.859
Umzug ist geplant, Sachen werden bald aufs Kamel geladen und dann weg aus der Wüstenstadt :goodwork:


Wüstensand hat den Vorteil, dass er die Hitze nicht speichert, deshalb sind Wüstennächte auch sehr kühl bis kalt. Den Luxus hast du in einer Beton/Zementstadt eben nicht. Asphalt speichert die Hitze, Klima-Anlagen transportieren die heiße Wohnungsluft weiter nach draußen, Millionen Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht erzeugen auch Abwärme wie eine RTX3090, noch mehr Hitze die die Klima-Anlagen nach draußen befördern.

Trotzdem zieht es immer mehr Menschen in die Städte und Ballungsräume der Welt, eine Belastung für den Menschen und für die Umwelt, da wird dann rumgeschwitzt und transpiriert, die Ubahnen stinken, die Leute stinken die Stadt stinkt, so hat sich Jesus das nicht gedacht, als er für unsere Sünden starb :ol:
 
Zuletzt bearbeitet:

gamefreake89

L05: Lazy
Seit
14 Mai 2011
Beiträge
229
PSN
urbanxvx
Bedrohung für eine Milliarde Menschen
https://www.tagesschau.de/ausland/studie-lebensraum-101.html
Angola, Madagaskar oder Pakistan: Laut einer Studie zum Klimawandel könnten 31 Länder bis 2050 teilweise unbewohnbar sein. Stürme, Fluten oder Wasserknappheit könnten eine massenhafte Migration auslösen.

Im Jahr 2050 könnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. Klimawandel, Konflikte und Unruhen könnten etliche dieser Menschen dazu drängen, ihre Heimatländer zu verlassen, wie eine Untersuchung des Institute for Economics and Peace (IEP) prognostiziert.

Besonders bedrohte Hotspots sind demnach die afrikanische Sahelzone, weiter südlich liegende afrikanische Staaten wie Angola oder Madagaskar sowie der Nahe Osten von Syrien bis Pakistan.
[...]
Die Forscher machen anhand etlicher Faktoren 31 Staaten aus, die sie als nicht widerstandsfähig genug einstufen, um die ökologischen und politischen Veränderungen der kommenden Jahrzehnte zu schultern. Das werde diese Länder vielleicht nicht vollständig unbewohnbar machen, aber doch etliche Bürger zum Umsiedeln zwingen. Die Bevölkerung dieser Länder macht mehr als eine Milliarde der Weltbevölkerung aus.
[...]
Infolge dieser Entwicklung warnen die Experten vor massenhaften Migrationsbewegungen, von denen vor allem die als relativ krisensicher eingestuften europäischen Länder betroffen sein würden. "Wir haben seit dem Jahr 2015 gesehen, wie selbst eine relativ kleine Zahl an Migranten massive politische Unruhen und Entwicklungen auslösen können, so Killelea.

Europa müsse sich der Bedrohung und der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden, forderte Killelea. Regierungen müssten sich damit auseinandersetzen, wie sich die Widerstandsfähigkeit von Krisenstaaten stärken lasse. Insbesondere beim Thema Wasserknappheit gelte es, Unternehmen und Regierungen zu unterstützen. Bereits 2040 könnten mehr als fünf Milliarden Menschen von hoher oder extrem hoher Wasserknappheit betroffen sein, etwa in Indien oder China.


Aktuell hadern wir schon ein paar Tausend Flüchtlinge, während ein fortschreiten der Klimakrise uns eine Milliarden Flüchtlinge bescheren könnte.
Aktuell sind etwa 70 Mio Flüchtlinge Weltweit auf der flucht, das wären also 14 mal soviele Flüchtlinge. Wovon ein großer Teil höchstwahrscheinlich Europa als Ziel haben wird.
 

Harlock

L99: LIMIT BREAKER
Seit
1 Dez 2005
Beiträge
48.028
Switch
4410 0781 0148
Bedrohung für eine Milliarde Menschen
https://www.tagesschau.de/ausland/studie-lebensraum-101.html




Aktuell hadern wir schon ein paar Tausend Flüchtlinge, während ein fortschreiten der Klimakrise uns eine Milliarden Flüchtlinge bescheren könnte.
Aktuell sind etwa 70 Mio Flüchtlinge Weltweit auf der flucht, das wären also 14 mal soviele Flüchtlinge. Wovon ein großer Teil höchstwahrscheinlich Europa als Ziel haben wird.
Nein wir hadern nicht mit ein paar tausend Flüchtlingen, wir hadern mit Millionen seit 2014 alleine für Deutschland und es kommt immer noch jährlich eine Großstadt in DE dazu und das völlig ohne Klimagründe.

Wenn ich mir ansehe wie heiß hier in diesem Land einige Menschen selbst jetzt noch auf Massenmigration sind spielt es am Ende vielleicht auch keine Rolle mehr für Deutschland, wenn wir die Außengrenzen nicht schützen werden wir so oder so überlaufen und das Deutschland wie es war und jetzt ist wird es nicht mehr geben.

Vielleicht irrt die Studie auch, da steht viel "könnte" und als Ursachen nicht nur der Klimawandel. Sollte die Sahelzone nicht eigentlich grüner werden? Die ist halt dank zu vieler junger Männer und Konfliktparteien ein politisches pulverfass. Ich persönlich hoffe dass sich Europa vor illegaler Migration abschottet, wenn nicht sind wir langfristig am Ende, ob mit oder ohne Klimawandel. Migrationsursachen wird es immer geben, seien es wirtschaftliche Gründe, Krieg etc.

Bei ihren Berechnungen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Naturkatastrophen mindestens mit gleicher Regelmäßigkeit auftreten wie in den vergangenen Jahrzehnten.
Ok....


Drohender Kollaps durch Kriege
Die Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen politischen Konflikten und ökologischen Bedrohungen: Je weniger Frieden in einer Region herrsche, desto eher drohe der Kollaps. "Es ist eine Art Teufelskreis. Durch Konflikte werden die natürlichen Ressourcen von Ländern zerstört - und die Knappheit wiederum führt dann zu weiteren Konflikten", wie Autor Steve Killelea erklärt. So sei es etwa im Jemen der Fall.
You don't say. Dann sollten sie sich vielleicht weniger selbst bekämpfen. Wir könnten Militär schicken und Kriege führen, aber das will man halt auch nicht. Und es bliebe immer noch das Problem des bevölkerungswachstums, afaik wird sich die Bevölkerung des Sahel bis 2050 verdoppeln, darin liegt vermutlich auch das Hauptproblem.

Wasserknappheit in China und Indien, ja dann sollte China mal den Co2 Ausstoß zurückfahren, die haben Einsparpotential von 20% des weltweiten CO2 Ausstoßes. Und sie sollten wie Indien dafür sorgen, dass ihre Flüsse und Meere sauberer werden und vielleicht mehr Bäume pflanzen anstatt den Boden zu vergiften.

Zu den Forderungen der Studie, dass man betroffene Länder unterstützt (Wassergewinnung etc.), ich denke das wird schon gemacht, könnte man natürlich ausbauen, das ist nur sehr schwierig in Krisenregionen und Kriegsregionen, ja im Prinzip unmöglich außer man mischt sich mit Gewalt ein. Im Bezug auf jemen und lybien etc. hat die EU eh kaum was zu sagen, da spielen andere Großmächte rein. Was die EU machen kann um sich nicht von Russland oder sogar der Türkei erpressbar zu machen: Die Außengrenzen sichern. Dazu versuchen Bildung nach Afrika zu bringen, Technik bringen, landwirtschaftliches Know how und den leuten erklären, dass sie nicht 4+ Kinder in die Welt setzen sollen. Und ein fairerer Handel.
 

Hatschii

L15: Wise
Seit
15 März 2008
Beiträge
9.712
Und wieder ein Artikel, der nur Europa in der Pflicht sieht und leere Worthülsen wie "die Widerstandsfähigkeit von Krisenstaaten stärken" und "Regierungen unterstützen" absondert, aber mit keinem einzigen Wort DAS Kernproblem benennt, dass ursächlich für diese dramatische Entwicklung ist, nämlich die galoppierende Fertitlitätsrate in den betreffenden Staaten.

Kostprobe gefällig? Ein erhellender ARtikel zu Pakistan - noch dazu vom linken Spiegel.


Ahmad hat inzwischen neun Kinder: vier Söhne und fünf Töchter. Seine Frau ist wieder schwanger. "Nummer zehn soll das letzte sein", sagt er. Die zwei ältesten Söhne, 17 und 15 Jahre, sind schon berufstätig. Als Bauarbeiter tragen sie zum Familieneinkommen bei. "Wenn wir alt sind, werden unsere Kinder für uns sorgen", sagt er.
Wozu ein solches System führt, wird in Pakistan deutlich:

  • Bei der Staatsgründung 1947 hatte das Land 27 Millionen Einwohner.
  • 2017, bei der letzten Volkszählung, lebten bereits knapp 208 Millionen Menschen in Pakistan; die Zahlen der Weltbank weichen davon nur geringfügig ab. Damit hat die Bevölkerung sich im Schnitt alle 25 Jahre verdoppelt.
  • Pakistan ist heute das sechstbevölkerungsreichste Land der Welt, 2030 dürfte es auf Platz vier sein.
  • Wenn die Entwicklung anhält, überschreitet das Land noch in diesem Jahrhundert die Milliardengrenze.
Die Themen Verhütung und sexuelle Aufklärung sind im konservativen Pakistan heikel. Kaum ein Politiker wagt sich daran. Das Gesundheitsministerium in Islamabad räumt ein, es sei nicht in der Lage, "effektive Maßnahmen zu treffen".

Mian Saqib Nisar, Richter am Obersten Gerichtshof, wagte im Januar ein mutiges Statement: "Die wachsende Bevölkerung ist eine Belastung für die Ressourcen des Landes. Es geht um die Zukunft der nächsten Generation. Es wäre bedauerlich, wenn das Bevölkerungswachstum nicht kontrolliert würde." Er empfahl Paaren, es bei zwei Kindern zu belassen.

Die meisten Geistlichen sehen es anders. Sie propagieren Kinderreichtum als religiöse Pflicht. "Jedes Kind vergrößert die Weltgemeinschaft der Muslime", sagt Mullah Nasir ul-Haq, der in einer Moschee am Stadtrand von Islamabad predigt. "Schaut euch den Westen an. Eure Bevölkerung schrumpft", sagt er.

Das sei die Strafe für die Erfindung der Antibabypille. "Solche Pillen befördern außereheliche Beziehungen, die keine Kinder vorbringen. Das ist in jeder Hinsicht schändlich!" Angesprochen auf Probleme wie Lebensmittelknappheit und Wohnraummangel, schüttelt ul-Haq den Kopf. "Gott schenkt uns Kinder. Also sorgt er auch dafür, dass alles Notwendige da ist."
So siehts übrigens in allen Staaten des Nahen Osten aus - von Syrien über Irak bis Afghanistan usw. Eine veracht- verzehnfachung der BEvölkerung von 1950 bis 2020 und es geht munter so weiter. Und das in Ländern mit ohnehin schon seit jeher schwierigen klimatischen Bedingungen, trockenen Steppengebieten und wenig Süßwasserreservoirs, so dass es nur noch eine Frage der Zeit, bis zusätzlich zu dieser eigenverschuldeten Misere der globale Klimawandel ein Leben dort immer unmöglicher macht und die Menschen sich auf den Weg machen. Wohin wissen wir alle.
 

TheProphet

L99: LIMIT BREAKER
Seit
30 Apr 2002
Beiträge
49.859
Vielleicht irrt die Studie auch, da steht viel "könnte" und als Ursachen nicht nur der Klimawandel. Sollte die Sahelzone nicht eigentlich grüner werden? Die ist halt dank zu vieler junger Männer und Konfliktparteien ein politisches pulverfass. Ich persönlich hoffe dass sich Europa vor illegaler Migration abschottet, wenn nicht sind wir langfristig am Ende, ob mit oder ohne Klimawandel. Migrationsursachen wird es immer geben, seien es wirtschaftliche Gründe, Krieg etc.
Beim Thema Klimawandel gibt es grundsätzlich viele Konjunktive weil das keiner wirklich abschätzen kann. Die Prognosen der Vergangenheit waren ja auch allesamt sehr vage und Computermodelle sind nur so gut, wie die Leute die sie programmieren ;)

Aber ja, ich wäre auch für eine Mauer um Europa, das wird aber nicht praktikabel, außer ein paar Chinesen helfen uns dabei, für den Anfang würde es bereits helfen, weniger Anreize zu schaffen, ins gelobte Land zu kommen und etwas spendabler mit Hilfen vor Ort umzugehen.
 
Top Bottom