Schwerpunkt 2019 Hitzewelle reloaded - Das Klima wird extremer

TheProphet

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Misstrauisch? Ich glaube viel eher dass es nicht mal bis 2050 dauern wird bis wir hier diese Temperaturen erreichen. Wir haben ab Freitag wieder mindestens (!) zwei Wochen durchgehend 21-25 Grad in der Nacht, wodurch man kaum gut schlafen kann. Die Temperaturen am Tag sind da nicht mal schlimm mit ~33°C (im Schatten). Das Schlimmste sind die Nächte wo es einfach nicht abkühlt, ohne Klima will man sich da in den Kühlschrank legen (Gott sei Dank hab ich eine). Wien ist tatsächlich das Death Valley Europas.
Bleibt dennoch ein sehr gemäßigter Juli, wenn die Prognosen eintreffen, da war so gut wie jeder Junitag heißer.

Man darf auf den August gespannt sein, historisch war das immer der heißere Monat.
 

Havok

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Man darf auf den August gespannt sein, historisch war das immer der heißere Monat.
Gespannt sein ist gut :streber: Ich will so SCHNELL wie möglich September/Oktober haben denn der August war die letzten 4-5 Jahre hier wie in der Sahara! 2-3 Wochen mit 34°C+ und in der Nacht 24°C+ Und die ganze Zeit neben einer brummenden Klima mit künstlicher Kälte! Der einzige Lichtblick ist dass ich ab Herbst dann ENDLICH ne fix installierte Klima habe, dann sind mir die Temps egal und ich kann in Ruhe schlafen ohne Mini-LKW im Zimmer!
 

Avi

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Die Arktis brennt - gefährlicher Teufelskreis droht

In der Arktis tobt ein gewaltiges Feuer. Es sind gewaltige Brände, die fatale Folgen für den Permafrost haben und einen Klima-Teufelskreis beschleunigen.

Satellitenaufnahmen zeigen, wie ein riesiges Feuer rund um den Polarkreis wütet. Tausende Quadratkilometer Torflandschaft steht in Flammen. In Sibirien und in Nordamerika brennt es. Die Feuer wüten in einer der abgelegensten Regionen auf unserem Planeten, doch haben sie eine Auswirkung auf die ganze Welt, wie das Wissenschaftsmagazin spektrum.de berichtet.

Es lässt sich demnach zwar gerade wohl kaum abschätzen, wie viele Feuer tatsächlich brennen, doch die Zahl in den vergangenen Monaten ist enorm. Allein 350 Brände wurden in Alaska gezählt.

Feuer in der Arktis - Darum ist 2019 so ungewöhnlich

Die Torfböden in der Arktis brennen gerade in den Sommermonaten recht schnell. Jedes Jahr brechen zwischen Juli und August Feuer nördliches des Polarkreises aus. Sie gehören zum normalen Kreislauf im Ökosystem. Dieses Jahr sind die Torffeuer nach Ansicht der Experten allerdings besonders. Schon im Juni haben große Flächen in Flammen gestanden, wie spiegel.de berichtet. Auch die Ausweitung der Feuersbrünste sei ungewöhnlich gewesen.

„Die jüngsten Brände waren in Bezug auf ihre Dauer und Intensität ungewöhnlich", sagte Mark Parrington vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) gegenüber spiegel.de.
Der Grund: Dieses Jahr sucht eine Hitzewelle die Region heim. In einigen Teilen war es zehn Grad wärmer als üblich. In Alaska ist der Juni als der wärmste in die Geschichte eingegangen, vermeldeten die Wetterbehörden. Seit Beginn der Aufzeichnungen lag die Durchschnittstemperatur erstmals knapp bei 16 Grad Celsius. Gleichzeitig war es besonders trocken. Dann brach Alaska mit Temperaturen über 30 Grad alle Rekorde.
 

DECKIMBAL

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Bis 42 Grad! Gefährliche Hitzewelle rollt auf Europa zu
Kommende Woche strömt Sahara-Hitze nach Europa und bringt bis zu 42 Grad im Schatten mit sich.


Sahara-Hitze. Kommende Woche erfasst eine gefährliche Hitzewelle Europa. Von Nordafrika aus breitet sich die heiße Sahara-Luft über den Mittelmeer-Raum bis Europa und sogar bis Skandinavien aus.
Die Hitzewelle bringt am Dienstag in Frankreich wieder Temperaturen über 40 Grad. Am Donnerstag wird es schließlich noch heißer. Dann soll es rund um Paris im Schatten bis zu 41 Grad und mehr geben.
 
  • Enton
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TheProphet

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Könntest ja mal an nen See fahren im Urlaub, oder an die Adria. Also für meine Stadt meldet der Wetterbericht höchsttemperaturen von 32 Grad, das geht klar.
Was soll ich am See? Mich von Insekten stechen lassen? In Italien sind die Strände entweder abgesperrt oder menschenverseucht :mad:

Hier wirds sich zwischen 32 und 33 Grad einpendeln, leider muss ich erfahrungsgemäß diesen Prognosen min. 2 Grad aufschlagen. Der Witz ist, dass es die Woche darauf wieder angenehmere Höchsttemperaturen zwischen 24 und 27 Grad geben wird und es angeblich die letzte heiße Woche dieses Jahr wird. Naja wers glaubt, die Langzeitprognosen liegen ja oft daneben.
 

Avi

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Der zumindest in Berlin verregnete und recht kühle Juli war ja dann quasi nur eine Verschnaufpause.


Das Wetter in Deutschland hat sich in den letzten Tagen etwas beruhigt. Damit keine Langeweile aufkommt, warnen Wetterexperten jetzt schon vor dem Juli-Ende. Dabei knallt‘s schon am Wochenende.

  • Tornado, Gewitter und Bodenfrost - der Juli 2019 hatte bis jetzt einiges zu bieten
  • Nach einer kleinen Pause drohen am Wochenende erneut Unwetter
  • Heiße Luft und Hitzewelle - mit diesen Wetter-Aussichten geht‘s nächste Woche weiter


Wetter in Deutschland: 37 Grad im Schatten und es wird noch heißer

Der Sommer feiert ein kräftiges Comeback. „Puh... Kommende Woche könnte (!) in ganz #Deutschland eine Hitzewelle drohen“, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) via Twitter am Mittwoch mit. Noch ist es eine Prognose, doch auch andere Wetter-Experten haben eine besondere Wetter-Konstellation im Auge.
Sahara-Luft strömt, laut Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net, über Spanien und Frankreich bis nach Deutschland. Nächste Woche sind dann lokal bis 37 Grad im Schatten drin. „Das Spiel von Ende Juni scheint sich Ende Juli zu wiederholen“, meint Dominik Jung.
 

Avi

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Wir werden mal wieder, wenn man die Schlagzeilen so liest, alle sterben! :kruemel:


Und die USA auch :ugly:

 

Harlock

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Was soll ich am See? Mich von Insekten stechen lassen? In Italien sind die Strände entweder abgesperrt oder menschenverseucht :mad:

Hier wirds sich zwischen 32 und 33 Grad einpendeln, leider muss ich erfahrungsgemäß diesen Prognosen min. 2 Grad aufschlagen. Der Witz ist, dass es die Woche darauf wieder angenehmere Höchsttemperaturen zwischen 24 und 27 Grad geben wird und es angeblich die letzte heiße Woche dieses Jahr wird. Naja wers glaubt, die Langzeitprognosen liegen ja oft daneben.

Ein echter Österreicher fährt auch nicht an die italienische Adria, sondern nach Ex-Jugoslawien. Da gibts auch noch frei zugängliche Strände und Pinienwälder am Meer. Und leckere Fleischteller, Spanferkel und Lämmchen vom Grill, frischen Fisch zu leistbaren Preisen, Gulasch vom autochtonen Rind, Trüffel etc. Wobei ich da ehrlicherweise auch den September vorziehen würde, trotz der spätsommerlichen Stürme und der Bura (in der Kvarner Bucht).

Avi würde bei ner typischen Bura wohl an den Weltuntergang glauben (die Weitsicht nach ner Bura und die Luft sind dafür fantastisch, man will nur nicht auf dem Meer sein)

 
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Howard

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Ein echter Österreicher fährt auch nicht an die italienische Adria, sondern nach Ex-Jugoslawien. Da gibts auch noch frei zugängliche Strände und Pinienwälder am Meer. Und leckere Fleischteller, Spanferkel und Lämmchen vom Grill, frischen Fisch zu leistbaren Preisen, Gulasch vom autochtonen Rind, Trüffel etc. Wobei ich da ehrlicherweise auch den September vorziehen würde, trotz der spätsommerlichen Stürme und der Bura (in der Kvarner Bucht).

Avi würde bei ner typischen Bura wohl an den Weltuntergang glauben (die Weitsicht nach ner Bura und die Luft sind dafür fantastisch, man will nur nicht auf dem Meer sein)

Dann kannst du Kroatien schonmal nicht dazuzählen :coolface:
 

Avi

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Ulrich Dohle steht auf einem Berg im Harz– in einem geschundenen Wald. Dohle ist der Bundesvorsitzende des Bunds Deutscher Forstleute (BDF). In seinem Urlaub macht er sich nun selbst ein Bild. Seine Bilanz: "Es ist eine Katastrophe. Deutsche Wälder stehen kurz vor dem Kollaps."

Forstleute und Waldbesitzer schlagen Alarm. Seit Anfang 2018 ist der Wald im Klimastress. Auf Schnee und Winterstürme folgten Dürre und jede Menge Borkenkäfer. Danach begann ein dramatisches Baumsterben, schrieb der BDF kürzlich in einer Pressemitteilung. Seitdem sollen mehr als 100 Millionen Altbäume in Deutschland abgestorben sein. Auch viele Jungpflanzen seien vertrocknet.

Ulrich Dohle hat den Klimanotstand für Deutschlands Wälder bereits ausgerufen. Er sagt: "Das sind keine einzelnen Wetterereignisse mehr. Der Klimawandel ist da." Die Trockenheit macht Dohle am meisten Sorgen. Die Niederschlagsmenge im sauerländischen Lüdenscheid hat sich halbiert: Sie sank von 999.5 mm im Vorjahr auf 483.6 mm im Jahr 2018. Das ist in Deutschland kein Einzelfall.

Welche Folgen das haben kann, erzählte der Biologe Helge Bruelheide t-online.de am Telefon. Er ist Co-Direktor des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig und Professor für Geobotanik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. "Wenn sich der Trend fortsetzt und der jährliche Niederschlag unter 400 mm sinkt, wird es in Deutschland Gegenden geben, die nicht mehr waldfähig sind", sagt er. Unter diesen Bedingungen sei auch Landwirtschaft nur noch eingeschränkt möglich.

"Durch die Klimakrise gehen gerade uns viele Dinge verloren, wie zum Beispiel unsere Hochmoore", sagte der Biologe Bruelheide. Außerdem trifft es vor allem die Fichte, den Lieblingswirt des Fichten-Borkenkäfers. Schädlinge wie ihn treibt die Klimakrise nach Deutschland. Borkenkäfer mögen es warm.
Was Forscher und Waldexperten überrascht: Neben den Fichten sterben auch viele Buchen. "Wir haben jahrelang Buchen gepflanzt, weil wir wussten, dass es mit den Nadelbäumen Probleme geben wird. Doch wir konnten nicht wissen, dass die Erderwärmung und die Trockenheit sich so dermaßen beschleunigen, dass nun auch unsere heimischen Laubbäume betroffen sind", sagte Bruelheide.

Für die Menschen hat das Baumsterben Konsequenzen. Die Tierwelt verändert sich, die Artenvielfalt geht zurück, der Boden erodiert zunehmend. Die Bodenerosion hat Forst-Experte Dohle selbst im Bodetal gesehen. "Dort erodiert der Boden teilweise schon. Und ohne Wald steigt das Hochwasserrisiko", sagt er. Geht das so weiter, "versteppen" die Wälder.
Noch gehört Deutschland zu den waldreichen Ländern in Europa. Wälder machen hier etwa ein Drittel der Landfläche aus. Gemeinsam saugen sie rund 2,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff auf, wie die letzte Bundeswaldinventur vor sieben Jahren ergab.

Ist der deutsche Wald noch zu retten?

"Politiker denken in Wahlperioden, Forstleute denken in Jahrzehnten", sagt Forstmann Dohle. "Wir haben keine Glaskugel, aber wir müssen das Problem schnell in den Griff bekommen." Es müssten Baumarten gepflanzt werden, die eine Zukunft haben.

Darüber hinaus sind den Forstleuten die Hände gebunden, sagt Dohle weiter. "Wir müssen erst gucken, wie wir den globalen Klimawandel verlangsamen." Zudem sind die Forstbetriebe knapp besetzt: "Wir schaffen es gerade noch, das Käferholz einzuschlagen, aber können es oft nicht mal wegschaffen."

(...)

"Einen vergleichbaren Waldverlust hat es in der Vergangenheit kaum gegeben", sagte Landwirtschaftsministerin Klöckner vergangene Woche in Berlin. "In den 80er-Jahren sprachen alle vom Waldsterben, er ist zum Glück nicht gestorben. Jetzt ist er in weiten Teilen am Sterben, und kaum einer redet davon. Es besteht dringender Handlungsbedarf."
 

Harlock

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Dann kannst du Kroatien schonmal nicht dazuzählen :coolface:

Kommt wohl auf den Ort und das Restaurant an, leistbar muss auch nicht billig heißen.
Wenn ich dort frische Scampi oder den Tagesfang als Fischplatte für den gleichen Preis oder gar günstiger bekomme als tiefgekühltes Zeug in einer besseren deutschen Pizzeria weitab vom Meer, dann empfinde ich das als angenehm. Natürlich gibts auch dort teure Orte (Dubrovnik, manche Insel etc.) und überall Restaurants aller Preisklassen, man kann sein Geld schneller los sein als einem lieb ist, wenn man sich die Karte vorher nicht ansieht oder sich einen exklusiveren Urlaubsort ausgesucht hat^^

Wer z.B. mal nach Porec kommt dem ich empfehle ich das Tri Bacve (Fischerfamilie, der eigene Fang kommt auf den Tisch und die Preise sind recht angenehm, Hummer und Langusten gibts aber auch dort nicht umsonst) .







Vielleicht liegt genau da das problem, in der Kommerzialisierung unserer Wälder, ein großteil der deutschen Wälder sind Waldplantagen, man lässt die Natur nicht walten wie sie will, man erlaubt kaum mehr natürliche Mischwälder und heult dann, wenn der künstlich angelegte Wald dem Klimawandel nicht standhält. Jeder umgefallene und morsche Baum soll entfernt werden, auch wenn er nachwachsenden Bäumen und der Tier- und Pflanzenwelt Schutz und Lebensraum bietet. Die Natur würde selbst selektieren und (wenn man langfristig denkt, wie der Förster behauptet) wahrscheinlich stabilere Wälder entstehen lassen. Wäre zumindest ein Ansatz, der Kahlschlag oder die Rodungen in den vom Borkenkäfer befallenen Gebieten erscheinen nicht als der Weisheit letzter Schluss. Monokulturwälder auch nicht, die schränken von vorneherein schon die Vielfalt der Waldbewohner ein.

Aber dadurch würde der Waldwirtschaft halt viel Geld entgehen....

Vielleicht sollte man viel größere Waldflächen zum Naturschutzgebiet und Nationalparks erklären und die Finger davon lassen. Wenn ein Wald stirbt wächst er meist nach, nur natürlicher, dauert halt. Aber das gefällt den Förstern natürlich nicht, da sie mit Monokulturen ihr Geld verdienen.

Ansonsten ist es logisch, dass ein so trockener Sommer wie der in 2018 Auswirkungen hat.

Ein alter Beitrag der eventuell nicht ganz unrecht hat http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-bayerischer-wald/kritik/horst-stern-bemerkungen-wald/2/#M

Der Wald stirbt, weil er unter den Bedingungen, die wir mit unserer Art zu leben geschaffen haben, in seiner bisherigen Form nicht überleben kann. Und er reagiert nach den Gesetzen der Evolution: Der alte Wald stirbt, damit ein neuer, ein anderer Wald leben kann. Aber können wir damit leben? Für uns ist der Tod schwer zu ertragen. Der Mensch hat jung zu sein und dynamisch, der Wald immergrün und ewig rauschend. Sterben gehört nicht mehr zu unserem Leben. Wir haben den Tod weggesperrt in die Schlachthöfe, die Altenheime und die Intensivstationen. Deshalb erschrecken wir so, wenn wir ihm begegnen – unerwartet, ungeschönt, so wie im sterbenden Wald. Doch für den, der nicht wegschaut, wird in dem jungen Grün unter den toten Bäumen sichtbar, dass neues Leben nur entstehen kann, wo altes vergeht.
 
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