Ja, davon hatte ich immer gelesen und finde es deshalb um so erstaunlicher, dass sich das Spiel trotzdem so gut verkauft. Würde jedem AA Spiel das Genick brechen, hier wird es halt durch den unglaublichen Detailreichrum kaschiert. Oder was meint ihr?
nö, du hast das schon völlig richtig erkannt.
ich war anfänglich auch völlig geplättet von den scheinbaren Möglichkeiten, die RDR2 zu verheissen schien. In einer sidequest eine Frau aufgelesen, die zu Stadt X musste und ich bin stattdessen nach Valentine und sie plötzlich "thats the wrong Town" (oder so ähnlich) - toll!
in ein Holzfällerlager rein, wo in Echtzeit Bäume gefällt werden, die nachher für einen Hausbau verwendet werden und am Ende steht tastsächlich ein Haus - unpackbar immersiv! danke Rockstar!!
rasch werden die Mängel aber immer offensichtlicher und bald unübersehbar:
Banditen liefern sich auf offener Strasse ein Shoot-out mit Sheriffs? genial! kann ich mich entscheiden, auf welche Seite ich mich schlage und werd dann vom Game entsprechend meiner Entscheidung rewarded, nicht wahr?!
Nö.
Am Ende ballern eh alle auf mich, egal was ich tue.
O´driscoll Typen fangen grundlos eine Schlägerei mit mir an, weil ihnen meine Visage nicht passt? na da wehr ich mich natürlich nach Leibeskräften.
Ups- big mistake. jetzt hab ich fahndungslevel und der Sheriff will mich einbuchten...
ich lade meinen Spielstand und will gemütlich ne Runde zocken?
für gewöhnlich kein Problem, aber suddenly finde ich mich sofort nach Start in einem random Encounter wieder und werd niedergeschossen ohne zu wissen, wer und warum da überhaupt auf mich geballert hat.
und damit streife ich nur an der Oberfläche dessen, was in RDR2 in Sachen Gamedesign schief läuft.
das Video von nakey Jakey damals beschreibt es nach wie vor am besten.